Im Rahmen der Social Networking Study von Perfomics wurden interessante Ergebnisse zum Konsumentenverhalten von Nutzern sozialer Netzwerke veröffentlicht. 40 % der befragten Personen sagten, dass ein soziales Netzwerk wie Facebook der beste Ort ist, um mit Marken/Unternehmen und deren Produkten in Kontakt zu treten. Nutzer sehen Facebook nicht nur als einen Kommunikationskanal, sondern auch bei der Informationssuche spielt Facebook eine immer wichtigere Rolle. Mehr als Ein-Drittel der Befragten gibt an, dass soziale Netzwerke eine gute und verlässliche Quelle bei der Informationssuche sind.
Kunden treten auf Facebook wesentlich schneller mit Unternehmen in Kontakt, als beispielsweise über deren Firmen-Homepage:
- 50 % der Facebook Nutzer klicken bei Werbeanzeigen auf “Gefällt mir”, um mit einem Unternehmen in Kontakt zu treten
- 37 % der Befragten wurden in einem sozialen Netzwerk über Produktneuheiten informiert
- 32 % der Befragten haben ein Produkt bzw. eine Marke an Freunde weiter empfohlen
- 32 % der befragten Twitter-Nutzer retweeten Informationen von Unternehmen
Um Kunden dauerhaft an eine Marke auf Facebook zu binden, muss der Mehrwert der Facebook Seite verdeutlicht werden. Laut Perfomics wünschen sich 49 % der Nutzer mehr ausdruckbare Coupons, 46 % möchten Benachrichtigungen über Rabatte und exklusive Sonderangebote und 35 % wollen mehr Informationen über neue Produkte.
Für die Studie wurden 3.000 Nutzer in den USA befragt.
Jeder fünfte Internetnutzer möchte über das Netz an der Entwicklung von Produkten beteiligt werden. Das ergab eine aktuelle repräsentative Umfrage des Hightech-Verbandes BITKOM. So sagten 21 Prozent der Internetnutzer, sie würden von Unternehmen gern in die Produktentwicklung eingebunden werden. Das Web 2.0 bietet dafür optimale Möglichkeiten. So werden Konsumenten durch das Internet zu Co-Produzenten, wovon Hersteller und Verbraucher gleichermaßen profitieren.
Besonders junge Menschen möchten auf ihre Lieblingsprodukte Einfluss nehmen. 28 Prozent der 14- bis 29-jährigen Internet-Nutzer sind an einer Mitwirkung bei der Produktentwicklung interessiert. Diese Chance sollten die Anbieter nutzen. In der mittleren Altersgruppe von 30 bis 49 Jahre möchten sich immerhin noch 25 Prozent der User beteiligen. In der Generation ab 50 dagegen finden nur 10 Prozent die Möglichkeit attraktiv.
Dass engagierte Kunden oft gute Ideen haben, wie Produkte und Dienste noch besser werden können, beweist der Kleinwagen Fiat Cinquecento: Dort konnten Fans über das Internet am Design mitwirken. Eine sechsstellige Zahl an Anregungen ging bei Fiat ein. Das „Mitmach-Web“ wird also von den Konsumenten begeistert angenommen, erhöht die Innovationsgeschwindigkeit beträchtlich und sollte schon deshalb von den Firmen im Sinne des Enterprise 2.0 aktiv gefördert werden.
Die Deutschen sind keine Fans der mobilen Internetnutzung: Nur 17 Prozent benutzen ihr Handy um im Netz zu surfen. Bei den Schweizern und Österreichern sind es bereits 27 und 31 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Mobile Web Watch 2010 von Accenture. Außerdem wird in den Alpenländern auch mehr Zeit im Netz verbracht: 51 Prozent der österreichischen und 55 Prozent der Schweizer Befragten surfen mindestens einmal täglich. In Deutschland sind es 43 Prozent.
“Das Schmiermittel des mobilen Internets sind die Apps. Vor allem im Geschäftsbereich sind sie ein großes Wachstumsfeld”, so Nikolaus Mohr, Geschäftsführer im Bereich Communications & High Tech bei Accenture. Die Studie ermittelte, dass 63 Prozent der österreichischen, 70 Prozent der Schweizer und 60 Prozent der Nutzer in Deutschland heute Apps verwenden. Tendenz steigend.
Hier einige interessante Ergebnisse der Studie im Überblick (Deutschland):
- Fast jeder fünfte deutsche Internetnutzer surft mit seinem Mobiltelefon im Web (17%). Das entspricht etwa 7,7 Millionen Personen.
- „Old-fashioned Handys sind out“: Die Verbreitung von Geräten mit bedienerfreundlichen Benutzeroberflächen und Navigation nimmt deutlich zu (iPhone +50%, Smartphones mit Touchscreen +44%).
- Werbung im mobilen Internet oder in per Handy genutzten Online-Diensten wird von den Konsumenten zum Teil akzeptiert – jedoch nicht um jeden Preis. Fast die Hälfte der Verbraucher toleriert Werbung im mobilen Internet oder in per Handy genutzten Online-Diensten, allerdings nur in Verbindung mit einem erkennbaren Mehrwert für die Nutzer (z.B. reduzierte Grundgebühr, Gutscheine).
- Die ökologische und soziale Ausrichtung der Marktakteure spielt auch im mobilen Internetmarkt eine immer bedeutendere Rolle. 48 Prozent der Befragten stufen das ökologische und soziale Engagement als wichtig bis sehr wichtig ein – der Preis spielt jedoch noch immer die wichtigste Rolle bei der Kaufentscheidung.
- Die Akzeptanz innovativer Anwendungen für unterwegs, wie z.B. Location-based Services, nimmt in diesem Jahr eher ab. Auch die Zahlungsbereitschaftder Nutzer ist sehr eingeschränkt.
Wer hat das Sagen im Netz und beeinflusst die Online-Meinungen? Wie erreiche ich mit meiner Marke diese Menschen und mache sie dadurch bekannt?
Die Marktforscher von Forrester veröffentlichten eine Studie über den Einfluss von Peer Groups und Mund-Propaganda in der Online-Welt. Dabei wurden folgende Fragen gestellt:
Wer beeinflusst überhaupt Entscheidungen und Meinungen im Netz? Es ergaben sich 3 verschiedene Gruppen von Beeinflussern, die man als Pyramide darstellen kann: Ganz oben sind die sogenannten „Social Broadcaster“, in der Mitte befinden sich die „Mass Influencer“, und die Basis bilden die „Potential Influencer“.
- Die Social Broadcaster sind zwar zahlenmäßig gering, doch stehen sie ganz oben, was Reichweite und Ansehen betrifft. Es sind die Top-Blogger, extrem stark vernetzte Individuen und Menschen mit vielen Followern, welche die aktuellsten News verbreiten. Allerdings fehlt ihnen das Vertrauen ihrer Follower. Die Follower klicken zwar auf die Links der Broadcaster, bilden sich aber ihre eigene Meinung zu den Informationen.
- Ganz anders die Potential Influencer: Sie bilden mit einem Anteil von 84% die Basis der Pyramide und genießen das Vertrauen ihrer Netzwerk-Verbindungen. Als typischer Durchschnitts-Konsument hat der Potential Influencer hauptsächlich Netzwerke, die er auch offline trifft (Freunde und Familie).
- Den größten Einfluss haben jedoch die 16% der Mass Influencer. Sie sind für 80% der Informationen über Produkte und Dienstleistungen verantwortlich und damit extrem aktiv im Netz.

Wie erreiche ich die unterschiedlichen Einfluss-Typen?
Da Social Broadcaster traditioneller PR und Pressemitteilungen extrem negativ gegenüber stehen, lautet das Geheimnis um mit ihnen in Verbindung zu treten: Beziehungen aufbauen. Und zwar nicht dann, wenn man etwas von ihnen will, sondern dauerhaft, maßgeschneidert und mit Respekt für ihre Einzigartigkeit.
Potentielle Beeinflusser als Durchschnitts-Konsumenten sind nicht so motiviert oder technisch versiert wie dir Gruppen über ihnen. Kampagnen sollten einfach und motivierend sein.
Mass Influencer in der Mitte müssen Inhalt bekommen, über den sie reden können. Da sie oft von ihren Freunden oder Familie vor einer Kaufentscheidung um Rat gefragt werden, sollte man diesen offline Einfluss bedenken und auch deren Bedürfnisse kennen.
Jedes Jahr werden 500 Milliarden Empfehlungen zu Produkten und Serviceleistungen im Netz veröffentlicht. Wo werden Empfehlungen von den Beeinflussern verbreitet? Betrachtet man die Kanäle der Beeinflussung, so ergeben sich 2 Kategorien:
Die erfolgreichsten Web-Marken in Deutschland bauen ihren Vorsprung weiter aus: Ein Plus von gut fünf Prozent konnten die Top-10-Marken im Internet bei den Nutzerzahlen (Unique Audience) im März erreichen. Das hat das Markt- und Medienforschungsunternehmen Nielsen ermittelt. Demnach gingen 46,6 Millionen Deutsche im vergangenen Monat ins Internet. Die durchschnittliche Zeit, die ein aktiver Internetnutzer im World Wide Web sowohl von zu Hause aus als auch während der Arbeit verbringt, beträgt 21 Stunden, 19 Minuten und 40 Sekunden . Die Top Ten führt Google vor Ebay an, danach folgen zweimal Microsoft, Wikipedia, T-Online, Amazon, You Tube, RTL Network und Web.de. Die größten Nutzerzuwächse konnte eBay auf Platz 2 verzeichnen: Rund acht Prozent betrug das Plus bei der Unique Audience.

Lesebeispiel: 18,5 Millionen Personen, die das Internet im März von zu Hause oder auf der Arbeit nutzten, besuchten mindestens eine Wikipedia-Seite. Jede Person verbrachte dabei durchschnittlich insgesamt 12 Minuten und 58 Sekunden auf den Wikipedia-Seiten.
Die Arbeitnehmer scheinen sich vom Schock der Krise erholt zu haben. Dies belegt der neue Arbeitsklima-Index 2010 der Job AG, für den 4 Mal im Jahr die Zufriedenheit der Arbeitnehmer in Deutschland gemessen wird. Demnach steigt die Zufriedenheit der Arbeitnehmer wieder an.
Auf einer Skala von 1 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut) fühlen sich die Arbeitnehmer mit durchschnittlich 7,5 wieder wohler, wobei die Stimmung bei den Männern und bei den Berufstätigen im Osten mit 7,6 etwas über dem Durchschnitt liegt. Auch diejenigen, die kurz vor der Rente stehen (60plus) bleiben weiterhin mit einem Wert von 8,0 sehr zufrieden. Die Zufriedenheit der 40- bis 49-Jährigen allerdings hat sich zwar positiv entwickelt, sie sind jedoch unter allen Altersklassen am unglücklichsten.
Mit 8,6 sind Selbstständige, Freiberufler und Landwirte wieder die Nummer eins in Sachen Zufriedenheit. Facharbeiter und andere Arbeiter hingegen liegen mit einem Wert von 7,6 und 6,6 auf dem letzten Platz. Teilzeitbeschäftigte sind in diesen Quartal um 0,1 etwas unzufriedener als vergangenes Quartal. Vollzeitbeschäftigte fühlen sich mit einem Anstieg von 0,2 Punkten auf 7,6 deutlich wohler.
Arbeitsklima (54 Prozent) und Gehalt (39 Prozent) als Zufriedenheitsfaktor sind in diesem Jahr an 1. und 3. Stelle, haben allerdings leicht an Bedeutung verloren. Die Aufgaben am Arbeitsplatz als Motivationsfaktor stiegen hingegen weiter an und liegen nun bei 46 Prozent. Dass die Krise noch nicht ganz aus den Köpfen verschwunden ist, sieht man an der Wichtigkeit der Sicherheit des Arbeitsplatzes, welche um fünf Prozent auf nun 33 Prozent gestiegen ist.