Die Zukunft der Marktforschung

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Wie wird Marktforschung in Zukunft aussehen? Welche Innovationen und Ideen erwarten uns im nächsten Jahrzehnt? Hier die wichtigsten aktuellen Strömungen, die man nicht verpassen sollte:

  1. Social Media Monitoring: Mit Hilfe dieser Systeme werden verschiedenste Online-Plattformen im Social Web erforscht und beobachtet. Nutzergenerierter Inhalt, wie er auf Foren, Blogs und bei Produktbewertungen zu finden ist, wird beobachtet. Brand Monitoring analysiert, wie sich das Gesprächsvolumen zu einer Marke über die Zeit entwickelt. Issue Monitoring dient der Aufdeckung kritischer Gespräche im Web. Es verhindert damit als Frühwarnsystem eine unerwünschte Weiterverbreitung dieser Inhalte im Netz. Trend Monitoring analysiert den Puls der Zeit: Trends und Innovationen werden identifiziert um neue Produkte zu entwickeln, wie sie die Nutzer wollen.
  2. Sentiment Analysis: Hier wird durch automatisierte semantische Parser untersucht, ob die Userkommentare  positive oder negative Meinungen oder Stimmungen ausdrücken. Diese Tonalitätsanalyse wird häufig eingesetzt um zu sehen, wie sich die Einstellung der User zu einer Marke oder einem Produkt mit der Zeit verändert.
  3. Data Mining: Wird bei extrem großen Datenmengen eingesetzt um darin Muster und Regeln zu erkennen. Manche Hochleistungsrechner analysieren beispielsweise die komplette Blogosphäre auf semantische Zusammenhänge.
  4. Social Network Analysis: Ist ein spezieller Fall des Data Mining. Hier geht es meist um die Identifizierung von zentralen Knotenpunkten eines Netzwerkes. Facebook, StudiVZ und andere Linknetzwerke werden so nach Meinungsführern und Influencer durchsucht. Daten werden als Kombination von Knoten und Verbindungen gesehen. Damit können z.B. Virale Marketing-Kampagnen effektiver geplant werden. Es lassen sich auch abstraktere Netzwerke wie Kaufgewohnheiten oder Warengruppen analysieren.
  5. Onlinepanels: Die Panels (Internetnutzer) werden entweder von den Panelbetreibern zu bestimmten Themen befragt oder es wird das Surfverhalten der Panels  analysiert um es auf die gesamte Online-Bevölkerung hochzurechnen und die Reichweiter der Angebote abzuschätzen.
  6. Onlinefokusgruppen: Auch Closed User Groups genannt. Hier wird nur eine geringe Zahl von Mitgliedern zu bestimmten Themen befragt , die sich dann auf Foren oder Blogs darüber austauschen.
  7. Crowdsourcing: Sehr beliebt, wenn man als Unternehmen neue Ideen zur Produktentwicklung erhalten möchte. Die innovativsten User werden hierbei direkt nach ihren Ideen gefragt. Oft wird ein Wettbewerb ausgeschrieben und die besten Vorschläge für ein neues Produkt mit einem Preisgeld belohnt. Arbeitet man dabei direkt mit Lead Usern zusammen, nennt man dieses Verfahren zur Ideengenerierung Distributed and Open Innovation.

Twitter und Social Networks kosten täglich 40 Minuten

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Die neueste Studie des britischen IT-Beraters Morse wird für Arbeitgeber weniger erfreulich sein: Pro Jahr kosten Facebook und Co. eine Woche Arbeitszeit, was auf einen Tag umgerechnet 40 Minuten ergibt. 1460 Personen wurden hierzu befragt und gaben Auskunft über ihre privaten Web-Aktivitäten. Ein teures Vergnügen für die Unternehmen, da sich die Kosten für die britische Wirtschaft auf 1,5 Milliarden Euro jährlich belaufen. Nicht berücksichtigt wurde dabei allerdings, dass sich der Austausch mit anderen durchaus positiv auf Produktivität und Ideenfindung auswirken kann…

Willst du ReTweets halte dich an diese Regeln!

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Der auf virales Marketing spezialisierte Wissenschaftler Dan Zarrella erforscht mit seinem neuartigen linguistischem Analyse-Tool TweetPsych das psychologische Profil der Tweeter. Auf dessen TweetPsych-Page kann man sich seine Tweet-Persönlichkeit auswerten lassen, auf Grundlage der letzten 1000 Tweets. Über einen Zeitraum von 9 Monaten analysierte Dan Zarrella 5 Mio. Tweets und 40 Mio. ReTweets und fand heraus, wann ein Beitrag durch die Follower weitergeleitet wird und wann nicht. Seine Ergebnisse lassen folgende Zwitscher-Maximen erkennen: Benutze Kurz-URLs und mehrsilbige Wörter, formuliere im Schlagzeilen-Stil, benutze Doppelpunkte und tweete freitags und montags. Ebenso sollte man negative Emotionen vermeiden sowie Flüche und Selbstreferenz. Positiv hingegen wirken Themen wie Arbeit, Religion, Geld und Prominente. Zarrella erstellte ebenfalls eine Liste der 20 Wörter mit höchster ReTweet- Wahrscheinlichkeit sowie die 20 Wörter mit niedrigster ReTweet-Wahrscheinlichkeit.