Duell im Business-Netzwerk: Neue Seite lässt Nutzer ihre Kontakte bewerten

Tags : , , , ,

Mit wem würden Sie lieber zusammen arbeiten? Diese heikle Frage wird einem von der neuen Seite namens Cubeduel.com gestellt. Man loggt sich einfach mit seinem LinkedIn-Konto ein und bekommt zwei Geschäftskontakte zur Auswahl, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden. Hier wählt man nun die Person aus, mit der man eher zusammenarbeiten würde.

Die Geschäftskontakte können ehemalige Kollegen sein oder auch derzeitige Mitarbeiter – es wird aus allen LinkedIn-Kontakten zufällig gewählt. Hat man 20 mal seine Stimme abgegeben, so wird auch angezeigt, wie andere Menschen einen bewertet haben.

Doch das ist nicht alles: Cubeduel zählt alle Stimmen zusammen und erstellt für jedes Unternehmen ein Ranking der beliebtesten Mitarbeiter. User können nach verschiedenen Unternehmen suchen, etwa Google oder SAP, und erhalten sofort eine Übersicht über die „besten“ Mitarbeiter.

Schon 2 Tage nach dem Start haben sich mehrere Tausend Nutzer angemeldet und über 50.000 Stimmen abgegeben.

Als Diss- und Lästerplattform wird die Seite wohl nicht ausarten, denn Kommentare sind nicht erlaubt und man sieht lediglich wie viel Prozent der „Duelle“ man gewonnen hat.

Eine interessante Idee, die man auch auf Xing übertragen könnte, um das schwächelnde Netzwerk wieder etwas in Gang zu bringen. Das muss derzeit nämlich einen Nutzerrückgang von 25 % (innerhalb eines Jahres) verkraften und zählt nur noch  2,4 Millionen registrierte Business-Netzwerker in Deutschland. LinkedIn kommt auf etwa 800.000 deutsche Nutzer.

LinkedIn führt Firmenbewertungen ein

Tags : , , ,

Mitglieder von LinkedIn können nun Firmen bewerten. Das Netzwerk für Geschäftskontakte nutzt damit das Know-how seiner Mitglieder als werbliche Empfehlung, die Firmen müssen allerdings dem Prozedere vorher zustimmen.

Das US-Gegenstück zu Xing lässt die Mitglieder mit dieser neuen Funktion Produkte und Firmen bewerten. Dabei werden die Expertenbeurteilungen von LinkedIn-Mitgliedern auffällig auf der Firmenseite im Portal platziert. So können sich einerseits andere Nutzer ein Bild der Firmen machen, und Unternehmen haben die Möglichkeit, sich in einem guten Licht darzustellen.

Ein interessanter Schachzug, denn viele LinkedIn-Miglieder sind Business-Experten und verfügen über ein breites Wissen in ihrer Branche, was die Bewertungen sehr authentisch und hilfreich machen kann. “Das Abgeben von vernünftigen Empfehlungen hilft Ihnen, sich professionell als Beeinflusser zu definieren und Glaubwürdigkeit bei potentiellen Arbeitgebern, Partnern oder Kollegen aufzubauen“, so Roslansky, Director, Product Management im LinkedIn-Firmenblog.

Zum Start der sogenannten „Company Pages“ sind 32 Firmen dabei, hauptsächlich aus der IT-Branche. Unter anderem Hewlett Packard, Dell und Microsoft, aber auch AT&T, Volkswagen und Citibank stellen sich den User-Bewertungen.

Diese Funktion wäre sicherlich auch eine sinnvolle Erweiterung für Xing. Hier gibt es zwar seit einem Jahr ebenfalls Unternehmensseiten, auf denen sich die Firmen vorstellen, doch bislang noch keine Bewertungsfunktion.

Allerdings könnte die Funktion auch ein „Muss“ werden: Wer sich nicht der öffentlichen Meinung stellt, könnte ja potentielle schlechte Bewertungen verbergen wollen, was auf keinen hochwertigen Service oder Produkte schließen lässt. Ein Umkehrschluss, der die Firmen unter Druck setzen kann.

Wie viel sind Facebook, Twitter und LinkedIn wert?

Tags : , , , , , ,

Facebook ist 10 Mal so viel wert wie Twitter. Das Unternehmen SharesPost, welches Aktienhalter privater Unternehmen an potentielle Käufer vermittelt, veröffentlichte einen Report mit aktuell geschätzten Werten verschiedener Social Media Plattformen.  Hier die Ergebnisse:

Facebook:          11,5 Milliarden $

Zynga:                 2,6 Milliarden $

Twitter:               1,4 Milliarden $

LinkedIn:             1,3 Milliarden $

Linden Labs (Second Life): 383 Milliarden $

Spiele-Entwickler Zynga kreierte unter anderem das populäre Facebook-Spiel Farmville, auf dessen virtuellem Bauernhof sich weltweit 75 Millionen Menschen tummeln.

Burda wird Hauptaktionär von Xing

Tags : , , ,

Der Münchner Verlag Hubert Burda Media übernimmt für 48,3 Mio. Euro 25,1% der Anteile an Xing und wird damit größter Aktionär des Online-Business-Netzwerks. Das Anteilspaket stammt von Xing-Gründer Lars Hinrichs, der nur noch mit 2,6% beteiligt bleibt. „Die Beteiligung ist ein wichtiger Schritt im Zuge des Ausbaus der digitalen Aktivitäten des Unternehmens“, sagte Burda und sicherte sich so einen Fuß in der Tür  im Geschäft mit Online-Stellenbörsen. Diesen Bereich baut Xing derzeit stark aus, beispielsweise mit Instrumenten für Headhunter. Der Umsatz der Hamburger Xing AG stieg zwischen Januar und September um rund 32% auf 33,2 Mio Euro. Dies lag insbesondere an den rund 660.000 zahlenden Premium-Mitgliedern (von insgesamt 8 Mio. Nutzern), durch die fast ein Drittel des Umsatzes erwirtschaftet wurde.

Xing muss sich jetzt gegen den amerikanischen Weltmarktführer LinkedIn zur Wehr setzen, denn als deutsches Soziales Netzwerk gegen einen großen amerikanischen Konkurrenten zu bestehen, ist schwer, wie das Beispiel StudiVZ versus Facebook zeigt. Deshalb plant das Web2.0 Unternehmen neue Applikationen: „Ganz oben wird die Twitter-Integration stehen“, sagte Stefan Groß-Selbeck, Vorstandsvoritzender der Xing AG. Die Funktion soll bald freigeschaltet werden. Ob dies ausreicht um den „Facebook-Effekt“ abzuwenden, bleibt abzuwarten, denn Xing verzeichnet gerade bei den Zugängen von neuen Mitgliedern starke Einbrüche, wobei Konkurrent LinkedIn genau hierauf den Fokus setzt.