Was kauft die Welt? Blippy weiß es

Tags : , ,

Mit dem Internetdienst Blippy kann man nun seine Kreditkartenkäufe ins Netz stellen. Automatisch werden alle getätigten Käufe des registrierten Users nur Sekunden später, wie Statusmeldungen bei Twitter, für die ganze Welt sichtbar online gestellt.

Verständlicherweise sind Datenschützer entsetzt. Seit ein paar Tagen ist der US-Dienst aus der Testphase heraus und soll schon bald in Deutschland verfügbar sein.

Bei Anmeldung gibt der Nutzer seine Kreditkartennummer an sowie wahlweise auch noch seine Zugangsdaten für Amazon oder Apples iTunes Store. Kauft der Kunde ein, erfährt man wo, wann, was und für wie viel Geld der User eingekauft hat. Der Grund für den Shopping Striptease: Andere Nutzer können die Einkäufe online bewerten und kommentieren. Sie können dem Käufer vielleicht mitteilen, dass der Preis zu hoch war, wo er günstigere Angebote finden kann oder dass er eine gute Wahl getroffen hat. Momentan sind bei Blippy 5000 Mitglieder registriert und Umsätze im Wert von 5 Millionen Dollar aufgelistet. Die Betreiber der Plattform rechnen jedoch bald mit Beträgen von 1 Million Dollar täglich.

Doch der Nutzen für die Blippy-Kunden ist eher fraglich. Datenschützer raten dazu, Schnäppchen besser auf Facebook oder Twitter manuell zu veröffentlichen. Denn so erhält man ebenfalls Feedback, ohne alle persönlichen Daten im Netz zu veröffentlichen. Für Werbetreibende jedoch ist Blippy von unschätzbarem Wert – sollte sich das Unternehmen dazu entschließen die Daten zur Verfügung zu stellen. Blippy selbst schweigt dazu.



VN:F [1.9.10_1130]
0.0 / 10 (0 Bewertungen)
  • Facebook
  • email
  • Print

Deine Meinung