Im Social Media Zeitalter müssen viele Marketing-Experten umdenken. Alte Gesetzmäßigkeiten haben sich überlebt und die Mediaplanung erfordert neue Herangehensweisen. Die Medien-Agentur Webguerillas hat die Trends der zukünftigen Media-Messung in einem aus 12 Thesen bestehenden Media-Manifest zusammengefasst. Hier die Zusammenfassung:
- Communities laufen klassischen Content-Webseiten den Rang ab
- Neue Herausforderung: Werbesog statt Werbedruck erzeugen
- Aufgabe der Zukunft: Markenfans statt Zielgruppen identifizieren
- Gradmesser für Mediaplanung wird Aktitvitätsverlust und nicht Streuverlust sein
- Tausend Gesprächs Preis wird den Tausend Kontakt Preis ablösen
- Messzahl “Gross-Involvement-Volumen” (Aktivierungspotenzial) läuft der Messzahl “Gross Rating Point” (Werbedruck) den Rang ab
- Das gesamte Userverhalten zählt (Allways on), statt der Fernseheinschaltquote
- Der passive Medienkonsument ist tot: Involvieren statt rezipieren
- Klassische Medien verlieren die Hoheit: Marken-Content versus Medien-Content
- Echtzeit-Monitoring statt (zeitverzögerter) Reichweiten-Umfrage
- Community-Zugehörigkeit wird wichtiger als Nielsen-Gebietszugehörigkeit sein
- Markenbotschafter lösen Werbeträger ab
Markenklassiker bleiben Favoriten der Deutschen. Das belegt die größte Verbraucherstudie Europas “European Trusted Brands 2010″, durchgeführt von “Reader’s Digest”, für die 32.000 Europäer befragt wurden, darunter 9.000 Deutsche. T-Online verdrängt den Aufsteiger Google nach nur einem Jahr an der Spitze der europäischen Marken. Grund für den Vertrauensschwund bei Google sind wohl die anhaltenden öffentlichen Diskussionen um den „Gläsernen Internetnutzer“. Traditionsmarken wie Aspirin, Asbach und Miele punkten hingegen beim Verbraucher. Zum sechsten Mal in Folge erlangte der Markenklassiker Nivea in allen 16 europäischen Ländern Platz eins in der Kategorie Hautpflege. Eine größere Bedeutung für die Wahrnehmung von Marken hat inzwischen auch der Umweltschutz. Unternehmen, die sich glaubhaft als “Grüne Marke” positionieren, können laut Studie das Vertrauen der Verbraucher dauerhaft binden, wie es bei Sparkasse, Aral, Miele, Frosch und Persil der Fall ist. Um nachhaltiges Vertrauen beim Konsumenten aufzubauen, bedarf es ebenso einer glaubwürdigen Social-Media-Strategie als Marketing-Instrument. Sich mit einem ehrlichen, transparenten und langfristig angelegten Auftritt zu präsentieren, bietet Unternehmen die Chance, neben Aufmerksamkeit und Reichweite, Reputation und ein bestimmtes Image aufzubauen.
Die vertrauenswürdigsten Marken in Deutschland im Überblick:
Automobile: Volkswagen
Banken: Sparkasse
Bekleidung: C&A
Benzin: Aral
Computer: Fujitsu Siemens
Dekorative Kosmetik: Yves Rocher
Duftprodukte/Parfum: Yves Rocher
Erfrischungsgetränke: Coca-Cola
Erkältungsmittel: Wick
Fotogeräte: Canon
Frühstückscerealien: Kellogg’s
Haarpflege: Schwarzkopf
Handelsunternehmen: Aldi
Haushalts-/Küchengeräte: Miele
Haushaltsreiniger: Frosch
Hautpflege: Nivea
Internetunternehmen: T-Online
Kaffee/Tee: Tchibo
Kreditkarten: Visa
Milchprodukte: Müllermilch
Mobilfunk Serviceanbieter: Vodafone
Mobiltelefone: Nokia
Nahrungsmittel: Maggi
Reiseveranstalter: TUI
Schmerzmittel: Aspirin
Schuhe: Rieker
Sekt: Rotkäppchen Sekt
Spirituosen: Asbach
Süßigkeiten: Haribo
Versicherungen: Allianz
Vitamine: Abtei
Waschmittel: Persil
Zahnpasta/Mundpflege: Odol
Auf der spanischen Seite Jobsket kann man nun seinen Wert auf dem Arbeitsmarkt berechnen lassen. Dazu lädt man einfach seinen Lebenslauf hoch und das Programm passt das Format automatisch für seine Berechnungen an. Anschließend werden verschiedene Datenquellen nach aktuellen Gehältern, Jobs und Ort durchsucht und Vorschläge gemacht. Mithilfe eines speziellen Algorithmus wird, ausgehend von der Erfahrung des Kandidaten, dessen Wert auf dem Arbeitsmarkt geschätzt. Jobsket gibt an, bei 90 Prozent der Lebensläufe eine Genauigkeit von 85 Prozent zu erreichen. Bewerber können selbst bestimmen, wie öffentlich ihr errechnetes Profil sein soll und es auf Facebook, LinkedIn oder Twitter einbinden. Ebenso gibt es eine Suchfunktion, bei der man sich z.B. die best- oder schlechtbezahltesten Berufe in seiner Region anzeigen lassen kann. Für Bewerber ist der Dienst kostenlos, suchende Unternehmen müssen allerdings 15,95 Euro im Monat zahlen.
Fazit: Interessante Idee, die zurzeit leider nur für Spanien und Irland umgesetzt ist. Wird der Mechanismus verfeinert, kann man sich das Programm jedoch auch für Deutschland vorstellen. Vielleicht als App für Xing?
Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht schon mal einen Bio-Joghurt oder einen Bio-Apfel gegessen hätte und viele tun es auch aus Überzeugung. Mittlerweile wissen auch die meisten, dass es bei Bioprodukten nicht nur um den Verzicht auf chemische Schädlingsbekämpfung geht, sondern auch um Nachhaltigkeit und manchmal auch um soziale Gerechtigkeit. Aber wer hat sich eigentlich schon mal ernsthaft die Frage gestellt, wie öko eigentlich sein Laptop, sein mp3-Player oder sein Handy ist?
Beim Autokauf sind Informationen über die Umweltverträglichkeit (steuer-)relevant und leicht verfügbar. Außerdem werden Sie häufig zu Marketingzwecken genutzt. Für Lebensmittel und Kleidung gibt es diverse Biosiegel. Bei Elektronikprodukten werden diese Informationen noch nicht so selbstverständlich mitgeliefert. Apple war bisher die einzige Marke, die beim Marketing für ein Produkt (damals das MacBook Pro) den Schwerpunkt auf die Umweltverträglichkeit gelegt hat.
Dabei gibt es mittlerweile ein international gültiges „Biosiegel“ für den Elektronikbereich: das EPEAT Programm. Das „Electronic Product Environmental Assessment Tool“ hat Kriterien aufgestellt, die umweltfreundliche Technologie erfüllen sollte. Dazu gehören z.B. Aspekte bezüglich der verwendeten Materialien, der Verpackung, der Energieeffizienz und der Langlebigkeit. Je nachdem, wie viele Kriterien ein Produkt erfüllt, bekommt es eine Bronze-, Silber- oder Goldzertifizierung. Amazon.com bietet die Möglichkeit in der Kategorie „Electronics“ gezielt nur Produkte anzeigen zu lassen, die mit dem „Energy Star“ zertifiziert wurden – einem amerikanischen Label, das besonders energiesparende Produkte auszeichnet. Auf Amazon.de ist diese Funktion leider noch nicht verfügbar.
Von Unternehmen wird die Idee, auch bei neuer Technologie den Aspekt der Umweltverträglichkeit zu berücksichtigen anscheinend gut aufgenommen: Den Energy Star dürfen schon viele Marken auf den verschiedensten Produkten präsentieren. Aber auch das anspruchsvollere EPEAT Zertifikat scheint sich durchzusetzen: Neben Apple, Lenovo, Samsung und ASUS lassen immer mehr Hersteller ihre Produkte auszeichnen.
Auf der britischen Website dubit können sich junge Menschen ab 7 Jahren anmelden und als Werbebotschafter ihr Geld verdienen. Sie erhalten Produktproben sowie Gutscheine im Wert von 25 Pfund pro Woche und empfehlen dafür verschiedene Produkte in ihrem Online-Freundeskreis weiter. Die Getränkehersteller Coca Cola und Dr. Pepper haben das Potential der jungen Generation erkannt und lassen ihre Produkte auf Facebook und Co mithilfe von dubit durch die Kids promoten. Prominente in Fernsehspots, so dubit, seien out. Zusätzlich können die Teilnehmer regelmäßig an Meinungsumfragen teilnehmen. Kinder unter 16 Jahren brauchen jedoch das Einverständnis ihrer Eltern. Diese sollten sich jedoch überlegen, ob sie nicht lieber das Taschengeld erhöhen, als ihre Kinder als Mini-Marketeers arbeiten zu lassen…
