Auf der britischen Website dubit können sich junge Menschen ab 7 Jahren anmelden und als Werbebotschafter ihr Geld verdienen. Sie erhalten Produktproben sowie Gutscheine im Wert von 25 Pfund pro Woche und empfehlen dafür verschiedene Produkte in ihrem Online-Freundeskreis weiter. Die Getränkehersteller Coca Cola und Dr. Pepper haben das Potential der jungen Generation erkannt und lassen ihre Produkte auf Facebook und Co mithilfe von dubit durch die Kids promoten. Prominente in Fernsehspots, so dubit, seien out. Zusätzlich können die Teilnehmer regelmäßig an Meinungsumfragen teilnehmen. Kinder unter 16 Jahren brauchen jedoch das Einverständnis ihrer Eltern. Diese sollten sich jedoch überlegen, ob sie nicht lieber das Taschengeld erhöhen, als ihre Kinder als Mini-Marketeers arbeiten zu lassen…

Eine schlaue Geschäftsidee hatten die Besitzer des LCafe in Japan: In diesem Cafe werden den Gästen nicht nur Cafe und Snacks serviert, sondern bei jeder Bestellung zusätzlich sogenannte „L Coins“ geschenkt. Diese Coins können die Gäste direkt vor Ort gegen verschiedene Produktproben eintauschen. Die Auswahl dabei reicht von Kosmetikprodukten über Foods und Drinks bis hin zu Handytaschen. Auch die Bewertung der neuen Produkte lohnt sich: Wenn man im Anschluss einen elektronischen Fragebogen ausfüllt, bekommt man weitere Coins um neue Produkte zu testen.
Die Ursprungsidee, das sogenannte Sample Lab, ist in Japan sehr verbreitet. Hierbei zahlt man in einem Shop eine Jahresmitgliedsgebühr, kann dort aber nicht einkaufen, sondern neue Produkte testen und anschließend bewerten. Den positiven Nebeneffekt des Viralmarketing bekommt der Shopbesitzer zusätzlich, sind seine Kunden doch Trendsetter, kennen die neuesten Produkte und berichten davon. In Deutschland existiert noch kein einziges Sample Lab, was sich vielleicht bald ändern könnte, wenn man den Siegeszug dieses Konzepts in Japan beobachtet.