Wissensmanagement im Unternehmen: Social Software erkennt Experten

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Wissen ist in den meisten Unternehmen heutzutage das höchste Gut. Umso wichtiger ist es deshalb, dieses Experten-Wissen innerhalb des Unternehmens gezielt und effizient einzusetzen. Doch wie erreicht man als Mitarbeiter den passenden Experten? Oft weiß man nicht, wer über spezielles Wissen verfügt oder dass es dieses Wissen im Unternehmen überhaupt gibt. Eine neue Software, die selbstständig lernt, löst dieses Problem und spricht passende Mitarbeiter gezielt an.

Mindquilt ist ein internetbasiertes Wissensmanagement-System, bei dem Mitarbeiter, nachdem sie sich eingeloggt haben, Fragen stellen können. Mindquilt verschlagwortet die Fragestellung und sendet die Frage per Mail an die Mitarbeiter, die aufgrund ihrer Kenntnisse, die sie vorher im System eingegeben haben, die Fragen am ehesten beantworten können. Nach Beantwortung der Frage kann der Fragensteller die Antwort bewerten. Wurde die Frage nicht zufriedenstellend bewertet, wird sie an den nächsten Experten geschickt. Gute Antworten kennzeichnet der Fragesteller positiv. So lernt das System durch die Bewertungen und kann mit der Zeit immer zielgerichteter die richtigen Fragen an die richtigen Experten weiterleiten. Alle Fragen und Antworten werden gespeichert und es entsteht ein umfassendes Wissens-Archiv. Nach einiger Zeit kann die Software bei vielen Fragen direkt auf das Archiv  zurückgreifen und muss keine Mitarbeiter mehr fragen.

Diese Social Software ist extrem praktisch: Sie kann als webbasierte Plattform sofort gestartet werden, ist relativ kostengünstig (4 Euro pro nutzer im Monat) und spart durch die gezielte Ansprache der Mitarbeiter wertvolle Arbeitszeit. Zusätzlich entsteht ein motivierender Wettstreit der Mitarbeiter, sich als Experte in einem Gebiet auszuweisen und zu etablieren.

Hier ein Video dazu:

Wie Unternehmen auf Informationsseiten punkten können

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Soziale Netzwerke sind als Informationsquelle extrem beliebt. Diese Tatsache können findige Unternehmen gezielt für sich nutzen. Denn Soziale Netzwerke bieten mehr als nur Beziehungen zu Nutzern, die einen ähnlichen Geschmack in Bezug auf Musik, Reisen oder Literatur haben. Als Informationsquelle bietet das Social Net mit seinen nutzergenerierten Antworten oder von Nutzern erstellten Enzyklopädien dem Suchenden wertvolle Informationen. Und wer hierbei die besten Beiträge liefert wird belohnt. Engagierte Teilnehmer erhalten Lob und Anerkennung. Genau hier können Unternehmen ansetzen und sich ebenfalls durch qualifizierte Beiträge Respekt verschaffen. Eine Auswahl an populären Websites, bei der man mit Fachwissen auf sich aufmerksam machen kann:

Wikipedia Diskussion: Wer im Netz nach etwas sucht, wird mit großer Wahrscheinlichkeit zuerst auf Wikipedia landen. Hier gibt es bei den Artikeln einen Diskussionslink, der auf die entsprechende Diskussionsseite verweist. Für Unternehmen ist sie besonders wichtig, da sie dort sachliche Unstimmigkeiten selbst bereinigen können, ohne einen Ausschluss vom Wikipedia-Dienst befürchten zu müssen. Hier wird auch diskutiert, wie Artikel verbessert werden können, mit kleinen oder ausführlichen Notizen von verschiedenen Nutzern.

Mahalo: Mahalo ist eine von Nutzern gepflegte Suchmaschine und Plattform für den Wissensaustausch. Nutzer werden aufgefordert, Mitglied zu werden und ihr Wissen im Austausch für Mahalo-Dollar einzubringen. Diese Mahalo-Dollar können als echte Dollar ausgezahlt werden. Das Prinzip: Trinkgeld gegen Internetrecherche der User.

Yahoo! Clever: Eine der populärsten Frage-und-Antwort-Seiten im Netz. Mehrere Hundert Millionen regelmäßige Nutzer und wohl Milliarden von Antworten. Funktionsweise: Teilnehmer stellen Fragen an die Community, wobei gute Antworten Punkte erhalten. Diese Punkte bringen dem Nutzer einen guten Ruf auf der Site. Doch Vorsicht: Den Nutzern, die Fragen stellen, zieht Yahoo! Punkte ab. Hier kann man sich ruhig offen als Geschäftsinhaber zu erkennen geben und Eigenwerbung betreiben.

Wer-weiss-was: Deutschsprachiges Frage-Antwort-Portal, in dem fast 500.000 User registriert sind, u.a. Rechtsanwälte, Ärzte oder Lehrer. Sie beantworten sich jede erdenkliche Frage.

WikiAnswers: Mit etwa 19 Prozent Gesamtanteil ist WikiAnswers die zweitbeliebteste F&A-Seite. Hier wird immer nur eine einzige Antwort gegeben, die aber jederzeit von den registrierten Nutzern verbessert und präzisiert werden kann.

Ask Metafilter: Sehr engagierte Community mit guten Antworten. Doch Vorsicht: Die Registrierung kostet 5 Dollar, und Eigenwerbung der Unternehmen kann einen Ausschluss zur Folge haben. Deswegen sollte man hier allzu eigennützige Beiträge besser vermeiden.

Answerbag: Hier können Antworten kommentiert werden. 

Askville: Das zu Amazon gehörende Portal hat oft sehr gut recherchierte Antworten. 

Twitter Answers: Fragen können per Twitter beantwortet werden. Der Fragensteller erhält dann bis zu vier Antworten auf seiner Website oder auf seinem Handy. Zu Marketing Zwecken ist dieses Tool eher ungeeignet, da die antworten immer nur an eine einzige Person gehen.

Qype: In Deutschland sehr beliebtes Empfehlungsportal. Alle wichtigen Anlaufpunkte werden aufgelistet und von Usern bewertet. Von Autowerkstatt bis Zoologischer Garten. Man kann gezielt nach Unternehmen, Anbietern oder Ärzen im jeweiligen Ort suchen und erhält Adresse, Telefonnummer sowie Bewertungen anderer Menschen. Gerade Unternehmen mit lokalem Publikum sollten diesen Account pflegen.

Das Prinzip ist also: Der Community etwas geben und durch gut recherchierte und qualifizierte Antworten Glaubwürdigkeit und Vertrauen erlangen. Nutzer verweisen vielleicht auf den sachkundigen Artikel des Unternehmens und verlinken ihn. So wird Traffic generiert und man kann sich als Meinungsführer in einer Branche etablieren.