Wie Fans mit Marken auf Facebook interagieren: Ein weltweiter Vergleich

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Die weltweit häufigsten Gründe, warum Facebook-Nutzer keine Fans von Marken mehr sind, lauten: „Die Marke interessiert die Nutzer nicht mehr“ und „die dort verfügbaren Informationen sind nicht interessant gewesen“.

Eine neue Studie von DDB untersuchte weltweit das Fan-Verhalten auf Facebook: Was motiviert Nutzer dazu Fan zu werden, wie interagieren sie als Fan mit der Marke, und warum „entfolgen“ sie Marken wieder? Dafür wurden 6 Länder untersucht: USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Türkei und Malaysia.

Die Ergebnisse:

  • Fans in Großbritannien und Frankreich folgen weniger Marken, drücken weniger häufig den “Gefällt mir”-Button, posten seltener auf die Pinnwand der Marken oder empfehlen sie Freunden.
  • Im Vergleich zu Deutschland, der Türkei und Malaysia nehmen sie auch seltener an Spielen auf den Markenseiten, Events und Wettbewerben teil.
  •  Besonders in Frankreich fühlen sich die Nutzer von zu viel Posts bedrängt.
  •  Die höchste Begeisterung für Marken zeigen die Türkei und Malaysia. Sie klicken am häufigsten auf den „Like“-Button, leiten Informationen an Freunde weiter oder empfehlen Marken auf Facebook.
  • 73% der Konsumenten haben Datenschutzbedenken bei Facebook.

 

 

 

 

Marken-Müdigkeit verbreitet sich

„Das Engagement auf Facebook hat um 22 Prozent abgenommen“, so Michael Scissons, CEO der Social Media Software Firma Syncapse. Was aber weniger damit zu habe, dass die Unternehmen einen schlechten Job machen oder langweilige Inhalte zeigen, sondern mit einer allgemeinen „Marken-Müdigkeit“. Um ihre Fananzahl um jeden Preis zu steigern, motivierten Unternehmen die Nutzer mit kostenlosen Angeboten – was die Fans nun weiterhin erwarten.

Die Marken-Müdigkeit zeigt sich, wenn man die Fans danach fragt, ob sie mit der Häufigkeit zufrieden sind, mit der sie Informationen der Marken erhalten. Die meisten Nutzer sind damit zufrieden (61%), jedoch berichten mehr Fans, dass sie zu häufig Informationen erhalten (21%) als zu selten (18%). Das gilt besonders für Frankreich, Großbritannien und Deutschland. Anders in der Türkei: Hier wollen 45% der Befragten mehr Informationen.

 

 

Dies stellt die Marken vor ein Problem. Einerseits müssen sie den Fans Content bieten, andererseits schreckt zu viel Information und Präsenz die Fans ab, welche die Posts von ihrem Newsfeed verbannen.

 

Warum Nutzer keine Fans mehr sind

Weltweit haben 40 Prozent der Befragten ihr „Fan-Dasein“ bei mindestens einer Marke beendet. Je nach Land variieren die Zahlen der Marken-Entfolger. In der Türkei sind es fast zwei Drittel, in Malaysia nur ein Viertel, in Frankreich die Hälfte.

Der häufigste Grund für die Aufkündigung des Fan-Verhältnisses überrascht nicht wirklich: Die Marke ist für die Konsumenten nicht länger interessant.

 

Die Empfehlung von DDB für Marketing-Experten lautet: Unternehmen müssen die Konsumenten respektvoll behandeln. Die Konsumenten – nicht die Vermarkter –  bestimmen über die Marke. Die Marken ließen sich von den technologischen Möglichkeiten blenden und haben die Grundzüge von menschlichen Beziehungen vergessen: Regelmäßige, respektvolle und transparente Kontakte sind wichtig.

63 Prozent der Deutschen haben Datenschutzbedenken bei Facebook

Wie wichtig der vertrauensvolle Umgang mit Nutzerdaten ist, erkennt man, wenn man sich die Datenschutzbedenken der Verbraucher genauer ansieht. Denn besonders bei Facebook haben viele Nutzer Bedenken, was die Sicherheit betrifft.

Smartphone-Nutzer teilen Aufenthaltsort mit, wenn Mehrwert geboten wird. Ältere Konsumenten haben Datenschutzbedenken

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53% aller mobilen Internt-Nutzer sind bereit, ihren Aufenthaltsort zu veröffentlichen, wenn sie im Gegenzug dazu einen Mehrwert erhalten. Besonders jüngere Konsumenten stehen ortsbasierten Aktionen offen gegenüber: 60% der 25 bis 34-Jährigen und 58% der unter 25-Jährigen würden ihren Aufenthaltsort via Mobiltelefon öffentlich mitteilen, wenn sie relevanten Content erhalten. Dies ergab eine Untersuchung des W-Lan Hotspot Anbieters JiWire in den USA.

Sonderangebote haben den größten Mehrwert

Was ist relevanter Content für die Nutzer? Ausverkäufe und Sonderangebote werden am häufigsten auf dem Mobiltelefon nachgefragt, wenn die Nutzer sich in der Nähe eines Stores befinden. Je näher sich ein Nutzer am Geschäft befindet, desto wichtiger werden ortsbasierte Rabattaktionen: 29% der Befragten gaben an, dass die wichtigste Information für sie Sonderangebote sind, sobald sie 1,5 km vom Store entfernt sind. Sind sie 15 km entfernt davon, sagen dies nur noch 24%.

An zweiter Stelle der mobil abgefragten und interessanten Informationen stehen Bewertungen von anderen Kunden, gefolgt von Wegbeschreibungen und Produktinformationen. Die Möglichkeit, Termine auszumachen, ist nur für 2% der Konsumenten wichtig.

 

Email eignet sich immer noch am besten für Deals

Wer seinen Kunden Sonderangebote zukommen lassen möchte, der setzt am besten auf Emails:

  • 38% der Befragten bevorzugen Deals per Email,
  • 22% wollen Sonderangebote über die Website erhalten,
  • 19% bevorzugen Deals über mobile Apps
  • Nur 2% wollen am liebsten Sonderangebote per SMS erhalten

 

Datenschutzbedenken steigen mit zunehmendem Alter

Datenschutzrechtliche Bedenken halten sicherlich die meisten Konsumenten davon ab, ihren Aufenthaltsort mitzuteilen. Eine Nielsen-Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen Alter der Nutzer und der Angst, Verletzungen der Privatsphäre in Kauf nehmen zu müssen, wenn sie ortsbasierte Services nutzen. Konsumenten unter 35 Jahren haben weniger Bedenken als ältere Konsumenten und teilen wohl deshalb bei entsprechender Gegenleistung eher ihren Aufenthaltsort mit als ältere Menschen. 50% der zwischen 25 und 34-Jährigen geben an, sie haben Datenschutzbedenken, während Nutzer über 45 Jahren zu 61% um ihre Privatsphäre fürchten.

 

Ortsbasierte Werbeeinnahmen steigen weltweit

Trotz aller Sicherheitsbedenken steigen ortsbasierte Werbeeinnahmen weltweit. Pyramid Research schätzt, dass der Markt für ortsbasierte Werbung im Jahr 2015 auf 6,2 Milliarden Dollar steigt und damit im Vergleich zu 2010 um 35% wächst. Für Werbetreibende wird es wichtig, Sicherheitsbedenken der Konsumenten abzuschwächen und den Kunden als Gegenleistung für personenbezogene Daten klaren Mehrwert zu liefern.

Google Street View in Deutschland gestartet

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Über dreieinhalb Jahre nach dem Start von Google Street View in den USA und der Expansion in weitere Länder auf allen Kontinenten steht Google Street View nun auch richtig in Deutschland zur Verfügung. Google gab den Startschuss am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Hamburg bekannt. Bereits vor rund zwei Wochen wurden Aufnahmen einiger Stadien, Oberstaufen und Sehenswürdigkeiten veröffentlicht.

Deutschland ist somit das 24. Land mit Aufnahmen in Street View. Der Großteil der Länder liegt mit 13 in Europa. Von den neun Nachbarländern Deutschlands gibt es in Belgien, Luxemburg, Österreich und Polen noch keine Aufnahmen, aber in allen Ländern wurden schon Autos gesichtet.

Der Weg für Street View in Deutschland war steinig und sehr lange. Erste Fahrten wurden im Sommer 2008 unternommen. Somit sind sehr viele Bilder schon „alt“ bevor sie überhaupt öffentlich gezeigt wurden. Überrascht sind viele Nutzer deshalb, wie wenig aktuell manche Bilder sind: So steht zum Bespiel das am 3. März 2009 eingestürzte Kölner Stadtarchiv auf den meisten Aufnahmen noch, aus einem bestimmten Blickwinkel ist es jedoch bereits eingestürzt. Google  nutzte das Jahr 2009 für weitere Aufnahmen in anderen Städten. Auch dieses Jahr waren wieder einige Autos unterwegs. Doch diese wurden größtenteils dafür eingesetzt, Lücken in Street View zu schließen und fehlerhafte Aufnahmen zu ersetzen.

Google räumte exklusiv für Deutschland einen vorherigen Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Häusern ein. Auch nach dem Start von Street View kann man das Tool weiter nutzen, wenn man nicht in einer der 20 Städte lebt, die Google am Donnerstag online gestellt hat. Google akzeptiert aber auch weiterhin Widersprüche. Diese kann man über das Formular, welches man über den Link „Ein Problem melden“ findet, einreichen. Gleiches gilt für nicht verwischte Gesichter, unvollständig gepixelte Kennzeichen oder unzureichend gelöschte Häuserfassaden.

Beim Streitpunkt Mehrparteienhäuser wird deutlich: Google hat oft komplette Gebäude verpixelt, was wiederum Fans des Dienstes auf die Palme bringt. Sie mosern im Web über Querulanten in der Nachbarschaft und die übergestreiften “Architektur-Burkas”.

Wer erst gegen Google Street View widersprochen hat und jetzt aber feststellt, dass er sein Haus doch in Street View sehen will, kommt leider zu spät. Google hat zugesichert, dass die Originaldaten ebenfalls gelöscht werden, wenn der Widerspruch 30 Tage vor der Veröffentlichung eingeht. Dies Ende der Frist für die 20 Städte war der 15. Oktober. Die Originaldaten sind also schon gelöscht bzw. ebenfalls bearbeitet worden.

Hier die Liste der 20 Städte, die nun online sind: Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal.

Google will nächstes Jahr weitere Städte online bringen. Welche das sein werden, hat Google bisher nicht verraten. Aber auch hier wird es wohl keine Überraschung geben, da man wohl wieder eine Frist für die Widersprüche aus den Städten setzen und diese dann öffentlich machen muss.

Wer nun seine Adresse in Street View ansehen will, gibt diese zunächst auf Google Maps ein, klickt die Adresse an und wählt anschließend unter „mehr“ die Option Street View aus.

Nokia macht Street View Konkurrenz

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Der finnische Mobiltelefon-Hersteller Nokia will, ähnlich wie Google für seinen Dienst “Street View”, in Europa und Nordamerika Straßenzüge und Häuser fotografieren. Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche hat das Unternehmen zwei Jahre an dem Projekt gearbeitet, bei dem das Lasersystem LIDAR eingesetzt werden soll. Dadurch könne mit den Fahrzeugen, die mit hochauflösenden 360-Grad-Videokameras ausgestattet seien, auch ein 3D-Bild der Umgebung erstellt werden. Auch Googles “Street-View”-Autos sind mit Laser-Entfernungsmessern ausgerüstet. Die von Nokia geplanten Aufnahmen sollen jedoch viel detaillierter sein als die von Google verwendeten. Dies wird bei deutschen Datenschützern sicher auf vehemente Kritik stoßen.

Erste Tests in San Francisco habe Nokia abgeschlossen. “Noch vor Jahresende wollen wir mit der Erfassung in Frankreich und Großbritannien beginnen”, sagte laut dem Bericht Frank Pauli, der für Kartenmaterial zuständige Manager der Nokia-Tochter Navteq. In Deutschland tobt indessen noch die Debatte über Googles Street View. Doch sobald hier eine Lösung gefunden sei, sollen die Navteq-Autos auch in Deutschland losfahren, so Pauli.

Soziale Netzwerke: Datenschutz „mangelhaft“

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Die Stiftung Warentest kommt zu einem vernichtenden Urteil, was den Datenschutz von Sozialen Netzwerken angeht. Bei acht der zehn getesteten Portale gäbe es „deutliche“ oder „erhebliche“ Mängel. „Ein Netzwerk, das Informationsaustausch und Datenschutz in Einklang bringt, existiert noch nicht“, lautet das Urteil.

Bei Jappy konnte man z.B. innerhalb von nur einer Woche den Passwortschutz umgehen – mit einer simplen selbstentwickelten Software. Besonders Facebook, LinkedIn und MySpace bekamen negative Bewertungen: Sie sind am intransparentesten, am freizügigsten im Umgang mit den Nutzerdaten und räumen den Usern die geringsten Rechte ein. Wer z.B. bei Facebook eigene Texte und Bilder einstelle, verzichte automatisch auf das geistige Eigentum an seinen Werken. Insgesamt am besten schneiden die Angebote SchülerVZ und StudiVZ ab. In den beiden Netzwerken hätten die Nutzer Einfluss, wie ihre persönlichen Informationen verwendet werden und die Portale würden die Daten kaum an andere weitergeben.

Dieser Ergebnisse sollte man sich deshalb bewusst sein, wenn man persönliche Daten ins Netz stellt. Wer also eine geniale Geschäftsidee hat, sollte diese besser nicht auf Facebook herum posaunen!

Hier eine Zusammenfassung der Ergebnisse:

Ohne Passwörter: Software erkennt unser Tippverhalten

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Unsere Welt ist voller Passwörter: der Zugang zum Firmennetzwerk, zum Bankkonto, der E-Mail Abruf oder unser Social Media Profil. Für jede dieser Funktionen haben wir hoffentlich verschiedene Passwörter. Dass man sich davon nicht alle merken kann, ist nur verständlich. Und leider verliert man auch oft die Zettel, auf die der Login notiert wurde. Forscher der Universität Regensburg haben die Lösung gefunden: Unser Tippverhalten ist unser Passwort-Ersatz. Denn dieser Rhythmus ist unverwechselbar und kann nicht kopiert werden. Die Psylock Software erkennt uns daran und verhindert Unbefugten den Zugriff. Millisekunden genau wird geprüft, in welchem Tempo die Buchstaben getroffen werden, wie lange gehalten, oder ob die linke oder rechte Großstelltaste genutzt wird. Auf der Webseite kann es jeder ausprobieren: Man schreibt zunächst neun Mal einen Satz, dann hat das System unseren Rhythmus erkannt. Auch vor Trojanern ist man sicher, denn eine hundertprozentig übereinstimmende Eingabe wird von System erkannt und der Zugang verweigert.

Anwendung findet das System beispielsweise beim Download von Musik und Videos oder bei kostenpflichtigen E-Learnings, wodurch sichergestellt wird, dass nur zahlende Mitglieder den Service nutzen. Psylock lernt sogar mit: Es erkennt unsere Tippveränderungen im Laufe der Jahre. Wer sich allerdings den Finger gebrochen hat oder nach ein paar Bier den Login-Versuch startet, wird leider abgelehnt.