Die besten Guerilla-Marketing Kampagnen

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Guerilla-Marketing ist Trend. Unternehmen nutzen diesen juristischen Graubereich um ihre Werbebotschaften an den Konsumenten zu bringen. Der Konsument darf theoretisch nicht mit Schleichwerbung konfrontiert werden, d.h. mit nicht kenntlich gemachter kommerzieller Kommunikation. Doch Guerilla-Marketing täuscht oft genug Journalisten mit einer erfundenen Story – dies ist nicht verboten.  Diese verbreitet sich dann als Viral im Netz. Hier ein paar Beispiele gelungener Aktionen:

  • Hornbach: Die Baumarktkette Hornbach drehte ein Video, bei welchem der Stuntman Ron Hammer (eine erfundene Figur) mit seinem Motorrad über einen Baumarkt springt – und verunglückt. Das Fake-Video wurde ins Netz gestellt und verbreitete sich rasant auf YouTube. Dahinter stand eine aufwändige Produktion: Die Figur Ron Hammer bekam einen eigenen Wikipedia-Eintrag, Plakate mit angekündigten Shows und Hornbach später mehrere Preise für die Aktion:

 

  • Axe: Für die Deo-Marke wurde die musikalische Kunstfigur Dr. Stay Dry erschaffen – plus detaillierter Vergangenheits-Geschichte. Mit dem falschen Rapper wurde ein Musik-Videoclip gedreht, der sehr stark an einen Axe Werbespot erinnert und daraus sogar zitiert. Der Song wurde ein Hit. Wohl auch durch die Unterstützung von MTV und Viva, die den Song rauf und runter spielten.
  • Deutsche Bahn: Die Bahn drehte gestellte Straßenumfragen und stellte diese auf YouTube.
  • Porsche: Der Autohersteller hängte einen Porsche an einen Kran. Registrierte User konnten anschließend per SMS abstimmen, ob das Auto fallengelassen oder verlost wird. 100.000 User registrierten sich innerhalb einer Woche und ließen den Porsche fallen.
  • Lego: Ein Strand in Holland. Eine 2,5 Meter große Plastikfigur wird unter mysteriösen Umständen an den Strand gespült. Sofort tauchen „Augenzeugen-Videos“ auf und verbreiten sich im Netz. Internationale Presse und Blogger machen sich auf die Suche nach dem Ursprung der Figur. Schließlich finden sie heraus, dass sie mit dem 70. Geburtstag von Lego zu tun haben muss. Clever, denn eine normale Pressemitteilung von Lego hätte niemals eine weltweite Berichterstattung ausgelöst.

Geniale Beispiele für Augmented Reality Marketing

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Augmented Reality ist Trend. Eine simple Webcam lässt den User auf seinem Bildschirm sich selbst sehen aber auch Dinge, welche die Realität übersteigen bzw. erweitern („augment“). Marketing-Experten haben das große Potential dieser neuen Technik erkannt und geniale Kampagnen gestartet. Hier die bisher besten Aktionen:

BMW Z4

BMW wirbt in England für seinen Z4 mit einer Augmented Reality Software. Dabei druckt der User einfach ein bestimmtes Symbol aus und hält dieses Blatt Papier vor seine Webcam. Das von der Webcam erkannte Symbol erzeugt eine Miniatur-Ausgabe des Z4 auf dem Bildschirm, mit der man anschließend auf seinem Schreibtisch fahren kann. Die Räder des Wagens dienen dabei als Pinsel, wodurch man bei seiner Fahrt Bilder erzeugt. Diese Kunstwerke kann man sich ausdrucken oder an seine Facebook Freunde versenden:

 

 

Doritos Chili-Chips

Der Chips-Hersteller Doritos schont mit seiner Marketing-Aktion sogar die Umwelt. Die Chips-Tüte wird nicht achtlos weggeworfen sondern mit der Rückseite an die Webcam gehalten. Der darauf gedruckte Code wird gescannt und erzeugt eine Cartoon Figur, mit der man im größten Social Network Brasiliens, Orkut, ein Spiel spielen kann:

 

 

 

Ray-Ban

Online-Shopping nimmt extrem zu. Doch Sonnenbrillen sollte man besser anprobieren, bevor man sie kauft. Um aus diesem Dilemma zu entkommen, nutzt Ray-Ban ein besonderes Augmented Reality Tool: Der potentielle Käufer kann am Bildschirm sehen, wie ihm die neuesten Brillen-Modelle stehen – von verschiedenen Blickwinkeln aus. Meiner Meinung nach die bisher nützlichste Anwendung:

 

 

Wrigley’s

Der Kaugummi-Hersteller Wrigley’s  vermarktet seinen neuen Kaugummi „5 GUM“ mit 5 Symbol-Karten, die die Webcam erkennt. Jede Karte repräsentiert eine von 5 verschiedenen Geschmacksrichtungen des Kaugummis. Das Erkennen der Karten erzeugt Musik. Hält man eine Karte verdeckt, so wird dessen Sound gestoppt. Zeigt man sie der Kamera und bewegt sie, so ertönt der Sound und man mischt diesen zu den anderen Tönen:

Dies sind erst die Anfänge der Nutzung dieser Technologie. Wir warten gespannt auf weitere interessante Ideen…