Neuer Service durchsucht Twitter nach potenziellen Hotelgästen

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Der Service Reach.ly hat sich darauf spezialisiert potenzielle Hotelgäste auf Twitter ausfindig zu machen und an Hotels zu vermitteln. Dazu durchsucht das Unternehmen Tweets auf der Plattform nach Erwähnungen von geplanten Reisen. Hotels, die zum Reiseziel passen, können dann über Reach.ly Kontakt zu den Nutzern aufnehmen.

Die Hotels müssen sich zunächst mit ihrem Twitter-Account bei Reach.ly anmelden. Der Service ist übrigens kostenlos. Die Hotels geben an, welche Städte für sie interessant sind. Mit einem komplexen Algorithmus filtert Reach.ly den Traffic auf Twitter und zeigt den Hotels ein Dashboard mit den Tweets zur passenden Reisestadt an. Anschließend können die Hotels mit den potenziellen Gästen durch ein spezielles Interface in Kontakt treten. Sie können ihnen einfach einen Gruß senden, Tipps zur Stadt geben oder auch ein ausführlicheres Angebot machen.

Die Erfolge können sich sehen lassen: 9 Prozent der Gäste, die eine Nachricht durch Reach.ly erhalten haben, buchten tatsächlich auch. Laut Google hat ein Online-Reisebucher einen anstrengenden Weg zu gehen, bevor er sich zu einer Buchung entscheidet: Im Schnitt besucht er 22 Seiten und benötigt 9 oder mehr Sessions dafür. Ein direktes und passendes Angebot ist somit eine angenehme Entlastung für den Kunden.

Ein interessanter Service, denn viele Twitter-User posten ihre Reisepläne auf dem Netzwerk oder fragen nach Empfehlungen von Bekannten. Wer sich hier dazwischenschaltet und aufmerksames Monitoring betreibt, dem eröffnen sich vielfältige Sales-Möglichkeiten – und zwar nicht nur in der Hotelbranche. Denkbar wären auch andere Bereiche, die von Unternehmen mittels Textmining auf Twitter abgesucht werden und potenzielle Kunden weitervermitteln.

Social Media entscheidend für kundenorientierte Unternehmen

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Unternehmen, die ihren Kunden im Web „zuhören“ und auf Online-Engagement setzen, erzielen bessere Werte in Kundenzufriedenheit, Loyalität und Markenbildung. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie von Forrester im Auftrag von Dell, bei der 200 Marketing-Experten von mittleren und großen US-Unternehmen befragt wurden.

Die Kernergebnisse der Studie „Listening and Engaging in the Digital Marketing Age”:

  • 88% der Unternehmen monitoren Feedback und Gespräche im Web.
  • 80% beantworten Kundenfeedback online.
  • 64% integrieren die Ideen ihrer Kunden in Produkt- oder Prozessentwicklungen.
  • Allerdings belegen kundenzentrierte Social Media Strategien nur bei 20% der Unternehmen einen zentralen Platz im Marketingplan.
  • 73% der Unternehmen wollen im nächsten Jahr zusätzliche Mitarbeiter für Zuhör- und Engagement-Initiativen einsetzen.
  • Social Media Zuhör-Strategien haben teilweise traditionelle Listening-Taktiken überholt.
  • Unternehmen nehmen Social Media ernst – die „Abwarten-Phase“ und „Experimentier-Phase“ ist vorbei.

 Stand der Social Media Integration in Unterehmen:

 

 

Maßnahmen um Kunden im Web zuzuhören und mit ihnen in Kontakt zu treten:

 

Erfolgsmessung im Social Web

 

Um Erfolge im Social Web zu messen, legen Unternehmen mittlerweile verschiedene Kennzahlen (KPIs = Key Performance Indicators) fest. Die Medien- und Unterhaltungsbranche setzt besonders auf die Anzahl der Fans in sozialen Netzwerken und Impressionen. Banken und Versorgungsbetriebe messen Kundenzufriedenheit und Markenbewusstsein.

 

Ego-Monitoring mit neuem Tool „Me on the Web“

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Ego-Googeln wird einfacher: Google bietet jetzt ein Onlinetool zum Reputation-Management an, das für eingeloggte Nutzer über das Dashboard aufzurufen ist und beispielsweise anzeigt, wann der eigene Name im Netz auftaucht.

Wohl jeder Web-Nutzer hat sich schon einmal selbst gegoogelt, um zu sehen, was das Internet so alles über einen weiß. Noch professioneller ging das bisher mit Googles Monitoring-Tool Google Alerts.

Wem das zu aufwändig ist, der dürfte sich über Googles neuen Service freuen: Mit „Me on the Web“ kann man nun benutzerdefinierte Alerts erstellen, die darüber informieren, wenn der eigene Name oder die E-Mail Adresse in neuen Artikeln im Internet erscheinen. Aber auch Produkt- oder Firmennamen können als Alert angegeben werden.

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Integriert ist das neue Angebot in das Google Dashboard. Es soll helfen, die eigene Online-Identität besser zu kontrollieren, wie Google berichtet. Passend dazu erhalten die Nutzer Tipps und Tricks für einen besseren Identitäts-Schutz, wie etwa das Entfernen unerwünschter Inhalte:

7 Tipps für mehr Sales durch Social Media

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Wer verkaufen will, braucht zunächst einmal Aufmerksamkeit. Doch wie schaffe ich es, potenzielle Kunden auf mich aufmerksam zu machen, das Interesse zu wecken und schließlich einen Verkauf abzuschließen? Dank Social Media haben Unternehmen hier vielfältige Möglichkeiten, doch sie müssen ein paar Regeln beim Aufbau von Beziehungen beachten.

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1. Die Kunden nicht überrennen

 

Nichts schreckt potenzielle Kunden mehr ab, als eine offenkundige „Unterhalten wir uns, damit ich dir etwas verkaufen kann“-Botschaft. Man sollte langsam anfangen: Ihre Blog-Posts kommentieren, sie bedacht retweeten oder ihnen ein Kompliment für einen Beitrag machen. So wird man mit ihnen vertrauter, und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie mit dem Unternehmen in Zukunft interagieren. Hier gilt die Regel des US-Soziologen George C. Homans: Kontakt schafft Sympathie. Die Sympathien steigen umso mehr, wenn man den Nutzern bei jedem Kontakt Mehrwert, guten Content oder nützliche Informationen bietet.

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2. Wer gibt, gewinnt

 

Die Welt von Social Media verändert sich schnell, doch die Grundregel „Wer gibt, der gewinnt“ bleibt bestehen. Das bedeutet: Guten Content anbieten oder nützliche Informationen in Form von Whitepapers oder interessanten Studien teilen oder sie zu einem privaten Business-Event einladen. Auf diese Weise kann man sich in positivem Licht zeigen, noch bevor man mit der Person überhaupt persönlich in Kontakt getreten ist.

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3. Sei mutig

 

Cold Calls stoßen oft auf Ablehnung. Das gilt auch online. Im Web wird deshalb das Inbound Marketing gepriesen. Was natürlich ein gutes Konzept ist, doch das bedeutet nicht, dass man nicht proaktiv auf die Nutzer zugehen kann. Findet man eine Person, mit der man in Kontakt treten möchte, sollte man sie auch ansprechen (und dabei Punkt 1 und 2 beachten). Wer niemals einen Schuss abgibt, verpasst zu 100% das Ziel.

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4. Sei positiv und freundlich

 

Wer mutig bei der Akquise ist, denkt oft, er müsse allen beweisen wie herausragend er ist, und entsprechend viel Platz nehmen die eigenen Lobeshymnen ein. Doch einflussreich wird man durch Handeln, nicht durch Worte oder Tweets. Menschen, die helfen und über tolle Dinge von anderen berichten, werden einflussreich.

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5. Mache dich bereit für Schaufensterbummel

 

Wer andere User erreichen will, muss damit rechnen, dass sie wissen wollen, wer man ist. Das erste was Nutzer machen, wenn man ihre Aufmerksamkeit und Neugierde geweckt hat, ist, nach der Person oder dem Unternehmen zu googlen. Deshalb sollte man sicherstellen, bei einer Online-Suche auch so gefunden zu werden, wie man das möchte. Welchen Eindruck hinterlasse ich bei den Nutzern? Wie steht es um meine Online-Reputation?

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6. Zeige Persönlichkeit

 

Menschen gehen Beziehungen ein mit Menschen, die ihnen sympathisch sind. Sympathisch und gewinnend wird man, indem man Persönlichkeit zeigt. Langweiliges vergisst man, Persönlichkeit behält man im Gedächtnis. Social Media Outlets sind der perfekte Ort um sich mit seinen Überzeugungen und Werten zu zeigen.

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7. Ist die Zeit reif, gehe offline

 

Social Media eignen sich hervorragend um Gespräche anzufangen, doch sie sind nicht der einzige Ort dafür. Ist die Zeit reif, kann man die Konversation offline weiterführen. Man kann mit einem Telefonat beginnen oder ein Treffen vereinbaren. Verkaufen ist ein Kontaktsport. Finde einen guten Grund um das Gespräch offline weiterzuführen.

Hier sind ein paar Social Media Tools, die bei der Leadgenerierung und beim Verkauf hilfreich sind:

  • Google Alerts und Twitter Alerts helfen beim Finden von Gründen, Gespräche anzufangen, indem man wichtige Events verfolgt.
  • SocialToo hilft beim Tracken neuer und verlorener Follower.
  • GeoChirp ist praktisch, wenn man seinen Fokus auf eine spezielle Region legt.
  • TubeMogul hilft beim Verteilen und Tracken von Videos.
  • Twellow ist eine Art „Gelbe Seiten“ für Twitter. So kann man neue Nutzer finden.
  • Mit SproutSocial kann man relevante Diskussionen von potenziellen und bestehenden Kunden im Netz finden und monitoren.

Anmerkung: In Anlehnung an einen Artikel von SocialMediaExaminer.

7 Level des Social Media Engagement

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Wer mit seinem Unternehmen zum Social Media Experten aufsteigen möchte, muss 7 Entwicklungsstufen durchwandert haben. Manche Unternehmen stecken noch in der Phase der Beschallung fest oder setzten ihre gesamte Energie für die Analyse der Community ein. In diesem – teils ironischen – Artikel erkennt sich vielleicht das ein oder andere Unternehmen wieder und merkt, dass es noch ein paar Schritte gehen muss, um die Vorteile des Social Media Universums zu entdecken.

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Phase 0: Was ist Social Media?

Social Media? Facebook? Noch nie gehört. Eine Website war einmal geplant, aber als zu teuer befunden und abgesetzt. Telefone reichen doch vollkommen aus.

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Phase 1: Interne Einstellung zu Social Media

Social Media ist Zeitverschwendung. Facebook und Twitter sind für Mitarbeiter blockiert, auch während der Mittagspause. Da auf LinkedIn ein Mitarbeiter einen neuen Job fand, ist es ebenfalls gesperrt. Auf YouTube kann man zwar mit den Unternehmens-Handy zugreifen – aber nur, weil die IT nicht merkt, dass man so die Firewall umgehen kann.

Die Richtlinien des Unternehmen beinhalten hauptsächlich Dinge, die man nicht machen darf: Keine Kommentare auf Blogs hinterlassen, keine Social Sites während der Arbeitszeit besuchen, nicht direkt mit den Kunden oder der Presse sprechen, alles vorher von der PR-Abteilung genehmigen lassen, und schon gar nicht ungefragt über das Unternehmen auf Twitter oder Facebook sprechen. Ein interner Blog, ein Wiki und ein Wissensmanagement-System sind seit längerem geplant und der CEO hätte schon gerne eine iPhone-App. Irgendwann..

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Phase 2: Social Media Monitoring und Zuhören

An diesem Punkt verwechselt das Unternehmen Zuhören mit Interagieren. Consultants werden eingeladen um Workshops zu halten, man investiert Geld in Social Media Monitoring Tools, mit denen eine Unmenge an Reports erstellt werden, die viele Analysen, Schaubilder, Zahlen, Statistiken und Empfehlungen zum „weitern Vorgehen“ beinhalten, was Keywords, Suchmaschinen und Sentiment Analysen der Marke, Produkte oder Services betrifft. Kurz: Es wird sehr viel zugehört, aber keine Anstrengung unternommen, bei den Gesprächen dabei zu sein. Die Community weiß nicht, dass sie abgehört wird, was sie aber auch nicht weiter stört.

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Phase 3: Social Media als Sende-Medium

Die Inhalte der Unternehmens-DVDs könnte man doch auf YouTube stellen! Interviews mit dem CEO, Ankündigungen aus einem Nischenmarkt und der extrem teure TV-Spot sollten unbedingt auf YouTube veröffentlicht werden. Aber Kommentare sollten nicht erlaubt sein, genauso wenig wie die Einbett-Funktion – wer weiß, wer das weiterverwendet. YouTube hat ein Analyse-Programm? Jedenfalls schön, dass unsere Videos nach 6 Monaten schon 100 Views haben.

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Phase 4: Social Media für die virale Verbreitung

Es wird etwas Geld für eine „Viral-Video-Kampagne“ ausgegeben, da das „heutzutage so gut wie Fernsehen funktioniert“ und viele Zuschauer bringt. Eine Agentur erstellte den Inhalt und eine Agentur verbreitete den Inhalt. Das einzige, was das Netzwerk tun muss, ist das Video weiterleiten. Wenn das Video verschroben, unverschämt oder anstößig ist, wird es schon klappen. Aus der Community kommt kein Feedback zurück zum Unternehmen, außer der Anzahl an Leuten, die das Video, Foto oder die App geteilt, als Favorit markiert oder „like“ geklickt haben. Die Community ist schließlich nur dafür da, das Material zu verbreiten, aber das bitte schön leise.

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Phase 5: Social Media Kampagnen

Das Unternehmen hat beschlossen, nun doch das Risiko einzugehen und mit den Kunden zu interagieren. Versuchen kann man es ja mal. 6 Wochen lang wird man eine Facebook-Seite, ein Twitter-Account und ähnliches unterhalten um kurzzeitige Aktionen durchzuführen, wie einen Wettbewerb oder ein kurzes Event. Nach den 6 Wochen ist es vorbei. Unglücklicherweise benannte man die Facebook-Seite und den Twitter-Account nach der Kampagne und nicht nach dem Unternehmen oder dem Produkt, sodass alles gelöscht und verloren ist – auch die Verbindungen zu den 1000 Twitter Followern und der Facebook-Inhalt. Die Community beschließt, nächstes Mal nicht mehr Fan der Seite zu werden, und das Internet hat ein paar weitere „tote“ Accounts.

Die Supermarkt-Kette Coles sammelte für eine Gutschein-Aktion über 3.000 Follower auf Twitter und gab den Account auf. Das sollte man wirklich vermeiden, denn Twitter-Accounts kann man umbenennen und für andere Aktionen verwenden. Coles verbrachte 2 Jahre damit, diese Follower zu suchen und auf den Twitter-Firmen-Account @colesonline (mit jetzt 2800 Followern) zu holen.

Auch die deutsche Bahn produzierte mit ihrer 2-Wochen Chefticket-Aktion ebenfalls einen toten Facebook-Account – und das obwohl die Seite über 58.000 Fans sammelte!

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Phase 6: Zusammenarbeit dank Social Media

Die Marke kontrolliert immer noch die Medien, doch mittlerweile ist eine Zweiweg-Kommunikation daraus geworden. So traut sich das Unternehmen der Community Fragen zu stellen: Bitte helft uns beim Design eines Produkts, sagt uns was wir verbessern können, kreiert einen Werbespot für uns. Der Anstoß zu diesen Aktionen kam wohl nicht aus der Community selbst, sondern aus der Marketing-Abteilung des Unternehmens, doch wurde der Weg geöffnet. Vielleicht hatte die Community auch die Idee, doch das Unternehmen strukturierte und kontrollierte den Ablauf und die Antworten. Es erteilte der Community die „Erlaubnis“ Inhalte zur Aktion zu erstellen.

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Phase 7: Die Community treibt den Commerce voran

Man stelle sich vor, eine Person möchte bei einer Bank einen Kredit aufnehmen. Die Person stellt die Anfrage und eine Community analysiert den Antrag und erstellt den passenden Zinssatz, von den paar Tausend Mitgliedern spendet jeder ein bis zwei Euro. Wie sehr kümmert sich die Bank dann noch um die Produkte und Serviceleistungen? Oder stellt die Bank einfach nur die Plattform zur Verfügung? Genau das machen Social Media Banken wie Prosper und Zopa. Ähnlich geht Etsy im Bereich Design und Schmuck vor. Redbubble ist für Kunstwerke zuständig, und bei Freelancer.com, Guru.com, usw. erstellen die Community-Mitglieder Job-Aufgaben und andere bieten dafür. Unternehmen stellen nur noch die Plattformen zur Verfügung, treten in den Hintergrund, lösen in seltenen Fällen heikle Probleme und lassen die Gemeinschaft den Handel eigenständig abwickeln.

Twitter Marketing Leitfaden

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Follower auf Twitter gewinnt man leichter als Fans auf Facebook, heißt es oft. Ein großer Vorteil von Twitter ist es in jedem Fall, dass man mit potentiellen Kunden in Verbindung treten kann, noch bevor sie Fan der Unternehmensseite sind.

Doch wie erstelle ich ein Twitter-Profil und entwickle eine erfolgreiche Twitter Marketing Strategie? Hier ein paar grundlegende Tipps, aber auch neue Ideen für erfahrene Twitter-User.

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Was macht meine Konkurrenz?

 

Wer neu ist auf Twitter und noch nicht weiß, wem er folgen soll, kann zunächst einmal die Konkurrenz unter die Lupe zu nehmen. Es finden sich garantiert ähnliche Unternehmen, Blogger oder Selbstständige aus meiner Branche, die Twitter für sich nutzen. Meist gibt es Hinweise auf deren Homepage, oder man nutzt Verzeichnisse wie Twellow oder Wefollow um Twitter-User nach Branchen sortiert zu finden.

Hier sollte man von den besten Beispielen lernen. Als Bäckereibesitzer bringt es mir nicht viel dem Konkurrenten nebenan zu folgen, der nur 3 Follower hat. Besser man sucht sich eine Bäckerei in einer größeren Stadt mit vielen Followern und beobachtet, was sie macht. Was scheint zu funktionieren, was kommt weniger gut an?

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Grundlegende Profil-Elemente festlegen

 

Bevor man sich Follower sucht, sollte man sich zunächst seinem eigenen Profil widmen. Wichtig sind folgende Elemente:

Persönliches Hintergrund-Design: Kommt ein Kunde zum ersten Mal auf das Twitter-Profil, sollte er eine gut gemachte Seite vorfinden, die die Marke auch widerspiegelt.

Prägnante und informative Biographie: 160 Zeichen stehen zur Verfügung um sich selbst zu beschreiben und das, was andere erhalten, wenn sie Follower werden. Das sollte interessant und überzeugend sein!

Profilbild: Den schlichten Twitter-Symbolen will niemand folgen. Genauso wenig einem Logo (es sei denn, es ist ein sehr bekanntes und beliebtes). Was die Menschen sehen wollen, ist die Person hinter dem Profil. Bei Social Media geht es um Beziehungen, und die Nutzer wollen mit anderen Menschen Kontakte knüpfen nicht mit Unternehmen oder einer Software.

Tolle Tweets: User folgen einem, wenn sie die neuesten Tweets überzeugend finden. Kommen sie auf das Profil, sehen sie sich meist die letzten 20 Tweets an. Diese Tweets sollten zeigen, dass man mit anderen interagiert und ihnen Mehrwert durch interessante Inhalte gibt. Verkaufsorientierte Tweets in Eigenwerbung sollten hier weniger vorherrschend sein.

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Die richtigen Follower finden

 

Hat man sein Profil erstellt und ein paar gute Tweets veröffentlicht, sollte man sich nun nach den passenden Followern umsehen, die sich für Inhalte aus der eigenen Branche interessieren. Hier bieten sich die schon erwähnten Verzeichnisse Twellow und Wefollow an.

Bei TwitterCounter Search gibt man ein Keyword ein und erhält eine Liste der User zu denen das Keyword passt sowie deren Anzahl an Follower und wie vielen Usern sie folgen.

Ist das Follower / Following Verhältnis eines Users in etwa 1:1, kann man davon ausgehen, dass sie eine Follow-Back Applikation haben: Folgt mir jemand folge ich ihm automatisch auch.

Mit Listorious kann ich Twitterlisten durchstöbern, die andere User aus meiner Branche zusammengestellt haben.

Mittlerweile gibt es viele Applikationen, die den Following-Prozess automatisieren. Eine der beliebtesten ist Twitter Adder. Diese Software findet und folgt neuen Usern, die zu festgelegten Stichwörtern passen. Folgen diese User mir nicht ebenfalls innerhalb einer bestimmten Zeit, werde ich automatisch wieder „entfolgt“.

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Follower über die eigene Online-Präsenz generieren

 

Hat man eine Website, einen Blog, E-Mail-Newsletter oder andere Online-Präsenzen, kann man die sich dort tummelnden Nutzer, auf den Twitter-Account holen, indem man z.B. seinen Twitter-Link anhängt (in der E-Mail Signatur, Forum-Signatur oder im Facebook-Profil).

Für den Blog eignet sich der Retweet Button von Twitter, der neben jedem Blog-Post erscheint und es den Lesern erlaubt, diese Artikel auf Twitter weiterzuleiten. Danach wird der Leser gefragt, ob er dem Unternehmen folgen möchte. 

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Direkte Nachrichten versenden

 

Hat man nun einige Follower, gilt es, in Beziehung zu ihnen zu treten. Eine Möglichkeit Kontakt herzustellen sind direkte Nachrichten. Viele Nutzer stehen dieser Möglichkeit skeptisch gegenüber, da schnell ein Spam-Bezug hergestellt wird. Dieser entsteht, wenn in den Nachrichten, das Produkt oder der Service ohne Umwege beworben wird oder man sich in deren Mailing-Liste eintragen soll (als Teaser werden kostenlose eBooks und ähnliches geboten). So würde man in einem persönlichen Gespräch niemals vorgehen. Besser ist es, wenn man dem neuen Follower dankt, dass er einem folgt. Oder man fragt ihn, was er von dem Unternehmen erwartet, welche Art Tweets ihn interessieren, etc.

Die Nachrichten sollten auf den Follower zugeschnitten sein, was schwierig wird, wenn man jeden Tag viele neue Follower bekommt. Hier helfen automatische Services weiter.

Auf kostenlosen Services wie Social Oomph kann man sich registrieren und jedem neuen Follower automatisch eine direkte Nachricht schicken lassen. Auch hier: nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und das eigene Produkt preisen. Wenn es möglich ist, den Nutzer anschließend immer so gezielt wie möglich ansprechen, wenn er auf die Nachricht antwortet.

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Was kann automatisiert werden, was muss man selbst machen?

 

Social Media und Automatismus schließen sich eigentlich gegenseitig aus. Denn es gibt nichts Schlimmeres, als auf Twitter zu merken, dass ein Account nur ein automatischer Bot ist. Manche Dinge lassen sich jedoch hervorragend automatisch managen.

Ein Service ist zum Beispiel TwitterFeed. Der eigene Twitter-Account veröffentlicht hier immer dann einen Tweet, wenn der Lieblings-Blog einen Artikel gepostet hat. Man nutzt dafür deren RSS Feed. Am Ende des Tweets kann man den eigenen Unternehmensnamen anfügen und beweist damit Loyalität gegenüber dem Blog-Besitzer, was durchaus zu Kooperationen führen kann.

Ein weiterer Service ist Tweet Old Posts. Dieses Plugin tweetet Posts aus dem eigenen Blog-Archiv an die Follower, sodass neue Follower Inhalte sehen, die sie verpasst haben.

Die beiden Services haben den Vorteil, dass sie den Account aktiv halten, wenn man selbst gerade keine Zeit hat, sich um ihn zu kümmern. Jedoch sollte nicht vergessen werden, dass direkte Antworten @Username am besten beweisen, dass kein Roboter hinter dem Account steht. Also nicht nur tweeten sondern auch zuhören!

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Zuhören auf Twitter durch Suchen und Listen

 

Eines der besten Management Tools um auf Twitter zuzuhören ist HootSuite. Damit kann man mehrere Tabs mit bis zu 6 Streams erstellen. Die Tabs können Erwähnungen der eigenen Marke anzeigen oder nach anderen Keywords suchen.

Twitter Suche

Auf Twitter nach bestimmten Keywords zu suchen, kann sehr aufschlussreich sein. Verkauft man z.B. Autozubehör, kann man mit HootSuite eine Suche nach „guter Auspuffdämpfer?“ starten um alle Tweets zu sehen, die danach fragen. Ein Blogger im Bereich Essen kann mit HootSuite z.B. nach „Plätzchen Rezept?“ suchen. Dem Sender kann man dann eine Antwort schicken mit einem Link auf die eigene Website.

Die Advanced Twitter Suche kann noch detaillierter z.B. nach Keywords in einem bestimmten Umkreis suchen.

Twitter Listen

Twitter Listen können bis zu 500 User beinhalten, die man monitoren kann. Eine gute Möglichkeit um Meinungsführer der eigenen Branche zu beobachten. Die Listen kann man auf HootSuite erstellen, indem man eine neue Kolumne zu einem der Tabs hinzufügt, eine neue Liste erstellt und User hinzufügt.

Formulists ist ein neuer Service, der automatisch Twitter Listen erstellt, sortiert nach Ort der Follower, deren Keywords in ihrer Biographie, neueste Updates, usw.

Monitoring des Unternehmens und der Marke

 

Um seine Online Reputation zu überprüfen, kann man ebenfalls mit HootSuite Erwähnungen des Unternehmens, der Marke oder Website, des Blog oder der Produkte verfolgen, indem man eine Keyword-Suche kreiert. So erkennt man Fürsprecher oder kann schnell auf negative Kommentare reagieren.

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Trend-Themen und Hashtags

 

Heftet man an seine Tweets einen aktuell beliebten Hashtag (#Keyword), kann man seinen Bekanntheitsgrad im Twitter-Universum über die eigene Followerschaft hinaus ausdehnen. Die 10 aktuell beliebtesten Hashtags werden am rechten Rand der Twitter-Homepage angezeigt und können nach Ort eingegrenzt werden. Ist ein Trend dabei, der zur eigenen Marke passt, kann man auf den Zug aufspringen: Die Tweets mit diesem Hashtag werden von jedem gesehen, der dieses Thema verfolgt. Eine gute Möglichkeit um neue Follower und Traffic für die Homepage zu generieren.

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Twitter Chats

 

Zum Schluss gibt es noch die Möglichkeit mit der Twitter-Community zu kommunizieren, wenn man an relevanten Twitter-Chats teilnimmt. In diesem Google Spreadsheet stehen aktuelle und regelmäßige Termine. Auch auf diese Weise kann man gezielt neue Follower gewinnen.