Jan
24Gute Inhalte sorgen für eine große Reichweite. Das ist die Kernaussage einer aktuellen Twitter-Studie des Beratungsunternehmens Absolit und dem Verband der deutschen Internetwirtschaft eco. Hierbei wurden über einen Zeitraum von 3 Monaten die 20 twitter-aktivsten Unternehmen in Deutschland beobachtet. Hauptgrund für den Twitter-Einsatz sei, sich durch den direkten Kundendialog in ein gutes Licht zu setzen. Twitter ist der meist genutzte Social Media Kanal von deutschen Unternehmen. Was die Zahl der Follower betrifft, so liegt Lufthansa mit großem Abstand vorne: Mehr als 18.500 Follower hat das Unternehmen mittlerweile. Dieser Erfolg kann, laut Forscher, nur mit interessanten Inhalten erreicht werden, da die Follower diese Tweets auch an Bekannte weiterleiten.

Der Interessens-Index ergibt sich aus den weiterempfohlenen Nachrichten (Anzahl retweets) sowie dem Anteil an Weiterempfehlern im Abonnentenstamm (Anteil Follower).
Google, Messe Frankfurt oder Daimler publizieren einfach – teils automatisierte – Pressemitteilungen ohne auf die Follower einzugehen. Google und Messe Frankfurt publizieren etwa 2 Meldungen pro Woche, Daimler zwitschert 4 Mal. Damit verzichten diese Unternehmen jedoch auf das große Potenzial von Twitter: den Dialog. US-Firmen wie Comcast z.B. geben täglich ca. 20 differenzierte Antworten auf Kundenanfragen. Das haben sich Otto, Ebay, Kodak und Vodafone zum Vorbild genommen und sind im Kundendialog deutsche Vorreiter. Fast 90% der Twitter-Nachrichten von Otto sind Antworten auf Kundenanfragen. Dahinter stehen 3 Personen, die zeitversetzt die Kundenanfragen bearbeiten.
Auch die Qualität der Follower ist natürlich wichtig. Denn wirkliche Fans tragen viel zur Verbreitung bei. Die aktivsten Follower haben Daimler, Kodak, Allianz und Otto. In den USA ist Twitter schon fester Bestandteil im Kundendialog: US-Unternehmen erreichen hundertmal mehr Sichtkontakte als deutsche Firmen.

