Tokios Joggern wird von Adidas ein besonderer Service geboten. In der Nähe einer beliebten Jogging-Strecke eröffnete ein Adidas Runbase Store, der weit mehr als ein normales Geschäft ist. Hier gibt es zum Beispiel16 Duschkabinen und 248 Umkleidekabinen, die gemietet werden können – so der Weekender Japan. Zusätzlich können Kunden die neuesten Schuhmodelle und Kleidung ausleihen und sich nach der Joggingrunde von Experten dazu beraten lassen. So können die Kunden jedes Mal eine neue Kombination testen, bevor sie sich für einen Kauf entscheiden. Das weckt Vertauen bei den Konsumenten und bietet ihnen ein perfektes Tryvertising-Erlebnis. Zusätzlich sind die Öffnungszeiten extrem kundenfreundlich: Von 7 Uhr morgens bis 22 Uhr abends können sich die Sportler vor und nach der Arbeit einfinden.
Jetzt gibt es eine nette Variante des Klassikers Monopoly. Echte Social Media Nerds werden die kleinen Anspielungen auf beliebte oder auch weniger beliebte Sites schätzen: Das Gefängnis wurde ersetzt durch eine „Gehen Sie zu MySpace“-Zelle, und eine Cyber-Polizei befiehlt: „Gehen Sie direkt zu MySpace. Gehen Sie nicht über Wi-Fi. Ziehen Sie keine 200 Dollar ein.“ Facebook und Twitter sind die teuersten Straßen. Verschiedene Aktionskarten sagen dem Spieler zum Beispiel: „Dein Video wurde MySpace Video der Woche. Doch niemand beachtet es. Mache nichts und setze eine Runde aus.“ Die Spieler müssen Smartphones und Computer sammeln, andernfalls verlieren sie ihre Soziale Reputation.
Eine lustige Idee, und wir warten gespannt auf die offizielle deutsche Version.
Hier ein interessantes Viral des Unternehmens LG Electronics. Der Firmenname LG steht übrigens für „Lucky Goldstar“. Jeder der jemals eine SMS mit LG am Ende erhalten hat, bekam keine „lieben Grüße“ sondern wurde Opfer einer groß geplanten Marketing-Aktion. Toll! Eventuell aber etwas zu komplex um ein Viral zu werden…
Crowdsourcing und die Nutzung der Schwarmintelligenz sind Trend. Immer mehr Unternehmen setzen auf die Weisheit der Masse um mithilfe der Community neue Ideen zu entwickeln. In den USA bindet Ford nun freie Software-Entwickler in die Weiter-entwicklung seines Kommunikations- und Unterhaltungssystems SYNC ein. Wer Vorschläge für neue Apps macht, die Ford für erfolgversprechend hält, bekommt von dem Autobauer ein Kit mit den nötigen Entwicklungstools und kann eine SYNC-App selbst entwerfen. In Europa will Ford das SYNC-System mit der neuen Generation des Focus einführen.
Der „Social Bordcomputer“ wurde 2007 zusammen mit Microsoft entwickelt. Seit 2008 wird SYNC in amerikanische Autos eingebaut und ist extrem beliebt: 32 Prozent der Ford-Kunden geben es als Hauptgrund für ihren Kauf an. Fahrer können damit fast jedes Smartphone und andere Mediaplayer in ihren Wagen bringen und diese dann per Sprachsteuerung oder Autoradio bedienen. SYNC kann sogar SMS empfangen und laut vorlesen.
In diesem Jahr will Ford auch die Nutzung der populärsten Smartphone-Apps ermöglichen. Für die Verbesserung vorhandener Apps und die Entwicklung neuer Apps, hat Ford nun eine Internetseite eingerichtet, auf der sich Hobby-Entwickler registrieren und einbringen können. Obwohl die Website noch nicht komplett fertig gestellt ist, haben sich Ford zufolge bereits im Juli fast 800 App-Entwickler für das “SYNC Mobile Developer Network” registriert. Die selbstentwickelten und fertigen Apps sollen die Hobby-Tüftler dann selbst beispielsweise über App-Stores vertreiben können.
Auch offline werden die Endverbraucher eingebunden: In Do-it-yourself-Werkstätten (bereitgestellt von der Werkstattkette Techshop) soll jedermann vom Hinterhof-Entwickler bis zum Software-Ingenieur die Möglichkeit haben, Innovationen für Pkw zu entwickeln. Räume und Werkzeug werden in dieser offenen Werkstatt bereitgestellt. Ford erhofft sich durch dieses Erfinder-Projekt weitere interessante Innovationen durch die Kunden.
Neue Technologien ermöglichen Marken mittlerweile sehr ausgefallene Marketing-Kampagnen und Aktionen der Kundenbetreuung. In Brasilien beispielsweise nutzt Unilever für seine Waschmittel-Marke Omo GPS-Sensoren um die Kunden aufzuspüren und mit einem Preis zu belohnen.
Für die Aktion wurden in 50 Waschmittel-Packungen, verteilt im ganzen Land, GPS Sensoren integriert, die es dem Hersteller ermöglichen, den Käufer in seiner Wohnung zu orten. Knapp 1 Million Dollar kostete die Entwicklung dieser kleinen technologischen Komponente. Sobald die Kunden die Packung im Supermarkt aus dem Fach nehmen, wird der Sensor aktiviert. Omos Werbeagentur Bullet, schickt anschließend ein Team zum entsprechenden Kunden nach Hause um ihn mit einem Preis zu belohnen. Dies ist entweder eine Video-Kamera oder eine Freizeit-Aktivität. Für misstrauische Kunden, die in Gebieten mit hoher Kriminalitätsrate wohnen und ihre Tür nicht öffnen wollen, hat die Agentur einen Alarm in den Sensor eingebaut, der aktiviert wird, sobalt das Team vor der Tür steht. Auf einer Internetseite können die Kunden auf einer Karte den ungefähren Ort der bisherigen Gewinner mitverfolgen.
Da in Brasilien jedes 2. gekaufte Waschmittel Omo ist, konnte sich Unilever auf eine Aktion konzentrieren, die nicht unbedingt direkten Verkauf zur Folge hat, sondern zu Gesprächen über die Marke anregen soll. So findet bei dieser Aktion der Preis den Konsumenten und nicht umgekehrt.
Viele Unternehmen setzen zunehmend auf Online-Recruiting. Sie durchsuchen Xing und andere Business-Netzwerke, um an passende Arbeitskräfte zu gelangen. Jetzt kann prinzipiell jeder Angestellte eines Unternehmens zum Human Resources Team gehören und auf einer neuen Seite Geld verdienen. Auch den Suchenden wird hier viel Arbeit abgenommen:
Bei dem Online-Empfehlungs-Netzwerk JobPrize können Jobsuchende demjenigen, der sie erfolgreich vermittelt hat, eine selbstbestimmte Vermittlungsgebühr zahlen.
Arbeitssuchende registrieren sich zuerst bei dem Portal und stellen ein persönliches Profil online, mit der Angabe wie viel sie jemandem zahlen würden, der sie erfolgreich vermittelt. Sogenannte „Prize Hunter“, Angestellte eines Unternehmens, das Stellen zu vergeben hat, durchsuchen währenddessen die Seite nach Profilen, die zu ihrem Unternehmen passen könnten. Finden sie jemand, empfehlen sie dem Suchenden die Position. Wird der Suchende tatsächlich angestellt, so erhält der Vermittler entweder einen internen Bonus des Unternehmens (sofern es einen gibt) oder er erhält den ausgesetzten Lohn auf Jobprize.
Damit wird Agenturen, die sich auf Arbeitnehmerüberlassung spezialisiert haben, Konkurrenz gemacht. Unternehmen müssen durch diese Art der Vermittlung nichts zahlen und auch der Vermittelte hat dadurch bessere Chancen übernommen zu werden. Für viele Mitarbeiter des Unternehmens wird es zudem attraktiv, aktiv auf Mitarbeitersuche zu gehen.