Google eröffnet Social-Shopping-Seite Boutiques.com

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Google hat in den USA sein mit Spannung erwartetes Online-Kaufhaus Boutiques.com eröffnet und macht damit das Online-Shoppen zum Gemeinschaftserlebnis in der Community.

Auf der Plattform sollen die Produkte vieler Designer sowie Shops gebündelt und gemeinsam vorgestellt werden, der Abverkauf findet dann aber auf den jeweiligen Seiten der Partnershops statt. Das Ganze soll im Endeffekt ähnlich wie Google Search und Google Shopping funktionieren. Durch Suchoptionen und Designerseiten auf Boutiques.com wird der User auf die jeweiligen Onlineshops verwiesen. Zusätzlich wird die Seite mit Features wie Verlinkungen und erweiterten Suchmöglichkeiten zu den einzelnen Labels sowie Social Media bestückt.

Technisch basiert das Angebot auf der 2009 gekauften visuellen Suchmaschine Like.com. Die Technologie schlägt bei Boutiques.com automatisch Produkte vor, die den Präferenzen der Nutzer optisch ähneln.

Die Nutzer können auch selbst zu Betreibern von Unter-Shops werden, in denen sie ihre eigenen Modetipps geben. Personalisierte Einkaufsempfehlungen sollen zum individuellen Kleidungsstil passen, ähnlich wie bei Twitter gibt es eine Follow-Funktion.

Der Plural im Namen “Boutiques” macht deutlich, dass ein großes Einkaufszentrum mit vielen Geschäften entstehen soll. Einige US-Promis wie die Olsen-Zwillinge und Modeblogger sind vom Start weg dabei. Google selbst hält sich zurück: Der Konzernname ist nur im Kleingedruckten zu finden, Google betätigt sich auch nicht als Händler, kassiert aber als Vermittler mit. Die Verkäufe werden dann über verschiedene Kooperationspartner abgewickelt, u.a. über das Kaufhaus Saks oder Designer-Shops wie dem von Diane von Furstenberg.

Mit Boutiques.com hat Google eine neue E-Commerce-Seite geschaffen, die neue Maßstäbe setzt, was Präsentation und Verkauf von Kleidung im Internet betrifft.

Google kauft visuelle Shopping-Suchmaschine

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Visuelle Suche im E-Commerce könnte neue Formen annehmen. Google investiert momentan immense Summen in die Technologie der computergestützten visuellen Suche. Für rund 100 Millionen Dollar verleibte sich der Suchgigant nun das Unternehmen Like.com ein und hat damit Zugang zu dessen Technologie.

Like.com bietet seinen Kunden eine visuelle Suchmaschine, die ihnen hilft passende Kleidung und Accessoires online zu finden und zu kaufen. Dabei lernt die Suchmaschine selbst mit, und je nach vorherigem Kauf, vorausgegangenen Suchbegriffen oder aktuellen Modetrends werden dem Kunden passende Angebote unterbreitet. Suchbegriffe wie „Rote High Heels“ oder „Ärmelloses Kleid mit Blumenmuster“ erkennt ein Algorithmus und weiß, was zu dieser Kleidung passt.

Die Technologie von Like.com kam ursprünglich aus dem Bereich der Gesichtserkennung – was Google damit vorhat, wollte das Unternehmen nicht sagen. Sie könnte Anwendung finden bei Goolges Produktsuche: Eine Shopping-Seite, die sich noch in der Testphase befindet und eine vergleichende Produktsuche ermöglicht.

Schon jetzt bietet die Applikation Google Goggles Handybesitzern eine interessante Suchmöglichkeit: Die Nutzer machen ein Foto mit ihrer Handykamera und können zum fotografierten Gegenstand oder Ort verschiedene Informationen bekommen.

Google investierte auch in das Unternehmen Pixazza: Hier werden Bilder im Netz markiert, und die darauf abgebildeten Produkte mit Shopping-Seiten verlinkt. Klatsch-Seiten zeigen z.B. Fotos von Promis und der Betrachter kann anschließend die gleiche Tasche oder Jeans wie sein Lieblingsschauspieler online kaufen.

Zu Facebook hätte der Kauf von Like.com ebenfalls gepasst, doch Google war hier wohl einen Schritt schneller.