Studie: Digitale Gutscheine bringen neue Kunden, sind aber teurer als Print-Gutscheine

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Wie effektiv sind traditionelle Gutscheine im Vergleich zu digitalen Gutscheinen? Welche Coupon-Art bringt mehr ROI? Welche lockt mehr neue Kunden an? Um das herauszufinden analysierte Knowledge Networks drei Jahre lang ein Panel aus 23 Millionen Kundenkarten-Besitzern und verglich digitale Coupons, die man zu Hause ausdrucken kann mit „traditionellen“ Coupons, die schon ausgedruckt z.B. in Zeitschriften vorliegen (sogenannte “Free-standing insert Coupons”).

Das Ergebnis: Digitale Coupons eignen sich besser um neue Kunden zu gewinnen, als Standard-Gutscheine. 46% der eingelösten digitalen Gutscheine stammten von Kunden, die das Produkt noch nie zuvor gekauft hatten. Bei den eingelösten Standard-Gutscheinen handelte es sich nur in 34% der Fälle um Kunden, die das Produkt noch nie zuvor gekauft hatten.

Auch wurden die digitalen Coupons beim Kauf häufiger eingelöst: 77% gegenüber 68%.

Doch digitale Coupons erzielen einen niedrigeren ROI, was zunächst etwas erstaunt. 18% weniger ROI bringen digitale Gutscheine im Vergleich zu traditionellen Gutscheinen. Doch wenn man bedenkt, dass die digitalen Coupons häufiger eingelöst wurden und damit zu einer Preissenkung der Produkte führten sowie die mittlerweile recht niedrigen Kosten einer traditionellen Gutscheinbeilage, ist das Ergebnis nicht mehr so überraschend.

Beide Coupon-Arten wurden hauptsächlich von großen Familien und der Baby-Boom-Generation eingelöst. Mobile Coupons wurden bei der Studie nicht untersucht.

Laut Studie bleiben traditionelle Coupons auch weiterhin präsent (da profitabler), doch eine Verschiebung hin zu digitalen Gutscheinen, die auch neue Kunden überzeugen können, ist absehbar. Nicht zuletzt dank der rasanten Verbreitung von Smartphones, die eine immer effizientere und einfachere Nutzung von Gutscheinen erlauben.

Insgesamt erfreut sich der Coupon-Markt großer Beliebtheit. Seit 2008 stieg die Nutzung von Coupons um 27%, wie die Marktforscher von Inmar mitteilten.

Starbucks und L’Oreal testen Location-Based SMS-Coupons

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In Großbritannien können Marken nun automatisch SMS und MMS an Kunden verschicken – je nachdem wo die Kunden sich gerade befinden. Die Handybesitzer erhalten damit zur Umgebung passende Nachrichten auf ihrem Handy. Möglich wurde das erst durch einen Deal des Mobilfunkanbieters O2 mit einer speziellen Location Service-Plattform namens Placecast. Über eine Million O2-Kunden gaben ihr Einverständnis zu diesem ortsbasiertem Service.

Starbucks und L’Oreal ergriffen als erste beiden Marken die Chance und testen nun den ortsbasierten SMS-Service für ein halbes Jahr. Dabei werden geographische Zonen abgesteckt und SMS-Coupons an die Handybesitzer geschickt, die diese Zone betreten. Die Gutscheine können in nahegelegenen Geschäften eingelöst werden. Kunden, die als Interesse „Essen und Trinken“ angaben, erhalten einen Rabatt von 50% auf Starbucks-Produkte. Kunden, die angaben, an Kosmetik interessiert zu sein, erhalten bei L’Oreal für jedes gekaufte Shampoo ein Gratisprodukt.

Wichtig war im Vorfeld, dass die Kunden für diesen Service ihr Opt-in gaben sowie ihre Interessen O2 mitteilten. O2 fungiert dabei als Schnittstelle zwischen Marke und Kunde und verspricht, die Kundendaten nicht an die Partnerunternehmen weiterzugeben sowie höchstens eine SMS pro Tag zu versenden.

Die Kooperation zwischen Placecast und O2 ist die erste dieser Art in Großbritannien. Die Geofencing-Technologie hat enormes Potenzial im Mobile Marketing Bereich – solange sie mit dem Einverständnis der Kunden arbeitet.

Kundenbefragung per Handy

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Es gibt jetzt eine iPhone App, mit der man Kundenbefragungen durchführen kann. Das Tolle daran: Die Kunden nehmen gerne daran teil. Die Supermarktkette 7-Eleven bietet in Schweden eine iPhone Applikation an, durch die Kunden Handy-Coupons für verschiedene Produkte des Stores erhalten und durch den integrierten Store-Locator das nächste 7-Eleven Geschäft finden können. Löst der Kunde den Gutschein im Laden ein, wird ihm eine Mini-Umfrage dazu aufs Handy geschickt. Durch Beantwortung der Fragen erhält der Kunde in Zukunft weitere dieser Angebote. Die App wurde von der schwedischen Produktionsfirma Lonely Duck entwickelt, zusammen mit der Werbeagentur Peacock und Bonnier Response Media, und kann kostenlos heruntergeladen werden. In Schweden war diese sofort ein großer Erfolg und gehört dort zu den 10 beliebtesten Download-Apps. So kann man mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Geschäfte bekommen mehr Kunden, die Kunden Vergünstigungen und die Marktforscher Kundeninformationen.