Bewegung im Gaming-Segment: Google investiert in Zynga

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Die Spielwiese Gaming will Google künftig offenbar auch besetzen: Nach Informationen von TechCrunch hat der Suchmaschinenriese mindestens 100 Millionen US-Dollar in den Gaming-Spezialisten Zynga investiert. Zynga steht hinter den erfolgreichen Social-Gaming-Titeln Farmville, Cafe World oder Mafia Wars, die auf Facebook einigen Traffic erzeugen.
In dieses Segment will nun wohl auch Google einsteigen. Wie TechCrunch berichtet, soll Zynga ein Eckpfeiler von Google Games werden, das noch in diesem Jahr starten soll. Ein Deal, der auch für Payment-Strukturen im Netz Konsequenzen haben könnte. Denn momentan rechnet Zynga einen Großteil über PayPal ab. Google dürfte indessen die hauseigene Variante Google Checkout bevorzugen. Der Kauf von sogenannten Virtuellen Gütern innerhalb der Social-Games ist unter Nutzern extrem beliebt und generiert enormen Umsatz für die Spiele-Hersteller .

Auch für Unternehmen sind Social Games ein gewinnbringender Markt: Gut platzierte Werbung in diesen Spielen, sogenanntes In-Game Advertising erreicht innerhalb kurzer Zeit ein Vielfaches der Kontakte traditioneller Werbeformen, so das Media-Unternehmen Initiative. Als Beispiel wird das Social Game “Farmville” genannt, das innerhalb von nur 3,5 Monaten die Schallmauer von 50 Millionen Usern weltweit durchbrach. Laut Berechnungen der Initiative-Experten wären im Radio 38 Jahre und im Fernsehen 13 Jahre nötig gewesen, um diese Reichweite zu entwickeln. Da die Gamer-Community nicht nur groß sondern auch ein hohes Maß an persönlichem Involvement mitbringt, ergeben sich daher gute Möglichkeiten für die Werbungtreibenden, die Zielpersonen individuell und nachhaltig zu erreichen.

680 Millionen Euro Umsatz mit virtuellen Gütern

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Ob virtuelles Schweinezüchten auf der eigenen Farm oder Hobbykochen – Millionen von Usern verbringen ihre Zeit in sozialen Netzwerken mit Games wie Farmville. Die Unternehmensberatung Mücke, Sturm & Company schätzt den Umsatz durch den Verkauf virtueller Güter in Spielen bei Facebook auf mindestens 680 Millionen Euro in diesem Jahr.

Für das Jahr 2015 rechnet die Unternehmensberatung mit 3,9 Milliarden Euro Umsatz durch den Verkauf virtueller Güter auf Facebook. Das Geheimnis des Erfolges ist das so genannte Freemium-Konzept: Während die Mehrzahl der User kostenlos spielt, ist ein kleiner Teil bereit, Geld für zusätzlichen Premium-Content auszugeben. Durch diese zusätzlichen kostenpflichtigen Spielinhalte wird das Aufsteigen in höhere Level beschleunigt. “Dieses Item Selling ist das Herzstück der Monetarisierung von Social Games”, sagt Achim Himmelreich. Manager bei Mücke Sturm & Company. Rund 90 Prozent der Umsätze von Social Gaming werden dadurch generiert.

Auch andere Beteiligte gewinnen mit Social Gaming, so die Untersuchung: In-Game-Advertising eröffnet der werbetreibenden Industrie bisher ungenutzte Potentiale. So können ihre Produkte in die Spiele integriert werden oder sie entwickeln gleich ihre eigenen Games.

Aufgrund des hohen Monetarisierungspotentials rechnet die Unternehmensberatung in den kommenden Monaten mit folgenden Entwicklungen bei Social Gaming:

  • Öffnung weiterer Plattformen für Drittanbieter
  • Aufbau sozialer Gaming-Plattformen auf diversen Onlineportalen
  • Wachsendes Interesse an mobilem Social Gaming
  • Eintritt weiterer Unternehmen der Games- und Medienindustrie ins Social Gaming