Ford lässt die Community entwickeln

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Crowdsourcing und die Nutzung der Schwarmintelligenz sind Trend. Immer mehr Unternehmen setzen auf die Weisheit der Masse um mithilfe der Community neue Ideen zu entwickeln. In den USA bindet Ford nun freie Software-Entwickler in die Weiter-entwicklung seines Kommunikations- und Unterhaltungssystems SYNC ein. Wer Vorschläge für neue Apps macht, die Ford für erfolgversprechend hält, bekommt von dem Autobauer ein Kit mit den nötigen Entwicklungstools und kann eine SYNC-App selbst entwerfen. In Europa will Ford das SYNC-System mit der neuen Generation des Focus einführen.

Der „Social Bordcomputer“ wurde 2007 zusammen mit Microsoft entwickelt. Seit 2008 wird SYNC in amerikanische Autos eingebaut und ist extrem beliebt: 32 Prozent der Ford-Kunden geben es als Hauptgrund für ihren Kauf an. Fahrer können damit fast jedes Smartphone und andere Mediaplayer in ihren Wagen bringen und diese dann per Sprachsteuerung oder Autoradio bedienen. SYNC kann sogar SMS empfangen und laut vorlesen.

In diesem Jahr will Ford auch die Nutzung der populärsten Smartphone-Apps ermöglichen. Für die Verbesserung vorhandener Apps und die Entwicklung neuer Apps, hat Ford nun eine Internetseite eingerichtet, auf der sich Hobby-Entwickler registrieren und einbringen können. Obwohl die Website noch nicht komplett fertig gestellt ist, haben sich Ford zufolge bereits im Juli fast 800 App-Entwickler für das “SYNC Mobile Developer Network” registriert. Die selbstentwickelten und fertigen Apps sollen die Hobby-Tüftler dann selbst beispielsweise über App-Stores vertreiben können.

Auch offline werden die Endverbraucher eingebunden: In Do-it-yourself-Werkstätten (bereitgestellt von der Werkstattkette Techshop) soll jedermann vom Hinterhof-Entwickler bis zum Software-Ingenieur die Möglichkeit haben, Innovationen für Pkw zu entwickeln. Räume und Werkzeug werden in dieser offenen Werkstatt bereitgestellt. Ford erhofft sich durch dieses Erfinder-Projekt weitere interessante Innovationen durch die Kunden.

App fürs Auto: Ford mit „Social Bordcomputer“

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Ford will Drittentwicklern ermöglichen, Anwendungen für das Bordsystem zu programmieren. Damit können Fahrer die Elektronik in ihrem Wagen upgraden, fast ebenso einfach, wie dies mit den Applikationen fürs iPhone möglich ist. Fords Bordcomputer-System Sync soll in Kürze durch ein Software Development Kit (SDK) erweitert werden, mit dem Drittentwickler eigene Apps programmieren können. Ziel ist die Kombination von Navigation und Social Media. Der Bordcomputer bietet jetzt schon Internet-Service und GPS, was die Basis für eine Vielzahl an möglichen nützlichen Apps sein wird. So könnte Sync beispielsweise das bestbewertete Café in der Nähe finden, den Lieblings-Internet-Radiosender spielen oder den neuesten Facebook Status vorlesen. Das in Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelte System Sync findet in Amerika großen Anklang: 32% der Ford-Kunden geben es als Hauptgrund für ihren Kauf an. Im Januar 2010 stellt Ford das Entwickler Kit auf der Consumer Electronic Show in Las Vegas vor.