Cloud Shopper bittet Facebook-Freunde um Produktbewertungen

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Cloud Shopper ist eine neue Crowdsourcing-Seite, mit der man seine Facebook Freunde gezielt um Rat fragen kann, wenn man ein Produkt kaufen möchte. Die Freunde bewerten das entsprechende Produkt und helfen so bei der Entscheidungsfindung.

Die Idee dahinter: Der Großteil der Konsumenten vertraut bei Kaufentscheidungen den Tipps ihrer sozialen Netzwerke, wie unter anderem die Marktforscher von Gartner in einer Studie belegten.

Cloud Shopper organisiert das Einholen der Freundes-Ratschläge. Nutzer können nach Produkten suchen (die Produkte findet die Seite auf Amazon) und diejenigen auswählen, über die sie sprechen möchten. Nutzer können entweder einen Pinnwand-Eintrag mit der Bitte um Kommentare veröffentlichen oder eine Liste verschiedener Produkte mit ausgewählten Freunden teilen. Klicken die Freunde auf den Facebook-Link, so werden sie zu einem Kommentar-Bereich weitergeleitet, auf dem sie jedes Produkt bewerten können.

Der Vorteil von Cloud Shopper – im Vergleich zu einem einfachen Facebook Post – ist, dass man gezielt Freunde auswählen kann, die das Produkt bewerten sollen. Kennt man zum Beispiel ein paar Technik-Spezialisten, so fragt man besser diese um Rat bei einer Foto-Kamera.

Cloud Shopper sammelt Informationen zu verschiedenen Produkten auch durch andere Quellen wie Twitter, YouTube oder Flickr.

Die Croudsourcing-Idee von Cloud Shopper ist vielversprechend, jedoch wird der Erfolg der Seite von der User-Nutzung und den damit zusätzlich generierten Produktbewertungen abhängen.

Facebook Netzwerke als Weltkarte

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Eine beeindruckende Visualisierung des Social Graph gelang dem Facebook Mitarbeiter Paul Butler. Das Bild zeigt, wie durch die Verbindungen der Facebook-Mitglieder untereinander eine Weltkarte entsteht. Lediglich Russland und China fehlen, was nicht weiter überrascht. Die USA haben die höchste Dichte an Facebook Freundschaften, Afrika die niedrigste.

Butler analysierte dazu 10 Millionen Freundschafts-Paare und brachte sie in Verbindung zur jeweiligen Stadt der Nutzer.

Facebook ändert bald die Fanseiten

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Aus Versehen hat Facebook bereits gestern einen Ausblick auf viele Neuerungen rund um Facebook Fanpages gewährt. Viele sinnvolle und lange vermisste Funktionen sind darunter. Im Grunde erhalten die Fanseiten endlich die Features, die man für die eigene Profilseite bereits hat. So wird man sich beispielsweise auch auf der eigenen Fanpage als Person äußern können.

Für eine halbe Stunde war Facebook gestern offline. Der Grund: Durch ein Versehen waren Prototypen von Produkten veröffentlicht worden. Um den Fehler zu beheben, wurde die Seite kurzzeitig vom Netz genommen. Zitat:

“For a brief period of time, some internal prototypes were made public to a number of people externally. As a result, we took the site down for a few minutes. It’s back up, and we apologize for the inconvenience.”

 Wichtige Änderungen konnte man kurzzeitig bemerken, die hauptsächlich die Facebook-Fanseiten betreffen.

Hier ein Screenshot des Prototyps der neuen Facebook Fanpages. Die Tabs sind weg und in die Seitenleiste gewandert. Man beachte auch den Button „Login as Page“. Auch wird nur noch die Anzahl der Fans genannt, ohne Bilder der Personen.

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1. Das Design wird überarbeitet

Das Design wird dem der neuen Profilseiten angeglichen. Damit verschwinden die Tabs oben. Die entsprechenden Inhalte wandern in die Seitenleiste links.

2. Als Seitenadmin hat man nun einen eigenen Account

Diesen Account kann man bei Bedarf wechseln. Bisher ist man zwar überall auf Facebook Privatmensch, nur auf den Fanseiten ist man die jeweilige Firma oder das Produkt. So konnte man nie als wirkliche Person auf Fragen der Fans eingehen oder an anderen Facebook-Orten als Firma sprechen. Dies wird wohl geändert werden. Die Fanseiten werden damit persönlicher, authentischer und direkter.

3. Administratoren der Fanpages werden über neue Inhalte wie Wallposts, Kommentare usw. unterrichtet

Eine Folge der wechselbaren Accounts und eine Funktion, bei denen man am wenigsten glauben konnte, dass es sie nicht schon längst gab. Sie ist absolut grundlegend, um eine Fanpage überhaupt sinnvoll administrieren zu können.
Wann diese Features implementiert werden, und ob sie in der finalen Fassung auch so aussehen, ist noch unsicher. Für Fanseiten-Administratoren stellen sie jedenfalls eine positive Neuerung dar.

Infografik: Facebooks Weltherrschaft

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Facebook wird in immer mehr Ländern zum beliebtesten sozialen Netzwerk. Nur in Russland, China, Japan, Brasilien, Kasachstan und Iran sind lokale Netzwerke populärer.

Vincenzo Condeza erstellte eine Infografik basierend auf den Traffic Daten von Alexa und Google Trends. Demnach verdrängt Facebook vor allem in Europa immer mehr lokale Netzwerke und ist Marktführer in 115 von 132 Ländern.

World Map of Social Networks

Andere aufstrebende Netzwerke sind laut Analyse LinkedIn und Twitter:

Bahn sieht Facebook als Vertriebskanal und plant virtuelles Reisezentrum

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Facebook als Vertriebskanal? Die Deutsche Bahn hat es mit ihrer Chefticket-Aktion versucht und stuft ihren Ausflug ins Social Web am Ende nun doch als Erfolg ein. Rund 50.000 Fans und 140.000 verkaufte Fahrkarten. Und das, obwohl es anfangs gar nicht danach aussah:

Die Fans nutzten die – eigentlich nur für das Chefticket gedachte – Plattform auf Facebook, um ihrem Unmut gegenüber der Bahn einmal freien Lauf zu lassen. So wetterten Fans gegen Verspätungen, Serviceleistungen, lokale Probleme oder Stuttgart 21, was die Community Manager wohl überforderte. Sie konzentrierten sich auf Fragen zum Chefticket. Eine durchaus verständliche Reaktion, denn das komplette Spektrum an Kundenfragen kann und sollte auf einer thematisch gelagerten Seite nicht abgehandelt werden. Die Pinnwand der Bahn gab nach der ersten Woche jedoch kein gutes Bild der öffentlichen Meinung wieder.

Dies änderte sich laut Thorben Meier, Leiter der Strategischen Planung der beteiligten Agentur Ogilvy PR, sodass am Ende „19 Prozent aller Posts negativ, 56 Prozent neutral und 25 Prozent positiv“ waren und die Bahn damit „mehr als zufrieden“ ist.

Jetzt plant die Bahn sogar schon die nächste Aktion: ein umfassendes Social Media Dialogangebot, das 2011 an den Start gehen soll. Also eine Art virtuelles Reisezentrum als Callcenter 2.0. Aus der Facebook-Aktion habe man viel für die Zukunft lernen können, z.B. Sinn und Zweck der Seite deutlicher machen und nicht jeden Fan auf die Pinnwand posten lassen.

Leider ist die Chefticket-Seite nun zu einem „toten Account“ geworden: Die Aktion ist vorüber, die Seite zwar noch aufrufbar, jedoch keine Pinnwandeinträge mehr sichtbar. Fans verwalten somit inaktive Beziehungen. Dies ist im Rahmen einer soliden Profilstrategie kritisch zu sehen, denn soziale Netzwerk-Profile sollten langfristig gepflegt werden. Ständig neue Seiten anzulegen, bedeutet einerseits neuen Aufwand für das Unternehmen, und andererseits führt eine steigende Anzahl von unternehmenseigenen Profilen zu einer Unübersichtlichkeit bei den Usern.

Wir hoffen, dass die Bahn für ihre nächste Aktion viel lernen konnte und sind gespannt auf das Callcenter 2.0.

Ein interessantes Interview mit der Bahn zur Chefticket-Aktion gibt es auf facebookmarketing.de.

Otto-Model-Contest: Travestie-Ulk sorgt für Wirbel

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Das Mitmach-Web hat seine eigenen Gesetze. Trotz sorgfältiger Planung entwickeln mache Online-Kampagnen ihre ganz eigene Dynamik. Das musste nun das Versandhaus Ottto erfahren. Hier übernahmen die Kunden die Kontrolle über eine Facebook-Kampagne und leiten diese derzeit in eine unvorhergesehene Richtung. Die Kunst ist es, als Unternehmen nicht in Panik zu geraten und trotzdem als Gewinner hervorzugehen.

Zunächst zur Kampagne: In einem Model-Contest sucht Otto derzeit das Gesicht für die eigene Facebook-Fanpage. Lange Zeit ging alles gut. Fast 50.000 Facebook-Nutzer, gutaussehende Jungen und Mädchen, beteiligten sich. Doch nun führt beim Voting ein junger Mann mit blonder Perücke, grellroten Lippen und kurzem Rock.

16.000 Stimmen hat “Brigitte” aus Koblenz bereits, liegt weit vor der hübschen Klara aus Schweinfurt. Offensichtlich haben sich die Teilnehmer beim Modelcontest in Scharen einen Spaß daraus gemacht, den Travestie-Ulk an die Spitze zu wählen.
Was bei Otto als klassische Crowdsourcing-Geschichte mit Interaktion der Kunden begann, wird damit nun zu einem sensiblen Thema. Kann die Clownerie zum Otto-Gesicht werden?
Laut Rhein-Zeitung steckt unter der blonden Perücke ein 22-jähriger Student. Der habe sich nur einen Spaß gemacht. Unter Freunden quasi. Doch auch das Web hat seinen Spaß und wählt ihn an die Spitze und könnte ihn nun so zum neuen Gesicht von Otto bei Facebook machen. Die Wahl dauert noch zwei Tage.

Und wenn „Brigitte“ gewinnt? Bei Otto macht man das einzig Richtige in dieser Situation: Man beobachtet das Ergebnis amüsiert und nimmt es mit Humor. „Die Nutzer haben das Sagen! Wenn Brigitte gewinnt und das will, dann wird er auch als Frau fotografiert und auf die Seite kommen!“, lässt sich Otto zitieren.
 
Immerhin: Das beste Bild aus dem Shooting soll nur für zwei Wochen das neue Otto-Profilbild bei Facebook werden. Dann ist der „Spuk“ vorbei.
 
Und in der Zwischenzeit kann Otto mit Humorverständnis Sympathiepunkte sammeln und zugleich gut sichtbar beweisen, dass die Zielgruppe lockerer und jüngerer ist, als es manch ein Vorurteil über die Versandwelt vermuten lässt.