Soziale Netzwerke bei der Personalbeschaffung immer beliebter

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8 von 10 Unternehmen suchen im Social Web nach neuen Mitarbeitern. Dies ergab eine US-Studie von Jobvite, bei der 800 HR-Mitarbeiter und Headhunter befragt wurden. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs die Bereitschaft auf Social Recruiting zu setzen sogar um 7 Prozent. Diese Methode ist durchaus erfolgversprechend: Zwei Drittel der Personaler gaben an, eine Stelle erfolgreich durch Social Recruiting besetzt zu haben.

Das beliebteste Netzwerk für die Personalsuche ist LinkedIn. 87 Prozent der suchenden Unternehmen sehen sich dort nach geeigneten Kandidaten um und posten offene Stellen. Letztes Jahr waren es noch 78 Prozent. Facebook wird von 55 Prozent der Unternehmen genutzt, Twitter von 47 Prozent.

64 Prozent der Unternehmen suchen mittlerweile auf zwei oder mehr Social Media Kanälen. 40 Prozent nutzen sogar alle 3 großen Netzwerke – LinkedIn, Facebook und Twitter.

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Nicht verwunderlich ist deshalb auch, dass die meisten Unternehmen auf LinkedIn fündig werden:

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Die besten Mitarbeiter finden Unternehmen durch Empfehlungen ihrer eigenen Mitarbeiter. Sie bleiben am längsten beim Unternehmen, erfüllen die Erwartungen am besten und wechseln am seltensten zu anderen Firmen. 7 von 10 Unternehmen belohnen deshalb ihre Mitarbeiter für Empfehlungen von geeigneten Kandidaten.

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Wer auf Jobsuche ist, sollte sich dieser Trends bewusst sein und aktive sowie vorzeigbare Profile auf LinkedIn, Xing, Facebook und Twitter pflegen. Wichtig dabei: Alles, was man auf diesen Plattformen sagt oder tut, kann sich auf die eigene Karriere auswirken. Denn 70% der Unternehmen sehen sich das Social Media Profil eines potentiellen Kandidaten an, nachdem er ihnen empfohlen wurde. Als Bewerber kontrolliert man also entweder genau seine Privatsphäre-Einstellungen oder verzichtet auf entsprechende Bilder und Posts, die einen Arbeitgeber abschrecken könnten.

Twitter bei der Stellensuche erfolgreich nutzen

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Fast 30 Prozent aller Neueinstellungen entstehen über soziale Netzwerke. Immer mehr Unternehmen suchen im Web2.0 gezielt nach Arbeitskräften und erhöhen ihre Präsenz: Auf Twitter beispielsweise sind 39 Prozent der größten deutschen Marken aktiv. Tendenz steigend. Die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme von Jobsuchenden mit den Unternehmen steigen somit, und immer mehr Jobsuchende und auch Personalchefs nutzen den Microblogging-Dienst um eine Stelle zu finden, bzw. zu besetzen. Der Schneeballeffekt des häufigen Retweetens trägt dazu bei, dass sich ein Stellenhinweis oder -gesuch schnell verbreitet.

Hier sind 6 Strategien, die man als Jobsuchender für eine erfolgreiche Stellensuche anwenden kann: 

1. Twittere wie ein Branchenexperte

Sage mir, wie du twitterst, und ich sage dir, wer du bist. Man sollte immer beachten, dass alles, was man twittert zur eigenen Online-Persönlichkeit beiträgt – positiv wie negativ. Der eigene Twitter-Stream sollte ein entsprechend professionelles Bild abgeben und den Status eines Branchenexperten unterstreichen.

Relevante Links sollten mit den Followern geteilt werden und die neuesten Branchen-News kommentiert werden. Das belegt einerseits Interesse an den neuesten Branchen-Trends, andererseits sehen potenzielle Arbeitgeber, was man liest und ob man mit diesem Wissen für die Stelle geeignet wäre.

2. Nutze Twitter-Hashtags

Ein großer Nachteil von Twitter ist, dass eine aktive gezielte Suche nach Stellen z.B. in einer bestimmten Region nicht möglich ist. Hashtags helfen, die Suche zu verfeinern. In der Liste der aktuellsten Twitter-Trends hat es der Begriff „Jobs“ im Dezember 2009 bereits an Position 17 geschafft und liegt damit vor Themen wie „StudiVZ“ oder „Weihnachten“.

Man findet viele allgemeine Informationen und Job-Listen durch Hashtags wie #jobs, #jobsuche oder #stellenangebot. Um die Trefferliste zu verfeinern, sollten jedoch zusätzliche eingrenzende Hashtags verwendet werden, wie etwa: #Vertrieb, #Berater und #Stadtname.

Ebenfalls interessant sind Branchenkonferenzen – meist haben sie einen eigenen Hashtag. Nähert sich solch eine Konferenz, sollte man deren Hashtag einbauen, um von den Teilnehmenden gefunden zu werden, egal ob man teilnimmt oder nicht. So hat man die Chance, sein Netzwerk zu vergrößern.

Zusätzlich kann man Twitter-Accounts folgen, die regelmäßig Jobangebote veröffentlichen. So veröffentlicht die Stellenbörse Monster regelmäßig die neuesten Stellenangebote aus dem Bereich PR auf PRJobsDE. Weitere Listen des offiziellen Twitterkanals MonsterDE sind: jobs-sales, jobs-im-marketing, jobs-im-projektmanagment, jobs-in-muenchen, jobs-in-frankfurt.

Natürlich kann man ebenfalls direkt einem Unternehmen folgen, für das man gerne arbeiten möchte. Oft gibt es dort auch Hinweise auf Jobmessen.

3. Vernetze dich mit Personalchefs und Angestellten

Auf der Jobsuche sollte man sich ebenfalls über das Unternehmen informieren um herauszufinden, wer dort arbeitet und wer für die Einstellungen zuständig ist. Hat man erst einmal die Verbindung zu den entsprechenden Personen hergestellt, ist es auch wahrscheinlich, dass das Unternehmen bei einer neuen Stellenausschreibung direkt auf einen zukommt. 

4. Baue ein starkes Netzwerk auf

Oft berichten Menschen, die über Twitter einen Job gefunden haben: „Ich habe eigentlich gar keine neue Stelle gesucht.“ Bei Twitter ist Netzwerken gefragt, um dessen volles Potenzial ausschöpfen zu können. So wird man oft eher von den Möglichkeiten gefunden, als dass man sie aktiv sucht. Das persönliche Netzwerk versorgt den Nutzer mit relevanten Nachrichten nach dem Serendipity-Prinzip, d.h. zufällig. 

5. Starte eine Bewerbungs-Kampagne

Ein kleiner Trick könnte ebenfalls helfen, von den Unternehmen gefunden zu werden: Da sich viele Firmen regelmäßig selbst monitoren, könnte man deren Schlagworte in sein Jobgesuch einbauen, um in den Suchergebnissen weit oben zu landen und damit Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Natürlich darf der Link auf den eigenen Online-CV nicht fehlen.

6. TwitJobSearch

TwitJobSearch ist eine Job-Suchmaschine, die in erster Linie auf Twitter gepostete Stellenangebote (aber auch jene anderer Social Networks wie beispielsweise Facebook) durchforstet und ständig aktualisiert. Die Anmeldung ist relativ einfach: Man erlaubt TwitJobSearch den Zugriff auf den eigenen Twitter-Account und die Daten werden automatisch rübergesogen. Danach muss nur noch das Profil mit allen nötigen Daten (auch von anderen Seiten wie etwa LinkedIn) ergänzt werden. Anschließend kann der User weltweit nach Jobs suchen oder selbst Jobangebote posten. TwitJobSearch macht sich bei der Anzeige der getwitterten Angebote Google Maps zunutze und zeigt die Standorte der Angebote auf einer Karte an.

Fazit:

Die Bedeutung von Twitter bei der Stellensuche wird noch zunehmen, gerade bei der jungen, internetaffinen Zielgruppe. Doch auch hier gilt: Das Instrument für die Stellensuche muss zu demjenigen passen, der damit spielen will.

Studie: 45 Prozent der Unternehmen stocken Social-Media-Budget auf

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Eine europaweite Umfrage des PR-Netzwerks Eurocom Worldwide unter Führungskräften von Technologieunternehmen hat gezeigt: Fast die Hälfte der Befragten geht von steigenden Investitionen in Social Media aus. 27,7 Prozent glauben, dass diese Ausgaben durch eine Umschichtung von Werbebudgets erfolgen. 21,7 Prozent prophezeien die Bereitstellung zusätzlicher Budgets.

Der Umfrage zufolge wird jedoch PR mit 46,7 Prozent nach wie vor als die effizienteste Kommunikationsform betrachtet, an zweiter Stelle steht Online-Marketing mit 45,3 Prozent und auf dem dritten Platz rangiert Werbung mit 37,2 Prozent.
 
Corporate Blogs waren ebenfalls Thema der Umfrage. Wie und mit welcher Motivation werden sie genutzt? Das Ergebnis: Mittlerweile betreiben mehr als ein Drittel (37 Prozent) einen Corporate Blog. Im Jahresvergleich ist dieser Wert um 5 Prozent gestiegen. Die Gründe fürs Bloggen sind folgende: 56 Prozent versuchen so, die Interaktion mit der Öffentlichkeit zu verbessern, 34 Prozent möchten ihr Profil im Netz schärfen und sich in der Branche besser positionieren. Die übrigen 63 Prozent, die auf Blogs verzichten, argumentieren am häufigsten mit Zeitmangel (38,9 Prozent). 31,5 Prozent sehen keinen Mehrwert in Corporate Blogs und 15,7 Prozent haben sich darüber noch gar keine Gedanken gemacht. 

Unabhängig von manchen Studienergebnissen lohnt es sich jedenfalls zu bloggen. Denn laut Mashable bekommen kleine Unternehmen mit einem Corporate Blog rund 55 Prozent mehr Traffic auf ihre Seiten als solche, die keinen haben.

Interessant wird Social Media auch für die Personalplanung: Laut Studie nehmen cirka 40 Prozent der Befragten die Social-Media-Profile von potentiellen Mitarbeitern in Augenschein. So kann sich die Präsenz auf Seiten wie Facebook, Linkedin, Flickr oder Xing durchaus auf die Bewertung des Arbeitgebers auswirken.

Zur Umfragemethodik:
Jedes Jahr befragt Eurocom Worldwide Führungskräfte und Entscheider in Technologieunternehmen nach ihren Einschätzungen und Erwartungen zur wirtschaftlichen Entwicklung sowie nach aktuellen Trends in der Branche. 2010 nahmen rund 300 Entscheider an der Befragung über das Internet teil. Der Zeitraum der Befragung und Recherchearbeit war im Frühjahr 2010. Die Studien werden in Zusammenarbeit mit den Netzwerkagenturen in ganz Europa durchgeführt – in Deutschland durch Schwartz Public Relations.