Jun
21
Targeting-Transparenz: In den USA wird ab dieser Woche ein Teil der Display-Werbung im Web mit dem Infobutton “Power Eye” versehen, der Internetnutzern Auskunft darüber gibt, aufgrund welcher Daten ihnen gerade diese Werbung vorgesetzt wird. Dazu gibt es eine Opt-out-Möglichkeit.
Ab dieser Woche können Konsumenten in den USA hinter den Werbevorhang namhafter Unternehmen blicken. American Express und Microsoft sind prominente Beispiele. Sie platzieren das „Power Eye“ Symbol in einer Ecke des Werbefelds. Fährt der Konsument mit der Maus darüber, wird ihm angezeigt, welche Daten verwendet wurden, um ihm diese Werbung zu präsentieren. Außerdem kann er sofort durch ein Opt-Out bestimmen, in Zukunft keine Werbung mehr von diesen Firmen zu erhalten. Dieses wichtige Feedback erhalten wiederum die Firmen - durch direkte Interaktion der Kunden mit der Werbung. Die Firmen erhalten so Auskunft darüber, wie ihre Werbung und Marke wahrgenommen wird. Die Hoffnung der Unternehmen: Je größer die Transparenz, desto größer das Vertrauen der Konsumenten. In der Opt-Out Möglichkeit verbirgt sich allerdings auch das Risiko, dass die genaue Zielgruppenansprache weniger effektiv wird, und es damit schwieriger wird, die Konsumenten zum Kauf zu bewegen. Jedoch setzen die Unternehmen darauf, dass sich die neue Transparenz auf lange Sicht lohnen wird, da es Vertrauen generiert. Dem Konsument wird damit ein Stück Kontrolle über sein Online-Leben zurückgegeben.

