Der Online-Shopping-Club Brands4friends.de verkauft ab 5. August erstmals Autos. Angeboten werden verschiedene Modelle des Opel Corsa.
Nach Mode und Möbeln eröffnet sich der Shopping-Club damit nun ein neues Geschäftsfeld und zeigt den Autobauern, wie der Verkauf via Web funktionieren kann. Die Ersparnis gegenüber der UVP liegt laut Brands4friends bei rund 3.000 Euro.
Brands4friends.de hat gegenwärtig rund drei Millionen Clubmitglieder. Der Shopping-Club verkauft ausschließlich an registrierte Nutzer. In täglich wechselnden, limitierten Aktionen bietet der Shop Artikel von bisher über 500 Herstellern, darunter viele aktuelle Kollektionen aus Over-Stocks sowie “Off-Season”-Ware und Sonderkollektionen. Zu den Investoren gehören die Unternehmensgruppe Tengelmann, Partech International, Mangrove Capital Partners und Holtzbrinck Ventures.
Der Porsche-Händler Autofarm bietet seinen Kunden einen angenehmen Service: Während ihr Wagen in der Reparatur ist, werden die Kunden in ein nahegelegenes Luxus-Shopping-Zentrum gefahren und nach der Reparatur des Wagens wieder abgeholt. Damit will der britische Händler auf die steigende Anzahl weiblicher Porsche-Fahrerinnen – besonders Mütter – eingehen. Der Autofarm-Manager Robin Bartholomew erklärt: „Meistens bringen die Frauen den Wagen zu uns. Da wir sie und ihre Kinder nicht warten lassen wollen, haben wir diesen Service eingerichtet.“ Dieser exklusive Mehrwert für die Kunden passt sehr gut zur Marke Porsche. Der Service könnte in Verbindung mit Gutscheinen für die Geschäfte sicherlich noch besser funktionieren und dem Händler durch die Kooperation Geld und treue Kunden bringen.
Fiat bietet seinen Kunden einen interessanten Service: Wer einen Fiat 500 besitzt, erhält – solange sein Wagen in der Werkstatt ist – kostenlos ein Elektro-Fahrrad. Seit Mai gibt es diesen Service in Spanien: In Barcelona, Valencia, A Coruña, Sevilla und Madrid werden die Bikes kostenlos verliehen. Die Fahrräder haben eine Reichweite bis zu 70 km und laden sich durch plug-in und beim Bremsen automatisch auf. Fiat kooperiert dabei mit dem Fahrrad-Hersteller Trek.
Mit dieser Aktion präsentiert Fiat sein Modell einerseits pragmatisch (schnelle und praktische Lösungen der Mobilität), andererseits nachhaltig (Ökotechnologie als umweltfreundliche und kostengünstige Alternative), so Antoine Burgière, Marketing-Leiter bei Fiat.
Sollte das Programm in Spanien Erfolg haben, will Fiat den Service auch auf andere europäische Länder ausweiten.
Kaliforniens Parlament plant momentan die Zulassung einer neuen Werbeform: Reklame auf digitalen Autokennzeichen, die eingeblendet wird, sobald ein Wagen mehrere Sekunden steht.
Diese sogenannten „E-license plates“ sollen sich optisch nicht von den normalen Kennzeichen unterscheiden. Steht jedoch der Wagen länger als ein paar Sekunden, beispielsweise an einer Ampel oder im Stau, könnte dann vom Staat vermarktete Werbung eingeblendet werden. Aus Sicherheitsgründen wird die Anzeige während der Fahrt automatisch wieder ausgeschaltet. Das normale Kennzeichen soll aber permanent erkennbar sein.
Mit den Werbeeinnahmen will der US-Bundesstaat einerseits sein 19 Milliarden Dollar Haushaltsloch sanieren, andererseits sollen durch die Kennzeichen neue Arbeitsstellen im Bereich IT, Werbung und in der Dienstleistungsbranche geschaffen werden. In Verbindung mit GPS könnte man diese Technik auch sehr zielgenau einsetzen. So könnte je nach Standort des Wagens, Werbung für lokale Geschäfte, die nächste Werkstatt oder Tankstelle, eingeblendet werden.
Über die Pläne will das Parlament noch im Sommer abstimmen. Bedenkt man das deutsche Haushaltsdefizit, so wäre diese Marketing-Idee auch hier ein interessanter Ansatz…
Als erster Werbekunde wird der US-Autobauer den neuen Chevy Volt per Bewegungssteuerung Kinect vom Sofa aus testfahren lassen.
Möglich wird das durch Microsofts neusten Streich Kinect: eine Spielekonsole, bei der man keinen Controller in der Hand mehr benötigt, sondern rein durch Körperbewegungen das Spiel steuern kann. Da die Konsole mit dem Internet verbunden ist, können Kunden das Testfahrt-Spiel herunterladen, nachdem sie einen Chevy Volt Werbefilm gesehen haben. Die Nutzer können noch vor dem Launch (Ende dieses Jahres) das Elektro-Auto von zu Hause aus testen, als wären sie in einem Showroom des Herstellers. Man kann an das Auto heran zoomen und sogar hinein, um die Inneneinrichtung zu sehen. Dies ist auch ein Vorteil gegenüber Webseiten, da man nicht mehr zwischen den Seiten hin und her klicken muss.
So eröffnen sich für den Konsumenten ganz neue Wege, den Wagen zu entdecken. „Durch Kinect können wir die Spannung des Showroom in die Wohnzimmer unserer Kunden bringen“, sagt Jim Campbell, Marketing-Chef von Chevrolet. „Es bietet uns eine Möglichkeit, die Erfahrung der echten Interaktion mit einem Produkt nachzubilden. Und genau diese Erfahrung ist ja essentiell bei der Kaufentscheidung.“ Über eine Micro-Seite im Spiel kann man den Wagen anschließend tatsächlich kaufen.
Chevrolet setzt auf Spaß bei der Entdeckung des Chevy Volt. Nicht nur auf Facebook kann man somit virtuell neue Modelle vorstellen, wie es VW und Ford getan haben. Dass die Kunden sich allerdings mit Gesten und Stimmen virtuell mit der Marke auseinander setzen, ist eine Weltneuheit.
Wer braucht heute noch Auto-Messen? Gestern berichteten wir über den neuen Polo GTI, den VW exklusiv auf Facebook einführt. Dies scheint momentan absolut Trend zu sein, denn auch Ford stellt sein neues Explorer-Modell auf dem weltweit größten Social Network vor. Im Juli soll die Facebook-Weltpremiere stattfinden. Schon jetzt sind auf der Fanpage ein paar Bilder zu sehen, auf denen als Teaser Teile des Geländewagens gezeigt werden. Ein Grund für den Social Media Launch: Ford erfreut sich in Amerika großer Bekanntheit: „92 Prozent aller Amerikaner kennen die Marke, deshalb können wir anders vorgehen“, so die Konzernzentrale in Dearborn. 2011 soll der Wagen auf den US-Markt kommen. Bereits bei der Einführung des Kleinwagens Fiesta nutzte Ford das Netz: Bei der Aktion „Fiesta Movement“ durften 100 Blogger das Auto testen und es bekannt machen. Das Ergebnis: Mehr als jeder zweite Amerikaner kennt bereits den neuen Fiesta.