Otto-Model-Contest: Travestie-Ulk sorgt für Wirbel

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Das Mitmach-Web hat seine eigenen Gesetze. Trotz sorgfältiger Planung entwickeln mache Online-Kampagnen ihre ganz eigene Dynamik. Das musste nun das Versandhaus Ottto erfahren. Hier übernahmen die Kunden die Kontrolle über eine Facebook-Kampagne und leiten diese derzeit in eine unvorhergesehene Richtung. Die Kunst ist es, als Unternehmen nicht in Panik zu geraten und trotzdem als Gewinner hervorzugehen.

Zunächst zur Kampagne: In einem Model-Contest sucht Otto derzeit das Gesicht für die eigene Facebook-Fanpage. Lange Zeit ging alles gut. Fast 50.000 Facebook-Nutzer, gutaussehende Jungen und Mädchen, beteiligten sich. Doch nun führt beim Voting ein junger Mann mit blonder Perücke, grellroten Lippen und kurzem Rock.

16.000 Stimmen hat “Brigitte” aus Koblenz bereits, liegt weit vor der hübschen Klara aus Schweinfurt. Offensichtlich haben sich die Teilnehmer beim Modelcontest in Scharen einen Spaß daraus gemacht, den Travestie-Ulk an die Spitze zu wählen.
Was bei Otto als klassische Crowdsourcing-Geschichte mit Interaktion der Kunden begann, wird damit nun zu einem sensiblen Thema. Kann die Clownerie zum Otto-Gesicht werden?
Laut Rhein-Zeitung steckt unter der blonden Perücke ein 22-jähriger Student. Der habe sich nur einen Spaß gemacht. Unter Freunden quasi. Doch auch das Web hat seinen Spaß und wählt ihn an die Spitze und könnte ihn nun so zum neuen Gesicht von Otto bei Facebook machen. Die Wahl dauert noch zwei Tage.

Und wenn „Brigitte“ gewinnt? Bei Otto macht man das einzig Richtige in dieser Situation: Man beobachtet das Ergebnis amüsiert und nimmt es mit Humor. „Die Nutzer haben das Sagen! Wenn Brigitte gewinnt und das will, dann wird er auch als Frau fotografiert und auf die Seite kommen!“, lässt sich Otto zitieren.
 
Immerhin: Das beste Bild aus dem Shooting soll nur für zwei Wochen das neue Otto-Profilbild bei Facebook werden. Dann ist der „Spuk“ vorbei.
 
Und in der Zwischenzeit kann Otto mit Humorverständnis Sympathiepunkte sammeln und zugleich gut sichtbar beweisen, dass die Zielgruppe lockerer und jüngerer ist, als es manch ein Vorurteil über die Versandwelt vermuten lässt.

Otto-Katalog bindet Augmented Reality-Elemente ein

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Der neue mytrend-Winter-Katalog des Versandhändlers Otto bietet mehr als gedruckte Modetrends: Dank der Einbindung von Augmented Reality können Kunden einen virtuellen Rundgang durch die Otto-Modewelt erleben. So möchte Otto seine Innovationskraft im E-Commerce unter Beweis stellen.

“Mit der Einbindung der Augmented Reality-Technologie gehen wir neue Wege in der Produktpräsentation“, erklärt Rainer Hillebrand, Otto-Vorstand E-Commerce. Werden ausgewählte Seiten des Katalogs vor eine Webcam gehalten, entsteht eine direkte Verknüpfung mit digitalen Inhalten auf www.otto.de/mytrend3D, die auf die Bewegungen des Katalogs vor der Kamera reagieren. Dort kann etwa das Outfit eines Models verändert oder vergrößert werden.

Auch Audi setzte in einem Katalog dieses Jahr auf Augmented Reality. Hier konnte man die Autos erst durch eine passende App auf dem Smartphone sehen – ohne das vorgehaltene Handy sah der Betrachter lediglich Landschaftsbilder.

Entwickelt wurde die Augmented Reality-Anwendung des Otto-Katalogs von dem Münchner Software-Spezialisten Metaio. Und so funktioniert sie:

Twittern für Gutscheine: Wie die Foodbranche das Social Net entdeckt

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Lebensmittelhersteller entdecken Social Media für sich: Sie sammeln Millionen von Fans bei Facebook oder verteilen Produktproben an twitternde Anhänger. In Deutschland führt Pringles mit 3,5 Millionen Facebook-Fans vor Adidas (3,2 Mio.), Zara (3,1 Mio.) und Ferrero (2,8 Mio.) in einem aktuellen Ranking der Agentur VODa.

Der Lebensmittelkonzern Kraft Foods reagierte bei seiner Keks-Marke Oreo auf die vielen internationalen Kommentare auf seiner Facebook-Seite: Eigentlich war die Marke Oreo auf den amerikanischen Markt ausgelegt. Aufgrund des weltweiten Anklangs – mehr als die Hälfte der Fans stammt nicht aus den USA -  werden auf der Seite nun internationale Aktionen gestartet und beispielsweise der „Weltfan der Woche“ gesucht. „Es war ein Aha-Erlebnis für uns,“ sagt Mark Clouse, weltweiter CEO bei Kraft Foods. „Wir verstehen nun, dass Facebook mittlerweile ein globales Werkzeug ist und eine Plattform, auf der wir mit den Konsumenten in einen internationalen Dialog treten können.“

Die Marke Wheat Thin Crackers belohnt fleißige Twitter Anhänger. So tourt ein Team der Marke durch die USA und überrascht Konsumenten, die am besten über die Marke getwittert haben, zu Hause mit Gutscheinen. Ziel der Kampagne ist es, Kommentare über Wheat Thins auf Twitter zu mehren und damit mehr Follower und Bekanntheit zu erlangen.

Dass immer mehr Lebensmittelhersteller auf das Word Wide Web setzen, zeigt sich auch daran, dass Kunden jetzt bei Amazon und Otto Lebensmittel online bestellen können.

Mobile Shopping wird Trend dank Smartphones

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Der Siegeszug der Smartphones ist nicht mehr aufzuhalten: Jeder vierte Deutsche wird 2012 ein internetfähiges Multifunktionshandy besitzen. Dadurch gewinnt mobiles Shopping immer mehr an Bedeutung, so die Studie „Go Smart“ von Otto und Google.

Bei der Mediennutzung würden die User künftig nicht mehr zwischen stationär und mobil differenzieren. Stattdessen werde ein Multi-Channel-Angebot inklusive Smartphone schon 2012 als Standard erwartet. “Wer im Onlinehandel relevant bleiben will, muss dem Wunsch der Smartphone-Nutzer nach mobilen Angeboten nachkommen. Als wichtigste Stichpunkte sind dabei Auffindbarkeit, Information und Social Media zu nennen”, erklärt Thomas Schnieders, Direktor Neue Medien bei Otto.

Schon heute wird das Smartphone als Shopping-Handy stark genutzt: Im Weihnachtsgeschäft von Oktober bis Dezember 2009 generierten eBay-Kunden Transaktionen im Wert von 500 Millionen Dollar über das Smartphone.

Weitere Ergebnisse der Studie:

  • 75 % der Handybesitzer verlassen das Haus nicht ohne ihr Gerät
  • 71 % der heutigen Smartphone-Nutzer gehen laut Studie davon aus, dass sie das Internet durch mobile Geräte in den kommenden Jahren intensiver nutzen werden.
  • 11% der Deutschen nutzen momentan ein Smartphone (9 Mio. Menschen). 23 % von ihnen (2 Mio.) surfen damit täglich mobil im Internet.
  • 23% der Smartphone-Nutzer haben schon mal einen Kauf wegen Produkt- oder Preisinformationen, die sie über ihr Smartphone abgerufen haben, abgebrochen.
  • 20% der Smartphoner nutzen Mobile Payment, z. B. für Tickets oder Fahrkarten, heute schon mindestens genauso häufig über ihr Smartphone wie über den stationären Rechner. Die Zahl der Nutzer von Mobile Payment wird weltweit von 74,4 Millionen im Jahr 2009 auf über 190 Millionen bis 2012 ansteigen

TNS Infratest befragte im Auftrag von Otto Group und Google rund 2.500 Internet- und Smartphone-Nutzer und führte eine repräsentative Bevölkerungsstichprobe mittels CATI (Computer Assisted Telephone Interview) durch. Angereichert wurden die quantitativen Ergebnisse mit qualitativen Lead User- und Experteninterviews, die das Trendbüro durchführte.

Otto lässt seine User im Netz Chef spielen

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Einzelhändler Otto setzt mit einer neuen Werbekampagne auf virale Verbreitung: In der Video-Aktion „So schnell wird man Chef“ kann jeder Nutzer testen, wie es sich anfühlt Chef zu sein und dafür in die Rolle des Vice President des Otto-Unternehmens schlüpfen. Basis der Aktion ist ein kurzer Film, der in einer weiblichen und in einer männlichen Ich-Perspektive im Otto-Hauptgebäude in Hamburg gedreht wurde und im Nachgang von Nutzern personalisiert werden kann. Dafür greift die Software auf Facebook-Fotos der Nutzer zu, googelt die angegebenen Namen und baut die Ergebnisse in die Geschichte ein. Das Video kann man anschließend an seine Facebook-Freunde weiterleiten.

Wer sich auf der Website registriert hat, kann außerdem an einem Gewinnspiel teilnehmen. Als Hauptgewinn winkt zwar nicht der Chefposten, aber ein Tag an der Seite der Manager Jörg Daschner (Direktor Otto-Einkauf Hardwaren), Michael Picard (Direktor Otto-Personal) und Björn Schäfers (Geschäftsführer von Smatch.com). Zusätzlich findet der User auf der Seite Style-Tipps für Bewerbungsgespräche und Infos zu vakanten Stellen bei Otto.

Welches Unternehmen twittert am besten?

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Gute Inhalte sorgen für eine große Reichweite. Das ist die Kernaussage einer aktuellen Twitter-Studie des Beratungsunternehmens Absolit und dem Verband der deutschen Internetwirtschaft eco. Hierbei wurden über einen Zeitraum von 3 Monaten die 20 twitter-aktivsten Unternehmen in Deutschland beobachtet. Hauptgrund für den Twitter-Einsatz sei, sich durch den direkten Kundendialog in ein gutes Licht zu setzen. Twitter ist der meist genutzte Social Media Kanal von deutschen Unternehmen. Was die Zahl der Follower betrifft, so liegt Lufthansa mit großem Abstand vorne: Mehr als 18.500 Follower hat das Unternehmen mittlerweile. Dieser Erfolg kann, laut Forscher, nur mit interessanten Inhalten erreicht werden, da die Follower diese Tweets auch an Bekannte weiterleiten.

Der Interessens-Index ergibt sich aus den weiterempfohlenen Nachrichten (Anzahl retweets) sowie dem Anteil an Weiterempfehlern im Abonnentenstamm (Anteil Follower).

Google, Messe Frankfurt oder Daimler publizieren einfach – teils automatisierte – Pressemitteilungen ohne auf die Follower einzugehen. Google und Messe Frankfurt publizieren etwa 2 Meldungen pro Woche, Daimler zwitschert 4 Mal. Damit verzichten diese Unternehmen jedoch auf das große Potenzial von Twitter: den Dialog. US-Firmen wie Comcast z.B. geben täglich ca. 20 differenzierte Antworten auf Kundenanfragen. Das haben sich Otto, Ebay, Kodak und Vodafone zum Vorbild genommen und sind im Kundendialog deutsche Vorreiter. Fast 90% der Twitter-Nachrichten von Otto sind Antworten auf Kundenanfragen. Dahinter stehen 3 Personen, die zeitversetzt die Kundenanfragen bearbeiten.

Auch die Qualität der Follower ist natürlich wichtig. Denn wirkliche Fans tragen viel zur Verbreitung bei. Die aktivsten Follower haben Daimler, Kodak, Allianz und Otto. In den USA ist Twitter schon fester Bestandteil im Kundendialog: US-Unternehmen erreichen hundertmal mehr Sichtkontakte als deutsche Firmen.