Dez
10SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ lernen von Facebook. Sie führen nun ebenfalls Applikationen ein, um den Usern einen Mehrwert zu bieten. So soll es zum Start eine Online-Karaoke App, ein Social Game, ein Fundraising-Werkzeug oder auch eine App geben, mit der man sich einen Pizza-Bringdienst in seiner Nähe aussuchen kann. Existieren bei Konkurrent Facebook bereits zehntausende solcher Programme, so starten die VZ-Netzwerke zunächst mit 9 Anwendungen. Auch beim Thema Datenschutz sind die Betreiber vorsichtiger: Der User kann für jede App einzeln festlegen, auf welche persönliche Daten zugegriffen werden darf (diese Daten benutzt die Anwendung zur Ergebnisgenerierung). Ein weiteres Feature schaut sich die VZ-Gruppe von Facebook ab: Im 2. Quartal 2010 soll ebenfalls ein Bezahlsystem eingeführt werden, womit Nutzer virtuelle Güter kaufen und verkaufen können.
Noch ist die VZ-Gruppe als Soziales Netzwerk führend in Deutschland mit insgesamt 14,6 Mio. Nutzer. Doch Facebook wächst stetig und hat mittlerweite über 5 Mio User hierzulande. Die VZ-Seiten hatten den Startvorteil in Deutschland, konnten sich früher etablieren und halten die Nutzer durch den Netzwerkeffekt („Alle Freunde sind hier.“), hinken jedoch im Feature- und Internationalitäts- Bereich extrem hinterher. Der Trend geht ganz klar zu Facebook. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis Facebook auch in Deutschland die Monopolstellung erreicht.

