Der Siegeszug der Smartphones ist nicht mehr aufzuhalten: Jeder vierte Deutsche wird 2012 ein internetfähiges Multifunktionshandy besitzen. Dadurch gewinnt mobiles Shopping immer mehr an Bedeutung, so die Studie „Go Smart“ von Otto und Google.
Bei der Mediennutzung würden die User künftig nicht mehr zwischen stationär und mobil differenzieren. Stattdessen werde ein Multi-Channel-Angebot inklusive Smartphone schon 2012 als Standard erwartet. “Wer im Onlinehandel relevant bleiben will, muss dem Wunsch der Smartphone-Nutzer nach mobilen Angeboten nachkommen. Als wichtigste Stichpunkte sind dabei Auffindbarkeit, Information und Social Media zu nennen”, erklärt Thomas Schnieders, Direktor Neue Medien bei Otto.
Schon heute wird das Smartphone als Shopping-Handy stark genutzt: Im Weihnachtsgeschäft von Oktober bis Dezember 2009 generierten eBay-Kunden Transaktionen im Wert von 500 Millionen Dollar über das Smartphone.
Weitere Ergebnisse der Studie:
- 75 % der Handybesitzer verlassen das Haus nicht ohne ihr Gerät
- 71 % der heutigen Smartphone-Nutzer gehen laut Studie davon aus, dass sie das Internet durch mobile Geräte in den kommenden Jahren intensiver nutzen werden.
- 11% der Deutschen nutzen momentan ein Smartphone (9 Mio. Menschen). 23 % von ihnen (2 Mio.) surfen damit täglich mobil im Internet.
- 23% der Smartphone-Nutzer haben schon mal einen Kauf wegen Produkt- oder Preisinformationen, die sie über ihr Smartphone abgerufen haben, abgebrochen.
- 20% der Smartphoner nutzen Mobile Payment, z. B. für Tickets oder Fahrkarten, heute schon mindestens genauso häufig über ihr Smartphone wie über den stationären Rechner. Die Zahl der Nutzer von Mobile Payment wird weltweit von 74,4 Millionen im Jahr 2009 auf über 190 Millionen bis 2012 ansteigen
TNS Infratest befragte im Auftrag von Otto Group und Google rund 2.500 Internet- und Smartphone-Nutzer und führte eine repräsentative Bevölkerungsstichprobe mittels CATI (Computer Assisted Telephone Interview) durch. Angereichert wurden die quantitativen Ergebnisse mit qualitativen Lead User- und Experteninterviews, die das Trendbüro durchführte.
Pepsi bietet nun mittels Strichcodes auf seinen Getränkeverpackungen Zugang zu Onlinevideos und auch Zugang zu einer Website, wo User eigene Bilder und Videos hochladen können.
Diese geniale Technik hat das Start-up Stickybits für Pepsi entwickelt: Die Nutzer scannen mit ihrem Smartphone die Dosen oder Flaschen durch eine Barcode-Lese-App, und gelangen damit zu Videos oder Links, die in diesem Code versteckt sind. Das neue bei diesen Codes: Die Kommunikation funktioniert auch in die andere Richtung. Die Nutzer können selbst eigene Videos, Photos und Kommentare zu den Produkten hochladen. Diese neuen Infos können dann auch andere Nutzer sofort lesen, die den Code scannen. Eine extrem schnelle Möglichkeit, um Kundenmeinungen einzuholen – für Pepsi und für die Konsumenten! Zusätzlich könnte das Ganze mit Sonderangeboten, Gutscheinen oder anderen Werbegeschenken angereichert werden. Von dieser Technik werden wir in Zukunft sicherlich noch einiges hören!
Die neue Generation der Handys, mit Internetzugang und GPS ausgestattet, bietet uns eine Vielzahl an praktischen Anwendungen. In dem Markt der Smartphones steckt enormes Potential, und wir haben gerade erst begonnen, diese Technologie zu nutzen. Welche Anwendungen werden wir in Zukunft nutzen? Hier die vielversprechendsten Apps:
- Geldtransfer via SMS. Die Vorteile: schnell, kostengünstig und bequem.
- Ortsbezogene Dienste. Der Nutzer kann je nach aktuellem Aufenthaltsort verschiedenste Umgebungsinformationen abrufen. Schon heute nutzen weltweit 96 Mio. Menschen diesen Service. Die Zahl soll sich laut Experten in den nächsten 2 Jahren jedoch auf 526 Mio. Menschen mehr als verfünffachen.
- Mobile Suche: Hat großes Potential, sollte jedoch noch nutzerfreundlicher gestaltet werden.
- Mobile Gesundheitsüberwachung. Bei dem Mobile Health Monitoring werden Patientendaten mobil erfasst und übermittelt.
- Mobile Bezahldienste. Werden den heute vielgenutzten Online-Bezahlmethoden Konkurrenz machen.
- Near Field Communication: Eine neue Technologie, mit der sich über kurze Distanz Daten zwischen Geräten austauschen lassen. So könnte man sich damit kontaktlos am Fahrscheinautomaten identifizieren oder Einkäufe tätigen.
- Mobile Advertising: Das mobile Anzeigengeschäft belief sich 2008 schon auf 530 Mio. US-Dollar, soll sich bis 2012 jedoch auf 7,5 Milliarden US-Dollar erhöhen.
Google kündigte am Mittwoch seine neue Software „Google Maps Navigation“ an, welche den führenden Navigationsgeräte-Herstellern wie Garmin und TomTom starke Konkurrenz machen dürfte. Das Programm soll gratis verfügbar sein und durch GPS –Einbindung Staus, Behinderungen und aktuelle Ampelphasen im Minutentakt aktualisiert anzeigen können. Alle Karten und Daten werden live aus dem Netz geladen. Ebenso ist die Software mit Sprachausgabe und Sprachsteuerung ausgestattet und findet nicht nur Adressen, sondern auch Orte wie Kaufhäuser oder Museen. Zusätzlich kann man sich durch eine thematische Suche beispielsweise zu aktuellen Ausstellungen lotsen lassen. Die Software wird vorerst nur für das kommende Android 2.0 und in den USA verfügbar sein. Motorola kündigte an, dass sein neues Droid das erste Handy sein wird, auf dem die Google-Software laufen wird. Die Aktien der Navigationsgeräte-Hersteller TomTom und Garmin stürzten nach der Ankündigung kurzerhand ab: Die angeschlagene TomTom verlor insgesamt rund 20%, Garmin brach an der Nasdaq um 13% ein.