Wer auf Twitter beachtet werden möchte, sollte sich an eine simple Regel halten: Benutze das Wort „Twitter“ in deinen Tweets. Die Chancen auf einen Re-Tweet bei Selbstreferenz steigen um über 300 Prozent. Selbst das Wort „Facebook“ hat im Microblogging-Dienst eine positive Wirkung: 60 Prozent der Tweets werden anschließend weitergeleitet. Man sollte allerdings nie den Fehler begehen, den Begriff „Twitter“ in seinem Facebook-Status zu erwähnen! Dann, so die Untersuchung von Dan Zarella, fällt die Chance auf ein Teilen mit Freunden um über 100 Prozent. Besser kommt bei den Facebook-Fans Selbstreferenz an: Wer in seinem Status das Wort „Facebook“ erwähnt, wird zu 220 Prozent wiedererwähnt. Der Grund für die abschreckende Wirkung von Twitter bei Facebookern liegt wohl darin, dass es den Facebookern nicht um das Funktionieren des Systems an sich geht. Twitter-Fans hingegen sind „Social Media Freaks“, sie interessieren sich für das System und alle Möglichkeiten, es zu nutzen und zu verbessern. Facebooker reagieren meist empört bei Funktions-Änderungen ihres Sozialen Netzwerks. Diese Regeln können sehr nützlich sein, will man z.B. als Marketing- oder PR-Profi ein Unternehmen auf diesen Plattformen promoten.

Markenklassiker bleiben Favoriten der Deutschen. Das belegt die größte Verbraucherstudie Europas “European Trusted Brands 2010″, durchgeführt von “Reader’s Digest”, für die 32.000 Europäer befragt wurden, darunter 9.000 Deutsche. T-Online verdrängt den Aufsteiger Google nach nur einem Jahr an der Spitze der europäischen Marken. Grund für den Vertrauensschwund bei Google sind wohl die anhaltenden öffentlichen Diskussionen um den „Gläsernen Internetnutzer“. Traditionsmarken wie Aspirin, Asbach und Miele punkten hingegen beim Verbraucher. Zum sechsten Mal in Folge erlangte der Markenklassiker Nivea in allen 16 europäischen Ländern Platz eins in der Kategorie Hautpflege. Eine größere Bedeutung für die Wahrnehmung von Marken hat inzwischen auch der Umweltschutz. Unternehmen, die sich glaubhaft als “Grüne Marke” positionieren, können laut Studie das Vertrauen der Verbraucher dauerhaft binden, wie es bei Sparkasse, Aral, Miele, Frosch und Persil der Fall ist. Um nachhaltiges Vertrauen beim Konsumenten aufzubauen, bedarf es ebenso einer glaubwürdigen Social-Media-Strategie als Marketing-Instrument. Sich mit einem ehrlichen, transparenten und langfristig angelegten Auftritt zu präsentieren, bietet Unternehmen die Chance, neben Aufmerksamkeit und Reichweite, Reputation und ein bestimmtes Image aufzubauen.
Die vertrauenswürdigsten Marken in Deutschland im Überblick:
Automobile: Volkswagen
Banken: Sparkasse
Bekleidung: C&A
Benzin: Aral
Computer: Fujitsu Siemens
Dekorative Kosmetik: Yves Rocher
Duftprodukte/Parfum: Yves Rocher
Erfrischungsgetränke: Coca-Cola
Erkältungsmittel: Wick
Fotogeräte: Canon
Frühstückscerealien: Kellogg’s
Haarpflege: Schwarzkopf
Handelsunternehmen: Aldi
Haushalts-/Küchengeräte: Miele
Haushaltsreiniger: Frosch
Hautpflege: Nivea
Internetunternehmen: T-Online
Kaffee/Tee: Tchibo
Kreditkarten: Visa
Milchprodukte: Müllermilch
Mobilfunk Serviceanbieter: Vodafone
Mobiltelefone: Nokia
Nahrungsmittel: Maggi
Reiseveranstalter: TUI
Schmerzmittel: Aspirin
Schuhe: Rieker
Sekt: Rotkäppchen Sekt
Spirituosen: Asbach
Süßigkeiten: Haribo
Versicherungen: Allianz
Vitamine: Abtei
Waschmittel: Persil
Zahnpasta/Mundpflege: Odol
Gute Inhalte sorgen für eine große Reichweite. Das ist die Kernaussage einer aktuellen Twitter-Studie des Beratungsunternehmens Absolit und dem Verband der deutschen Internetwirtschaft eco. Hierbei wurden über einen Zeitraum von 3 Monaten die 20 twitter-aktivsten Unternehmen in Deutschland beobachtet. Hauptgrund für den Twitter-Einsatz sei, sich durch den direkten Kundendialog in ein gutes Licht zu setzen. Twitter ist der meist genutzte Social Media Kanal von deutschen Unternehmen. Was die Zahl der Follower betrifft, so liegt Lufthansa mit großem Abstand vorne: Mehr als 18.500 Follower hat das Unternehmen mittlerweile. Dieser Erfolg kann, laut Forscher, nur mit interessanten Inhalten erreicht werden, da die Follower diese Tweets auch an Bekannte weiterleiten.

Der Interessens-Index ergibt sich aus den weiterempfohlenen Nachrichten (Anzahl retweets) sowie dem Anteil an Weiterempfehlern im Abonnentenstamm (Anteil Follower).
Google, Messe Frankfurt oder Daimler publizieren einfach – teils automatisierte – Pressemitteilungen ohne auf die Follower einzugehen. Google und Messe Frankfurt publizieren etwa 2 Meldungen pro Woche, Daimler zwitschert 4 Mal. Damit verzichten diese Unternehmen jedoch auf das große Potenzial von Twitter: den Dialog. US-Firmen wie Comcast z.B. geben täglich ca. 20 differenzierte Antworten auf Kundenanfragen. Das haben sich Otto, Ebay, Kodak und Vodafone zum Vorbild genommen und sind im Kundendialog deutsche Vorreiter. Fast 90% der Twitter-Nachrichten von Otto sind Antworten auf Kundenanfragen. Dahinter stehen 3 Personen, die zeitversetzt die Kundenanfragen bearbeiten.
Auch die Qualität der Follower ist natürlich wichtig. Denn wirkliche Fans tragen viel zur Verbreitung bei. Die aktivsten Follower haben Daimler, Kodak, Allianz und Otto. In den USA ist Twitter schon fester Bestandteil im Kundendialog: US-Unternehmen erreichen hundertmal mehr Sichtkontakte als deutsche Firmen.
Trotz Krise bleibt der deutsche Luxusmarkt 2009 stabil. Damit befindet sich Deutschland weiterhin unter den Top drei der globalen Luxusmärkte. In den Segmenten Luxusautomobile und Luxusmöbel belegt Deutschland sogar den zweiten Platz. Hier verzeichneten sich zuletzt jedoch negative Entwicklungen, die allerdings durch die Sparten Kosmetik, Fashion, Champagner, Schmuck und Uhren kompensiert werden konnten.
Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Luxusmarkt Deutschland 2009“ der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants. Hierbei wurden in 60 Interviews mit führenden Marken und Händlern die Entwicklungen für 2009 sowie zukünftige Trends exklusiver Marken in Deutschland ermittelt.
Die konsumorientierten Segmente wie Mode & Accessoires konnten durch herausragende Verarbeitung punkten. Ebenso stieg der Absatz von Champagner, bedingt durch die wachsende Anzahl an Sterne-Restaurants und steigende Bedeutung bewusster Ernährung. Bei Uhren behaupteten sich Klassiker und zeitlose Modelle: Qualität und Service ist den Konsumenten immer noch viel wert. Der typische deutsche Luxuskonsument ist laut Studie rational, qualitätsorientiert und achtet auf Werthaltigkeit – ein Etikett alleine reicht nicht mehr aus, um ihn zu überzeugen. Für Luxusprodukte wird in Zukunft Werthaltigkeit und Exklusivität wichtig sein. Ungehemmter Konsum ist out, soziales Engagement in. Auf Nachhaltigkeit muss geachtet werden. Was das Marketing betrifft, so werden breite Anzeigekampagnen von exklusiven und maßgeschneiderten Werbe-Aktionen abgelöst. Auch das Onlinegeschäft wächst stark und wird selbst für Luxusmarken mit selektiver Distribution zu einem unverzichtbaren Vertriebskanal.
Händler und Discounter, die Mütter erreichen wollen, sollten ihr Augenmerk auf Social Media richten. Denn Frauen mit Kindern sind im Web 2.0 extrem aktiv und nutzen dessen Werbeangebote stärker als der Durchschnitt. Über 60% der US-Mütter tummeln sich auf Facebook, 42% auf MySpace und 18,5% haben einen eigenen Twitter-Account. Der durchschnittliche US-Erwachsene kommt entsprechend auf nur 50,2% (Facebook), 34,4% (MySpace) und 15% (Twitter). Auf diesen Plattformen werden Produkte gelobt, empfohlen oder verdammt. Hier sollten Marken deshalb auf einen guten Ruf achten. Mütter sind auch sehr aktive Bloggerinnen: 15,3% schreiben einen eigenen Blog, so die US-Marketing-Vereinigung RAMA.

Die einflussreichsten Kundenbindungsinstrumente bei Müttern sind Warenproben, gefolgt von Coupons und Kundenkarten. Die gemachten Produkterfahrungen werden auch sofort weitergegeben: Über 97% teilen ihre Erfahrungen anderen mit. Neun von Zehn Mütter informieren sich regelmäßig vor dem Kauf eines Produkts oder der Inanspruchnahme einer Dienstleistung.
Wie wichtig Social Media mittlerweile für Mütter geworden ist, zeigt eine Studie von ShesConnected Multimedia. Demnach würden 36% der befragten Frauen eher auf Schokolade, ihre Prada-Schuhe oder ihre Schwiegermutter verzichten (ist letzteres wirklich ein Opfer?), als ihre Online Community zu verlassen.
Der große Twitter-Hype scheint vorbei zu sein. Dies belegt eine neue Studie des Marketing-Unternehmens HubSpot. Im Zuge des „State of the Twittersphere“ Reports wurden mehr als 5 Millionen Twitter-Accounts und 6 Millionen Tweets analysiert. Das Ergebnis: Konnte der Microblogging-Dienst im März 2009 noch eine Wachstumsrate von 13% aufweisen, so sank diese im Oktober auf nur noch 3,5%. Zwar wächst Twitter damit noch immer, jedoch nicht mehr mit dieser enormen Rate. Vielmehr festigen sich nun die bestehenden Twitter-Netzwerke und sind dabei weniger attraktiv für neue User. Ein paar weitere interessante Ergebnisse der Studie:
- Der durchschnittliche Twitter-Account hat heute 300 Follower. Im Juli 2009 hatte er 70 Follower.
- Der durchschnittliche Twitter-Account folgt selbst 173 Accounts. Im Juli 2009 folgte er 47 Accounts.
- Der durchschnittliche Twitter-Account zwitscherte bisher 420 mal. Im Juli 2009 waren es noch 119 Tweets.
- Donnerstag und Freitag sind die aktivsten Twitter-Tage.
- Zwischen 22 und 23 Uhr ist die aktivste Twitter-Stunde.
- 82% der User haben weniger als 100 Follower.
