5 typische Facebook-Fehler von kleineren Unternehmen

Tags : , , , , ,

Kleinere Unternehmen haben auf Facebook einen großen Vorteil: Sie können viel persönlichere Beziehungen zu ihren Kunden aufbauen als große Unternehmen. Leider wird diese Stärke oft übersehen und ein paar grundlegende Facebook-Regeln werden nicht umgesetzt. Hier, in Anlehnung an Mashable, 5 häufige Fehler von kleineren Unternehmen auf Facebook.

.

1. Marketing-Botschaften senden

Der wohl gravierendste Fehler, den Unternehmen auf Facebook begehen können, ist es, seine Markenbotschaften hinaus zu posaunen ohne den Fans regelmäßig relevante und interessante Inhalte zu liefern.
Ehrlich und authentisch mit den Kunden interagieren statt simple Beschallung, lautet das Rezept. Fans wollen eine Verbindung zum Unternehmen aufbauen und sich als Teil einer Community fühlen. Permanente Eigenwerbung erreicht leider das Gegenteil. Dies mag für viele Unternehmen, die ihren Fokus auf Sales legen und sofortige Einnahmen aus Facebook sehen wollen, eine Umstellung sein, doch hier geht es um den Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen.

2. Zu wenig Zeit investieren

Viele kleinere Unternehmen unterschätzen die Zeit, die notwendig ist um eine erfolgreiche Facebook-Strategie zu entwerfen und auch umzusetzen. Eine Fanseite zu erstellen und sie dann sich selbst überlassen, in der Hoffnung, die Fans würden schon irgendwie zum Unternehmen finden und Fan werden, ist leider zu kurz gedacht. Eine Fanseite zu erstellen ist nur der erste Schritt von vielen. Die Seite muss regelmäßige Updates erfahren und permanent gemonitort werden. Zeitnahe Antworten auf Kundenanfragen sind ein Muss.

3. Zu langweilig oder vorhersehbar

Manche Unternehmen scheinen zu vergessen, dass Facebook eine soziale Plattform ist, auf der die Nutzer lustige, interessante oder nützliche Dinge mit ihren Freunden teilen. Deshalb sollte man sich überlegen, was für die Fans wichtig ist und was sie gerne weiterleiten möchten.
Ebenfalls sollte man auf einen guten Mix von Text, Fotos, Videos und anderen Multimedia-Elementen achten. So vermeidet man es, vorhersehbar zu werden und aus dem Newsfeed verbannt zu werden.
Auch das automatische Veröffentlichen des Blog-Content oder Twitterfeed wirkt unpersönlich. Deshalb lieber mit Facebooks eigenen Tools die Beiträge veröffentlichen. Das wird auch für den Newsfeed von Facebook höher bewertet und weiter oben angezeigt als Auto-Content.

4. Kein Wissen über Facebook Tools und Funktionen

Da Facebook ein relativ neues Medium ist, haben manche Unternehmen noch Nachholbedarf was alle Funktionalitäten des Netzwerks betrifft. Aber nur so kann man ein optimales Markenerlebnis schaffen. Der Info-Tab wird selten voll genutzt und nur sehr wenige kleinere Unternehmen kreieren eine eigene Welcome-Seite.
Auch gibt es oft Probleme mit dem Profilbild. Denn die Unternehmen laden ihr Logo hoch, und das angezeigte Bild im Newsfeed ist nur ein Ausschnitt, der lediglich ein paar Buchstaben aus der Mitte des Logos zeigt. Dieses nutzlose Logo bildet dann die Marke auf Facebook.
Das Analyse-System Facebook Insights wird oft übersehen. Damit sollte man sich vertraut machen um herauszufinden, wie die Posts ankommen und den Content gegebenenfalls anpassen. Es bietet wertvolle Informationen über Nutzeraktivitäten (Views und Feedback) und Nutzer (Likes, Unlikes, Demografie usw.).

5. Die Facebook Richtlinien werden verletzt

Baut man eine Community auf einem Privatprofil auf, anstatt auf einer Unternehmensseite, ist das ein Problem. Seit ein paar Tagen kann man jedoch das Privatprofil in eine Business-Fanseite umwandeln.
Auch werden bei Gewinnspielen oft die Richtlinien verletzt. Was dabei zu beachten ist, erfahrt ihr hier.
Ebenso darf man keine Personen ohne deren Einwilligung auf Fotos markieren. Das bringt zwar deren Aufmerksamkeit, ist aber nicht zulässig und kann von den Personen gemeldet werden.
Deshalb: Zeit nehmen und die Richtlinien genau studieren.

Auswirkungen von Googles +1 auf die Werbeindustrie

Tags : , , , ,

Mit dem neuen Empfehlungsbutton “+1” will Google nun ebenfalls ein Stück vom Social Media Kuchen. Ohne Zweifel ist das Social Web die Zukunft des Internet. Doch wer eine soziale Komponente einbauen möchte, braucht auch eine Plattform, auf der sie sichtbar ist. Das war bisher Facebook. Doch nun will Google das Netz außerhalb von Facebook sozialer machen. Das kann auch die Werbeindustrie stark verändern. Zunächst eine kurze Erklärung, was das neue +1-Feature überhaupt ist.

.

Wie funktioniert Googles +1?

Nutzer, die über einen Google-Account angemeldet sind, können Suchergebnisse, Anzeigen oder etwa Artikel im Google-Reader weiterempfehlen. Stoßen Freunde auf diese Suchergebnisse, bekommen sie durch ein +1 Symbol angezeigt, wenn ein befreundeter Nutzer einen Link empfohlen hat. Fremde Nutzer bekommen in den Suchergebnissen nur zu sehen, ob jemand überhaupt einen Link für empfehlenswert hielt.

In einer Liste im eigenen Google-Profil können Nutzer sehen, welche Links sie mit “+1″ markiert haben und einmal empfohlene Seiten auch wieder löschen.

In Zukunft soll Googles “+1″-Button wie “Gefällt mir” auch auf externe Seiten eingebaut werden können, auch eine Verknüpfung mit Twitter ist geplant. Zum Start bekommen nur US-Nutzer von google.com die neue Funktion angeboten, über eine spezielle Seite können aber auch interessierte Nutzer aus anderen Teilen der Welt die neue Funktion vorab freischalten und Suchergebnisse empfehlen.
.

.

Der +1 Button und die Werbeanzeigen

Der Button funktioniert nicht nur bei Websites sondern auch bei Werbeanzeigen, die am Rand neben der Google-Suche erscheinen. Wer die Ads nützlich findet, kann sie mit „+1“ markieren und damit vertrauensvoller wirken lassen. Ähnlich wie man „Promoted Tweets“ retweetet oder mit „Digg Ads“ Werbeanzeigen markiert oder eben eine Facebook Werbung mit „gefällt mir“ markiert.

Doch wer markiert schon Werbeanzeigen? Der Punkt ist, dass die Seiten, auf welche die Ads verlinken auch in der normalen Suche auftauchen. Werden die Seiten beim normales Ergebnis markiert, so erscheint das auch in der Werbeanzeige.

Die +1 Daten können auch für Werbung außerhalb der Google-Suchresultate-Seite genutzt werden, nämlich auf jeder Seite im Netz. Betreibt man eine Seite, die AdSense Ads schaltet, kann man die +1 Infos ebenfalls dazuschalten. Social Infos bei Werbeanzeigen überall im Netz schalten, wäre auch für Facebook sehr attraktiv. Nun kann Google diese Schlacht für sich entscheiden.

Der Kampf um die Webherrschaft zwischen Google und Facebook geht also in eine neue Runde. Facebook nutzt dabei die Macht des Social Web, Google das Daten-Web. Doch beide Seiten werden sich immer ähnlicher. Zwar ist Facebook  – noch – keine Suchmaschine, doch dessen Potenzial bei Social Ads ist Google ein Dorn im Auge. Denn mit Werbung verdient Google das meiste Geld. Der +1-Button ist nun Googles Versuch, mit Facebook Schritt zu halten.

Die Experten sind unterschiedlicher Meinung, wie sehr Googles neues Empfehlungssystem das Marketing beeinflusst. David Hallerman, Senior Analyst bei eMarketer steht dem eher skeptisch gegenüber. Seiner Meinung nach passen Suche und Empfehlungen nicht zusammen, da Suchen keine soziale Aktivität ist, sondern ein Tool, das genutzt wird und man nicht viel Zeit damit verbringt.

DeepFocus CEO Ian Schafer sieht das schon anders: Sucht jemand nach Informationen zu einem Produkt, einem Service oder möchte wissen, ob einen Kommentar oder Empfehlung gut ist, könnte ein „Qualitätszeichen“ daneben diesen eher einsamen Prozess in einen kollaborativen Prozess verwandeln.

Andere Experten sehen den Einfluss unserer Google Kontakte als gering an und glauben an den stärkeren Einfluss unseres Facebook Social Graph.

Wird +1 allerdings zu einer anerkannten Währung und Quelle des Vertrauens, so könnten Werbetreibende diese Währung sammeln, wie sie derzeit auch Facebook Likes sammeln. Die Gamification des Marketing sozusagen.

Ob Werbeanzeigen mit vielen +1 besser performen, ist wohl anzunehmen. Fließen die gesammelten +1 Wertungen in den Qualitätsfaktor der Anzeigen mit ein, so verringern sich die Kosten der Anzeige und sie erhält ein besseres Ranking.

Insgesamt ist +1 ein schlauer Schachzug, denn sowohl Suchmaschinen-Optimierer als auch Social Media Experten werden diesen Button wohl zu ihrem Service hinzufügen.

Facebook testet Echtzeit-Targeting durch Analyse der Statusmeldungen

Tags : , , , , ,

Wer in seiner Statusmeldung das Wort „Hunger“ verwendet, könnte in Zukunft sofort Werbung für Pizzaservices oder Gutscheinangebote von Restaurants am Seitenrand sehen. Diese Sofort-Werbung wird derzeit von Facebook an 1% der Facebook-User getestet – das sind immerhin 6 Millionen Menschen weltweit.

Schon mit dem Werbeformat „Sponsored Stories“ kam Facebook der Echtzeit-Werbung nahe: Checkt ein Freund von mir bei einem Werbepartner ein, wird Fan einer Marke oder postet auf der Pinnwand eines Unternehmens, so erscheint diese Aktivität als Werbeanzeige am rechten Seitenrand meines Newsfeed.

Jetzt analysiert Facebook die Statusmeldungen der Nutzer und bietet sofort die passende Werbeanzeige dazu.

Schon seit längerem analysiert Facebook die Posts und Status-Updates der User, sammelt diese Informationen und liefert passende Werbung, doch dies geschah noch nie in Echtzeit. Wer jetzt kurz erwähnt, dass er an einem Marathon teilnimmt, eine Bohrmaschine kaufen will, zu einem Festival fährt oder hohe Schuhe trägt, erhält sofort eine „Werbelösung“ und liefert viel exaktere Informationen, als früher seine „Likes“ oder Profildaten übermittelten.

Ein User muss noch nicht einmal Fan einer Fußball-Seite sein oder Fußball bei seinen Interessen angegeben haben, doch indem er postet, sich heute Abend ein Fußballspiel in einer Kneipe anzusehen, ist er ab sofort in der Adidas-Zielgruppe. Der wichtigste Zeitpunkt für einen Werber ist der Moment, in dem ein potentieller Kunde einen Wunsch äußert und sich überlegt, wie er das Bedürfnis befriedigen kann. Das neue Echtzeit-Modell setzt den Werber direkt in diesem entscheidenden Moment vor den Kunden.

Jetzt liegt es an der Qualität des Algorithmus, der die Status-Updates auswertet, wie genau die Werbeanzeigen passen oder ob überhaupt eine Anzeige möglich ist. Ob sie angeklickt werden, bleibt dabei fraglich: Manche Analysten beklagen die extrem niedrige Click-Through-Rate von Facebook Kampagnen. Sie lag 2010 bei 0,051% oder bei der Hälfte des Branchen-Durchschnitts, so die Experten von Webtrends. Emarketer schätzt, dass Facebook in 2010 dennoch 1,86 Milliarden Dollar an Werbeeinnahmen hatte, und die meisten Unternehmen für ihre Anzeigen Facebooks Targeting-Tools nutzten.

10 Tipps für erfolgreiches Posten auf Facebook-Fanseiten

Tags : , , , , ,

Ist man mit seiner Marke auf Facebook vertreten, stellt sich die Frage: Wie motiviere ich meine Fans und binde sie in sinnvolle Dialoge ein? Denn nur bei relevanten Inhalten werden die Fans mitmachen. Was oft vergessen wird: Der Newsfeed der Nutzer wird nach einem speziellen Algorithmus zusammengestellt und bestimmt, was die Nutzer ganz oben auf ihrer Seite sehen. Dieser sogenannte Edgerank Algorithmus von Facebook filtert die für den Nutzer wichtigen Beiträge heraus. Je beliebter ein Beitrag  – viele Komments und Likes – desto weiter oben erscheint er. Diese Newsfeed Optimierung ist für Marken genauso wichtig wie die richtige Content Strategie.

Folgende 10 Tipps, in Anlehnung an einen Post von Mashable, helfen bei der Optimierung des Newsfeed und der Verbesserung des Fan-Engagement.

.

1. Keine automatischen Status Updates

Die Blog-Posts oder Twitter-Updates sollten nicht mit einem automatischen Feed auf die Facebook-Seite geholt werden. Denn ein automatisch weitergeleiteter Inhalt schafft es meist nicht in die News Feeds der User. Die Fans erkennen, ob ein Posts automatisch erstellt wurde oder ob er manuell auf sie abgestimmt wurde. Viele Markenseiten erreichen mit Auto-Posts daher keine großen Fan-Interaktionen.

Ist man auf mehreren Plattformen vertreten (Facebook, Twitter, YouTube, etc.) sollte man nicht den exakt gleichen Inhalt im gleichen Format auf allen Plattformen veröffentlichen. Natürlich ist es zeitaufwändiger, eine manuell abgestimmte Version zu erstellen, doch man erreicht damit mehr Engagement und zeigt den Fans, dass man sie wichtig nimmt. Wer hat schon gerne Hashtags oder andere typische Twitter-Formate in seinem Facebook Stream?

2. Zeige, dass du ein Mensch bist

Danke deinen Fans für ihre Antworten und Meinungen. Ab und an kann man auch über andere Dinge sprechen als nur über die eigenen Produkte. Wünscht man den Fans ein schönes Wochenende, stellt lustige Fragen oder fragt nach den persönlichen Erfahrungen der Fans, freut das die User und sie kommen sicher gerne der Aufforderung nach.

Macht man einen Fehler, sollte man ihn zugeben. Jeder macht Fehler und niemand ist perfekt. Offenheit im Umgang mit Schwächen wird dabei eher belohnt, als wenn man versucht, sie zu vertuschen.

Keine Angst vor negativen Kommentaren oder vor Usern, die heikle Themen ansprechen. Oft beteiligen sich andere Fans an diesen Gesprächen und stehen der Marke zur Seite. Dies hat sehr viel mehr Gewicht, als wenn man selbst das Wort ergreift. Antwortet man zeitnah und kümmert sich um die Probleme der Kunden, kann man Gegner in treue Kunden verwandeln.

3. Poste mehr Fotos und Videos

Formate wie Fotos und Videos kommen auf Facebook immer gut an. Nicht nur der News Feed Algorithmus bewertet sie hoch, sondern sie erzielen in einem Feed, der hauptsächlich aus Text besteht, auch größere Aufmerksamkeit bei den Menschen. Viele User bevorzugen es, im Web Dinge anzusehen als Texte zu lesen.

Ein nettes kleines Feature von Facebook erlaubt es, mehr Fans zu generieren: Postet man ein Video, das ein Nicht-Fan sieht, so erscheint ein kleines Pop-Up am oberen linken Rand des Videos, das dazu aufruft, Fan der Seite zu werden.

4. Spanne die Fans mit ein

Keine Angst vor Crowdsourcing! Die Facebook Fanseite ist der perfekte Ort dafür. Die Fans fühlen sich ernst genommen und tragen mit ihren Entscheidungen auf lange Sicht auch zu einer guten Content Strategie bei. So bleibt man bei den Bedürfnissen der Fans. Ein gutes Beispiel ist Budweiser. Hier konnten die Fans auf der Facebook-Seite den Super Bowl Werbespot bestimmen.

5. Wähle dein Publikum aus

Status-Updates kann man benutzerdefiniert veröffentlichen und nur bestimmten Fans anzeigen lassen. Für eine weltweite Marke, ist das eine sehr hilfreiche Funktion. Nicht alle Kampagnen oder Wettbewerbe, die man in einer bestimmten Region durchführt, sind für alle Fans interessant. Die Posts können nach Land und Sprache veröffentlicht werden. In den USA ist sogar ein Filtern nach Bundesstaat und Stadt möglich.

6. Stelle Fragen und involviere die Fans

Wenn man möchte, dass die Fans ihre Meinungen zu einem bestimmten Thema mitteilen, ihre neuesten Web-Entdeckungen auf der Fanpage teilen oder den eigenen Content weiterleiten, sollte man sie einfach danach fragen. Ein Aufruf zu mehr Aktionismus wird häufig positiv beantwortet und sorgt für mehr Engagement.

7. Kontrolliere die Häufigkeit und den Zeitpunkt deiner Posts

Überschwemme deine Fans nicht mit zu vielen Posts. Zu Anfang sollte man mit einem Posts pro Tag starten und je nach Resonanz der Fans oder Brisanz des Themas auf zweimal am Tag erhöhen. Was den Zeitpunkt betrifft, so sind die meisten Facebook-User abends und am Wochenende auf der Plattform aktiv. Dieser generelle Trend variiert jedoch je nach Zielgruppe der Fanseite. Man sollte austesten zu welchem Zeitpunkt die höchste Response-Rate erzielt wird und die Häufigkeit entsprechend anpassen.

8. Kommuniziere auf deine eigene Art

Es ist wichtig zu wissen, mit welcher Stimme man auftreten möchte. Skittles entschied sich für eine unterhaltsame und lustige Art, sich an die Fans zu richten und bleibt dieser Stimme treu. Natürlich ist auch hier Raum für Experimente um zu testen, was sonst noch gut ankommt. Die Stimme sollte jedoch zur Marke passen und der Community Manager sich damit wohl fühlen.

9. Biete abwechslungsreiche Inhalte

Ändere deinen Content von Zeit zu Zeit. Oft wissen viele Leute nicht, was sie regelmäßig posten sollen. Man könnte neue Rubriken einführen, wie: Tipps und Anleitungen, Best Practices, Breaking News, Umfragen, Wissenswertes rund um das Unternehmen, Multimedia, Inhalte von Dritten oder Experten-Interviews.

10. Ermittle den Erfolg deiner Posts

Wie hoch ist die durchschnittliche Anzahl an Kommentaren oder Likes pro Post? Hier sollte man sich am Feedback der Kunden orientieren und die Themen, Angebote und Diskussionen – im Einklang mit der Content Strategie – entsprechend anpassen. Nicht selbstgefällig werden!

Wettbewerbe und Gewinnspiele auf Facebook – was man beachten muss

Tags : , , , , ,

Wer ein Gewinnspiel, eine Verlosung oder einen Wettbewerb auf Facebook starten möchte, ist oft ziemlich verwirrt durch die zahlreichen Regeln, die er beachten muss. In diesem Beitrag erklären wir euch, was erlaubt ist und was nicht, und wie man mache Beschränkungen legal umgehen kann.

.

Verwirrende Regeln

Contests auf Facebook sind extrem beliebt und hilfreich um Buzz zu erzeugen, das Engagement zu steigern, die Fananzahl zu erhöhen oder E-Mail Adressen zu sammeln. Doch Facebook hat strenge Regeln, was Kampagnen auf der Plattform betrifft.

Langezeit waren die Beschränkungen sehr gering und die User genossen bei ihren Kampagnen große Freiräume. Seit 2009 jedoch sind die Richtlinien für Promotions strenger, sorgen aber immer noch für Verwirrung und viele Nutzer verstoßen gegen die Auflagen.

.

Was sind Promotions?

Die Promotions-Richtlinien regeln die Kommunikation und die Organisation von Verlosungen, Wettbewerben, Preisausschreiben oder ähnlichen Angeboten (genannt „Promotion“) auf Facebook. Eine „Verlosung“ ist ein Gewinnspiel, bei dem der Gewinner nach dem Zufallsprinzip ermittelt wird und einen Preis erhält. Bei einem „Wettbewerb“ oder „Preisausschreiben“ wird ebenfalls ein Preis vergeben. Hier wird der Gewinner jedoch auf der Grundlage bestimmter Qualifikationen oder Leistungen ermittelt (z. B. anhand bestimmter Beurteilungskriterien).

Das bedeutet, dass jede Kampagne, die einen Gewinner hat, sich an die Promotions Guidelines halten muss. Es ist bei solchen Kampagnen nicht erlaubt, Facebook Features zu verwenden. Jede Promotions-Kampagne auf Facebook darf nur über Anwendungen (Apps) durchgeführt werden. Werbung für das Unternehmen darf man natürlich auf den Fanpages machen, solange es dort nicht darum geht, Gewinner zu bestimmen.

.

Welche Anwendungen eignen sich für Wettbewerbe?

Eine der meistgenutzten Apps ist Wildfire. Sie hat ein simples Interface und ist nicht teuer. Man kann zwischen 10 verschiedenen Promotion-Typen wählen, unter anderem Wettbewerbe mit Fotos, Videos oder Quizfragen. Neben Wettbewerben kann man damit auch Verlosungen oder Coupon Kampagnen umsetzen.

.

Weitere Anwendungen mit denen man auf Facebook Promotions-Kampagnen durchführen kann sind:

.

Darf ich einen Fan zufällig auswählen und ihm einen Preis geben?

Nein. Denn auch hier geht es um einen Gewinner und man erfasst via Facebook Teilnahmen, was verboten ist. Außerdem darf man die Gewinner nicht innerhalb von Facebook kontaktieren. Man darf ihnen also keine E-Mails schicken, nicht mit ihnen chatten oder auf ihre Pinnwand posten. Außerdem darf man die Gewinner nicht auf der eigenen Pinnwand veröffentlichen – auch wenn die Fans danach fragen.

Was man stattdessen tun kann, ist, einen oder mehrere Fans zufällig auswählen und ihn/sie auf einem Foto auf deiner Seite zeigen. Die anderen Fans dürfen nur nicht für sie abstimmen. Das Anzeigen von Fanfotos ist recht beliebt (so etwas wie der „Fan der Woche“). Toys „R“ Us macht das derzeit.

.

Können meine Fans an einem Wettbewerb teilnehmen indem sie Fotos hochladen?

Nicht, wenn man die Fans dazu anhält, Fotos direkt auf Facebook hochzuladen. Fotos oder andere Inhalte, die hochgeladen werden um an einem Wettbewerb teilzunehmen, dürfen nur über eine Drittanwendung eingereicht werden.

Facebook sagt nämlich dazu:

Du darfst nicht: die Teilnahme an der Promotion davon abhängig machen, dass ein Nutzer bestimmte Inhalte auf Facebook veröffentlicht, indem er oder sie z. B. an eine Pinnwand postet, ein Foto hochlädt oder eine Statusmeldung verfasst.

Du darfst: die Teilnahme an der Promotion von der Veröffentlichung bestimmter Nutzerinhalte über eine Drittanwendung abhängig machen. Du kannst z. B. einen Fotowettbewerb organisieren, bei dem die Teilnehmer ihre Beiträge über eine Drittanwendung hochladen.

Wenn man auf Google nach „Facebook Foto Wettbewerb“ sucht, findet man leider viele Facebook-Seiten, die sich nicht daran halten. Fliegt das auf, wird die Seite gesperrt.

.

Darf ich einen Preis an jemand vergeben, der Fan meiner Seite wird?

Man kann die Werbeaktion auf Teilnehmer, die Fan meiner Seite sind, beschränken, solange die Aktion über eine Drittanwendung organisiert wird. Man darf dabei die E-Mail-Adressen oder Anschriften über die Drittanwendung für die Promotion sammeln.

Man kann Codes exklusiv an neue Fans vergeben (Gutschein Codes oder ein Geschenk für jeden neuen Fan.

Social Media Experte Guy Kawasaki schenkt jedem neuen Fan ein kostenloses eBook.

Blumenhändler verschenken an neue Fans Produkte durch Eingabe von Gutscheincodes.

.

Wie weiß ich, dass meine Aktion den Richtlinien folgt?

Wichtig ist, dass die Teilnahmebedingungen auf der Canvas Page (Facebook Seite auf der die Anwendung läuft) sichtbar sind. Das kann auch ein Link sein.

.

Darf ich auf meiner Facebook Seite einen Wettbewerb promoten, der auf meinem Blog stattfindet?

Ja. Solang man für die Teilnahme nichts auf Facebook machen muss, wie etwa: den „Gefällt mir“ Button klicken, kommentieren oder Inhalte hochladen. Man kann einfach einen Link auf der Facebook Seite posten, der zum Blog-Contest führt.

.

Lohnt sich das Risiko einen Wettbewerb ohne Drittanwendung durchzuführen?

Besser man lässt die Finger davon. Zwar kann Facebook nicht jeden einzelnen Wettbewerb prüfen, doch das Risiko, erwischt zu werden, besteht durchaus. Dann kann Facebook die Seite, die Anwendung oder den Account sperren. Das passiert öfters als man denkt.

Man sollte einfach daran denken, dass man bei jeder Aktion, die einen Gewinner hat, eine Drittanwendung nutzen muss.

Infografik: Wie kleinere Unternehmen Social Media nutzen

Tags : , , , , ,

Bei Social Media geht es in erster Linie um Interaktion und Engagement mit der Commuity. Doch die Community verhält sich je nach Plattform unterschiedlich. Das sollten Unternehmen beachten. Twitter ist ein Dialog-Medium: Die Nutzer antworten eher und wollen einen Dialog mit dem Unternehmen starten, doch klicken sie nicht so häufig auf Links wie bei Facebook. Auf Facebook wollen die Nutzer Fotos und einmalige, abgeschlossene Posts und klicken eher auf Links. Facebook erzeugt somit stärker Traffic für die Website als Twitter.