Twitter-Studie: Wenige Nutzer geben den Ton an

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Twitter hat über 190 Millionen User. Doch rund 50 Prozent der Tweets sollen von nur 20.000 Nutzern stammen. Dies wollen Forscher herausgefunden haben.

Der Hype, der in den Medien um Twitter gemacht wird, war schon immer für viele Menschen etwas unverständlich, da in ihrem privaten Bekanntenkreis nur wenige diesen Service nutzen. Eine neue Studie belegt, dass Twitter tatsächlich eher ein Sprachrohr der “alten” Medien ist, die diesen Dienst auch in “alter Push-Manier” verwenden um Nachrichten zu verbreiten – und ihn somit auch gerne als Hype bewerben.

Laut einer Studie der Cornell University und Yahoo sind nämlich nur 0,05 % der Nutzer für die Hälfte der Twitter-Aufmerksamkeit verantwortlich – hauptsächlich Medien. Diese 20.000 sogenannten Elite-Nutzer wurden in 4 Kategorien eingeteilt: Prominente, Blogger, Medien und Organisationen.

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Wie sieht der Informationsfluß auf Twitter aus, der durch diese 4 Kategorien geprägt wird? Obwohl Medien die aktivsten Twitter-Nutzer sind und die meisten Informationen produzieren, werden nur 15 Prozent ihrer Tweets direkt von „normalen Nutzern“ gelesen. Der Großteil der Beiträge erreicht die Massen indirekt über Retweets oder andere Mitglieder und zwischengeschaltete Meinungsführer.

Die Medien produzieren zwar die meiste Information, doch Prominente haben die meisten Follower. Prominente folgen auch selbst lieber Prominenten, während Blogger es bevorzugen, anderen Bloggern zuzuhören, Medien hören Medien zu, etc. – man bleibt also unter sich. Allerdings retweeten Blogger mehr Informationen: 93 Retwees pro Blogger stehen 1,1 Retweets pro normalem Twitter-Nutzer gegenüber und unterstreichen das Bild der Blogger als Inforamtions-Recycler und –Filter.

Welcher Content hat die größte Lebensdauer? Tweets mit URLs von Medien sind meist kurzlebig, während Tweets mit URLs von Bloggern langlebiger sind. Die Tweets mit der längsten Lebensdauer sind jedoch Tweets mit URLs zu Videos und Musik, welche die Twitter-User ständig neu entdecken und weiterleiten.

Mitte März hatte der Microblogging-Service zum fünjährigen Jubiläum einige Statistiken veröffentlicht. Demnach werden rund eine Milliarde Kurznachrichten pro Woche veröffentlicht. Vor einem Jahr wurden im Schnitt etwa 50 Millionen Tweets pro Tag publiziert. Im Februar 2011 waren es rund 140 Millionen pro Tag.

Anlässlich des Todes von Sänger Michael Jackson am 25. Juni 2009 wurden 456 Tweets pro Sekunde verzeichnet. Der aktuelle Rekord liegt bei 6.939 Tweets pro Sekunde – gemessen vier Sekunden nach dem Jahreswechsel in Japan. Twitter zählt mittlerweile etwa 460.000 neue Nutzer pro Tag.

Die besten Methoden für maximales Content Sharing

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Wer möchte, dass seine Webinhalte im Netz für Aufmerksamkeit sorgen und auf sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook geteilt werden, kann sich an diese einfache Liste halten. Diese Tipps helfen, die Chancen auf Retweets und Teilen zu erhöhen. 

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Blog Posts

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  • Benutze kurze, provokative Überschriften mit den relevanten Keywords.
  • Sei positiv oder inspirierend. Solche Inhalte werden gerne geteilt.
  • Leser wollen keine Posts, die Teil einer Serie sind, die sie woanders finden können, oder zu Themen, die überall diskutiert werden. Posts sollten einmalig sein und üblicherweise für sich stehen und abgeschlossen sein.
  • Leser wollen interessanten und neuen Content. Sie wollen die Ersten sein, die ihn mit ihrem Netzwerk teilen.
  • Poste deine Inhalte montags, dienstags oder mittwochs gegen 7 Uhr morgens, um die meisten Leser und Shares zu erreichen. Die meisten Leser finden sich zwar gegen 10 Uhr morgens, doch wer Inhalte teilen möchte, schaut normalerweise früher nach interessanten Inhalten.
  • Wer Kommentare möchte: Einfach danach in seinem Artikel fragen. Es hilft.

Auf Twitter und Facebook werden die meisten Inhalte geteilt. StumbleUpon oder LinkedIn sind ebenfalls gute Kandidaten. 

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Twitter:

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  • Die Tweets sollten so lang sein, damit der Text „RT @(dein Name)“ noch hinzugefügt werden kann. 120 Zeichen sind ein guter Richtwert.
  • Vermeide technische Ausdrücke oder Umgangssprache in deinen Posts/Tweets.
  • Hat man erst einmal eine loyale Followerschaft aufgebaut, kann man durchaus um ReTweets von Links, etc. bitten.
  • Nutzer bevorzugen vollständig ausgeschriebene Tweets und keine Abkürzungen.
  • Neue Blog-Posts sollten gegen 10 Uhr morgens an Werktagen beworben werden, besonders montags. Donnerstag oder Freitag kann man ebenfalls einen Reminder setzen.
  • Wenn es passt, benutze Worte wie Erkenntnisse, Analyse und Meinung. Posts mit diesen Schlagworten erhalten mehr Views und Links.
  • Für ein gutes Retweeting nutze Tweets, die wie eine Headline klingen, korrekt ausgeschrieben sind und ein Substantiv enthalten und in der dritten Person stehen. Diese Worte bieten sich auch an:
  • Zahlen („10 Tipps um..“,“Die 5 besten…“)
  • Bitte („Wem es gefallen hat, bitte teilen“)
  • Retweet (“Bitte RT”. Sollte man jedoch nicht zu oft verwenden)
  • Blog („Neuer Blog Post von…“)
  • Kostenlos („Kostenlose Tipps zu…“)
  • Wie man („Wie man seine Strategie erfolgreich anpasst“)
  • Lesenswert („Lesenswerter Artikel über…“)
  • Besten („Die besten Methoden für“)

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Facebook:

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  • Poste nicht mehr als einmal am Tag. Die beste Frequenz ist alle 2 Tage.
  • Schreibe auf Facebook auf einem niedrigeren Level. Einfach geschriebene Texte ohne komplizierte Sätze werden hier häufiger gelesen und geteilt.
  • Keine Fachsprache auf Facebook. Dies funktioniert auf Facebook weniger gut.
  • Wichtiger Content kann am Wochenende veröffentlicht werden um die höchste Sharing-Rate zu erreichen.
  • Auch hier gilt: Keine Abkürzungen in den Posts.
  • Generell ist die beste Post-Zeit auf Facebook morgens vor 12 Uhr mittags und am frühen Abend, wenn die Leute von der Arbeit nach Hause kommen.
  • Füge Bilder hinzu. Nutzer klicken eher auf Links mit Grafiken und teilen sie.
  • Hat man Videos in seinem Post, sollte das Wort „Video“ genannt werden. Posts mit dem Wort „Video“ werden auf Facebook häufiger weitergeleitet.
  • Achte auf Kommentare am Wochenende. Facebooker kommentieren häufiger an Samstagen und Sonntagen.
  • Auch hier bieten sich Überschriften mit Zahlen an: „5 Tipps für…“ „Die 10 besten…“

Willst du ReTweets halte dich an diese Regeln!

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Der auf virales Marketing spezialisierte Wissenschaftler Dan Zarrella erforscht mit seinem neuartigen linguistischem Analyse-Tool TweetPsych das psychologische Profil der Tweeter. Auf dessen TweetPsych-Page kann man sich seine Tweet-Persönlichkeit auswerten lassen, auf Grundlage der letzten 1000 Tweets. Über einen Zeitraum von 9 Monaten analysierte Dan Zarrella 5 Mio. Tweets und 40 Mio. ReTweets und fand heraus, wann ein Beitrag durch die Follower weitergeleitet wird und wann nicht. Seine Ergebnisse lassen folgende Zwitscher-Maximen erkennen: Benutze Kurz-URLs und mehrsilbige Wörter, formuliere im Schlagzeilen-Stil, benutze Doppelpunkte und tweete freitags und montags. Ebenso sollte man negative Emotionen vermeiden sowie Flüche und Selbstreferenz. Positiv hingegen wirken Themen wie Arbeit, Religion, Geld und Prominente. Zarrella erstellte ebenfalls eine Liste der 20 Wörter mit höchster ReTweet- Wahrscheinlichkeit sowie die 20 Wörter mit niedrigster ReTweet-Wahrscheinlichkeit.