Neue Technologien ermöglichen Marken mittlerweile sehr ausgefallene Marketing-Kampagnen und Aktionen der Kundenbetreuung. In Brasilien beispielsweise nutzt Unilever für seine Waschmittel-Marke Omo GPS-Sensoren um die Kunden aufzuspüren und mit einem Preis zu belohnen.
Für die Aktion wurden in 50 Waschmittel-Packungen, verteilt im ganzen Land, GPS Sensoren integriert, die es dem Hersteller ermöglichen, den Käufer in seiner Wohnung zu orten. Knapp 1 Million Dollar kostete die Entwicklung dieser kleinen technologischen Komponente. Sobald die Kunden die Packung im Supermarkt aus dem Fach nehmen, wird der Sensor aktiviert. Omos Werbeagentur Bullet, schickt anschließend ein Team zum entsprechenden Kunden nach Hause um ihn mit einem Preis zu belohnen. Dies ist entweder eine Video-Kamera oder eine Freizeit-Aktivität. Für misstrauische Kunden, die in Gebieten mit hoher Kriminalitätsrate wohnen und ihre Tür nicht öffnen wollen, hat die Agentur einen Alarm in den Sensor eingebaut, der aktiviert wird, sobalt das Team vor der Tür steht. Auf einer Internetseite können die Kunden auf einer Karte den ungefähren Ort der bisherigen Gewinner mitverfolgen.
Da in Brasilien jedes 2. gekaufte Waschmittel Omo ist, konnte sich Unilever auf eine Aktion konzentrieren, die nicht unbedingt direkten Verkauf zur Folge hat, sondern zu Gesprächen über die Marke anregen soll. So findet bei dieser Aktion der Preis den Konsumenten und nicht umgekehrt.
Am 23. April ist es soweit: Das erste Auto mit Googles Betriebssystem „Android“ wird in Peking vorgestellt. Damit kann man dann während der Fahrt im Netz surfen, chatten und sich dank des GPS Bordcomputers im Auto punktgenau orten lassen. Das Auto hört auf den Namen „Roewe 350“ und ist eine Luxusmarke des Chinesischen Autoherstellers Shanghai Automotive. Ausgestattet mit britischer Technologie von MG Rover (gehörte früher zu BMW) ist das „Web 2.0-Auto“ für 10.000 bis 19.000 Dollar zu haben. Die Designer scheinen sich dabei den Kia Forte zum Vorbild genommen zu haben. Bleibt nur zu hoffen, dass das Google-System bei der Premiere auch funktioniert: Schließlich ist man ja in China…
Ja, wo ist er denn? Bald weiß ich das von jedem meiner Freunde – dank Facebook. Das Netzwerk wird schon im kommenden Monat die Status-Updates der User mit ortsbasierten Geo-Tags verknüpfen. Ein Jahr lang brauchte Facebook für die Entwicklung des GPS-Dienstes und soll ihn, laut New York Times, Ende April einfügen. Facebook hat damit wohl vor allem den Werbemarkt im Blick und will die Standortdaten für lokale Anzeigen nutzen. Kleine Unternehmen, wie Restaurants oder Läden, könnten von Updates wie „Wo ist hier die nächste Pizzeria?“ oder „Wo stecken denn meine Kunden?“ stark profitieren. Immerhin ein Viertel der Nutzer geht heute mobil auf die Plattform. Der Wettbewerb muss sich somit neuen Herausforderungen stellen. Und der Nutzer ist wieder etwas durchsichtiger geworden…
Google kündigte am Mittwoch seine neue Software „Google Maps Navigation“ an, welche den führenden Navigationsgeräte-Herstellern wie Garmin und TomTom starke Konkurrenz machen dürfte. Das Programm soll gratis verfügbar sein und durch GPS –Einbindung Staus, Behinderungen und aktuelle Ampelphasen im Minutentakt aktualisiert anzeigen können. Alle Karten und Daten werden live aus dem Netz geladen. Ebenso ist die Software mit Sprachausgabe und Sprachsteuerung ausgestattet und findet nicht nur Adressen, sondern auch Orte wie Kaufhäuser oder Museen. Zusätzlich kann man sich durch eine thematische Suche beispielsweise zu aktuellen Ausstellungen lotsen lassen. Die Software wird vorerst nur für das kommende Android 2.0 und in den USA verfügbar sein. Motorola kündigte an, dass sein neues Droid das erste Handy sein wird, auf dem die Google-Software laufen wird. Die Aktien der Navigationsgeräte-Hersteller TomTom und Garmin stürzten nach der Ankündigung kurzerhand ab: Die angeschlagene TomTom verlor insgesamt rund 20%, Garmin brach an der Nasdaq um 13% ein.

Friend a Gorilla
Findest du deine Facebook-Freunde auch langsam langweilig? In Ugandas Nationalpark warten ein paar neue haarige Freunde auf dich: Auf Facebook kann man nun einen
Gorilla als Freund hinzufügen; gegen eine kleine Spende von einem Euro. Jeder Gorilla ist mit einem GPS-Peilsender ausgestattet, somit hat jeder Pate die Möglichkeit seinen Schützling online zu tracken. Festinstallierte Kameras informieren dich rund um die Uhr über das soziale Leben aus dem Dschungel. In Zusammenarbeit mit Ugandas Regierung und der Werbeagentur “Saatchi & Saatchi” ist dieses Web 2.0 Projekt nicht nur ein lustiger Zeitvertreib sondern auch eine sinnvolle Initiative.
Weitere Informationen findest du auf: http://www.friendagorilla.org