Facebook-Seiten werden zur zweiten Homepage für Unternehmen. Seit Google und Bing in ihrer Realtime-Suche die Inhalte der Fanseiten zunehmend berücksichtigen, ist es umso wichtiger geworden, mit klugen SEO-Strategien ein gutes Ergebnis im Suchmaschinen-Ranking zu erreichen. Das bedeutet, es geht nicht mehr nur darum, mit den bestehenden und potenziellen Kunden in Dialog zu treten und authentisch und relevant über das Unternehmen zu informieren, sondern auch darum, von neuen relevanten Usern gefunden zu werden, egal ob diese direkt in Facebook oder in einer der gängigen Suchmaschinen nach der Seite oder bestimmten Inhalten suchen.
Hier sind 10 SEO-Tipps, die Unternehmen bei ihrer Facebook-Seite berücksichtigen sollten:
1. Wähle den idealen Namen für die Facebook Fanseite
Unternehmen sollten sich die Frage stellen: “Unter welchem Namen ist mein Unternehmen bei den Kunden bekannt? Was geben die User in Google oder direkt auf Facebook ein, um meine Fanseite zu finden?”
Der Name der Fanseite sollte nicht zu lange sein: Je länger er ist, umso mehr Platz belegt er im Wahrnehmungsbereich des Users, und umso weniger Platz bleibt, die Message des Beitrages zu platzieren. Wichtig zu wissen: Der Name der Fanseite ist nachträglich nicht mehr änderbar!
2. Wähle die richtige Kategorie für die eigene Branche
Die Wahl der Kategorie wirkt sich auf die Zahl und Art der Textfelder im Info-Tab aus. Wenn man eine Fanseite für ein Restaurant führen möchte, dann sind Felder wie “Öffnungszeiten” und “Zahlungsarten” besonders wichtig weil relevant für die (potenziellen) Kunden. Deshalb sollten Unternehmen unter “Lokales” die Kategorie “Restaurant” wählen. Ist man Getränkehersteller und bietet keinen Fabrikverkauf an, ist die Unternehmensadresse für User wenig relevant, dafür sind es aber die Möglichkeiten, sich über das Unternehmen und die Produkte zu informieren. Dafür bietet Facebook unter “Marke, Produkt oder Organisation” entsprechende Kategorien an. Auch hier gilt derzeit: Eine Kategorie kann nachträglich nicht mehr geändert werden!
3. Reserviere eine Vanity-URL
Facebook bietet jedem Fanseitenbetreiber ab Erreichen von 25 Fans die Möglichkeit, einen eigenen Facebook-Benutzernamen zu reservieren. Also: http://www.facebook.com/DeinUsername. Bei der Wahl dieser Vanity-URL sollte man sich an die Domain der Website halten und auf generische Benutzernamen verzichten, weil sie von Facebook beansprucht werden könnten (z. B. www.facebook.com/restaurant). Eine einmal gewählte Vanity-URL kann ebenfalls nicht mehr nachträglich geändert werden. Der Link zur Reservierungsseite: http://www.facebook.com/username.
4. Fülle das “Über”-Feld unter dem Logo relevant aus
Besonders sichtbar ist das mit 250 Zeichen beschränkte Feld, dass sich gleich unter dem Logo befindet. Unternehmen schreiben am besten in kurzen Sätzen, was den User auf dieser Fanseite erwartet und worum es bei dem Unternehmen geht. Man sollte dabei den vollen Platz ausnutzen und die relevanten Keywords positionieren.
5. Fülle den Info-Tab vollständig aus
Dieser Bereich ist besonders wichtig, weil er nicht nur für User relevante Felder enthält (z. B. Öffnungszeiten des Restaurants), sondern genauso auch einen Freitextbereich, den man mit wichtigen Informationen befüllen und mit den relevanten Keywords anreichern kann. Nicht vergessen: mehrere Links auf Landingpages der Website setzen.
6. Füge FBML-Seiten hinzu
Facebook bietet für Fanseiten ein immer öfter genutztes Feature: Das Hinzufügen von FBML-Seiten, in die wiederum HTML-Seiten oder externe Applikationen (z.B. Flash-Games) integriert werden können. Mit etwas HTML-Kenntnissen kann man eine statische Seite hinzufügen, die wiederum relevante Infos und Keywords beinhaltet und somit beim “Gefunden werden” hilft.
7. Setze nach Möglichkeit in jedem Pinnwandbeitrag einen Link auf die eigene Website
Nachdem die Fanseitenbeiträge (aber nur jene der Fanseiten-Admins, nicht jene der Fans) in Zukunft in die Realtime-Search aller großen Suchmaschinen integriert werden, bekommen die einzelnen Beiträge natürlich besonderen Stellenwert. Unternehmen sollten deshalb nach Möglichkeit – und wenn es Sinn macht - in jedem Beitrag auf eine Landingpage oder die Startseite der eigenen Website verlinken. Man kann den Link direkt in den Text eingeben oder den Link über die eigens dafür vorgesehene Funktion anhängen: Hauptsache man tun es.
8. Füge Begleittexte zu Fotos, Videos und Veranstaltungen hinzu
Jedes Foto und Video sowie Veranstaltungen können mit Texten versehen werden. Unternehmen sollten auch diese Möglichkeit nutzen, um relevante Keywords und Links zu platzieren, dabei aber immer beachten: Man schreibt für User, und nicht (ausschließlich) für Suchmaschinen. Deshalb auf Relevanz und Informationsgehalt achten.
9. Sorge für eine große Fangemeinde
Jede Fanseite hat das Ziel, eine große Zahl von relevanten Fans für sich zu interessieren. Relevant deswegen, weil sich der Interaktionsgrad (also viele “Gefällt mir”, Kommentare und geteilte Beiträge von Fans mit ihren Facebook-Freunden) auch daraus ergibt, ob sich die Fans überhaupt für das Thema der Fanseite interessieren, und wie gut die Inhalte dieser Fanseite sind. Je mehr relevante Fans Unternehmen auf ihrer Fanseite vereinen, umso höher die Reichweite.
10. Gute Inhalte steigern die Interaktion
Wenn Unternehmen für User relevante Inhalte posten, steigt die Wahrscheinlichkeit der Interaktion. Viele Kommentare sorgen für eine Gegenverlinkung, viele geteilte Beiträge für eine größere Reichweite und Traffic auf Fan- und Website.
SEO bringt somit entscheidende Reichweiten-Vorteile: Wer auf virale Verbreitung der Fanseite hofft, erreicht immer nur die Leute, mit denen die Fans verbunden sind. Suchmaschinenoptimierung hingegen erreicht, dass die Seite der kompletten Nutzerbasis gezeigt wird.