Gap stattet Rentiere mit GPS-Sendern aus

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Eine etwas ungewöhnliche Marketing-Idee zu Weihnachten hatte die US-amerikanische Modekette Gap. Sie markierte 8 Rentiere mit GPS-Sendern, überträgt deren Laufwege live im Internet und lässt die Kunden darauf verschiedene Wetten abschließen. Wer richtig liegt, erhält Rabattgutscheine.

Die Rentiere treten in verschiedenen Wettbewerben gegeneinander an: welches ist das schnellste Rentier, das langsamste, das Rentier, welches den weitesten Weg zurück legt oder dem Nordpol am nächsten kommt. Jedes Tier ist mit einem anderen Deal für die Kunden verknüpft. Via Twitter sollen die Nutzer ihren Favoriten anfeuern.

Nachdem die Kunden auf der Project Reindeer Website das siegreiche Rentier gesehen haben, müssen sie in einem Gap-Store den Verkäufern den Namen des Tieres nennen und erhalten das Sonderangebot.

Facebook Places kommt nach Deutschland

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Facebook besetzt nun auch in Deutschland das Trendsegment ortsbezogener Dienste. Ab sofort können User auch hierzulande Facebook Places nutzen und Freunden per GPS-Handy ihren Aufenthaltsort mitteilen. Perspektivisch dürfte das den Werbemarkt weiter anschieben. Denn die Informationen über den Ort ermöglichen es grundsätzlich natürlich auch, Nutzer mit ortsbezogenen Informationen, Angeboten und Werbung zu bespielen.

Das ist bei Places derzeit aber noch nicht möglich: Nur bestätigte Freunde sollen standardmäßig die Ortsangabe einsehen können. Auch muss der Nutzer in Deutschland zuvor explizit der Aktivierung von Places zustimmen. Facebook versicherte zudem, dass das soziale Netzwerk keine Bewegungsprofile der Nutzer erstelle.

Natürlich gab es schon vor Facebook Plattformen, mithilfe derer man seinen Aufenthaltsort mitteilen konnte, wie z.B. Gowalla oder Foursquare. Doch diese Netzwerke hatten bei Weitem nicht die große Mitgliederzahl, die Facebook aufweist: 9,38 Millionen volljährige Deutsche können den Dienst nun nutzen.

Dass Facebook mit dem neuen Dienst Geld verdienen will, kann man schon in der Anleitung für Werbekunden nachlesen: “Mit dem Orte-Produkt kannst du dein Unternehmen auf Facebook auf eine neue Weise bewerben und stärken. Indem du deinen potentiellen Kunden gestattest anzugeben, wenn sie dein Unternehmen besuchen, können sie ihre Freunde auf dein Unternehmen aufmerksam machen.”

Die Werbeagentur Jung von Matt/Neckar hat bereits einen Weg gefunden, Places zur Eigenwerbung einzusetzen: Noch vor dem Start, so verkündet die Agentur, hat JvM sich dank Vorgaukelung einer amerikanischen IP-Adresse um die Deutschlandsperre herumgeschlichen und Check-In-Orte in Deutschland angelegt. Als Recruiting-Aktion wurden diese bei den Mitbewerbern Neue Digitale/Razorfish (Frankfurt), Interone, Fork Unstable Media, Kolle Rebbe (alle drei Hamburg), AKQA sowie Argonauten G2 (beide Berlin) platziert. Loggt sich dort ein User ein, begrüßt ihn eine Recruiting-Meldung: “Erster! Wärt ihr auch gern? Dann checkt ein bei www.jvm-neckar.de/jobs, wir suchen neue Köpfe.”

Wir wundern uns nur darüber, dass Googles Street View hierzulande so kategorisch abgelehnt wird, Nutzer über Facebook Places jedoch sehr freigiebig ihren Aufenthaltsort mitteilen… Dies könnte jedoch an unterschiedlichen Nutzern liegen: Die Ablehner von Google Street View sind wohl nicht die Nutzer von Facebook Places.

Unilever stattet Waschmittel mit GPS-Sensoren aus

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Neue Technologien ermöglichen Marken mittlerweile sehr ausgefallene Marketing-Kampagnen und Aktionen der Kundenbetreuung. In Brasilien beispielsweise nutzt Unilever für seine Waschmittel-Marke Omo GPS-Sensoren um die Kunden aufzuspüren und mit einem Preis zu belohnen.

Für die Aktion wurden in 50 Waschmittel-Packungen, verteilt im ganzen Land, GPS Sensoren integriert, die es dem Hersteller ermöglichen, den Käufer in seiner Wohnung zu orten. Knapp 1 Million Dollar kostete die Entwicklung dieser kleinen technologischen Komponente. Sobald die Kunden die Packung im Supermarkt aus dem Fach nehmen, wird der Sensor aktiviert. Omos Werbeagentur Bullet, schickt anschließend ein Team zum entsprechenden Kunden nach Hause um ihn mit einem Preis zu belohnen. Dies ist entweder eine Video-Kamera oder eine Freizeit-Aktivität. Für misstrauische Kunden, die in Gebieten mit hoher Kriminalitätsrate wohnen und ihre Tür nicht öffnen wollen, hat die Agentur einen Alarm in den Sensor eingebaut, der aktiviert wird, sobalt das Team vor der Tür steht. Auf einer Internetseite können die Kunden auf einer Karte den ungefähren Ort der bisherigen Gewinner mitverfolgen.

Da in Brasilien jedes 2. gekaufte Waschmittel Omo ist, konnte sich Unilever auf eine Aktion konzentrieren, die nicht unbedingt direkten Verkauf zur Folge hat, sondern zu Gesprächen über die Marke anregen soll. So findet bei dieser Aktion der Preis den Konsumenten und nicht umgekehrt.

Googles “Social Media” Auto

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Am 23. April ist es soweit: Das erste Auto mit Googles Betriebssystem „Android“ wird in Peking vorgestellt. Damit kann man dann während der Fahrt im Netz surfen, chatten und sich dank des GPS Bordcomputers im Auto punktgenau orten lassen. Das Auto hört auf den Namen „Roewe 350“ und ist eine Luxusmarke des Chinesischen Autoherstellers Shanghai Automotive. Ausgestattet mit britischer Technologie von MG Rover (gehörte früher zu BMW) ist das „Web 2.0-Auto“ für 10.000 bis 19.000 Dollar zu haben. Die Designer scheinen sich dabei den Kia Forte zum Vorbild genommen zu haben. Bleibt nur zu hoffen, dass das Google-System bei der Premiere auch funktioniert: Schließlich ist man ja in China…

Facebook lokalisiert dich mit neuer Funktion

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Ja, wo ist er denn? Bald weiß ich das von jedem meiner Freunde – dank Facebook. Das Netzwerk wird schon im kommenden Monat die Status-Updates der User mit ortsbasierten Geo-Tags verknüpfen. Ein Jahr lang brauchte Facebook für die Entwicklung des GPS-Dienstes und soll ihn, laut New York Times, Ende April einfügen. Facebook hat damit wohl vor allem den Werbemarkt im Blick und will die Standortdaten für lokale Anzeigen nutzen. Kleine Unternehmen, wie Restaurants oder Läden, könnten von Updates wie „Wo ist hier die nächste Pizzeria?“ oder „Wo stecken denn meine Kunden?“ stark profitieren. Immerhin ein Viertel der Nutzer geht heute mobil auf die Plattform. Der Wettbewerb muss sich somit neuen Herausforderungen stellen. Und der Nutzer ist wieder etwas durchsichtiger geworden…

Google bringt kostenloses Navigationssystem aufs Handy

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Google kündigte am Mittwoch seine neue Software „Google Maps Navigation“ an, welche den führenden Navigationsgeräte-Herstellern wie Garmin und TomTom starke Konkurrenz machen dürfte. Das Programm soll gratis verfügbar sein und durch GPS –Einbindung Staus, Behinderungen und aktuelle Ampelphasen im Minutentakt aktualisiert anzeigen können. Alle Karten und Daten werden live aus dem Netz geladen. Ebenso ist die Software mit Sprachausgabe und Sprachsteuerung ausgestattet und findet nicht nur Adressen, sondern auch Orte wie Kaufhäuser oder Museen. Zusätzlich kann man sich durch eine thematische Suche beispielsweise zu aktuellen Ausstellungen lotsen lassen. Die Software wird vorerst nur für das kommende Android 2.0 und in den USA verfügbar sein. Motorola kündigte an, dass sein neues Droid das erste Handy sein wird, auf dem die Google-Software laufen wird. Die Aktien der Navigationsgeräte-Hersteller TomTom und Garmin stürzten nach der Ankündigung kurzerhand ab: Die angeschlagene TomTom verlor insgesamt rund 20%, Garmin brach an der Nasdaq um 13% ein.