17 Monitoring Tools für Twitter

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Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass die Teilnahme am Social Web für Unternehmen zum Pflichtprogramm gehört. Doch ob man ein guter Mitspieler ist, ist oft nicht einfach zu bestimmen: Erreiche ich überhaupt meine Zielgruppe? Wie wird meine Marke wahrgenommen? Was sagen die Menschen über mich und meine Produkte? 

Twitter eignet sich hervorragend um den Kunden im Netz zuzuhören, denn: 

  • Twitter liefert Echtzeit-Ergebnisse. Breaking-News verbreiten sich mit unglaublicher Geschwindigkeit und dank der Echtzeit-Suchoption erhält man eine genaue Momentaufnahme der öffentlichen Meinung.
  • Twitter hat eine hohe Reichweite
  • Twitter ermöglicht sofortiges Feedback – sowohl von Kundenseite als auch von Unternehmensseite

Es gibt zahlreiche Twitter-Analysetools, die helfen, den Erfolg der Unternehmensaktivitäten zu messen und zu wissen, was die Kunden über die Marke sagen. Hier eine Auswahl: 

Twazzup: Ist ein Programm, das dem User sagt, wann bestimmte Keywords in einem Tweet verwendet werden. Die Ergebnisse werden kategorisiert nach „beliebteste Links“, „einflussreichste User“ und Echtzeit-Stream. Per Mouse-over erhält man weitere Infos zu den Nutzern. 

TwitterGrader: Ein kostenloses Tool, mit dem man seinen Twitter-Einfluss messen kann. Es berücksichtigt dabei verschiedene Faktoren wie: Anzahl der Follower, deren Einfluss und wie sehr man sich in die Community einbringt.

Twitscoop: Gibt eine Echtzeit-Visualisierung der Twitter-Gespräche. Ein Algorithmus zerlegt jeden englischsprachigen Tweet in Tags, die nach Häufigkeit sortiert werden. So erkennt man aufkommende Trends, Neuigkeiten und die Entwicklung spezieller Keywords.

TweetBuzzer: Über welche Marken wird auf Twitter am häufigsten gesprochen. Die Top-Marken kann man in einer 24 Stunden, 7 Tage oder 30 Tage-Ansicht verfolgen. 

TweetEffect: Hier findet man heraus, mit welchen Tweets man Follower gewonnen oder verloren hat. Jeder Tweet, der darauf einen Einfluss hatte, wird farblich markiert gelistet. Da der Dienst in der Beta-Phase ist, sind manche Ergebnisse leider nicht korrekt. 

TweetPsych: Mithilfe zweier Sprach-Algorithmen, die die Inhalte der Tweets analysieren,  wird ein psychologisches Profil eines Nutzers erstellt. Dafür werden die letzten 1000 Tweets durchsucht und mit anderen Usern verglichen.

Twittercounter: Mit diesem Service erhält man Statistiken über seine Follower, Usern denen man selbst folgt und tägliche Tweets. Mehrere Accounts können miteinander verglichen werden.

Twitter Analyzer: Wer gerne mit Google Analytics arbeitet, wird dieses Tool lieben: Man sieht wie viele Follower gerade online sind, wer die eigenen Posts retweetet, was die Menschen über einen schreiben, Follower Statistiken, die eigenen Tweet-Gewohnheiten und einiges mehr. Übersichtlich dargestellte Ergebnisse in Chart-Form.

Twitturly: Analysiert die URLs, die auf Twitter kursieren. Jedes mal, wenn eine URL gezwitschert wird, zählt Twitturly das als eine Stimme. Je mehr Stimmen innerhalb der letzten 24 Stunden, desto höher wird die URL im Ranking dargestellt.

Tweettronics: Hiermit kann man Twitter-Gespräche über Produkte, Marken und Themen finden und daran teilnehmen. Die ersten 14 Tage sind kostenlos.

Twitalyzer: Kostenloses Tool, mit dem man die Aktivität eines jeden Twitter-Nutzers messen kann: Einfluss, Beliebtheit, Schnelligkeit und Verbreitung werden gemessen.

Monitter: Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei diesem Tool um einen Monitoring-Service, der die Twitter-Welt nach bestimmten Keywords durchsucht. 

Spy: Sehr einfach zu bedienendes Tool, das die Gespräche auf Twitter, Friendfeed, Flickr, Blogs und anderen Social Networks nach Keywords durchforstet und anzeigt. 

Emotionstream: Emotionstream ist ein Datamining Projekt, das Twitter nach Emotionen durchsucht. Ziel ist es herauszufinden, welche Themen Menschen glücklich oder traurig stimmen.

Klout: Sehr interessantes Tool, mit dem man seinen Einfluss auf Twitter messen kann. Verschiedenste Werte werden hinzugezogen und eine Klout-Score berechnet, die aussagt wie sehr und auf welche Art man auf Twitter interagiert. 

Web2Express: Mit semantischen und NLP Tools werden Millionen von Twitter-Gesprächen und Blogs analysiert. Trends werden entdeckt, die Marken, Unternehmen oder Wettbewerber betreffen. 

BackTweets: Damit kann man bestimmte Links auf Twitter suchen und deren Anzahl grafisch darstellen lassen.

Neue Seite zeigt Facebook-Fanseiten im Vergleich

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Für jeden, der wissen möchte, welche Facebook-Seiten erfolgreich sind, gibt es jetzt eine neue Seite: Facemeter.de zeigt Fan-Seiten im Vergleich. Nach Rubriken geordnet lässt sich der Zuwachs von Fans und deren Interaktion analysieren, um damit z.B. den Erfolg von Werbekampagnen zu bewerten.

Das kategorische Verzeichnis listet Seiten in den Bereichen Marken, Politik, Medien und Unterhaltung auf, die weiter spezifiziert werden können. Unternehmen können kostenlos ihre Fanseite bei dem Service anmelden: einfach die Facebook Vanity URL angeben und die Seite wird erkannt.

So sieht beispielsweise der Fanzuwachs von Katjes aus:

Mit Social Media die Konkurrenz beobachten: Strategien, Tools und Beispiele

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Die Konkurrenz schläft nicht. Wer seine Mitstreiter im Blick hat, kann wertvolle Hinweise für die eigene Strategie erhalten: Was funktioniert? Was funktioniert nicht? Dank Social Media sind viele Informationen über die Strategie der Konkurrenz und das Feedback der Kunden öffentlich.

Hier sind einige Möglichkeiten der Wettbewerbsbeobachtung mit sozialen Netzwerken, Suchmaschinen und anderen Tools.

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Konkurrenzanalyse auf Twitter

 

Twitter kann sehr viele Informationen liefern, denn man kann nicht nur die Tweets eines Users sehen (welche bei Unternehmens-Accounts in der Regel öffentlich sind), sondern auch die Follower des Users sowie die Gespräche zwischen ihnen. 

Wie man andere Wettbewerber findet

Hat man eine spezielle Liste der Mitstreiter, die man untersuchen möchte, so findet man ihre Twitter-Accounts am ehesten auf deren Homepage bei den Social Links. Alternativ kann man auch die Google-Suche verwenden (Firmenname und Twitter).

Hat man noch keine Liste oder die Wettbewerber sind nicht auf Twitter, so kann man die Twitter Tools Twellow und WeFollow nutzen, um andere Firmen der eigenen Branche zu finden.

Tweets

Die erste und nützlichste Information, von der man etwas über die Konkurrenz lernen kann, ist die Strategie, die sie verfolgt. Sieht man sich die neuesten Tweets an, so sieht man, ob sie Rabatte bewerben, den Followern direkt antworten oder Artikel, skurrile Fakten, Branchen-News oder ähnliches teilen. Wie erfolgreich deren Strategie ist, liest man einfach an der Zahl der Follower ab. 

Follower

Wer eine Kunden-Liste der Konkurrenz haben möchte, hat bei Twitter Glück. Denn die Follower eines Nutzers kann man sich ansehen. Mit dem neuen Twitter-Design klickt man auf die Follower eines Nutzers und sieht beim Runterscrollen auf der Seite Kurzinfos über jeden Follower.

Klickt man auf eine Person, so erfährt man weitere Informationen, wie ihre Follower-Following Rate, Ort und letzte Tweets.

Alternativ erhält man auch eine Übersicht der Follower eines Users durch Twitter-Tools wie Tweepi. Dadurch sieht man alle Follower-Details auf einer Seite zusammengefasst mit Informationen zu Biographie, Ort, Anzahl der Follower und Updates und letzter Tweet-Zeitpunkt. 

Antworten

Wer etwas ausführlicher analysieren möchte, welches Feedback der Konkurrent erhält, kann auf Twitter nach den Antworten auf den Usernamen suchen: @NamedesWettbewerbers. So erhält man wertvolle Informationen.

Im Beispiel oben sieht man, dass die Follower von @Target, dessen letzten Werbespot mögen, die Auswahl an Weihnachtsprodukten, den Produktpreis oder eine Wohltätigkeitsaktion.

Der beliebteste Content

Ein weiteres gutes Twitter-Analyse-Tool ist Topsy. Es ist darauf ausgelegt, den Content einer Seite zu finden, der die meisten Retweets erhält – also der beliebteste Inhalt ist.

Bei der Suche im Bild oben erkennt man ein paar wichtige Dinge: Das Unternehmen nutzt für sein Marketing auf Twitter ähnliche Services wie Sponsored Tweets, was man dem Hashtag #ad am Ende der ersten Tweets ablesen kann. Es erhält auch viel positives Feedback und änderte seine Strategie der Umtauschgebühren, wie es die Kunden wollten. 

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Konkurrenzanalyse auf Facebook

 

Facebook ist derzeit eines der beliebtesten sozialen Netzwerke der Unternehmen. Auch hier findet man viele Infos rund um Strategie der Wettbewerber und Faninteraktionen.

Wie man andere Wettbewerber findet

Wie bei Twitter, so ist auch meist auf der Homepage des Unternehmens angegeben, wie die Fanseite heißt. Die alternative Suche über Goolge gibt es natürlich auch. Ist mein Wettbewerber nicht auf Facebook, so kann man das „Alle Seiten durchstöbern“ auf Facebook nutzen, um weitere Unternehmen der eigenen Branche zu finden. Die Suche ist eingrenzbar nach Ort, Produkte, Dienstleistungen, Geschäfte, Restaurants, und vieles mehr.

Strategie

Sieht man sich die Fanseite an, so erkennt man viele strategische Elemente. Um die Seite komplett ansehen zu können, muss man allerdings oft Fan davon werden.

Die Reiter oben / Links am Rand zeigen verschiedene Kategorien an. Man sieht ebenfalls, ob ein Unternehmen die Seite zur Lead-Generierung nutzt: Sammeln sie Email-Adressen, Accounts oder Blog-Posts mit ihrer Seite? Rufen sie zu Kundenbewertungen auf, haben sie eine außergewöhnliche Landing-Page oder nutzen sie Premium Applikationen (Involver oder North Social)? 

Fan Aktivität

Anders als bei Twitter sieht man auf Facebook die Fan-Antworten direkt auf der Pinnwand. Daran lässt sich ablesen, was die Fans der Branche am meisten mögen: Rabatte, Status-Updates, etc. Man zählt einfach die erhaltenen Likes der Posts.

Wichtig zu wissen: Interaktionen entstehen nicht nur durch Unternehemns-Posts, sondern auch durch die Fans selbst. Diese Möglichkeit sollte den Fans gegeben sein. Im Bild oben erhält ein Fan durch seinen Eintrag auf der Unternehmens-Pinnwand von Toyota viele Interaktionen. 

Lieblingsseiten

Betreiber von Facebook-Fanseiten können andere Fanseiten zu ihren Favoriten hinzufügen.

Diesen Bereich sollte man sich ebenfalls ansehen, da er Aufschluss über weitere mögliche Facebook-Seiten des Unternehmens gibt – und damit über deren Facebook-Strategie. 

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Konkurrenzanalyse auf LinkedIn

 

Die neuen Unternehmensseiten auf LinkedIn verraten ebenfalls viel über die Konkurrenz. 

Wie man andere Wettbewerber findet

Auf der Homepage findet man meist das LinkedIn-Profil des Unternehmens, sucht via Goolge oder findet es direkt auf LinkedIn mit dem Suchfeld am oberen rechten Rand.

Follower

Man kann die Follower eines Unternehmens durchsuchen dank eines Links am oberen rechten Rand der Unternehmensseite, die die Fanzahl anzeigt.

Ist man mit dem Unternehmen nicht direkt verbunden oder durch einen seiner Follower, hat man nur beschränkt Zugang zu den Informationen der Follower.

Mitarbeiter

Sind die Mitarbeiter mit dem Unternehmen auf LinkedIn verbunden, so erhält man auch Informationen und Statistiken zu den Mitarbeitern. So kann man sich Folgendes anzeigen lassen:

  • Anteil der Job-Positionen: Prozentsatz der Mitarbeiter, die in der Verwaltung, Marktforschung, Entwicklung, Vertrieb, Marketing und Führungsebene sind.
  • Jährliche Wachstumsrate des Unternehmens im Vergleich zu anderen Unternehmen in derselben Branche oder Größe
  • Angestellte, die ihre Position geändert haben
  • Angestellte, die eine neue Position im Unternehmen haben
  • Berufserfahrung in Jahren im Vergleich zu anderen Unternehmen in derselben Branche oder Größe
  • Höchster Abschluss im Vergleich zu anderen Unternehmen
  • Meist besuchte Universitäten 

Strategie

Unternehmen können dank der neuen Unternehmensprofile viele zusätzliche Informationen über sich preisgeben. Man sollte sich ihre neuesten Blog-Posts und Aktivitäten auf LinkedIn ansehen.

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Weitere Konkurrenzanalyse-Methoden in Social Media

 

Neben Twitter, Facebook und LinkedIn gibt es noch weitere Möglichkeiten, die Konkurrenz im Blick zu behalten. 

  • YouTube: Welche Video Marketing Strategie verfolgen meine Mitstreiter? Welche Arten von Videos veröffentlichen sie und welche Videos sind am erfolgreichsten?
  • Social Mention: Diese Echtzeit-Suchmaschine durchforstet soziale Netzwerke nach der Konkurrenz und Nennungen der Konkurrenz durch andere User.
  • Ortsbasierte Netzwerke: Nutzen andere Unternehmen schon Foursquare, Gowalla, Facebook Places oder Whrrl? Falls es zum eigenen Unternehmen passt, sollte man sich „Check-in“-freundlich geben.
  • Boardreader: Über den Social Netzwerk Tellerrand hinaus, können die loyalsten Fans in Foren gefunden werden. Boardreader durchforstet Foren, in denen die Konkurrenz ist und Leute, die über sie sprechen.
  • Lokale Suche: Habe ich Konkurrenten vor Ort? Qype, Google Places, Yelp und ähnliche Bewertungs-Plattformen geben Aufschluss über Unternehmensprofile auf diesen Seiten. Bieten sie Rabatte an, erhalten sie gute oder schlechte Bewertungen auf diesen Seiten? Wollen sie dadurch einen besseren Stand in den Suchergebnissen?

 

Man sieht: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Konkurrenz zu überwachen und ihr damit dicht auf den Fersen zu bleiben, von ihren Fehlern zu lernen und von den Erfolgen zu profitieren. Dabei sollte man aber die eigene Kreativität nicht vernachlässigen und auch manchmal den Mut haben, neue Wege zu gehen um die Fans zu überraschen.

Twitters offizielles Analyse-Tool kommt

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Schon seit längerem wartete die Online-Welt darauf, jetzt ist Twitters offizielles Analyse-Produkt „Twitter Analytics“ endlich da. Damit haben Nutzer nun die Möglichkeit, verschiedenste Daten ihres Accounts zu sehen, wobei der Fokus auf der Verbreitung von Tweets und das daraus folgende Feedback der User liegt. Zum Beispiel sieht man: Welche Tweets sind die erfolgreichsten? Aufgrund welcher Tweets kündigten Nutzer ihre Followerschaft? Wer sind die einflussreichsten Nutzer, die auf meine Tweets antworten oder einen Retweet auslösen?

In den Bildern unten (gefunden bei Mashable.com) sind einige Analysen dargestellt. Eine Timeline zeigt die Interaktionen an. Tweets können ebenfalls nach den Kategorien „beste Tweets“, „gute Tweets“ und „alle Tweets“ gefiltert werden. Auch eine Überwachung der Promoted Tweets ist vorhanden und zeigt die Anzahl der generierten Impressionen an.

Dies bringt einige Drittanbieter, die gebührenpflichtige Analyse-Tools bereits anbieten, in Bedrängnis, denn der Dienst soll kostenlos sein. Vorerst kann der Dienst jedoch nur mit Einladung getestet werden, soll aber Ende des Jahres für alle Nutzer verfügbar sein.

Das AIDA-Prinzip im Social Media Marketing

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Das Werbewirkungs-Prinzip AIDA beschreibt, welche Stufen ein Kunde durchlaufen soll um letztlich zu einer Kaufentscheidung zu gelangen und ist im Marketing 1.0 altbekannt. Mit gewissen Modifikationen können diese Stufen jedoch auch in eine Social Media Strategie eingearbeitet werden und erweisen sich hier als gute Basis für Entscheidungen. Die 4 Stufen sind Aufmerksamkeit, Interesse, Verlangen und Handeln. Wie nutzt man sie im Social Media Marketing und welche Kennzahlen geben Aufschluss über den Erfolg?

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Aufmerksamkeit:

Das Erreichen von Aufmerksamkeit ist der Kern von Social Media. Genau dafür sind Twitter, Facebook, Xing und YouTube gemacht. Als direkte Verkaufsplattform sind sie eher ungeeignet, da man auf Twitter wohl kaum seinen Warenbestand anzeigen oder auf Xing Kundenkarten erstellen kann. Allerdings gibt es mittlerweile einige Firmen, die Direktkäufe auf Facebook ermöglichen (So kann man auf der Disney-Fanpage Kinokarten kaufen oder bei auf der Pampers-Fanpage Windeln bestellen). Momentan dienen diese Plattformen jedoch noch der Kommunikation und Kontaktherstellung und leiten die Nutzer weiter zur den wahren Sales-Plattformen der Unternehmen (spezielle Sales Page, Corporate Blog oder Website).

Indem man Aufmerksamkeit erzeugt, wissen die Nutzer, dass es das Unternehmen überhaupt gibt und dass das Unternehmen ein Problem lösen kann, das die User eventuell haben. Auf dieser Ebene sind Konversation, Interaktion und relevanter Content das Wichtigste. Die zu messenden Kennzahlen auf diesem Level sind: Anzahl der Konversationen (Buzz), Häufigkeit der Nennung des Markennamens und Sentiment.

Interesse:

Hat man die Aufmerksamkeit der Kunden, muss man nun ihr Interesse am Produkt wecken. Dies kann durch besondere Angebote und Vergünstigungen geschehen oder durch überzeugende Gründe, warum man besser ist als die Konkurrenz oder indem man zeigt, wie man den Usern bei einem Problem weiterhelfen kann. Bei einer Kampagne sollte der User auf eine oder mehrere spezielle Landing-Pages geführt werden und nicht auf die Homepage. Zu messende Kennzahlen sind hier: CTR (click through rate), Retweets (der Sonderangebote und deren Links) und Konversationen über spezielle Produktangebote. 

Verlangen:

Social Media kann durch Kommunikation und Engagement dazu beitragen, Verlangen zu erzeugen, doch um den Kundenwunsch zu befriedigen, muss das Unternehmen eine optimierte und benutzerfreundliche Seite einrichten. Das bedeutet: einfache und verständliche Handhabung und Darstellung der Services und Produkte, ohne dass der Kunde lange suchen muss, seine Fragen aber alle beantwortet werden. Die Navigation auf der Unternehmensseite hat großen Einfluss darauf, wie der Kunde das Unternehmen wahrnimmt und ob er die Produkte kauft. Hilfreich sind ebenfalls Empfehlungen von anderen Social Network Profilen. Die zu messenden Kennzahlen auf diesem Level sind: Absprungrate, Verweildauer auf der Seite, angesehene Seiten und verweisende Links.

Handeln:

Wollen die Kunden das Produkt nun kaufen, wird die Webpage zum wichtigsten Tool. Social Media Seiten haben auf diesem Level keine großen Einfluss mehr. Die Kunden müssen schnell, einfach und klar ihre gewünschten Handlungen auch ausführen können (Kauf, Registrierung, Anmeldung zur Teilnahme, Ausfüllen von Formularen, etc.). Hier kann man nun abschließende und wichtige Kennzahlen monitoren: Konversionsraten (Kauf pro Besucher), und ROI. Sie geben Auskunft über die letztendliche Wirkung der Social Media Maßnahmen.

Das AIDA-Modell wurde im Laufe der Zeit erweitert und um zwei wichtige Elemente ergänzt. Auch sie werden im Social Media Marketing berücksichtigt:

Loyalität:

Wie schafft man es, die einen loyalen Kundenstamm aufzubauen? Eine Möglichkeit die User zum Wiederkauf zu bewegen ist, sie über denselben Social Media Kanal zu kontaktieren über den sie zum ersten Kauf bewegt wurden. Erfolgte der Kauf z.B. über einen Link auf Facebook, so kann man dem Kunden eine Dankesnachricht auf Facebook senden sowie die Kontaktdaten der Kundenbetreuung. Auch Twitter eignet sich sehr gut für die Kundenbetreuung, da der Microblogging-Dienst einen raschen Dialog ermöglicht. Durch regelmäßiges Monitoring der Online-Gespräche von Usern, die das Produkt oder den Service bereits nutzen, können Unternehmen offene Fragen oder Probleme der Kunden schnell ableiten. Durch die Einbindung von Kundenkarten und den Aufbau von Communitys wird die Kundenbindung erhöht. Zu messende Kennzahlen sind hier: Anzahl der Stammkunden, die Nutzung von Kundenkarten und Loyality Codes, Sentiment-Analyse in der Nachkaufphase sowie Sentiment-Analyse zu speziellen Produkten oder Services. 

Markenbotschafter:

Kunden als Führsprecher für die eigene Marke zu gewinnen ist der Traum jedes Werbetreibenden. Denn hier werden die Kunden selbst zum Vermarkter. Lieben die Kunden das Produkt, die Marke oder den Service werden sie auch gerne darüber sprechen. Deshalb sollte man Möglichkeiten zur Weiterverbreitung einfach gestalten. Schlechte Website-Gestaltung oder keine Einbindung von Social Plugins (Share-Funktionen) behindern die virale Verbreitung. Ein einfacher Klick zur Verbreitung von Inhalten muss genügen. Nutzen Kunden diese Instrumente sollten sie belohnt werden. Mögliche messbare Kennzahlen sind: Erwähnungen, Konversationen und Verweise.

Das AIDA-Modell ist sicher nicht perfekt, doch hilft es, in einem neuen Feld wie Social Media Marketing den richtigen Fokus und Prioritäten zu setzen.

Opel spürt Kunden im Internet auf

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Kontaktaufnahme mit den Kunden durch Social Media. Diese Möglichkeit nutzt Automobilhersteller Opel vorbildlich und geht im Web 2.0 aktiv auf die Kunden zu. Das Angebot reicht von verschiedenen Blogs über umfangreiche Produktinformationen bis hin zum Service.

Dabei geht Opel gezielt vor: Als erster europäischer Autohersteller durchforstet das Unternehmen mit einem Experten-Team das Netz nach Nutzern, die Informationen suchen oder Probleme mit ihrem Auto haben. Die Identifizierung der Nutzermeldungen erfolgt über Web Monitoring Tools. Pro Woche spüren die Service-Teams rund 5000 Web-Einträge auf Online-Kanälen in Deutschland und Großbritannien und nehmen gegebenenfalls Kontakt auf. Über Social-Media-Kanäle wie Twitter bietet das Unternehmen dann Unterstützung an.

Mit seiner Initiative reagiert der Autobauer auf die zunehmende Bedeutung des Internets, um ein Anliegen zu formulieren, Rückmeldung zu geben oder Fragen zu stellen. “Wir wollen noch näher am Puls des Kunden sein”, sagt Alain Visser, Vizepräsident für Vertrieb, Marketing und Aftersales bei Opel. “Deshalb sind wir dort präsent , wo die Menschen miteinander reden – und das ist heute vor allem die Netz-Gemeinde, die sich in Blogs, bei Twitter oder auf Facebook findet.“

Natürlich können die Kunden auch selbst auf Opel zugehen und die Berater direkt über die Opel Deutschland Service-Twitter-Seite anschreiben. Alternativ lässt sich der Begriff “Opelservice” als Schlagwort in einen eigenen Tweet einbinden und man wird gefunden.

In den vergangenen Jahren hat Opel sein Social-Media-Netz intensiv ausgebaut. Dabei profitiert Opel von den Erfahrungen, die der Mutterkonzern GM in Nordamerika gemacht hat. 2008 gab es beispielsweise ein Testfahrer-Webtagebuch zum Insignia, 2009 ein Astra-Blog und Anfang 2010 folgte ein Meriva-Blog. Ingenieure, Designer und Marketing-Experten treten hier in Kontakt mit der Internet-Gemeinde, reagieren auf Kommentare und beteiligen sich an Diskussionen.

Opel hat die Social Media-Aktivitäten organisatorisch zusammengefasst. Mitarbeiter verschiedener Unternehmensabteilungen koordinieren die Einführung und Weiterentwicklung aller Initiativen in über 30 Märkten. Neben einem „CEO-Blog“ mit Meinungen und Stellungnahmen der Opel-Führungskräfte zu aktuellen Themen, gibt es ein Blog mit Live-Berichten von Produktpräsentationen und Messen, aber auch die internationale Facebook-Seite und die Twitter-Kanäle.