Was Unternehmen vom Ritter Sport Blog lernen können

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Wie Unternehmen erfolgreich in die Welt von Social Media starten, zeigt das Beispiel von Ritter Sport.

Zunächst hatte der Schokoladen-Hersteller einen speziellen Kampagnen-Blog zur Sorte „Olympia“ ins Leben gerufen. Hier wurden die Nutzer dazu aufgerufen, mit selbstgedrehten Videos die Sorte bekannt zu machen und an einem Wettbewerb teilzunehmen. Dieser Spezial- Blog war so erfolgreich, dass er nun für alle Ritter Sport Fans geöffnet wurde und zu einem Corporate Blog umgewandelt wird. Er soll eine feste Anlaufstelle für Interessierte werden und den direkten Kontakt zu den Verbrauchern öffnen. Hand in Hand mit klassischer Werbung und PR werden dabei weitere Kommunikationskanäle integriert und miteinander verzahnt. Der Blog soll die Nutzer zum Mitmachen animieren, Feedback aufgreifen, als Impulsgeber für selbstläufige Gespräche zwischen den Verbrauchern fungieren und als Plattform für Aktionen dienen. Es wurden zum Beispiel Markenbotschafter im Rahmen eines Contests gesucht, die nun auch bei der Produktentwicklung mithelfen dürfen.

Innerhalb eines Monats haben sich bereits über 2.000 aktive User registriert. Auffällig ist der sehr lockere Ton der Beiträge: Das Unternehmen duzt die Leser, postet im gesprochenen Stil und schafft damit eine sehr ehrliche und authentische Atmosphäre – Schlüsselfaktoren im Social Web.

Inhaltlich werden alle Themen behandelt, die in irgendeiner Weise in Zusammenhang mit dem Unternehmen und dessen Produkten stehen. Wichtig ist der Informations- und Unterhaltungswert der Beiträge. Langweilige Beiträge, die nur Eigenwerbung sind, und den Usern keinen Mehrwert bieten, überleben nicht lange im Web 2.0. Es wird neben Allgemeinem aus der Schokowelt auch über Privates berichtet, zum Beispiel über das soziale Engagement von Herrn Ritter persönlich. Die Leser können jeden Tag durch Vorschläge und Anregungen mitbestimmen, über was berichtet werden soll.

Mit Kritik muss ebenfalls richtig ungegangen werden: Bei negativen Kommentaren wird so schnell wie möglich versucht, offen zu reagieren und jede Frage oder Missverständnis aufzuklären. Kunden wollen ernst genommen werden. Eine weitere Regel lautet deshalb: Höre zu, sei greifbar und aktiv. Solange negative Beiträge nicht gegen die Blogrichtlinien von Ritter Spot verstoßen, werden sie auch nicht gelöscht. Denn das würde unzufriedenen Kunden nur noch mehr verärgern.

Weitere Social Media Kanäle ergänzen den Marken-Blog, der jedoch das Herzstück der Aktivitäten bildet. Im Aufbau befindet sich ein Twitter-Kanal, ein YouTube-Kanal und ein Flickr-Account.

Studie: 45 Prozent der Unternehmen stocken Social-Media-Budget auf

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Eine europaweite Umfrage des PR-Netzwerks Eurocom Worldwide unter Führungskräften von Technologieunternehmen hat gezeigt: Fast die Hälfte der Befragten geht von steigenden Investitionen in Social Media aus. 27,7 Prozent glauben, dass diese Ausgaben durch eine Umschichtung von Werbebudgets erfolgen. 21,7 Prozent prophezeien die Bereitstellung zusätzlicher Budgets.

Der Umfrage zufolge wird jedoch PR mit 46,7 Prozent nach wie vor als die effizienteste Kommunikationsform betrachtet, an zweiter Stelle steht Online-Marketing mit 45,3 Prozent und auf dem dritten Platz rangiert Werbung mit 37,2 Prozent.
 
Corporate Blogs waren ebenfalls Thema der Umfrage. Wie und mit welcher Motivation werden sie genutzt? Das Ergebnis: Mittlerweile betreiben mehr als ein Drittel (37 Prozent) einen Corporate Blog. Im Jahresvergleich ist dieser Wert um 5 Prozent gestiegen. Die Gründe fürs Bloggen sind folgende: 56 Prozent versuchen so, die Interaktion mit der Öffentlichkeit zu verbessern, 34 Prozent möchten ihr Profil im Netz schärfen und sich in der Branche besser positionieren. Die übrigen 63 Prozent, die auf Blogs verzichten, argumentieren am häufigsten mit Zeitmangel (38,9 Prozent). 31,5 Prozent sehen keinen Mehrwert in Corporate Blogs und 15,7 Prozent haben sich darüber noch gar keine Gedanken gemacht. 

Unabhängig von manchen Studienergebnissen lohnt es sich jedenfalls zu bloggen. Denn laut Mashable bekommen kleine Unternehmen mit einem Corporate Blog rund 55 Prozent mehr Traffic auf ihre Seiten als solche, die keinen haben.

Interessant wird Social Media auch für die Personalplanung: Laut Studie nehmen cirka 40 Prozent der Befragten die Social-Media-Profile von potentiellen Mitarbeitern in Augenschein. So kann sich die Präsenz auf Seiten wie Facebook, Linkedin, Flickr oder Xing durchaus auf die Bewertung des Arbeitgebers auswirken.

Zur Umfragemethodik:
Jedes Jahr befragt Eurocom Worldwide Führungskräfte und Entscheider in Technologieunternehmen nach ihren Einschätzungen und Erwartungen zur wirtschaftlichen Entwicklung sowie nach aktuellen Trends in der Branche. 2010 nahmen rund 300 Entscheider an der Befragung über das Internet teil. Der Zeitraum der Befragung und Recherchearbeit war im Frühjahr 2010. Die Studien werden in Zusammenarbeit mit den Netzwerkagenturen in ganz Europa durchgeführt – in Deutschland durch Schwartz Public Relations.

Audi und Toyota setzen auf Augmented Reality

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Die Automobilindustrie ist in Sachen Augmented Reality Marketing sehr aktiv und baut die neue Technologie gezielt in verschiedene Marketing-Kampagnen ein.

Audi UK hat beispielsweise auf seiner Homepage eine permanente AR-Anwendung platziert, mit der sich der A1 aus allen Winkeln in 3D betrachten lässt. Durch das Positionieren eines Symbols vor der eigenen Webcam, erscheint auf dem Bildschirm der A1 in der gefilmten Umgebung. Über die Pfeiltasten kann der User den A1 anschließend durch den Raum steuern und aus verschiedenen Blickwinkeln sehen. Klare Vorteile der Technik gegenüber herkömmlichen Web-Anwendungen: AR ist extrem interaktiv und vermittelt den Nutzern einen viel direkteren Kontakt mit dem Produkt.

AR-Anwendungen werden laut Analysten ein massives Wachstum vorausgesagt. Wurden 2009 eine Million Anwendungen heruntergeladen, so sollen es 2014 schon 400 Millionen sein. Dieser Trend ist natürlich auf die wachsende Verbreitung von Smartphones zurückzuführen, denn um AR nutzen zu können, werden ein digitaler Kompass, Kamera und GPS benötigt. Für 2010 wird bei AR-Anwendungen mit einem Umsatz von zwei Millionen Dollar gerechnet, 2014 sollen es bereits 732 Millionen Dollar sein.

Auch Toyota entwickelte für den neuen Hybrid Auris eine AR-Anwendung, mit der Kunden noch vor Produktlaunch (September) von zu Hause aus das Auto am Bildschirm Probe fahren können und sich komplette Parcours selbst zusammen stellen können. Da Toyota die Start-Marker ebenfalls auf Plakate in den Städten druckt, kann der Nutzer sogar unterwegs auf dem Handy die Anwendung starten – und das ganz umweltfreundlich. Laut Toyota gab es noch nie so viele Probefahrt-Voranmeldungen wie bei dieser Aktion.

Hier das Video dazu:

Autokauf im Web: Brands4Friends verkauft nun auch Opel

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Der Online-Shopping-Club Brands4friends.de verkauft ab 5. August erstmals Autos. Angeboten werden verschiedene Modelle des Opel Corsa. 

Nach Mode und Möbeln eröffnet sich der Shopping-Club damit nun ein neues Geschäftsfeld und zeigt den Autobauern, wie der Verkauf via Web funktionieren kann. Die Ersparnis gegenüber der UVP liegt laut Brands4friends bei rund 3.000 Euro. 

Brands4friends.de hat gegenwärtig rund drei Millionen Clubmitglieder. Der Shopping-Club verkauft ausschließlich an registrierte Nutzer. In täglich wechselnden, limitierten Aktionen bietet der Shop Artikel von bisher über 500 Herstellern, darunter viele aktuelle Kollektionen aus Over-Stocks sowie “Off-Season”-Ware und Sonderkollektionen.  Zu den Investoren gehören die Unternehmensgruppe Tengelmann, Partech International, Mangrove Capital Partners und Holtzbrinck Ventures.

Ortsbezogenes mobiles Marketing noch nicht marktreif

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Ortsbezogene Netzwerke sind noch nicht marktreif, so das Marktforschungsinstitut Forrester. Unternehmen sollten erst eine hinreichende Marktdurchdringung abwarten bevor sie in Foursquare und Co. einsteigen.

Ortsbasierte Soziale Netzwerke wie Foursquare, durch welche mobiles Geo-Marketing möglich ist, werden noch zu wenig genutzt: In den USA haben bisher nur 4 Prozent der Menschen, die regelmäßig online gehen, einen Service genutzt, der ihren Aufenthaltsort bestimmen kann. Nur 1 Prozent nutzen solche Angebote mehr als einmal pro Woche.

Ortsbestimmte Werbung auf Mobiltelefonen ist für Werbetreibende ein vielversprechendes Neuland: Sie können den Handy-Nutzern – je nach deren momentanen oder vorherigen Aufenthaltsort – gezielt Werbung senden. Forrester rät jedoch den Unternehmen, zunächst nur kleine Testläufe zu starten und auf eine stärkere Marktdurchdringung zu warten.

Der typische Nutzer von  Brightkite, Dopplr, Foursquare, Gowalla, Loopt, Scvngr, StickyBits, Whrrl und ähnlicher Geo-Dienste ist zwar noch in der Minderheit, er nimmt jedoch großen Einfluss auf Freunde und Familie. Er ist ein junger Erwachsener, männlich, mit College-Abschluss und einem Haushaltseinkommen von 105.000 Dollar pro Jahr. Vor größeren Kaufentscheidungen informiert er sich vor Ort per Mobiltelefon über die Produkte.

Facebook und Twitter könnten ebenfalls eine wichtige Rolle spielen und ihren Service mit Geo-Daten anreichern. Twitter scheint hierbei in besserer Position, da seit Juni durch TwitterPlaces Aufenthaltsorte mit Tweets verknüpft werden können. Facebook hat aufgrund der Datenschutzprobleme schlechtere Karten: Laut Studie geben Nutzer ihren Aufenthaltsort nur jenen Diensten Preis, denen sie voll und ganz vertrauen.

Infografik: Twitter als PR-Werkzeug

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Hier eine Infografik, die zeigt, wie man Twitter in die PR-Strategie integrieren kann: