Saturn mit frecher Facebook-Kampagne

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Extrem freizügig wirbt die Elektronikkette Saturn auf Facebook. Auf der Fanpage facebook.com/taratechnique wartet die Kunstfigur Tara – eine Art menschliches Tamagotchi – auf den Besucher, der mit dem Slogan “Geh fremd mit der geilsten Technik” aufgefordert wird, mit der Figur zu spielen. Punkte bekommt, wer es schafft, die wartungsintensive Tamagotchi-Dame mit verschiedenen Aktionen in gute Laune zu versetzen. Je nachdem, ob ihr der Vorschlag gefällt, steigt oder sinkt das Stimmungsbarometer und es wird eine der 40 Videosequenzen gezeigt. Die erspielten Punkte kann man anschließend gegen Lose eintauschen und an einem iPhone-Gewinnspiel teilnehmen. Ab Ende Februar gibt´s das Ganze dann auch als iPhone-App. Provokativ, aber das ist man ja mittlerweile von der Saturn-Werbung gewohnt.

Communitys designen ihr Traumauto selbst

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Massenproduktion mit standardisiertem und vorgegebenem Design war gestern. Jetzt wird sogar bei der Autoherstellung auf die Macht der innovativen Crowd gesetzt, die bei der Produktion des persönlichen Traumautos ein erhebliches Mitspracherecht bekommt. Das amerikanische Unternehmen Local Motors schreibt Design-Competitions aus, bei der Vorschläge zur Karosserie oder auch zu anderen speziellen Teilen gemacht werden können. Diese werden dann von einer Online-Community diskutiert und gewählt. Mittlerweile zählt die Community 4.000 Mitglieder, bestehend aus Produkt-Designern, Ingenieuren und Autofans. Sie entscheiden, welches Design wo gebaut wird und wie es verbessert werden soll. Der erste crowd-designte Wagen ist auch schon fertig: In limitierter Auflage von 2.000 Stück für jeweils 50.000 Dollar ist der Rally Fighter zu haben. Der Käufer erwirbt dabei aber nicht einfach nur ein Auto. Das Gefühl ein exklusives Designerstück zu besitzen schmeichelt dem Status und generiert einen hohen Mehrwert. Local Motors fördert durch dieses Community-Involvement zusätzlich eine enge Beziehung zwischen Konsument und Marke.

Digitaler Post-it

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Auch aus einer hochtechnisierten Welt sind Notizen nicht weg zu denken. Einkaufszettel, „Schatz, ich komm heute später nach hause“ oder auch einfach nur kleine Grüße werden meist auf kleine Zettelchen gekritzelt und dahin gepappt, wo der Empfänger sie mit großer Wahrscheinlichkeit findet. Mit dem neuen „Digital Video Memo Magnet“ kann man selbst dies nun digital erledigen. Das kleine Kästchen kann mit einem Magnet z.B. am Kühlschrank befestigt oder in die Tasche gesteckt werden und speichert eine Videonachricht von maximal 30 Sekunden Länge. Die Bedienung ist simpel: Man drückt die Aufnahmetaste und spricht seine Nachricht in die Kamera. Es kann immer nur eine Nachricht gespeichert werden, ein Suchen nach neuen Nachrichten ist also gar nicht nötig. Wurde eine neue Videobotschaft aufgenommen, blinkt sofort ein kleines Lämpchen, so dass der Empfänger auch gleich darauf aufmerksam wird.

Für den Großeinkauf oder langatmige Liebeserklärungen ist die Speicherkapazität des digitalen Post-it natürlich viel zu klein. Aber für wirklich persönliche Grüße, Aufmunterungen und Erinnerungen eine witzige Idee und den Preis von 35,00 € wert.

Querdenker

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Das Magazin Horizont,  eine Fachzeitschrift für Marketing, Werbung und Massenmedien, hat das Kreativranking für 2009 veröffentlich. Unternehmen und Marken werden nach der Anzahl und Art von Preisen, die sie in einem Jahr für Kampagnen und andere Werbeaktivitäten erhalten haben, bewertet. Hier eine kleine Auswahl von Kampagnen der Gewinneragenturen:

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Ikea  Österreich – Das Kleidermonster (Clothesbeast)

Ohne Worte – jeder Freund des kreativen Chaos kennt dieses Schreckgespenst.

Kleidermonster

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Audi Q5 – Werbespot

Ästhetisch und mitreißend vermittelt dieser Spot das Gefühl von Dynamik und Präzision auf wirklich kreative Weise: Das Auto entsteht erst vor den Augen des Betrachters, wird von Menschen in perfekter Interaktion erschaffen – aus schlichten farbigen Tafeln.

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Interaktives Plakat von Amnesty International

Zu sehen sind glücklich nebeneinander stehende Ehepartner – wenn man hinschaut. Eine Kamera im Plakat registriert, ob das Plakat betrachtet wird. Wird das Plakat nicht betrachtet ändert sich das Bild: Der freundliche Ehemann schlägt seine Frau. Darunter der Slogan „Es passiert wenn niemand hinsieht!“

Ehepaar

Das Internet geht aus

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Gowalla, Foursquare, BrightkiteDer moderne Internetnutzer wird vor die Tür gesetzt! Mit Brightkite, Gowalla und Foursquare bildet sich seit einigen Monaten eine neue Form des Internets: Das Outernet. Die sogenannten “Location Based Services“ sind Anwendungen, die speziell für die Nutzung des Internet unterwegs über das Handy entwickelt wurden. Grundfunktion ist die Möglichkeit seinen Freunden mitzuteilen, wo man sich gerade aufhält. Alle drei Anbieter tauschen ihre Daten mit Twitter und Facebook aus. Beiträge bei den beiden großen Netzwerken können von unterwegs aus vom Handy geschrieben werden und so mit Ortsangaben verknüpft werden.
Beim Anbieter Gowalla liegt der Schwerpunkt für den Nutzer darauf an einem Ort „zu sein“. Das Erreichen eines Ortes wird mit einem Punktesystem oder kleinen virtuellen Geschenken belohnt. Man kann sich im Sammeln von Punkten mit seinen Freunden messen und auch Routen erstellen. Ähnlich wie beim Geocaching wird das Erreichen der Orte auf dieser Route mit virtuellen Geschenken belohnt. Ein neuer Anreiz an die frische Luft zu gehen.
Foursquare und Brightkite bringen dem User noch weiteren Nutzen. Über jeden möglichen Aufenthaltsort kann man kleine Notizen verfassen, die Freunde automatisch erhalten, wenn sie den gleichen Ort betreten. Für Unternehmen bieten sich mit diesen Services völlig neue Dimensionen des Marketing: Werbung kann nun nicht nur personenbezogen, sonder zudem ortsbezogen platziert werden. Mit der Kombination der Infos von Unternehmen und Freunden kann man dann die Werbung für das aktuelle Tagesangebot des nächsten Restaurants einsehen, und sich zudem die Tipps von Freunden anzeigen lassen, wo es die leckersten Cocktails gibt, welches Hotel in der Nähe das Beste ist, oder was man an dem Standort auf jeden oder auf gar keinen Fall tun sollte.
Der Markt für diese Anwendungen entwickelt sich gerade erst. Foursquare zählt z.B. ca. 500.000 Mitglieder, die Wachstumsraten der Mitgliederzahlen erinnern aber an die von Facebook und Twitter in deren Anfängen. Begrenzt wird das Potential derzeit aber auch noch davon, dass es erst wenige, und zudem sehr teure GPS-fähige Smartphones gibt, die die benötigte Technik mitbringen.

Social Media im Dienste der öffentlichen Sicherheit

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Im von Korruption und organisiertem Verbrechen gebeutelten Rio de Janeiro kann es lebensgefährlich sein, sich als Zeuge eines Verbrechens an die Polizei zu wenden. Denn dort muss man bei einer Anzeige seinen Namen und seine Adresse angeben; anonyme Hinweise werden nicht verfolgt. Die unterbezahlte und überforderte brasilianische Polizei ist aber leicht käuflich, und nicht selten landen so die persönlichen Daten eines Informanten bei den Gangstern selbst. Der Verein ‚Disque Denúncia‘ (frei übersetzt: Strafanzeige aufgeben) – bisher schon über eine Hotline zu erreichen – leitet anonyme Hinweise, die man nun via Facebook, Twitter und SMS schicken kann, an die Militärpolizei weiter. Die im sozial gewordenen WWW manchmal missbilligte Anonymität rettet hier Leben und bekämpft Verbrechen wirkungsvoll.