Twitter als kollaborativer Filter

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Analysten bei Yahoo untersuchten Tweets hinsichtlich ihres Wahrheitsgehaltes und machten eine erstaunliche Entdeckung: Tweets, die falsche Gerüchte verbreiten, werden sehr viel häufiger von der Community bezweifelt, als solche, die sich später als wahr herausstellen. Damit wirkt Twitter wie ein kollaborativer Filter, der durchaus zu verlässlichen Vorhersagen dienen kann.

Die Analysten untersuchten beispielsweise, wie sich Tweets nach einem Erdbeben verbreiten. Da Twitter den Augenzeugen von Katastrophen eine einfache und schnelle Möglichkeit bietet, ihre Berichte der ganzen Welt zugänglich zu machen, finden sich hier häufig noch unbestätigte Aussagen, deren Glaubwürdigkeit bezweifelt wird.

Die Analysten konnten keine Verbindung zwischen glaubwürdiger Information und Häufigkeit der Tweets oder Re-Tweets finden. Was sie jedoch herausfanden war, dass wenn falsche Gerüchte auf Twitter auftauchen, etwa die Hälfte der Tweets, die sich auf diese Info beziehen, sie bezweifeln. Im Gegensatz dazu fanden die Forscher nur 1 Prozent zweifelnde Tweets bei Gerüchten, die sich später als wahr herausstellten. Die Community selbst filtert hier die immensen Datenmengen.

Diese Vorhersagekraft der Community sollte laut Analysten genutzt werden: So könnte ein Twitter Service eingerichtet werden, der Tweets analysiert und die Nutzer warnt, wenn zu diesem Thema bereits viele Zweifel bestehen. So weiß der Leser sofort, ob er diesem Gerücht trauen kann oder nicht.

Infografik: Twitter als PR-Werkzeug

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Hier eine Infografik, die zeigt, wie man Twitter in die PR-Strategie integrieren kann:

Twitter wächst in Deutschland um 144 Prozent

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Twitter hat seine Besucherzahl in Deutschland im Juni stark erhöht. Nach Messungen von Comscore stieg die Zahl der Besucher (Unique Visitors) auf Twitter.com gegenüber dem Vorjahresmonat um 144 Prozent auf 2,93 Millionen. So scheint Twitter wieder auf einem stabilen Wachstumskurs zu sein. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Besucherzahl um 9 Prozent oder 240.000. Es wurden nur Personen erfasst, die 15 Jahre und älter sind. Nicht erfasst wurden Nutzer, die Twitter-Applikationen wie z.B. Tweetdeck einsetzen und damit nicht auf die Twitter-Website gelangen.

Wie Nielsen feststellte, sind deutlich mehr Frauen auf Twitter unterwegs als im Web-Durchschnitt. Vor allem Frauen zwischen 18 und 24 Jahren sind vergleichsweise häufig auf Twitter aktiv. Bei den Männern dominiert die Altersgruppe zwischen 25 und 34 Jahren.

Twitter startet Rabatt-Account

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Twitter bietet seinen Usern einen neuen praktischen Dienst an: Wer dem Twitter-Account @earlybird folgt, erhält ausgewählte Sonderangebote von verschiedenen Unternehmen per Tweet. Die Unternehmen arbeiten mit Twitter zusammen und bewerben so ihre neuesten Produkte. Dabei werden Angebote veröffentlicht, die zeitlich und mengenmäßig nur begrenzt verfügbar sind, und exklusiv für die Follower erhältlich sind. Die Unternehmen bestimmen zuvor den Preis und die Menge des Angebots. Twitter selbst verdient natürlich auch an der Kooperation. Die Produkte stammen aus verschiedensten Bereichen: Von Mode über Technik bis hin zu Reisen und Unterhaltung hat jeder User die Chance ein paar gute Schnäppchen zu machen. Bald kann man die Produkte auch nach Kategorien filtern. Für die Kunden angenehm: Wenn sie keine Angebote mehr erhalten wollen, klicken sie einfach den unfollow-Button.

Zunächst gibt es nur US-weite Sonderangebote, Twitter kündigte jedoch bereits an, auch spezielle Angebote für einzelne Städt und Länder anzubieten.

Ein guter Schachzug von Twitter. Nutzer sind nämlich guten Deals nie abgeneigt – solange sie selbst bestimmen können, wann, wo und wer mit Werbung an sie herantritt. Durch diese Möglichkeit wird eine „Werbe-Aversion“ der Nutzer vermieden. Ausbau-Tipp: Wer fleißig Angebote weiterzwitschert – und damit die Produkte bewirbt – könnte nochmals Preisnachlässe erhalten.

Twittern für Gutscheine: Wie die Foodbranche das Social Net entdeckt

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Lebensmittelhersteller entdecken Social Media für sich: Sie sammeln Millionen von Fans bei Facebook oder verteilen Produktproben an twitternde Anhänger. In Deutschland führt Pringles mit 3,5 Millionen Facebook-Fans vor Adidas (3,2 Mio.), Zara (3,1 Mio.) und Ferrero (2,8 Mio.) in einem aktuellen Ranking der Agentur VODa.

Der Lebensmittelkonzern Kraft Foods reagierte bei seiner Keks-Marke Oreo auf die vielen internationalen Kommentare auf seiner Facebook-Seite: Eigentlich war die Marke Oreo auf den amerikanischen Markt ausgelegt. Aufgrund des weltweiten Anklangs – mehr als die Hälfte der Fans stammt nicht aus den USA -  werden auf der Seite nun internationale Aktionen gestartet und beispielsweise der „Weltfan der Woche“ gesucht. „Es war ein Aha-Erlebnis für uns,“ sagt Mark Clouse, weltweiter CEO bei Kraft Foods. „Wir verstehen nun, dass Facebook mittlerweile ein globales Werkzeug ist und eine Plattform, auf der wir mit den Konsumenten in einen internationalen Dialog treten können.“

Die Marke Wheat Thin Crackers belohnt fleißige Twitter Anhänger. So tourt ein Team der Marke durch die USA und überrascht Konsumenten, die am besten über die Marke getwittert haben, zu Hause mit Gutscheinen. Ziel der Kampagne ist es, Kommentare über Wheat Thins auf Twitter zu mehren und damit mehr Follower und Bekanntheit zu erlangen.

Dass immer mehr Lebensmittelhersteller auf das Word Wide Web setzen, zeigt sich auch daran, dass Kunden jetzt bei Amazon und Otto Lebensmittel online bestellen können.

Twitter wächst weiter: 125 Millionen User

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Twitter hat die Marke von 125 Millionen Nutzern erreicht. Noch vor 2 Monaten lag die Zahl bei 105 Millionen, was bedeutet, dass sich jeden Tag 340.000 neue User bei dem Microblogging-Dienst anmelden. Pro Tag werden von ihnen 65 Mio. Updates gepostet – knapp 2 Milliarden pro Monat.