Visuelle Suche im E-Commerce könnte neue Formen annehmen. Google investiert momentan immense Summen in die Technologie der computergestützten visuellen Suche. Für rund 100 Millionen Dollar verleibte sich der Suchgigant nun das Unternehmen Like.com ein und hat damit Zugang zu dessen Technologie.
Like.com bietet seinen Kunden eine visuelle Suchmaschine, die ihnen hilft passende Kleidung und Accessoires online zu finden und zu kaufen. Dabei lernt die Suchmaschine selbst mit, und je nach vorherigem Kauf, vorausgegangenen Suchbegriffen oder aktuellen Modetrends werden dem Kunden passende Angebote unterbreitet. Suchbegriffe wie „Rote High Heels“ oder „Ärmelloses Kleid mit Blumenmuster“ erkennt ein Algorithmus und weiß, was zu dieser Kleidung passt.
Die Technologie von Like.com kam ursprünglich aus dem Bereich der Gesichtserkennung – was Google damit vorhat, wollte das Unternehmen nicht sagen. Sie könnte Anwendung finden bei Goolges Produktsuche: Eine Shopping-Seite, die sich noch in der Testphase befindet und eine vergleichende Produktsuche ermöglicht.
Schon jetzt bietet die Applikation Google Goggles Handybesitzern eine interessante Suchmöglichkeit: Die Nutzer machen ein Foto mit ihrer Handykamera und können zum fotografierten Gegenstand oder Ort verschiedene Informationen bekommen.
Google investierte auch in das Unternehmen Pixazza: Hier werden Bilder im Netz markiert, und die darauf abgebildeten Produkte mit Shopping-Seiten verlinkt. Klatsch-Seiten zeigen z.B. Fotos von Promis und der Betrachter kann anschließend die gleiche Tasche oder Jeans wie sein Lieblingsschauspieler online kaufen.
Zu Facebook hätte der Kauf von Like.com ebenfalls gepasst, doch Google war hier wohl einen Schritt schneller.
Die Spielwiese Gaming will Google künftig offenbar auch besetzen: Nach Informationen von TechCrunch hat der Suchmaschinenriese mindestens 100 Millionen US-Dollar in den Gaming-Spezialisten Zynga investiert. Zynga steht hinter den erfolgreichen Social-Gaming-Titeln Farmville, Cafe World oder Mafia Wars, die auf Facebook einigen Traffic erzeugen.
In dieses Segment will nun wohl auch Google einsteigen. Wie TechCrunch berichtet, soll Zynga ein Eckpfeiler von Google Games werden, das noch in diesem Jahr starten soll. Ein Deal, der auch für Payment-Strukturen im Netz Konsequenzen haben könnte. Denn momentan rechnet Zynga einen Großteil über PayPal ab. Google dürfte indessen die hauseigene Variante Google Checkout bevorzugen. Der Kauf von sogenannten Virtuellen Gütern innerhalb der Social-Games ist unter Nutzern extrem beliebt und generiert enormen Umsatz für die Spiele-Hersteller .
Auch für Unternehmen sind Social Games ein gewinnbringender Markt: Gut platzierte Werbung in diesen Spielen, sogenanntes In-Game Advertising erreicht innerhalb kurzer Zeit ein Vielfaches der Kontakte traditioneller Werbeformen, so das Media-Unternehmen Initiative. Als Beispiel wird das Social Game “Farmville” genannt, das innerhalb von nur 3,5 Monaten die Schallmauer von 50 Millionen Usern weltweit durchbrach. Laut Berechnungen der Initiative-Experten wären im Radio 38 Jahre und im Fernsehen 13 Jahre nötig gewesen, um diese Reichweite zu entwickeln. Da die Gamer-Community nicht nur groß sondern auch ein hohes Maß an persönlichem Involvement mitbringt, ergeben sich daher gute Möglichkeiten für die Werbungtreibenden, die Zielpersonen individuell und nachhaltig zu erreichen.
Googlewill die Entwicklung von Android-Apps für jedermann ermöglichen und startet den “App Inventor“. Damit können selbst Nicht-Programmierer einfache Apps gestalten.
Die User können darin Blöcke von Code wie Legosteine in der grafischen Benutzeroberfläche zusammenfügen – ganz ohne Programmier- und Entwicklerkenntnisse. Zur Nutzung des App Inventors ist lediglich ein Nutzer-Account bei Google notwendig.
Ein schlauer Schachzug von Google. Der App-Markt ist heiß umkämpft: Die Beratungsfirma Strategy Analytics geht davon aus, dass 2013 mit Apps weltweit mehr als sechs Milliarden Dollar umgesetzt werden. Im Gegensatz zum Apple Store, ist der Android Markt jedoch eine offene Plattform, wo nun auch Nicht-Entwickler eigene Apps entwickeln können. Das könnte das Volumen am App-Markt stark von Apple abziehen, und der Wettstreit von Google und Apple könnte zu Gunsten des Suchmaschinen-Giganten entschieden werden.
Googles Grundgedanke hinter der Initiative ist, dass das Handy zum Computer wird, auf den sich die Menschen in Zukunft am meisten verlassen werden. Deshalb sollte es jedem möglich sein, eigene Applikationen zu entwerfen, und nicht nur passiver Konsument zu sein.
Wie funktioniert eigentlich Google? Diese Infografik des PPC Blog erklärt anschaulich, wie eine Website oder ein Blogpost den Weg zu Google finden, dort gespeichert werden und in Sekundenschnelle abrufbar sind.
Facebook integriert nun Websites in die Ergebnisse seiner Suchfunktion, die den Like-Button eingebaut haben. Doch die Suche nach Webseiten war bisher immer Googles Territorium. Eine Kampfansage von Facebook? Brauchen wir Google bald nicht mehr?
Facebook und Google stehen sich schon seit einiger Zeit als Konkurrenten gegenüber. Der Suchgigant Google auf der einen Seite, der Social-Gigant Facebook auf der anderen. Im März schaffte es Facebook erstmals an Google vorbeizuziehen, was den Anteil der Visits betraf. Dieser anteilige Aufmerksamkeitsverlust könnte für Google zunächst sinkende Werbeeinnahmen bedeuten. Doch wenn sich Facebook mit seiner Website-Suche in das Feld von Google wagt, könnte es Google noch viel mehr kosten.
Facebook hat bestätigt, dass es derzeit sukzessive Websites, die den Facebook Like-Button einsetzen, in die Ergebnisse der hauseigenen Suchmaschine integriert. Beteiligte Sites erhalten dadurch die Möglichkeit, über die Facebook-Suche gefunden zu werden. Zu den jeweiligen Suchergebnissen zeigt das Netzwerk die Anzahl an Likes an. Das könnte sich langfristig nicht nur zu einem extrem aussagekräftigen Qualitätsmesser für Websites entwickeln, sondern auch neue Rahmenbedingungen für die Suchmaschinenoptimierung von Websites schaffen.
Bis Facebook tatsächlich als ernstzunehmende Google-Alternative wahrgenommen wird, dürfte noch einige Zeit vergehen. Dennoch kann man davon ausgehen, dass sich auf der Stirn von Google-CEO Eric Schmidt angesichts des Vorgehens von Facebook die eine oder andere Sorgenfalte abzeichnet. Schon allein deshalb, weil Google eben nicht einfach zum Gegenschlag ausholen und mit einem Fingerschnipp seine Social-Web-Präsenz stärken kann. Dafür müssen die User mitziehen. Doch die sind bei Facebook.
Facebook ist hinter Google die meistbesuchte Website der Welt, Yahoo liegt auf Rang 3, Wikipedia auf 5.
Facebooks Siegeszug kennt keine Grenzen: Im Mai sammelte das soziale Netzwerk laut Googles Research-Tool Ad Planner weltweit 540 Mio. Unique Visitors ein. Damit hat Facebook längst alle anderen Web-Giganten außer Google hinter sich gelassen. So kam Yahoo.com im Mai auf 490 Mio. Besucher, Live.com auf 370 Mio. und die Wikipedia auf 340 Mio. Auch Twitter ist inzwischen in der weltweiten Top 20 angekommen.
Seit jeher verschweigt allerdings der Ad Planner die Nutzerzahlen einiger Google-Websites. Während Zahlen zu yahoo.com beispielsweise vorliegen, spuckt das Research-Tool keine Daten zu Google.com oder Youtube.com aus. Aus Rankings anderer Datenanbieter lässt sich aber mit Sicherheit sagen, dass Google.com noch vor Facebook läge, würden Ad-Planner-Zahlen vorliegen.
Auf Platz 9 folgt die erste nicht-englischsprachige Website des Rankings, die chinesische Suchmaschine Baidu.com. Weitere chinesische Anbieter folgen auf den Rängen dahinter, u.a. die Portale qq.com, sina.com.cn und taobao.com. Mit yahoo.co.jp belegt die erste japanische Website Platz 18 – noch vor internationalen Giganten wie myspace.com, ebay.com und apple.com. Die Top-Website mit .de-Domain hieß im Mai ebay.de – mit 23 Mio. Unique Visitors liegt sie in etwa auf Platz 80.