Sportartikel-Hersteller Adidas wirbt mit einer Augmented Reality App auf seiner Facebook-Seite, die mittlerweile über 2 Mio. Fans hat. Das Spiel „The Adidas Neighborhood“ wird gestartet, indem man einen Adidas Schuh mit speziellem Logo vor seine Webcam hält. Anschließend sieht der User, wie eine komplette 3D-Stadt auf seinem Schuh wächst, in welcher er verschiedene Spiele zur Auswahl hat. Wird der Schuh gedreht, dreht sich die Stadt ebenfalls mit, oder er dient als Waffe gegen feindliche Aliens in der Hood. Wir sagen: Das bringt Spaß und Street Credibility!
Outdoor-Bekleider The North Face wird ab diesem Monat die geo-targeting Fähigkeiten der neuen Handys nutzen. Potentiellen Kunden werden Kurznachrichten geschickt, sobald diese sich in der Nähe von Geschäften befinden, in denen die Marke geführt wird. Dafür wurden über 1000 virtuelle Zäune in den Städten New York, San Francisco, Seattle und Boston gezogen. Betritt der Kunde diese Gegend, erhält er eine SMS. Hauptsächlich Städte in denen eine kalte Witterung herrscht, sind abgesteckt, was der Bekleidung von North Face entspricht und die Nachrichten an das Wetter anpassbar macht. Es werden jedoch nur Kunden angeschrieben, die ausdrücklich dieser Kampagne zugestimmt haben.
In Handy-Kampagnen wurden 2009 insgesamt 391 Millionen Dollar investiert, davon bisher nur ein Bruchteil in ortsbasierte Werbung. Dieses Jahr sollen laut Experten die Ausgaben für mobile Werbung eine Höhe von 561 Millionen Dollar erreichen, 2014 sogar 1,3 Milliarden, wobei der Anteil an location based advertising immer weiter zunehmen wird.
Auf www.codeorgan.com kann man sich nun anhören, wie Webseiten als Musikstücke klingen. Das Tool analysiert mit einem speziellen Algorithmus den Inhalt der angegebenen URL und verwandelt diese in Musik. Schlagzeug, Synthesizer und Keyboard gehören zum Repertoire der Anwendung. Einfach den Namen der Webpage eingeben und lauschen. Das Ergebnis kann man dann auch seinen Freunden auf Facebook und Twitter weiterleiten. Eine lustige Idee, nicht nur für Synästhetiker!
Wer sich seine Homepage gerne vorlesen lassen möchte, der sollte mal das Programm ReadSpeaker von voice-corp ausprobieren. Damit kann man sich seine Artikel in verschiedensten Sprachen wahlweise von einer männlichen oder weiblichen Stimme vorlesen lassen. Zur Auswahl stehen Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch und Holländisch. Für Privatblogger kostet der Service 4 Euro im Monat, Firmen starten bei 36 Euro. Praktisch, um den bildschirm-gestressten Augen mal eine Pause zu gönnen oder für passionierte Multitasker!
Im Social Media Zeitalter müssen viele Marketing-Experten umdenken. Alte Gesetzmäßigkeiten haben sich überlebt und die Mediaplanung erfordert neue Herangehensweisen. Die Medien-Agentur Webguerillas hat die Trends der zukünftigen Media-Messung in einem aus 12 Thesen bestehenden Media-Manifest zusammengefasst. Hier die Zusammenfassung:
- Communities laufen klassischen Content-Webseiten den Rang ab
- Neue Herausforderung: Werbesog statt Werbedruck erzeugen
- Aufgabe der Zukunft: Markenfans statt Zielgruppen identifizieren
- Gradmesser für Mediaplanung wird Aktitvitätsverlust und nicht Streuverlust sein
- Tausend Gesprächs Preis wird den Tausend Kontakt Preis ablösen
- Messzahl “Gross-Involvement-Volumen” (Aktivierungspotenzial) läuft der Messzahl “Gross Rating Point” (Werbedruck) den Rang ab
- Das gesamte Userverhalten zählt (Allways on), statt der Fernseheinschaltquote
- Der passive Medienkonsument ist tot: Involvieren statt rezipieren
- Klassische Medien verlieren die Hoheit: Marken-Content versus Medien-Content
- Echtzeit-Monitoring statt (zeitverzögerter) Reichweiten-Umfrage
- Community-Zugehörigkeit wird wichtiger als Nielsen-Gebietszugehörigkeit sein
- Markenbotschafter lösen Werbeträger ab
Markenklassiker bleiben Favoriten der Deutschen. Das belegt die größte Verbraucherstudie Europas “European Trusted Brands 2010″, durchgeführt von “Reader’s Digest”, für die 32.000 Europäer befragt wurden, darunter 9.000 Deutsche. T-Online verdrängt den Aufsteiger Google nach nur einem Jahr an der Spitze der europäischen Marken. Grund für den Vertrauensschwund bei Google sind wohl die anhaltenden öffentlichen Diskussionen um den „Gläsernen Internetnutzer“. Traditionsmarken wie Aspirin, Asbach und Miele punkten hingegen beim Verbraucher. Zum sechsten Mal in Folge erlangte der Markenklassiker Nivea in allen 16 europäischen Ländern Platz eins in der Kategorie Hautpflege. Eine größere Bedeutung für die Wahrnehmung von Marken hat inzwischen auch der Umweltschutz. Unternehmen, die sich glaubhaft als “Grüne Marke” positionieren, können laut Studie das Vertrauen der Verbraucher dauerhaft binden, wie es bei Sparkasse, Aral, Miele, Frosch und Persil der Fall ist. Um nachhaltiges Vertrauen beim Konsumenten aufzubauen, bedarf es ebenso einer glaubwürdigen Social-Media-Strategie als Marketing-Instrument. Sich mit einem ehrlichen, transparenten und langfristig angelegten Auftritt zu präsentieren, bietet Unternehmen die Chance, neben Aufmerksamkeit und Reichweite, Reputation und ein bestimmtes Image aufzubauen.
Die vertrauenswürdigsten Marken in Deutschland im Überblick:
Automobile: Volkswagen
Banken: Sparkasse
Bekleidung: C&A
Benzin: Aral
Computer: Fujitsu Siemens
Dekorative Kosmetik: Yves Rocher
Duftprodukte/Parfum: Yves Rocher
Erfrischungsgetränke: Coca-Cola
Erkältungsmittel: Wick
Fotogeräte: Canon
Frühstückscerealien: Kellogg’s
Haarpflege: Schwarzkopf
Handelsunternehmen: Aldi
Haushalts-/Küchengeräte: Miele
Haushaltsreiniger: Frosch
Hautpflege: Nivea
Internetunternehmen: T-Online
Kaffee/Tee: Tchibo
Kreditkarten: Visa
Milchprodukte: Müllermilch
Mobilfunk Serviceanbieter: Vodafone
Mobiltelefone: Nokia
Nahrungsmittel: Maggi
Reiseveranstalter: TUI
Schmerzmittel: Aspirin
Schuhe: Rieker
Sekt: Rotkäppchen Sekt
Spirituosen: Asbach
Süßigkeiten: Haribo
Versicherungen: Allianz
Vitamine: Abtei
Waschmittel: Persil
Zahnpasta/Mundpflege: Odol
Auf der spanischen Seite Jobsket kann man nun seinen Wert auf dem Arbeitsmarkt berechnen lassen. Dazu lädt man einfach seinen Lebenslauf hoch und das Programm passt das Format automatisch für seine Berechnungen an. Anschließend werden verschiedene Datenquellen nach aktuellen Gehältern, Jobs und Ort durchsucht und Vorschläge gemacht. Mithilfe eines speziellen Algorithmus wird, ausgehend von der Erfahrung des Kandidaten, dessen Wert auf dem Arbeitsmarkt geschätzt. Jobsket gibt an, bei 90 Prozent der Lebensläufe eine Genauigkeit von 85 Prozent zu erreichen. Bewerber können selbst bestimmen, wie öffentlich ihr errechnetes Profil sein soll und es auf Facebook, LinkedIn oder Twitter einbinden. Ebenso gibt es eine Suchfunktion, bei der man sich z.B. die best- oder schlechtbezahltesten Berufe in seiner Region anzeigen lassen kann. Für Bewerber ist der Dienst kostenlos, suchende Unternehmen müssen allerdings 15,95 Euro im Monat zahlen.
Fazit: Interessante Idee, die zurzeit leider nur für Spanien und Irland umgesetzt ist. Wird der Mechanismus verfeinert, kann man sich das Programm jedoch auch für Deutschland vorstellen. Vielleicht als App für Xing?