Social Media Weltrangliste: Deutschland auf Rang 3

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Das Wachstum sozialer Medien wie Facebook oder Twitter scheint bisher keine Grenzen zu kennen. Nach einer Messung des Marktforschungsunternehmens Comscore ist die Besucherzahl auf den Seiten sozialer Netzwerke in den vergangenen zwölf Monaten um 23 Prozent auf 945 Millionen in aller Welt gestiegen. Auch in Deutschland gewinnen diese Seiten weiter an Popularität. Die Besucherzahl stieg auf 37,9 Millionen im Juli, 47 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Nur in den Vereinigten Staaten und China besuchen mehr Internetnutzer soziale Medien. Allerdings könnte Deutschland seinen dritten Platz in der Rangliste, der zuvor Großbritannien gehörte, schon bald an Russland verlieren. In Russland haben soziale Netzwerke im vergangenen Jahr 74 Prozent Zuwachs gehabt und liegen mit 35 Millionen Besuchern nur knapp hinter Deutschland auf dem vierten Platz. Erste Sättigungseffekte sind dagegen in Großbritannien zu beobachten. Dort ist Facebook schon die populärste Seite im Internet, wächst seit Jahresanfang aber kaum noch. 

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Das Wachstum treiben nicht nur die Schwellenländer voran, sondern auch die älteren Menschen. Während die Nutzung in der Gruppe der 18 bis 29 Jahre alten Menschen mit fast 90 Prozent schon sehr hoch ist und nur wenig Wachstumsmöglichkeiten hat, hielten sich die älteren Menschen lange zurück. Nach einer Untersuchung des Pew Internet & American Life Project drängt nun aber auch die Generation der Menschen, die älter als 50 Jahre sind, in die sozialen Netzwerke. In den Vereinigten Staaten ist der Anteil der Menschen dieser Altersgruppe, die auf Facebook, Twitter oder anderen sozialen Medien unterwegs sind, in den vergangenen zwölf Monaten von 22 auf 42 Prozent gestiegen. 

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Allerdings haben sich die Art und Weise, wie das Internet genutzt wird, in dieser Generation noch nicht verschoben. „Während die E-Mail aus der Gunst der Teenager herausfallen könnte, ist sie für die ältere Generation weiterhin das wichtigste Instrument für die Kommunikation”, haben die Pew-Forscher herausgefunden. 92 Prozent der Onliner in dieser Altersgruppe sendet E-Mails.