Fanprotest: Facebook zwingt Metallica in die Knie

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Zwei israelische Fans fanden die Karten für ein Metallica-Konzert zu teuer, gründetet eine Facebook-Protest-Gruppe und waren damit erfolgreich: die Kartenpreise wurden halbiert. Da sieht man wieder, wie viel Macht Facebook mittlerweile den Konsumenten gibt. Das am 22. Mai dieses Jahres in Tel Aviv stattfindende Konzert der Rockgruppe, war Anlass der Aktion. Umgerechnet 116 Euro verlangten die Veranstalter für das billigste Ticket – zu viel für Tomer Mussman und Rotem Horovitz. Sie riefen zum Protest auf und gründeten eine Facebook Gruppe, die innerhalb von nur 4 Tagen 6000 Fans sammelte. Die Musikmedien bekamen Wind davon, griffen das Thema auf und machten es publik. Das Metallica-Management sah sich zum Handeln gezwungen und halbierte die Eintrittspreise. Zwar kostet die teuerste Karte immer noch 192 Euro, erfolgreich war die Aktion jedoch trotzdem. Das Management tat gut daran, zeitnah und kooperativ zu handeln, da bei solchen Protesten mit Schneeball-Effekt schnell das Image dauerhaft Schaden nehmen kann. Toll, wenn man das jetzt immer so machen kann. Vielleicht sollte ich ebenfalls eine Facebook-Gruppe gründen, die für eine Halbierung der Bahnpreise und Verzehnfachung der Pünktlichkeitswahrscheinlichkeit eintritt. Jemand dabei?

Facebook: neue Statistiken zur Nutzung

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Nach der Überschreitung der 400 Mio. Benutzermarke hat Facebook seine Statistikseite aktualisiert. Interessant ist, dass das “Sharing” oder “Teilen” von Facebook-Inhalten um über 500% zugenommen hat in den letzten 6 Monaten. In der gleichen Zeit ist die Zahl der Benutzer von 250 Mio. auf 400 Mio. angewachsen, d.h. der riesige Zuwachs in der Nutzung der “Teilen”-Funktion kann also nicht alleine mit der Zunahme der Benutzerzahlen erklärt werden. Der durchschnittliche Facebook-Benutzer teilt 12 Inhalte jede Woche. Die große Verbreitung von Facebook Connect mit über 80.000 Implementationen dürfte deshalb einen großen Teil dazu beigetragen haben.

Hier nun die aktuellen Zahlen:

Allgemeine Zahlen

  • 400 Millionen aktive Nutzer
  • 50% der aktiven Nutzer melden sich täglich an
  • 35 Millionen Benutzer aktualisieren ihren Status täglich
  • 50 Millionen Statusupdates täglich
  • 3 Milliarden Fotos werden monatlich hochgeladen
  • 5 Milliarden Inhaltsobejekte (Links, Newsbeiträge, Blogmitteilungen, Notizen, Photoalben) werden wöchentlich erstellt
  • 3.5 Millionen Veranstalten werden jeden Monat erfasst
  • 3 Millionen aktive Fanseiten
  • 1.5 Millionen lokale geschäftliche Fanseiten sind aktiv
  • 20 Millionen Menschen werden täglich Fan einer Fanseite
  • 5.3 Milliarden Menschen sind Fan einer Fanseite

Zahlen zum Durchschnittsbenutzer

Der Durchschnittsbenutzer hat

  • … 130 Freunde
  • … macht 8 Freundschaftsanfragen pro Monat
  • … verbringt mehr als 55 Minuten pro Tag auf Facebook
  • … klickt 9 mal im Monat auf den “gefällt mir”-Button
  • … schreibt rund 25 Kommentare zu Inhalten pro Monat
  • … wird von 4 Fanseiten Fan pro Monat
  • … wird zu 3 Veranstaltungen pro Monat eingeladen
  • … ist Mitglied bei 13 Gruppen

Internationale Größe

  • 70 Übersetzungen verfügbar
  • rund 70% der Facebook-Benutzer sind nicht aus den USA
  • 300.000 Benutzer haben bei der Übersetzung mitgeholfen

Plattform

  • 1 Million Entwickler und Unternehmer aus mehr als 180 Ländern
  •  70% der Facebookbenutzer benutzen Applikationen
  • 500.000 aktive Applikationen
  • 25 Applikationen verfügen über 1 Million Benutzer
  • 80.000 Webseiten haben Facebook Connect seit Dezember 2008 implementiert
  • 60 Millionen Facebook-Benutzer nutzen Facebook-Connect auf externen Webseiten pro Monat
  • 2/3 der comScore’s US Top100 und 50% der weltweiten Top100 Webseiten nutzen Facebook Connect

Mobile

  • 100 Millionen Benutzer greifen via Mobile-Geräte auf Facebook zu
  • Benutzer mit Mobile-Zugang nutzen Facebook 50% aktiver als Nicht-Mobile-Benutzer
  • 200 Mobile-Betreiber in 60 Länder entwickeln und bewerben Mobile-Facebook

Wie viel sind Facebook, Twitter und LinkedIn wert?

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Facebook ist 10 Mal so viel wert wie Twitter. Das Unternehmen SharesPost, welches Aktienhalter privater Unternehmen an potentielle Käufer vermittelt, veröffentlichte einen Report mit aktuell geschätzten Werten verschiedener Social Media Plattformen.  Hier die Ergebnisse:

Facebook:          11,5 Milliarden $

Zynga:                 2,6 Milliarden $

Twitter:               1,4 Milliarden $

LinkedIn:             1,3 Milliarden $

Linden Labs (Second Life): 383 Milliarden $

Spiele-Entwickler Zynga kreierte unter anderem das populäre Facebook-Spiel Farmville, auf dessen virtuellem Bauernhof sich weltweit 75 Millionen Menschen tummeln.

Facebook plant für 2010 über 1 Milliarde Dollar Umsatz

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Erst kürzlich konnte Facebook den 400 millionsten Nutzer begrüßen. Doch nicht nur die Userzahlen wachsen. Auch der Umsatz wird laut Expertenschätzungen dieses Jahr die 1 Milliarde Dollar Grenze überschreiten. Da Facebook ein privates Unternehmen ist, besteht für Gründer Marc Zuckerberg keine Pflicht seinen Umsatz, Gewinn oder Kosten zu veröffentlichen. Inside Facebook ´s Analysen sind daher nur Schätzungen. Belegt ist jedoch, dass Facebook im September 2009 erstmals die Gewinnschwelle überschritten hat. 2007 lag der Umsatz noch bei 150 Millionen Dollar, 2008 schon bei 350 Millionen, für 2009 liegen die Schätzungen zwischen 500 und 700 Millionen Dollar. 4 Bereiche sind dabei die Haupteinnahmequellen: Markenwerbung, Microsoftwerbung, Virtuelle Güter und Performance-Marketing. Letzteres trägt wohl mehr als die Hälfte der Einnahmen bei, durch Onlinemarketing-Instrumente wie Pay per Click oder Pay per Sale. Schlusslicht sind Virtuelle Güter, die 2009 aber immer noch 10 Millionen Dollar einbrachten. Was die Profitabilität betrifft, so ist die Online-Plattform aber noch weit vom Suchgiganten Google entfernt. Auch ein Börsengang scheint momentan eher unwahrscheinlich. Doch wer weiß, was das Jahr 2010 für Überraschungen bereit hält.

Facebooker lehnen das Wort „Twitter“ ab

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Wer auf Twitter beachtet werden möchte, sollte sich an eine simple Regel halten: Benutze das Wort „Twitter“ in deinen Tweets. Die Chancen auf einen Re-Tweet bei Selbstreferenz steigen um über 300 Prozent. Selbst das Wort „Facebook“ hat im Microblogging-Dienst eine positive Wirkung: 60 Prozent der Tweets werden anschließend weitergeleitet. Man sollte allerdings nie den Fehler begehen, den Begriff „Twitter“ in seinem Facebook-Status zu erwähnen! Dann, so die Untersuchung von Dan Zarella, fällt die Chance auf ein Teilen mit Freunden um über 100 Prozent. Besser kommt bei den Facebook-Fans Selbstreferenz an: Wer in seinem Status das Wort „Facebook“ erwähnt, wird zu 220 Prozent wiedererwähnt. Der Grund für die abschreckende Wirkung von Twitter bei Facebookern liegt wohl darin, dass es den Facebookern nicht um das Funktionieren des Systems an sich geht. Twitter-Fans hingegen sind „Social Media Freaks“, sie interessieren sich für das System und alle Möglichkeiten, es zu nutzen und zu verbessern. Facebooker reagieren meist empört bei Funktions-Änderungen ihres Sozialen Netzwerks. Diese Regeln können sehr nützlich sein, will man z.B. als Marketing- oder PR-Profi ein Unternehmen auf diesen Plattformen promoten.

Facebook App ermittelt „unfriended“ Freunde

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Laut Oxford American Dictionary, ist der Begriff „unfriend“ das Wort des Jahres 2009. Doch gab es auf Facebook keine Möglichkeit herauszufinden, wer einem denn die Online-Freundschaft gekündigt hat. Um sich anzeigen zu lassen, bei wem man in Ungnade gefallen ist, hat das tschechische Unternehmen Candytech nun eine Applikation entwickelt: den „Unfriend Detector“. Nach der Installation des Service hat man die Wahl, sich seine „unfriended friends“ direkt in der Applikation anzeigen zu lassen oder eine entsprechende Infornation per Email zu erhalten. Automatische Empörungs-Mails werden dabei allerdings nicht versendet…