Ortsbezogenes mobiles Marketing noch nicht marktreif

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Ortsbezogene Netzwerke sind noch nicht marktreif, so das Marktforschungsinstitut Forrester. Unternehmen sollten erst eine hinreichende Marktdurchdringung abwarten bevor sie in Foursquare und Co. einsteigen.

Ortsbasierte Soziale Netzwerke wie Foursquare, durch welche mobiles Geo-Marketing möglich ist, werden noch zu wenig genutzt: In den USA haben bisher nur 4 Prozent der Menschen, die regelmäßig online gehen, einen Service genutzt, der ihren Aufenthaltsort bestimmen kann. Nur 1 Prozent nutzen solche Angebote mehr als einmal pro Woche.

Ortsbestimmte Werbung auf Mobiltelefonen ist für Werbetreibende ein vielversprechendes Neuland: Sie können den Handy-Nutzern – je nach deren momentanen oder vorherigen Aufenthaltsort – gezielt Werbung senden. Forrester rät jedoch den Unternehmen, zunächst nur kleine Testläufe zu starten und auf eine stärkere Marktdurchdringung zu warten.

Der typische Nutzer von  Brightkite, Dopplr, Foursquare, Gowalla, Loopt, Scvngr, StickyBits, Whrrl und ähnlicher Geo-Dienste ist zwar noch in der Minderheit, er nimmt jedoch großen Einfluss auf Freunde und Familie. Er ist ein junger Erwachsener, männlich, mit College-Abschluss und einem Haushaltseinkommen von 105.000 Dollar pro Jahr. Vor größeren Kaufentscheidungen informiert er sich vor Ort per Mobiltelefon über die Produkte.

Facebook und Twitter könnten ebenfalls eine wichtige Rolle spielen und ihren Service mit Geo-Daten anreichern. Twitter scheint hierbei in besserer Position, da seit Juni durch TwitterPlaces Aufenthaltsorte mit Tweets verknüpft werden können. Facebook hat aufgrund der Datenschutzprobleme schlechtere Karten: Laut Studie geben Nutzer ihren Aufenthaltsort nur jenen Diensten Preis, denen sie voll und ganz vertrauen.

Das Internet geht aus

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Gowalla, Foursquare, BrightkiteDer moderne Internetnutzer wird vor die Tür gesetzt! Mit Brightkite, Gowalla und Foursquare bildet sich seit einigen Monaten eine neue Form des Internets: Das Outernet. Die sogenannten “Location Based Services“ sind Anwendungen, die speziell für die Nutzung des Internet unterwegs über das Handy entwickelt wurden. Grundfunktion ist die Möglichkeit seinen Freunden mitzuteilen, wo man sich gerade aufhält. Alle drei Anbieter tauschen ihre Daten mit Twitter und Facebook aus. Beiträge bei den beiden großen Netzwerken können von unterwegs aus vom Handy geschrieben werden und so mit Ortsangaben verknüpft werden.
Beim Anbieter Gowalla liegt der Schwerpunkt für den Nutzer darauf an einem Ort „zu sein“. Das Erreichen eines Ortes wird mit einem Punktesystem oder kleinen virtuellen Geschenken belohnt. Man kann sich im Sammeln von Punkten mit seinen Freunden messen und auch Routen erstellen. Ähnlich wie beim Geocaching wird das Erreichen der Orte auf dieser Route mit virtuellen Geschenken belohnt. Ein neuer Anreiz an die frische Luft zu gehen.
Foursquare und Brightkite bringen dem User noch weiteren Nutzen. Über jeden möglichen Aufenthaltsort kann man kleine Notizen verfassen, die Freunde automatisch erhalten, wenn sie den gleichen Ort betreten. Für Unternehmen bieten sich mit diesen Services völlig neue Dimensionen des Marketing: Werbung kann nun nicht nur personenbezogen, sonder zudem ortsbezogen platziert werden. Mit der Kombination der Infos von Unternehmen und Freunden kann man dann die Werbung für das aktuelle Tagesangebot des nächsten Restaurants einsehen, und sich zudem die Tipps von Freunden anzeigen lassen, wo es die leckersten Cocktails gibt, welches Hotel in der Nähe das Beste ist, oder was man an dem Standort auf jeden oder auf gar keinen Fall tun sollte.
Der Markt für diese Anwendungen entwickelt sich gerade erst. Foursquare zählt z.B. ca. 500.000 Mitglieder, die Wachstumsraten der Mitgliederzahlen erinnern aber an die von Facebook und Twitter in deren Anfängen. Begrenzt wird das Potential derzeit aber auch noch davon, dass es erst wenige, und zudem sehr teure GPS-fähige Smartphones gibt, die die benötigte Technik mitbringen.