Kaliforniens Parlament plant momentan die Zulassung einer neuen Werbeform: Reklame auf digitalen Autokennzeichen, die eingeblendet wird, sobald ein Wagen mehrere Sekunden steht.
Diese sogenannten „E-license plates“ sollen sich optisch nicht von den normalen Kennzeichen unterscheiden. Steht jedoch der Wagen länger als ein paar Sekunden, beispielsweise an einer Ampel oder im Stau, könnte dann vom Staat vermarktete Werbung eingeblendet werden. Aus Sicherheitsgründen wird die Anzeige während der Fahrt automatisch wieder ausgeschaltet. Das normale Kennzeichen soll aber permanent erkennbar sein.
Mit den Werbeeinnahmen will der US-Bundesstaat einerseits sein 19 Milliarden Dollar Haushaltsloch sanieren, andererseits sollen durch die Kennzeichen neue Arbeitsstellen im Bereich IT, Werbung und in der Dienstleistungsbranche geschaffen werden. In Verbindung mit GPS könnte man diese Technik auch sehr zielgenau einsetzen. So könnte je nach Standort des Wagens, Werbung für lokale Geschäfte, die nächste Werkstatt oder Tankstelle, eingeblendet werden.
Über die Pläne will das Parlament noch im Sommer abstimmen. Bedenkt man das deutsche Haushaltsdefizit, so wäre diese Marketing-Idee auch hier ein interessanter Ansatz…
Crowdsourcing funktioniert auch bei Offline-Events. Der amerikanische Softdrinkhersteller Pepsi schickte im Zuge seiner „DEWmocracy“-Kampagne drei Marketing-Teams vier Wochen lang durch die USA und ließ Verbraucher vor Ort Events organisieren, auf denen über neue Geschmacksrichtungen abgestimmt wurde. Zusätzlich konnten die Konsumenten im Netz mitvoten. Die Community bestimmte kurz zuvor Ort und Ablauf der Events via Twitter und einer speziellen Microsite mit. So wurden etwa 60 Prozent der Tour von den Konsumenten vorgegeben. Der Anklang war enorm: Vor Ort wurden rund 100.000 Kunden erreicht, wobei durch Social Media-Aktivitäten insgesamt 1,5 Millionen Online-Kontakte generiert wurden. Die Spontaneität der Aktion ist extrem unüblich im Eventmarketing: Normalerweise werden Kosten und Logistik bei solchen Tour-Events weit im Voraus geplant, doch gerade diese Umkehrung animierte die Konsumenten. „Indem wir an die kollektive Intelligenz appellierten und die Entscheidungen den Kunden überließen, erhielten wir äußerst vorteilhafte und sinnvolle Beiträge,“ so Matt Statman, Leiter der verantwortlichen Marketing Agentur. „Was den Aufbau von Loyalität und das Bilden von Communitys betrifft, so waren die Ergebnisse beachtlich.“ Am Ende lagen die Gesamtkosten der Tour sogar unter dem veranschlagten Budget.
Facebook integriert nun Websites in die Ergebnisse seiner Suchfunktion, die den Like-Button eingebaut haben. Doch die Suche nach Webseiten war bisher immer Googles Territorium. Eine Kampfansage von Facebook? Brauchen wir Google bald nicht mehr?
Facebook und Google stehen sich schon seit einiger Zeit als Konkurrenten gegenüber. Der Suchgigant Google auf der einen Seite, der Social-Gigant Facebook auf der anderen. Im März schaffte es Facebook erstmals an Google vorbeizuziehen, was den Anteil der Visits betraf. Dieser anteilige Aufmerksamkeitsverlust könnte für Google zunächst sinkende Werbeeinnahmen bedeuten. Doch wenn sich Facebook mit seiner Website-Suche in das Feld von Google wagt, könnte es Google noch viel mehr kosten.
Facebook hat bestätigt, dass es derzeit sukzessive Websites, die den Facebook Like-Button einsetzen, in die Ergebnisse der hauseigenen Suchmaschine integriert. Beteiligte Sites erhalten dadurch die Möglichkeit, über die Facebook-Suche gefunden zu werden. Zu den jeweiligen Suchergebnissen zeigt das Netzwerk die Anzahl an Likes an. Das könnte sich langfristig nicht nur zu einem extrem aussagekräftigen Qualitätsmesser für Websites entwickeln, sondern auch neue Rahmenbedingungen für die Suchmaschinenoptimierung von Websites schaffen.
Bis Facebook tatsächlich als ernstzunehmende Google-Alternative wahrgenommen wird, dürfte noch einige Zeit vergehen. Dennoch kann man davon ausgehen, dass sich auf der Stirn von Google-CEO Eric Schmidt angesichts des Vorgehens von Facebook die eine oder andere Sorgenfalte abzeichnet. Schon allein deshalb, weil Google eben nicht einfach zum Gegenschlag ausholen und mit einem Fingerschnipp seine Social-Web-Präsenz stärken kann. Dafür müssen die User mitziehen. Doch die sind bei Facebook.
Facebook ist hinter Google die meistbesuchte Website der Welt, Yahoo liegt auf Rang 3, Wikipedia auf 5.
Facebooks Siegeszug kennt keine Grenzen: Im Mai sammelte das soziale Netzwerk laut Googles Research-Tool Ad Planner weltweit 540 Mio. Unique Visitors ein. Damit hat Facebook längst alle anderen Web-Giganten außer Google hinter sich gelassen. So kam Yahoo.com im Mai auf 490 Mio. Besucher, Live.com auf 370 Mio. und die Wikipedia auf 340 Mio. Auch Twitter ist inzwischen in der weltweiten Top 20 angekommen.
Seit jeher verschweigt allerdings der Ad Planner die Nutzerzahlen einiger Google-Websites. Während Zahlen zu yahoo.com beispielsweise vorliegen, spuckt das Research-Tool keine Daten zu Google.com oder Youtube.com aus. Aus Rankings anderer Datenanbieter lässt sich aber mit Sicherheit sagen, dass Google.com noch vor Facebook läge, würden Ad-Planner-Zahlen vorliegen.
Auf Platz 9 folgt die erste nicht-englischsprachige Website des Rankings, die chinesische Suchmaschine Baidu.com. Weitere chinesische Anbieter folgen auf den Rängen dahinter, u.a. die Portale qq.com, sina.com.cn und taobao.com. Mit yahoo.co.jp belegt die erste japanische Website Platz 18 – noch vor internationalen Giganten wie myspace.com, ebay.com und apple.com. Die Top-Website mit .de-Domain hieß im Mai ebay.de – mit 23 Mio. Unique Visitors liegt sie in etwa auf Platz 80.
Alleine online shoppen ist langweilig. Deshalb setzen immer mehr ECommerce-Anbieter auf ein virtuelles Shopping-Erlebnis mit Freunden. Mit dem Webtool ShopTogether von Decisionstep kann man beispielsweise Produkte im Online-Shop gemeinsam mit Freunden ansehen und darüber chatten. Das sieht dann wie im folgenden Video aus. Was den Effekt betrifft, so legt der Kunde 25 % mehr Produkte in den Warenkorb, der durchschnittliche Bestellwert liegt 50 % höher und die Verweildauer ist 400 % höher als davor.
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Noch einen Schritt weiter geht das Augmented Reality & Motion Capture Shopping Tool von Zugara. Die Kunden wählen ihre Wunschklamotten im Internet aus und können sie gleich virtuell anprobieren. Die Ergebnisse können dann als Fotos auf Facebook gepostet und diskutiert werden. Leider ist diese App noch nicht in 3 D.
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Die 3. Dimension von Augmented Reality hat z.B. GlassesDirekt erreicht. So kann man sich mit Brille von allen Seiten sehen. Auch Ray Ban hat diese Technik für virtuelles Sonnenbrillen-Shopping im Angebot.
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Ein anderes Beispiel für Tryvertising bietet LÓréal seinen Kunden. Auf der Seite EZface kann man sein Foto hochladen und virtuell Makeup-Produkte testen.
Als erster Werbekunde wird der US-Autobauer den neuen Chevy Volt per Bewegungssteuerung Kinect vom Sofa aus testfahren lassen.
Möglich wird das durch Microsofts neusten Streich Kinect: eine Spielekonsole, bei der man keinen Controller in der Hand mehr benötigt, sondern rein durch Körperbewegungen das Spiel steuern kann. Da die Konsole mit dem Internet verbunden ist, können Kunden das Testfahrt-Spiel herunterladen, nachdem sie einen Chevy Volt Werbefilm gesehen haben. Die Nutzer können noch vor dem Launch (Ende dieses Jahres) das Elektro-Auto von zu Hause aus testen, als wären sie in einem Showroom des Herstellers. Man kann an das Auto heran zoomen und sogar hinein, um die Inneneinrichtung zu sehen. Dies ist auch ein Vorteil gegenüber Webseiten, da man nicht mehr zwischen den Seiten hin und her klicken muss.
So eröffnen sich für den Konsumenten ganz neue Wege, den Wagen zu entdecken. „Durch Kinect können wir die Spannung des Showroom in die Wohnzimmer unserer Kunden bringen“, sagt Jim Campbell, Marketing-Chef von Chevrolet. „Es bietet uns eine Möglichkeit, die Erfahrung der echten Interaktion mit einem Produkt nachzubilden. Und genau diese Erfahrung ist ja essentiell bei der Kaufentscheidung.“ Über eine Micro-Seite im Spiel kann man den Wagen anschließend tatsächlich kaufen.
Chevrolet setzt auf Spaß bei der Entdeckung des Chevy Volt. Nicht nur auf Facebook kann man somit virtuell neue Modelle vorstellen, wie es VW und Ford getan haben. Dass die Kunden sich allerdings mit Gesten und Stimmen virtuell mit der Marke auseinander setzen, ist eine Weltneuheit.