7 Level des Social Media Engagement

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Wer mit seinem Unternehmen zum Social Media Experten aufsteigen möchte, muss 7 Entwicklungsstufen durchwandert haben. Manche Unternehmen stecken noch in der Phase der Beschallung fest oder setzten ihre gesamte Energie für die Analyse der Community ein. In diesem – teils ironischen – Artikel erkennt sich vielleicht das ein oder andere Unternehmen wieder und merkt, dass es noch ein paar Schritte gehen muss, um die Vorteile des Social Media Universums zu entdecken.

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Phase 0: Was ist Social Media?

Social Media? Facebook? Noch nie gehört. Eine Website war einmal geplant, aber als zu teuer befunden und abgesetzt. Telefone reichen doch vollkommen aus.

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Phase 1: Interne Einstellung zu Social Media

Social Media ist Zeitverschwendung. Facebook und Twitter sind für Mitarbeiter blockiert, auch während der Mittagspause. Da auf LinkedIn ein Mitarbeiter einen neuen Job fand, ist es ebenfalls gesperrt. Auf YouTube kann man zwar mit den Unternehmens-Handy zugreifen – aber nur, weil die IT nicht merkt, dass man so die Firewall umgehen kann.

Die Richtlinien des Unternehmen beinhalten hauptsächlich Dinge, die man nicht machen darf: Keine Kommentare auf Blogs hinterlassen, keine Social Sites während der Arbeitszeit besuchen, nicht direkt mit den Kunden oder der Presse sprechen, alles vorher von der PR-Abteilung genehmigen lassen, und schon gar nicht ungefragt über das Unternehmen auf Twitter oder Facebook sprechen. Ein interner Blog, ein Wiki und ein Wissensmanagement-System sind seit längerem geplant und der CEO hätte schon gerne eine iPhone-App. Irgendwann..

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Phase 2: Social Media Monitoring und Zuhören

An diesem Punkt verwechselt das Unternehmen Zuhören mit Interagieren. Consultants werden eingeladen um Workshops zu halten, man investiert Geld in Social Media Monitoring Tools, mit denen eine Unmenge an Reports erstellt werden, die viele Analysen, Schaubilder, Zahlen, Statistiken und Empfehlungen zum „weitern Vorgehen“ beinhalten, was Keywords, Suchmaschinen und Sentiment Analysen der Marke, Produkte oder Services betrifft. Kurz: Es wird sehr viel zugehört, aber keine Anstrengung unternommen, bei den Gesprächen dabei zu sein. Die Community weiß nicht, dass sie abgehört wird, was sie aber auch nicht weiter stört.

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Phase 3: Social Media als Sende-Medium

Die Inhalte der Unternehmens-DVDs könnte man doch auf YouTube stellen! Interviews mit dem CEO, Ankündigungen aus einem Nischenmarkt und der extrem teure TV-Spot sollten unbedingt auf YouTube veröffentlicht werden. Aber Kommentare sollten nicht erlaubt sein, genauso wenig wie die Einbett-Funktion – wer weiß, wer das weiterverwendet. YouTube hat ein Analyse-Programm? Jedenfalls schön, dass unsere Videos nach 6 Monaten schon 100 Views haben.

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Phase 4: Social Media für die virale Verbreitung

Es wird etwas Geld für eine „Viral-Video-Kampagne“ ausgegeben, da das „heutzutage so gut wie Fernsehen funktioniert“ und viele Zuschauer bringt. Eine Agentur erstellte den Inhalt und eine Agentur verbreitete den Inhalt. Das einzige, was das Netzwerk tun muss, ist das Video weiterleiten. Wenn das Video verschroben, unverschämt oder anstößig ist, wird es schon klappen. Aus der Community kommt kein Feedback zurück zum Unternehmen, außer der Anzahl an Leuten, die das Video, Foto oder die App geteilt, als Favorit markiert oder „like“ geklickt haben. Die Community ist schließlich nur dafür da, das Material zu verbreiten, aber das bitte schön leise.

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Phase 5: Social Media Kampagnen

Das Unternehmen hat beschlossen, nun doch das Risiko einzugehen und mit den Kunden zu interagieren. Versuchen kann man es ja mal. 6 Wochen lang wird man eine Facebook-Seite, ein Twitter-Account und ähnliches unterhalten um kurzzeitige Aktionen durchzuführen, wie einen Wettbewerb oder ein kurzes Event. Nach den 6 Wochen ist es vorbei. Unglücklicherweise benannte man die Facebook-Seite und den Twitter-Account nach der Kampagne und nicht nach dem Unternehmen oder dem Produkt, sodass alles gelöscht und verloren ist – auch die Verbindungen zu den 1000 Twitter Followern und der Facebook-Inhalt. Die Community beschließt, nächstes Mal nicht mehr Fan der Seite zu werden, und das Internet hat ein paar weitere „tote“ Accounts.

Die Supermarkt-Kette Coles sammelte für eine Gutschein-Aktion über 3.000 Follower auf Twitter und gab den Account auf. Das sollte man wirklich vermeiden, denn Twitter-Accounts kann man umbenennen und für andere Aktionen verwenden. Coles verbrachte 2 Jahre damit, diese Follower zu suchen und auf den Twitter-Firmen-Account @colesonline (mit jetzt 2800 Followern) zu holen.

Auch die deutsche Bahn produzierte mit ihrer 2-Wochen Chefticket-Aktion ebenfalls einen toten Facebook-Account – und das obwohl die Seite über 58.000 Fans sammelte!

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Phase 6: Zusammenarbeit dank Social Media

Die Marke kontrolliert immer noch die Medien, doch mittlerweile ist eine Zweiweg-Kommunikation daraus geworden. So traut sich das Unternehmen der Community Fragen zu stellen: Bitte helft uns beim Design eines Produkts, sagt uns was wir verbessern können, kreiert einen Werbespot für uns. Der Anstoß zu diesen Aktionen kam wohl nicht aus der Community selbst, sondern aus der Marketing-Abteilung des Unternehmens, doch wurde der Weg geöffnet. Vielleicht hatte die Community auch die Idee, doch das Unternehmen strukturierte und kontrollierte den Ablauf und die Antworten. Es erteilte der Community die „Erlaubnis“ Inhalte zur Aktion zu erstellen.

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Phase 7: Die Community treibt den Commerce voran

Man stelle sich vor, eine Person möchte bei einer Bank einen Kredit aufnehmen. Die Person stellt die Anfrage und eine Community analysiert den Antrag und erstellt den passenden Zinssatz, von den paar Tausend Mitgliedern spendet jeder ein bis zwei Euro. Wie sehr kümmert sich die Bank dann noch um die Produkte und Serviceleistungen? Oder stellt die Bank einfach nur die Plattform zur Verfügung? Genau das machen Social Media Banken wie Prosper und Zopa. Ähnlich geht Etsy im Bereich Design und Schmuck vor. Redbubble ist für Kunstwerke zuständig, und bei Freelancer.com, Guru.com, usw. erstellen die Community-Mitglieder Job-Aufgaben und andere bieten dafür. Unternehmen stellen nur noch die Plattformen zur Verfügung, treten in den Hintergrund, lösen in seltenen Fällen heikle Probleme und lassen die Gemeinschaft den Handel eigenständig abwickeln.

Die Anatomie der perfekten Landing Page

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Auf Landeseiten hat man nur etwa 5 bis 10 Sekunden Zeit, den Besucher von sich zu überzeugen. Diese kurze Zeit muss optimal genutzt werden, sonst verlässt der Nutzer die Seite wieder. Welche Merkmale muss eine gute Landing Page haben um Interesse und Vertrauen zu wecken?

Eine genaue Formel für perfekte Landing Pages existiert zwar nicht, doch gibt es ein paar Regeln, die man beim Aufbau beachten sollte. Natürlich muss man auch permanent testen, wie Änderungen bei der Zielgruppe ankommen, um die Seite zu optimieren. Hier ein paar Tipps für den Start:

1. Seitenüberschriften und Werbetext

  • Die Headline der Landing Page und die Wortwahl der Textanzeigen sollten zueinander passen. Der Nutzer kam ja mit speziellen Erwartungen auf die Seite.
  • Die AdWords Score gibt Auskunft über die Kosten pro Klick. Je größer die Übereinstimmung zwischen Werbeanzeige und Seitentext, desto besser die Score.

 

2. Klare und prägnante Überschriften

  • Das Erste was ein Besucher liest, sind die Überschriften. Sie dürfen nicht verwirren oder langweilen, sondern sollten den Besucher zu einem genaueren Hinsehen animieren.
  • Überschriften, die einen genauen Punkt thematisieren, erhalten mehr Aufmerksamkeit, als vage und schwammige Headlines. 

 

3. Einwandfreie Grammatik

  • Leider kommt es häufiger vor als man denkt, dass ein Händler seine Besucher zum Kauf aufruft, nach persönlichen Informationen oder Rechnungsadressen fragt und dabei Fehler in Grammatik oder Rechtschreibung macht. Vertrauen kann so nicht aufgebaut werden.

 

4. Vertrauensindikatoren nutzen

  • Eine wirkungsvolle Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen, ist es, Testimonials, Pressemitteilungen, Qualitätssiegel oder Sicherheitszertifikate einzubauen.
  • Das Optik-Unternehmen ACLens steigerte durch den Einbau des digitalen Zertifikats „VeriSign“ seine Konversion-Rate um 41% und die Einnahmen um 58%.

 

5. Starker Handlungsaufruf

  • Nachdem ein Besucher die Überschrift der Landing Page gelesen hat, muss er wissen, was er als nächstes tun kann.
  • Mozilla Firefox änderte sein Call-to-Action von „Try Firefox 3“ zu „Download Now – Free“ und steigerte damit die Downloads um 3,6% (500 zusätzliche Downloads während der Testphase).

 

6. Sichtbare Buttons und Handlungsaufrufe

  • Nach welche Keywords sucht meine Zielgruppe? Auch Wörter wie „Gratis“, „Kostenlos“, „Neu“ oder „Jetzt downloaden“ können verwendet werden.
  • Die Conversion-Buttons sollten sofort ins Auge fallen und direkt neben oder unter dem Handlungsaufruf platziert sein. Oder der Handlungsaufruf ist selbst der Button. Der Button sollte groß und hell sein und nicht erst durch Scrollen zu finden sein.
  • Orange oder Gelb sind gute Signal-Farben für Call-to-Action Buttons.

 

7. Nicht zu viele Links

  • Links, die den User auf zu viele andere Seiten führen, lenken ihn ab und wirken sich negativ auf die Conversion-Rate aus. Das Angebot soll schließlich im Mittelpunkt stehen.
  • Viele Links sind vielleicht bei einer normalen Homepage sinnvoll, auf einer Landing Page sollte aber Schlichtheit vorherrschen.

 

8. Textbezogene Bilder und Videos

  • Motivierende Videos von Testimonials oder Produktbilder auf der Page haben einen positiven Einfluss auf die Besucher und liefern den Kunden zusätzliche Produktinfos.

 

9. Wichtige Informationen ohne Scrollen

  • Die wichtigsten Teile der Webpage sollte der Besucher sehen ohne scrollen zu müssen.
  • Auch der Call-to-Action Button muss oben sein. Man darf nicht nach ihm suchen.

 

10. Optimiere über die Zeit

  • Die Landing Page sollte nach und nach optimiert werden. Am besten, man probiert verschiedene Versionen aus: Änderungen am Text und Design, der Bilder oder der Handlungsaufrufe sollten verglichen werden mit Änderungen des Nutzerverhaltens.

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Der Einfluss von Farben

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Auch Farben haben eine große Wirkung auf das Nutzerverhalten. Sie können die Verweildauer der Besucher erhöhen oder auch langweilen und sogar abschrecken.

Studie: Marken lassen Chancen bei Facebook ungenutzt

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Die meisten internationalen Marken nutzen Facebook vorrangig für eine Einweg-Kommunikation. Damit bleiben die Möglichkeiten des sozialen Netzwerks für den Aufbau und die Intensivierung von Kundenbeziehungen nahezu ungenutzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney, in der die Facebook-Auftritte der 50 weltweit größten Marken untersucht wurden.

Im Untersuchungszeitraum November und Dezember 2010 blieben 89 Prozent aller Nutzer-Einträge auf den Facebook-Seiten führender Marken unbeantwortet. Außerdem scheinen viele Unternehmen das offene Verbraucher-Feedback zu scheuen: Mit einer einzigen Ausnahme haben alle Top-Marken ihre Pinnwand mit einem Filter versehen.

Einen wesentlichen Grund für die Zurückhaltung der Unternehmen sehen die A.T. Kearney-Experten in der Angst vor einem möglichen Kontrollverlust. Positive Resonanz ernten auf Facebook vor allem jene Unternehmen, die eine emotionale Verbindung zum Nutzer aufbauen. Wichtig ist außerdem die Bereitstellung entsprechender finanzieller und personeller Ressourcen.

„Mit 600 Millionen Nutzern ist Facebook heute das größte soziale Netzwerk weltweit. Bereits 2010 waren 30 Prozent der Weltbevölkerung mit Online Zugang auch auf Facebook präsent. Dennoch zeigt sich deutlich, dass die Facebook-Aktivitäten vieler Top-Marken heute noch in den Kinderschuhen stecken“, sagt Dr. Martin Fabel, Partner in der Marketing and Sales Practice von A.T. Kearney.

Geringe Interaktion, wenig Transparenz

Im Untersuchungszeitraum November und Dezember 2010 waren fünf der Top-Marken auf Facebook überhaupt nicht präsent. Von den weiteren 45 wurden 89 Prozent aller Nutzer-Einträge nicht beantwortet. Insgesamt sind im Rahmen der Studie rund 1.000 Facebook-Einträge und knapp 61.000 Antworten untersucht worden. Nur 11 Unternehmen beantworteten mehr als einen Nutzer-Eintrag. Lediglich in 15 Prozent der Antworten wurde der Nutzer zum weiteren Dialog animiert und in 17 Prozent der Antworten mit Namen angeschrieben.

Sieben der analysierten Top-Marken haben ihre Pinnwand so eingestellt, dass nur das Unternehmen darauf Nachrichten posten kann, nicht jedoch die Nutzer. Letztere haben lediglich die Möglichkeit, auf Einträge des Unternehmens zu antworten. Die überwiegende Mehrheit der Firmen hat sich außerdem für eine gefilterte Darstellung ihrer Pinnwand entschieden, bei der einzelne Einträge ausgeblendet werden können. Nur ein einziges Unternehmen hat alle Einträge offengelegt.

Fabel erklärt: „Die rasante Entwicklung der sozialen Netzwerke hat das tradierte Marketing-Regelwerk in kürzester Zeit auf den Kopf gestellt. In sozialen Netzwerken gelten andere Regeln, die im Minutentakt neu geschrieben werden. Zu oft wird Facebook noch als kommunikative Einbahnstraße verstanden. Wichtig ist jedoch, sich mit allen Möglichkeiten des Netzwerkes auseinanderzusetzen, um dann die zum Unternehmen oder Produkt passende Strategie zu entwickeln.“

Die Analyse der Pinnwand-Einträge, die zu 34 Prozent von Unternehmen und zu 66 Prozent von Verbrauchern stammten, hat darüber hinaus ergeben: 27 Prozent der Einträge waren Spam, 35 Prozent enthielten Lob, 8 Prozent Beschwerden. Weitere 12 Prozent enthielten Antworten auf Posts anderer Verbraucher und 11 Prozent beinhalteten Fragen.

Von den betrachteten Unternehmen verzeichneten 25 drei Mal so viele Einträge von Verbrauchern wie von Unternehmen. Bei den übrigen 20 waren es vier Mal so viele Firmen- wie Verbrauchereinträge. Das spricht dafür, dass es diesen Unternehmen noch nicht gelungen ist, das Social Media-Potenzial voll auszuschöpfen.

Werbebotschaften beim Nutzer am beliebtesten

Beim Verbraucher haben sich besonders die werblichen Unternehmens-Einträge als besonders beliebt erwiesen, in denen Coupons, Preise oder andere Vergünstigungen und Zusatzleistungen angeboten wurden. 75 Prozent aller werblichen Unternehmenseinträge erhielten ein „Like“. Die geringste Aufmerksamkeit indes erzielten die rein informativen Einträge. Insgesamt machten werbliche Posts 71 Prozent aller Unternehmenseinträge aus.

Emotionale Brücke zum Verbraucher schlagen

Ein wesentlicher Grund für die Zurückhaltung vieler Unternehmen liegt in der Angst vor einem möglichen Kontrollverlust. „Naturgemäß können sich Kundenäußerungen im Internet wie ein Lauffeuer verbreiten – Dies kann Fluch und Segen zugleich sein. Doch so oder so: Die Unternehmen werden nicht darum herumkommen, sich dieser Herausforderung zu stellen“, erklärt Fabel.

Darüber hinaus hat die Analyse der Faktoren, die einen erfolgreichen Facebook-Auftritt ausmachen, ergeben: Besonders Erfolg versprechend sind die Ansätze, mit denen es gelingt, eine emotionale Brücke zum Verbraucher zu schlagen. So setzen einzelne Unternehmen ganz bewusst auf das Bedürfnis nach Nostalgie und den Wunsch vieler Verbraucher, zu Menschen, Produkten oder Veranstaltungen aus früheren Lebensphasen zurückzufinden. Andere fordern die Nutzer direkt auf, ihre Meinung abzugeben etwa zu neuen Produkten oder Anwendungen. Bewährt hat sich außerdem, über den Facebook-Auftritt den Nutzer an gemeinnützigen Projekten zu beteiligen.

Zusätzliche Ressourcen erforderlich

Social Media wie Facebook haben enormes Potenzial, Marketingverantwortliche beim Aufbau von langfristigen Kundenbeziehungen zu unterstützen. Nicht nur als Marketingkommunikations- sondern auch als Absatz- und Servicekanal werden sie zukünftig eine immer größere Rolle spielen. Dazu Fabel: „Viele Unternehmen sind zur Stunde organisatorisch noch nicht richtig aufgestellt, um sich ins Social Web zu wagen. Wer sich auf Plattformen mit Echtzeitkommunikation begibt, muss auch in der Lage sein, schnell zu reagieren. Dafür sollten entsprechende zusätzliche Ressourcen bereitgestellt werden.“

Wer nun denkt, er müsse zahlreiche neue Mitarbeiter einstellen, hat weit gefehlt: Der Online-Auftritt von Southwest Airlines – oft als Paradebeispiel für gelungene Social Media Präsenz angeführt – ist zwar enorm: 12 Millionen Website-Besucher im Monat, 1 Million Twitter-Follower und 1,3 Facebook-Fans, doch all dies wird von nur 5 Mitarbeitern gemanagt und gemonitort!

8 Tipps für erfolgreiche Unternehmens-Blogs

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Bloggen ist essentieller Bestandteil einer erfolgreichen Social Media Marketing Strategie. Doch viele Unternehmen sind unsicher, was den Inhalt der Posts betrifft, den richtigen Zeitpunkt oder das Gewinnen und Halten von Lesern.

Hier sind 8 Tipps, die jeder Blog-Experte wissen sollte:

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1. Messe deinen Erfolg

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Wenn man für ein Unternehmen bloggt und nicht über seine Katze oder Shopping-Sucht, dann braucht man Kennzahlen, die Aufschluss über den Erfolg geben. Ohne Statistiken steht man recht einsam am Rand der Online-Welt und weiß nicht, ob und wie viele Nutzer der gepostete Inhalt interessiert.

Zahlreiche Messmethoden stehen deshalb zur Verfügung. Welche man wählen soll, hängt davon ab, welches Ziel mit dem Blog verfolgt werden soll. Man sollte sich deshalb die Frage stellen: Warum blogge ich? Eine einfache Frage, die viele Blogger jedoch häufig nicht klar beantworten können.

3 Gründe stehen zur Auswahl:

Bloggen um Content zu generieren

In diesem Fall liegt der Schwerpunkt auf Suchmaschinen-Optimierung um mit der gezielten Auswahl von Themen und dem Einfügen von Keywords viele Besucher auf die Seite zu locken. Die zu messende Kennzahl lautet Traffic aus Zugriffsquellen.

Bloggen um den Verkauf zu steigern

Ähnlich wie der erste Grund, doch Blogs, die den Handel ankurbeln sollen, konzentrieren sich eher auf Conversions als auf Traffic-Erzeugung. Hauptziel ist, die Besucher auf eine andere Website zu leiten, normalerweise die Unternehmensseite oder eine Bestellseite. Die zu messenden Kennzahlen sind Leads und Conversions.

Bloggen für eine Community

Diese Blogs wollen eine dauerhafte Leserschaft aufbauen, die mit dem Blogger interagiert und über spezielle Themen spricht.

Man sollte den Hauptgrund bestimmen können, um die passenden Kennzahlen herauszufinden.

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2. Biete dich als Gastautor an

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Einer der besten Wege, seinen Blog bekannt zu machen, ist es, für andere Menschen zu bloggen.

Dafür muss man zunächst einflussreiche Blogger der eigenen Branche ausfindig machen und deren Blogs lesen. Wenn möglich, hinterlässt man passende, intelligente und durchdachte Kommentare, die die Konversationen voranbringen. Dies zieht einerseits Leser zu deinem Blog, andererseits kann man mit guten Kommentaren auch eine Gastautorschaft an Land ziehen. Es sollte für beide Seiten eine Win-win-Situation sein. Nur aus egoistischen Gründen Kommentare zu hinterlassen, fliegt sehr schnell auf und birgt nur mäßigen Erfolg.

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3. Plane Zeit und Themen im Voraus ein

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Viele Leute klagen über zu wenig Zeit und Themen-Ideen um ihren Business-Blog voranzutreiben. Damit entgeht ihnen leider ein mächtiges Marketing-Tool, das rund um die Uhr für sie arbeitet. 4 Schritte helfen beim Planen und Starten:

  1. Reserviere im Kalender eine bestimmte Zeit zum Bloggen.
  2. Plane den Inhalt im Voraus. Hierfür kann man einen „Veröffentlichungs-Kalender“ erstellen und die Themen ein bis drei Monate im Voraus festlegen.
  3. In jeder Blog-Kategorie sollten mindestens 5 Themen sein, die im Zusammenhang mit der eigenen Firma, den Produkten oder Serviceleistungen stehen.
  4. Diese Themen sollten im Kalender eingetragen werden.

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4. Füge Keywords in die Titel und Artikel ein

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Welche Keywords bringen die meisten Besucher auf meine Seite? Entwickle einen redaktionellen Plan um diese Keywords herum. Sammle dazu die Top 15 Keywords oder Wendungen und schreibe Artikel zu jedem davon. Das Wort und dessen Synonyme sollten häufig im Text genannt werden. Wichtig ist natürlich auch, dass diese 15 Keywords im Titel und in den Tags vorkommen. Diese Strategie hilft einerseits bei der Themenfindung, andererseits werden die Artikel besser von den Suchmaschinen gefunden. 

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5. Führe Interviews mit Branchen-Experten

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Engagiere einen Kameramann und gehe zur größten Messe deine Branche. Interviewe dort alle angesagten Buchautoren und führenden Experten. Es ergibt sich dadurch eine Fülle an Inhalten, über die man berichten kann. Sehen sich die Experten in den Videos, kann es durchaus sein, dass sie es an weitere wichtige Personen weiterleiten.

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6. Kreiere überzeugende Mitmach-Aktionen

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Nun hat man nette Anekdoten, Fallbeispiele, Top-10 Listen, provokative Gedanken und vieles mehr auf seinem Business-Blog. Doch was noch fehlt, ist eine Handlungsaufforderung, ein „call to action“. Welchen Schritt soll ein Besucher nach dem Lesen der Artikel gehen? Die meisten Leser werden wohl durch Eingabe von Stichworten bei Google auf der Seite gelandet sein. Für ein paar Sekunden hat man nun deren Aufmerksamkeit. Man muss ihnen im richtigen Moment etwas Unterwartetes und Relevantes bieten können. Hier ein paar überzeugende Handlungsaufforderungen:

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7. Kein Schauspielern beim Video-Bloggen

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Baut man Video-Interviews in seinen Blog ein, sollte man versuchen, natürlich zu wirken und nicht schauspielern. Das Publikum will echte Menschen sehen. Um natürlicher vor der Kamera zu werden, kann man mit vertrauten Personen die Interviews üben. Zunächst erklärt man einen einfachen Sachverhalt dieser Person ohne Kamera, dann soll diese Person die Kamera halten. Bei allen weitern Interviews stellt man sich diesen Gesprächspartner vor.

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8. Leite deine Posts automatisch auf Facebook und Twitter

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So vergrößert man die Reichweite seines Blogs zusätzlich.

5 kreative Marketing-Kampagnen mit Facebook Places

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Mit Facebook Places können User anderen mitteilen, wo sie sich gerade befinden und mit wem sie gerade zusammen sind. Zusätzlich kann man sich anzeigen lassen, welche Freunde gerade in der Nähe sind. Diesen Location Based Service können Smartphone-User seit Oktober 2010 auch in Deutschland nutzen.

Auch Unternehmen haben dank der Erweiterung Deals (vorerst nur in den USA verfügbar) das große Marketing-Potenzial von Places erkannt und erstellen Kampagnen rund um den Check-in Service. Die Vorteile:

  • Die Markenwahrnehmung wird gesteigert: Denn jedes Mal, wenn ein Facebook-User über Places an einem bestimmten Ort eincheckt (in einem Café, Restaurant, Geschäft, etc.), wird dieses Ereignis den durchschnittlichen 130 Facebook-Freunden im News-Feed mitgeteilt. Damit ist der virale Marketing-Faktor gleich integriert.
  • Neue Kunden werden angesprochen: In den Restaurants, auf der Straße, in den Geschäften oder bei Events erscheinen Deals auf dem Display der Smartphone-Besitzer. Sie werden für den Besuch mit verschiedensten Incentives belohnt.
  • Die Kundenbindung wird erhöht: Laut Facebook besuchen Nutzer das Soziale Netzwerk 28 mal pro Monat. Sie suchen dort Informationen, Gewinnspiele, Sonderangebote, Unterhaltung und Gutscheine. Mit Facebook Deals besteht die Option, loyale Kunden bzw. deren regelmäßige Check-ins zu belohnen.

So neu der Service ist, so schnell waren die Unternehmen beim Erstellen kreativer Marketing-Kampagnen rund um Facebook Places. Hier einige interessante Beispiele, in Anlehnung an Mashable.

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1. Rabatte für Check-ins

Eine simple aber effektive Methode um Places zu nutzen, ist es, Kunden bei jedem Check-in zu belohnen. Das kalifornische Premium-Shopping-Center Westfield Valley Fair wollte damit mehr Kundschaft anlocken. Jeder Kunde bekam beim Check-in einen 15 % Rabattgutschein. Der Erfolg blieb nicht aus: Es kamen mehr Kunden, und mittlerweile werden sogar 25% Rabattgutscheine via Places verteilt.

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2. Events fördern

Gerade bei besonderen Veranstaltungen lohnt sich der Einsatz von Check-ins für die Markenwerbung. Spielentwickler Electronic Arts UK entwickelte eine Places-Kampagne zu Weihnachten, genannt „Play4Xmas“. Dabei wurden sechs Events in Shopping-Zentren gepusht. Die Menschen, die zu den Events auf Places eincheckten, konnten jeden Tag bis zu 10 Videospiele gewinnen. Die Kampagne war ein großer Erfolg: Aus vielen Eventbesuchern wurden Markenbotschafter, mehrere hundert Check-ins bei jedem Event generierten über Zehntausend Impressionen bei den Facebook-Usern.

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3. Neue Orte bei einem Event festlegen

Die Sportmarke Onitsuka Tiger (Asics) sponserte das Sydney Bicycle Film Festival. Das Sportevent dauerte 4 Tage und hatte 10 unterschiedliche Veranstaltungen. Bei jeder Veranstaltung positionierte sich Onitsuka am Eingang, sodass sich die Eventbesucher auch dort registrieren und einchecken konnten – ohne den Einlass am Eingang nutzen zu müssen. Wer sich bei Onitsuka drei mal anmeldete und eine Frage zur Facebook Fanseite des Unternehmens richtig beantwortete, konnte ein Fahrrad oder eine Bike-Ausrüstung gewinnen. Schon am ersten Tag meldete sich über die Hälfte der Besucher über den Check-in von Onitsuka zum Event an.

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4. Tägliche Check-ins

Recruitment: Um neue Studenten zu finden, nutzt die University of Kentucky die Facebook-Reichweite seiner bestehenden Studenten. Dafür wurden riesige Facebook-Statuen aus Holz auf dem Campus aufgestellt, welche die Studenten dazu animieren sollen, jeden Tag bei der Universität einzuchecken. Somit tauchen diese Check-ins auch jeden Tag im News-Feed der Facebook Freunde auf. Darunter befindet sich sicherlich auch die Zielgruppe der zukünftigen Studenten.

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5. Facebook Places in einer Rangliste sammeln

Die für den britischen Tourismus zuständige Werbeagentur VisitBritain entwickelte ein interessantes Facebook Places Programm, um verschiedenste Orte und Landstriche von Großbritannien zu bewerben. Jedes Mal, wenn ein Nutzer zu einem erwähnenswerten und schönen Ort in Großbritannien kommt, soll er auf Facebook Places einchecken und eine Bewertung darüber verfassen. Dabei werden die Check-ins der Menschen gezählt und in einer Tabelle auf Facebook veröffentlicht. So entsteht ein Top 50 Ranking der beliebtesten Orte – von den Usern allein erstellt. Innerhalb von wenigen Wochen zählte die „Top 50 UK Places Seite“ mehr als 250.000 Besucher. Die Anzahl der Fans erhöhte sich um 34%.

Gap stattet Rentiere mit GPS-Sendern aus

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Eine etwas ungewöhnliche Marketing-Idee zu Weihnachten hatte die US-amerikanische Modekette Gap. Sie markierte 8 Rentiere mit GPS-Sendern, überträgt deren Laufwege live im Internet und lässt die Kunden darauf verschiedene Wetten abschließen. Wer richtig liegt, erhält Rabattgutscheine.

Die Rentiere treten in verschiedenen Wettbewerben gegeneinander an: welches ist das schnellste Rentier, das langsamste, das Rentier, welches den weitesten Weg zurück legt oder dem Nordpol am nächsten kommt. Jedes Tier ist mit einem anderen Deal für die Kunden verknüpft. Via Twitter sollen die Nutzer ihren Favoriten anfeuern.

Nachdem die Kunden auf der Project Reindeer Website das siegreiche Rentier gesehen haben, müssen sie in einem Gap-Store den Verkäufern den Namen des Tieres nennen und erhalten das Sonderangebot.