AmEx-Kunden erhalten Deals passend zu ihren Facebook „Likes“

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Sparen mit der Kreditkarte: American Express hat auf Facebook das Angebot “Link, Like, Love” gestartet. Über diese Facebook-App können AmEx-Kunden ihre Kreditkarte mit ihrem Account im sozialen Netzwerk verbinden und erhalten so Angebote und Gutscheine, die auf die eigenen Facebook-Interessen und -Aktivitäten und sogar auf die von Freunden abgestimmt sind.

Wer die Angebote nutzen möchte, muss weder Coupons ausdrucken oder vorzeigen noch Gutscheine erwerben, sondern einfach nur die für ihn interessanten Deals in der App auswählen und bei Erwerb mit der American-Express-Karte bezahlen. Der Rabatt wird automatisch auf dem Kreditkartenkonto gutgeschrieben.

Gefällt einem Nutzer beispielsweise auf Facebook H&M, erhält er beim nächsten Check-in mit Facebook Places bei H&M ein Angebot. Bezahlt er dort mit seiner AmEx-Karte, wird ihm der Rabatt automatisch gutgeschrieben.

Anmelden kann man sich auf der Facebook-Seite von American Express, die wegen so großer Nachfrage kurzzeitlich nicht mehr verfügbar war.

 

Für die teilnehmenden Unternehmen stellt das Kreditkartenunternehmen ein detailliertes Reporting bereit, so dass die Händler ihre Marketingkampagnen gezielt auf die Kunden zuschneiden können. Um den Händlern noch mehr Service bieten zu können, hat American Express außerdem das Marketing-Tool “Go Social” eingeführt. Damit können kleine und mittelständische Händler Rabattaktionen für American-Express-Kunden auf Facebook und anderen Plattformen veröffentlichen. Die Händler können zudem direkt im Tool auf Reports zugreifen und so ihre Kampagnen bewerten.

Bislang sind bei Link, Like, Love unter anderem Angebote von 20th Century Fox, Dunkin’ Donuts, Whole Foods Market, Outback Steakhouse, H&M, Sheraton Hotels & Resorts, Celebrity Cruises und Lenovo verfügbar.

Wie sehr der Social Graph Einfluss auf den Kauf von Deals hat, erklärt Lexi Reese, Verkaufsleiterin bei Facebook: Wird ein Deal geteilt, verdreifacht sich die Wahrscheinlichkeit, dass er gekauft wird. Wird ein Deal mit „gefällt mir“ markiert, so verzehnfacht sich die Kaufwahrscheinlichkeit.

Ähnliche Vorteile für Kunden brachte schon eine Kooperation zwischen Foursquare und American Express. Nutzer des Location-Dienstes, die bei teilnehmenden Einzelhandelsunternehmen einchecken und Einkäufe mit ihrer American-Express-Karte bezahlen, erhalten Geld zurück.

Infografik: Was in 60 Sekunden im Social Web passiert

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Social Media im Zeitraffer: Was alles in 60 Sekunden in den Sozialen Netzwerken dieser Welt passiert, versuchen mehrere Designer in Infografiken zusammenzufassen. Ein Vergleich des “Social Media Count” und des Projekts “60 Seconds”.

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Soziale Medien bedeutsam für das Kaufverhalten

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Derzeit wird der Einfluss sozialer Medien auf den Kaufprozess häufig und mitunter kontrovers diskutiert. Eine neue Studie zeigt, dass der gesamte Kaufprozess von der Information über den Erwerb bis zur Bewertung maßgeblich von sozialen Medien  beeinflusst wird. Im Selbstverständnis der Käufer ist die Bedeutung von Social Media für Kaufentscheidungen bereits fest verankert.

Knapp 1.300 Personen wurden für die Studie „Social Media Einfluss auf das Kaufverhalten im Internet“ nach ihren Kaufgewohnheiten sowie ihren Entscheidungsfindungsprozessen befragt. Aus Sicht von rund zwei Dritteln der Befragten ist der Kauf untrennbar mit einem Kommunikationsprozess verbunden, der vor allem über Social Media Plattformen wie Foren, Blogs und Netzwerke stattfindet.

Für die Konsumenten ist Online-Shopping mittlerweile selbstverständlich: 98 Prozent der Befragten kaufen zumindest gelegentlich online ein.

Produktbewertungen nehmen bei der Nutzung von Social Media generell eine herausragende Stellung ein – nur noch übertroffen von der Kontaktpflege. Insgesamt haben 70 Prozent der Befragten angegeben, im Laufe des Kaufprozesses Social Media zu nutzen.

Die Produktgruppen, über die sich die Nutzer am häufigsten online informieren sind elektronische Geräte, Reisen & Hotels gefolgt von Autos.

Gute Bewertungen von anderen Nutzern beeinflussen die eigene Kaufentscheidung etwa ebenso stark wie schlechte Bewertungen.

Kunden legen beim Online-Kauf besonderen Wert auf die Verfügbarkeit von Preis-, Qualitäts- und Sicherheit-Informationen. Händler sollten diese Informationen entsprechend bereitstellen.

Nahezu die Hälfte der Befragten bewertet ein gekauftes Produkt anschließend online – und das zu wiederum zwei Dritteln sogar mit einer Rezension oder einem Testbericht. Der Einfluss von Social Media auf Kaufentscheidungen wird also nicht nur hingenommen, sondern wird sogar mehrheitlich von Käufern gewollt und aktiv mitgestaltet.

Obwohl bei Online-Shops der Fokus auf dem Verkaufen liegt, muss auch hier das Internet als ganzheitliche Kommunikationsplattform verstanden werden. Aus Sicht der Händler ist die Kommunikation mit dem Käufer ein wichtiger Baustein im Verkaufsprozess – was im realen Leben als normal angesehen wird, ist dank Social Media und Interaktionsmöglichkeiten nun auch online selbstverständlich.

Eine transparente Online-Kommunikation ist förderlich, werblich zu kommunizieren ist mitunter riskant, aber manipulativ zu arbeiten ist extrem gefährlich. „Manipulative Einträge und Bewertungen müssen für Verkäufer tabu sein! Sie sind nicht nur schädlich, sondern können den Tod einer Marke bedeuten“, sagt Studienleiter Prof. Dr. Ralf Schengber. Zu den vorrangigsten Empfehlungen an Hersteller und Handel zählt, den Kunden bei seinem gesamten Kaufprozess online zu begleiten. „Nach dem Kauf ist vor dem Kauf”, betont Marketingprofessor Schengber. Ungenutztes Entwicklungspotenzial sieht er vor allem im Bereich Location Based Services – speziell, wenn Online- und Filial-Einkauf durch die weitere Ausbreitung des mobilen Internets immer näher zusammenrücken.

Die Studie steht hier kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Social Media Wettbewerbe: Erfogreiche Strategien und mögliche Stolpersteine

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Wie können wir unsere Kunden im Netz aktiveren und mehr Engagement fördern? Mittlerweile ist nämlich klar, dass einfach nur die Anzahl der Fans oder Follower nichts bringt, solange diese Nutzer passiv bleiben und sich nicht mit der Marke beschäftigen. So manches Unternehmen plant deshalb einen Social Media Wettbewerb oder eine Verlosung.

So einfach das mittlerweile technisch realisierbar ist, sollte man sich doch im Vorfeld ein paar Gedanken über Strategie und ungeplante Wendungen machen.

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Wichtige Fragen vorab klären:

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 Vor jedem Wettbewerb,sollte man sich zunächst  einige wichtige Fragen stellen:

  • Was sind meine Marketing-Ziele? Eine klare und realistische Einschätzung dessen, was man erreichen möchte, ist wichtig. Will man Leads generieren? Likes sammeln? Die bestehende User-base aktivieren oder ein neues Publikum erreichen?
  • Wie steht es um mein Budget? Das schöne an Social Media sind die relativ geringen Kosten der Tools. Die meisten Kosten entstehen durch den Einsatz von Personal. Man sollte in jedem Fall die eigenen Budget-Beschränkungen beachten.
  • Wo stehe ich auf der Konsumenten-Engagement-Pyramide? Je nachdem, wie aktiv die Community beim Wettbewerb werden soll (oder werden will), sollte man unterschiedliche Contests einsetzen. Erwarte ich von meinen Kunden einen großen Aufwand oder soll es schnell und einfach für die Nutzer gehen? Je nachdem steigen oder fallen die Mitmach-Barrieren.

 

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Das Consumer Engagement Model bei Wettbewerben

 

Die Basis der Pyramide bildet das traditionelle „Ausfüllen und Gewinnen“-Format. Meist reicht ein Klick (z.B. „Like“) und man ist im Teilnehmerkreis. Dieses wohlerprobte Model eignet sich sehr gut um erste Erfahrungen online zu sammeln. Egal, ob man 100 oder 100.000 Facebook-Fans besitzt – mit Verlosungen kann man schnell und einfach die Zahl der Likes auf der Seite erhöhen. So wird das Publikum vergrößert und eine breitere Fanbasis als Grundstein für zukünftige Aktionen angelegt.

Bewegt man sich in der Pyramide nach oben, verringert sich zwar die Zahl der Teilnehmer, doch das Engagement wird stärker und wertvollerer Content wird geschaffen. Man sollte sich in Erinnerung rufen, dass die Anzahl der registrierten Teilnehmer nicht das einzige Erfolgskriterium der Kampagne ist. Lässt man z.B. andere Nutzer für die Teilnehmer voten, erhält man meist 10 mal mehr Voter als Teilnehmer.

Es gibt 3 unterschiedliche Nutzergruppen, die bei Wettbewerben mitmachen. Forrester beschreibt sie, mit weiteren einander überlappenden Gruppen, in dessen Social Technographics Report: Zuschauer, Mitmacher und aktive Ersteller von Content. Alle 3 Gruppen sollte man versuchen zu involvieren.

  • Zuschauer (73% spectators): Sie sehen vielleicht einen Link, den ein Freund geteilt hat, klicken darauf und gelangen zu deiner Seite. Leider hört die Interaktion hier schon wieder auf. Für diese Gruppe muss man ein gut designtes Nutzer-Interface und klare Botschaften haben, egal ob diese Leute sich nun entscheiden doch mitzumachen oder die Seite wieder verlassen, aber mit der Marke im Gedächtnis.
  • Mitmacher (51% joiners): Sie machen gerne bei Formaten mit niedrigen Barrieren mit, wie etwa Verlosungen und können auf der Pyramide nach oben wandern mithilfe von Voting, Kommentaren und Teilen.
  • Ersteller von Content (23% creators): Sie sind das Ziel jedes Contest mit nutzergenerierten Inhalten. Der Prozentsatz an Nutzern, die Content erstellen ist zwar innerhalb der letzten Jahre signifikant gestiegen, doch man sollte es den Leuten dennoch so einfach wie möglich machen, an den Aktionen teilzunehmen.

 

Man sollte sein Publikum kennen, bevor der Wettbewerb startet. Weiß man nun, welche Art der Kampagne die richtige für das Unternehmen ist, muss man den Nutzern das Was, Warum und Wie der Aktion mitteilen. Worum geht es? Was habe ich als Teilnehmer von der Aktion? Wie kann ich mitmachen und gewinnen?

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Plane und bereite dich vor – auch für das Ungeplante

 

Mit Social Media Kampagnen kann man den viralen Faktor für sich nutzen. Doch zunächst gilt es, eine gewisse Grundlage an Aufmerksamkeit zu generieren und Traffic auf die Seite zu lenken. Die Einstellung: „Die Leute werden mich und meine Aktion schon von selbst finden“ hilft leider wenig.

Man sollte alle zur Verfügung stehenden Kanäle nutzen, seien es Social Media, gekaufte Medialeistungen oder Werbepartner. Versendet man regelmäßig einen E-Mail-Newsletter oder hat man eine Werbefläche am Point of Sale?

Die bestehenden Kunden werden mit größerer Wahrscheinlichkeit teilnehmen. Ernennt man sie zur Zielgruppe der Aktion, kann man deren Word-of-Mouth-Potenzial nutzen. Doch ob eine Kampagne tatsächlich ein Viral wird, ist schwer vorherzusagen. Falls doch, sollte man darauf vorbereitet sein: Kann man viele Einsendungen bearbeiten oder bei regem Dialog diesen managen?

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Mit ungeplanten Entwicklungen richtig umgehen

 

Amazon wollte kürzlich seine Aufmerksamkeit erhöhen und bot das neue Lady Gaga Album für 99 Cent an. Die Folge war ein enormer Ansturm an Kaufwilligen, der die Seite jedoch zusammenbrechen ließ und Frust bei den Nutzern auslöste.

Auch das Versandhaus Otto hatte bei einem Facebook-Model-Contest nicht damit gerechnet, dass die User einen geschminkten Mann in Frauenkleidern zum Sieger wählten. Otto tat das einzig Richtige, nahm das Ganze mit Humor und zog das Fotoshooting mit „der Brigitte“ durch, wie versprochen.

Ganz anders die Henkel-Marke Pril. Hier sollten die Kunden im Web zwei „limitierte Design-Editionen“ der Pril-Flasche entwerfen. Pril dachte sicher an etwas Schickes, Buntes oder Blumiges. Leider landete auf Platz 1 der User-Abstimmung ein Etikett mit der Aufschrift: „Schmeckt lecker nach Hähnchen“. Pril hatte sich aber ein Hintertürchen für den Fall der Fälle offen gelassen und wollte selbst aus den 10 besten Entwürfen auswählen. Das wussten auch die User und kreierten weitere abstruse Vorschläge, die sie in die Top-10 wählten. Pril ließ nicht locker, veränderte während des Wettbewerbs die Regeln und prüfte jeden Vorschlag bevor er frei gegeben wurde. Schließlich erklärte Pril es habe Fehler bei der Stimmabgabe gegeben und setzte ein „normales“ Design auf Platz 1. Die Folge: Proteste, Wut und Empörung bei der Online-Community.

Ein weiteres heikles Thema bei Wettbewerben sind die rechtlichen Beschränkungen und Regeln. Gerade bei Facebook gibt es einige Richtlinien, die zu beachten sind.

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Nutzerfreundliche Gestaltung – Eine einfache Teilnahme ist wichtig

 

Die wichtigste Regel bei Social Media Contests ist ein einfacher Teilnahmeprozess und eine schnelle Teile-es-mit-deinen-Freunden -Möglichkeit. Hier sind einige Tools und Apps von Drittanbietern, die das ermöglichen. Zu komplexe Fragen und Anforderungen an die User sollte man vermeiden. Der Contest soll Spaß machen, persönlich und ohne große Barrieren sein.

Contests geben einem die Möglichkeit viel über die Nutzer zu lernen. So kann man eine kleine Umfrage anhängen, Feedback zur Aktion auf der Pinnwand sammeln und das Gelernte bei den nächsten Aktionen einbringen.

Anmerkung: In Anlehnung an einen Artikel von Social Media Examiner.

Die Nutzung sozialer Netzwerke in Journalismus und PR

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Journalisten und PR-Fachleute haben noch immer Nachholbedarf in Sachen Social Media. Twitter & Co. sind zwar in den Redaktionen und Pressestellen als “wertvolles Arbeitswerkzeug” angekommen, aber die Wahrnehmung als “notwendiges Übel” ist noch immer weit verbreitet. Das ergab der Social Media Trendmonitor 2011 “Zwischen Hype und Hoffnung: Die Nutzung sozialer Netzwerke in Journalismus und PR” von der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor. 5.120 Fach- und Führungskräfte aus PR-Agenturen, Pressestellen und Redaktionen haben sich an der Untersuchung beteiligt.

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Noch immer Nachholbedarf in Sachen Social Media

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Nur jede dritte Redaktion (33 Prozent) und jede vierte Pressestelle (28 Prozent) hält sich laut Studie für den Umgang mit Social Media “gut” bis “sehr gut” gerüstet. Hier sehen vor allem Online- Redaktionen (43 Prozent) und Nachrichtenagenturen (33 Prozent) optimistisch in die Zukunft. Weniger selbstbewusst zeigen sich dagegen Zeitschriften- und Tageszeitungsredaktionen. Nur jede fünfte unter ihnen (jeweils 21 Prozent) fühlt sich gut gewappnet im Umgang mit dem Web 2.0. In den Unternehmen attestieren vor allem Sprecher aus Handel (30 Prozent) und Dienstleistung (28 Prozent) ihren Firmen “gutes” oder sogar “sehr gutes” Rüstzeug für Social Media. Starken Nachholbedarf haben laut Studie noch immer Verwaltungen und Verbände (18 Prozent).

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Nur eine Minderheit sagt von sich “Ich bin Profi”

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Doch auch wenn es um den persönlichen Umgang mit Social Media im Berufsalltag geht, hält sich das Selbstbewusstsein noch immer in Grenzen. Rund jeder dritte Befragte aus Redaktionen (35 Prozent), Pressestellen (42 Prozent) und PR-Agenturen (31 Prozent) gibt persönliche Unsicherheit im Umgang mit den neuen Kommunikationskanälen zu (“Habe noch Nachholbedarf”). “Bin Profi” behauptet nur jeder sechste Journalist (15 Prozent) und Mitarbeiter einer PR-Agentur von sich (17 Prozent), von den Pressesprechern sogar nur jeder zehnte (9 Prozent). Mit “einiger Erfahrung” ist laut Studie aber doch fast jeder zweite Befragte ausgestattet (Journalisten: 46 Prozent; Pressestellen: 47 Prozent; PR-Agenturen 51 Prozent). Laut Studie attestieren sich die Mitarbeiter aus PR- Agenturen die größte Kompetenz im Umgang mit dem Web 2.0.

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Social Media als tägliches Arbeitstool etabliert

 

Social Media ist in Redaktionen und Unternehmen angekommen. Fast jeder zweite Journalist (44 Prozent) empfindet Social Media als “wertvolles Arbeitswerkzeug”. Vor allem in Online-Redaktionen (61 Prozent), Nachrichtenagenturen (52 Prozent) und Rundfunksendern (50 Prozent) ist man überdurchschnittlich aufgeschlossen gegenüber Informationen aus dem Web 2.0. In Pressestellen und PR-Agenturen ist die Begeisterung noch größer. Mehr als die Hälfte aller PR-Profis setzt Social Media inzwischen im Arbeitsalltag ein (Pressestellen: 54 Prozent; PR-Agenturen: 62 Prozent).

Allerdings zeigt die Studie auch, dass “wertvolles Arbeitswerkzeug” in den Redaktionen nicht gleichbedeutend ist mit “großer Relevanz” für die eigene Arbeit. Denn mehr als die Hälfte aller befragten Journalisten attestiert Social Media gleichzeitig eine “geringe” bis “gar keine Relevanz” (63 Prozent). Nur für gut jeden dritten Redakteur (35 Prozent) spielen die sozialen Medien im Arbeitsalltag eine wichtige Rolle. Ein ähnlich kritisches Bild gegenüber Social Media zeigt sich auch in den Pressestellen. Für die Mehrheit aller Pressesprecher hat Social Media noch immer “geringe” bis “gar keine Relevanz” (52 Prozent).

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Relevanz von Social Media in Redaktionen rückläufig

 

Spannend ist ein Vergleich zum Medien-Trendmonitor von September 2010 – ebenfalls von news aktuell und Faktenkontor initiiert. Damals schrieb fast jeder zweite Journalist Twitter, Facebook & Co noch “hohe” (47 Prozent) oder gar “sehr hohe” Relevanz (acht Prozent) für die redaktionelle Arbeit zu. Nur ein Drittel war damals vom Gegenteil überzeugt (35 Prozent).

Journalisten arbeiten am intensivsten mit Facebook (59 Prozent), gefolgt von YouTube (48 Prozent) und Xing (42 Prozent). Twitter logiert auf Platz vier.

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Noch immer jeder sechste ohne Social Media Account

 

Erstaunlich, dass laut Studie noch immer jeder sechste Journalist (17 Prozent) komplett auf die Nutzung sozialer Dienste im Arbeitsalltag verzichtet. Auch in Pressestellen ist Facebook das beliebteste Social Network bei der täglichen Arbeit (62 Prozent), gefolgt von XING (48 Prozent) und Twitter auf Platz drei (47 Prozent). YouTube steht an vierter Stelle (41 Prozent). Überraschend auch hier: 15 Prozent aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Pressestellen verzichten komplett auf Social Media für ihre Kommunikation.

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Social Media für jeden vierten Journalisten und Pressesprecher “notwendiges Übel”

 

Gut jeder dritte Journalist empfindet Social Media als “Nervkram” oder “notwendiges Übel”, so die aktuelle Studie (38 Prozent). Das gilt vor allem für Journalisten aus Zeitschriften- (46 Prozent) und Tageszeitungsredaktionen (39 Prozent). Auch gut jeder vierte Mitarbeiter einer Pressestelle kann dieses Gefühl nachvollziehen (28 Prozent).

Für Social Media-Aktivitäten sind hauptsächlich Pressestellen und Online-Redaktionen zuständig

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Zuständig für den Einsatz von Social Media-Tools in Redaktionen sind vor allem die Online-Redakteure (39 Prozent). In Unternehmen sind es die Presseabteilungen (47 Prozent), gefolgt vom Marketingteam (27 Prozent).

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Fast jedes zweite Unternehmen und jede zweite Redaktion investiert nicht in Social Media

 

Und obwohl sich alle einig sind, dass der Einsatz von Social Media im Arbeitsalltag weiter steigen wird (Journalisten: 64 Prozent; Pressestellen: 79 Prozent; PR-Agenturen: 84 Prozent), planen fast die Hälfte aller Unternehmen (46 Prozent) und Redaktionen (43 Prozent) keine Investition in Social Media. Bedauerlich: Denn laut Studie erleichtert Social Media den Austausch zwischen Redaktionen und PR-Verantwortlichen.

Weitere Ergebnisse

  • 64 Prozent der Journalisten, 79 Prozent der Pressestellen, 84 Prozent der PR-Agenturmitarbeiter sind sich einig: Die eigenen Social Media-Aktivitäten werden in 2011 weiter wachsen.
  • 51 Prozent der Journalisten und 64 Prozent der Pressestellen meinen: Social Media revolutioniert die Kommunikationsarbeit von Unternehmen.
  • 23 Prozent der PR-Agenturen denkt beim Thema Social Media auch an neue Arbeitsplätze.
  • 25 Prozent der Pressestellen meint: Social Media macht meine Arbeit schwieriger. 22 Prozent glauben, das Web 2.0 macht ihre Arbeit effektiver.
  • Die meisten Journalisten, Pressesprecher und PR-Fachkräfte twittern, bloggen oder kommentieren drei Mal pro Woche aktiv für das eigene Unternehmen oder die eigene Redaktion. Ein Drittel aller Befragten setzt Social Media fürs Unternehmen oder für die Redaktion überhaupt nicht ein.

7 Tipps für mehr Sales durch Social Media

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Wer verkaufen will, braucht zunächst einmal Aufmerksamkeit. Doch wie schaffe ich es, potenzielle Kunden auf mich aufmerksam zu machen, das Interesse zu wecken und schließlich einen Verkauf abzuschließen? Dank Social Media haben Unternehmen hier vielfältige Möglichkeiten, doch sie müssen ein paar Regeln beim Aufbau von Beziehungen beachten.

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1. Die Kunden nicht überrennen

 

Nichts schreckt potenzielle Kunden mehr ab, als eine offenkundige „Unterhalten wir uns, damit ich dir etwas verkaufen kann“-Botschaft. Man sollte langsam anfangen: Ihre Blog-Posts kommentieren, sie bedacht retweeten oder ihnen ein Kompliment für einen Beitrag machen. So wird man mit ihnen vertrauter, und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie mit dem Unternehmen in Zukunft interagieren. Hier gilt die Regel des US-Soziologen George C. Homans: Kontakt schafft Sympathie. Die Sympathien steigen umso mehr, wenn man den Nutzern bei jedem Kontakt Mehrwert, guten Content oder nützliche Informationen bietet.

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2. Wer gibt, gewinnt

 

Die Welt von Social Media verändert sich schnell, doch die Grundregel „Wer gibt, der gewinnt“ bleibt bestehen. Das bedeutet: Guten Content anbieten oder nützliche Informationen in Form von Whitepapers oder interessanten Studien teilen oder sie zu einem privaten Business-Event einladen. Auf diese Weise kann man sich in positivem Licht zeigen, noch bevor man mit der Person überhaupt persönlich in Kontakt getreten ist.

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3. Sei mutig

 

Cold Calls stoßen oft auf Ablehnung. Das gilt auch online. Im Web wird deshalb das Inbound Marketing gepriesen. Was natürlich ein gutes Konzept ist, doch das bedeutet nicht, dass man nicht proaktiv auf die Nutzer zugehen kann. Findet man eine Person, mit der man in Kontakt treten möchte, sollte man sie auch ansprechen (und dabei Punkt 1 und 2 beachten). Wer niemals einen Schuss abgibt, verpasst zu 100% das Ziel.

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4. Sei positiv und freundlich

 

Wer mutig bei der Akquise ist, denkt oft, er müsse allen beweisen wie herausragend er ist, und entsprechend viel Platz nehmen die eigenen Lobeshymnen ein. Doch einflussreich wird man durch Handeln, nicht durch Worte oder Tweets. Menschen, die helfen und über tolle Dinge von anderen berichten, werden einflussreich.

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5. Mache dich bereit für Schaufensterbummel

 

Wer andere User erreichen will, muss damit rechnen, dass sie wissen wollen, wer man ist. Das erste was Nutzer machen, wenn man ihre Aufmerksamkeit und Neugierde geweckt hat, ist, nach der Person oder dem Unternehmen zu googlen. Deshalb sollte man sicherstellen, bei einer Online-Suche auch so gefunden zu werden, wie man das möchte. Welchen Eindruck hinterlasse ich bei den Nutzern? Wie steht es um meine Online-Reputation?

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6. Zeige Persönlichkeit

 

Menschen gehen Beziehungen ein mit Menschen, die ihnen sympathisch sind. Sympathisch und gewinnend wird man, indem man Persönlichkeit zeigt. Langweiliges vergisst man, Persönlichkeit behält man im Gedächtnis. Social Media Outlets sind der perfekte Ort um sich mit seinen Überzeugungen und Werten zu zeigen.

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7. Ist die Zeit reif, gehe offline

 

Social Media eignen sich hervorragend um Gespräche anzufangen, doch sie sind nicht der einzige Ort dafür. Ist die Zeit reif, kann man die Konversation offline weiterführen. Man kann mit einem Telefonat beginnen oder ein Treffen vereinbaren. Verkaufen ist ein Kontaktsport. Finde einen guten Grund um das Gespräch offline weiterzuführen.

Hier sind ein paar Social Media Tools, die bei der Leadgenerierung und beim Verkauf hilfreich sind:

  • Google Alerts und Twitter Alerts helfen beim Finden von Gründen, Gespräche anzufangen, indem man wichtige Events verfolgt.
  • SocialToo hilft beim Tracken neuer und verlorener Follower.
  • GeoChirp ist praktisch, wenn man seinen Fokus auf eine spezielle Region legt.
  • TubeMogul hilft beim Verteilen und Tracken von Videos.
  • Twellow ist eine Art „Gelbe Seiten“ für Twitter. So kann man neue Nutzer finden.
  • Mit SproutSocial kann man relevante Diskussionen von potenziellen und bestehenden Kunden im Netz finden und monitoren.

Anmerkung: In Anlehnung an einen Artikel von SocialMediaExaminer.