Sixt nimmt sich Street View vor

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Der jüngste Werbecoup von Sixt spielt kreativ mit aktuellen Themen. Sixt greift in seiner Anzeige gleich zwei Unternehmen auf, die gerade in der Kritik stehen: Googles Geo-Dienst Street View und Autohersteller Opel.

In der Anzeige zeigt Sixt einen Opel, auf dem eine ähnliche Kamera angebracht ist, wie auf jenen Autos, mit denen der Internetdienst Google vor einiger Zeit Deutschlands Straßen aufgenommen hat. “Schauen Sie sich Deutschland doch lieber selbst an”, lautet der Slogan.

Googles Geo-Dienst ist umstritten, weil dank Street View zum Beispiel Häuser und Menschen detailgenau im Internet zu sehen sind. Am Dienstag hat Google eine Internetseite freigeschaltet, über die Bürger Widerspruch gegen die Online-Abbildung ihres Hauses einlegen können.

Auch Opel steht derzeit im negativen Rampenlicht: Am Dienstag wurde bekannt, dass die Wettbewerbszentrale den Autobauer wegen seiner Werbung zur angeblich lebenslangen Garantie abgemahnt hat.

Start-Up stellt kostenlose Büros zur Verfügung

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In Manhattan können Freiberufler nun eine kostenlose Lounge nutzen, um kreativ zu arbeiten. Ausgestattet mit Arbeitsplätzen, W-Lan, gemütlichen Sesseln, Cappuccinos und vielen Möglichkeiten zum Netzwerken, bietet das Internet-Unternehmen Wix freiberuflichen Designern und anderen kreativen Köpfen den perfekten Arbeitsraum. Das Unternehmen sponsert die Lounge und erhofft sich dadurch neue und treue Kunden. Das Unternehmen selbst entwickelt Tools zur Herstellung von Flash Websites – also Produkte, die auch den Nutzern der Lounge gefallen könnten. Zusätzlich werden dort verschiedene Events stattfinden, wie etwa Design Workshops, Filmabende und andere Unternehmensseminare, durch die ein Teil der Kosten abgedeckt wird.

Potentiellen Kunden als „Brand Butler“ einen kostenlosen zusätzlichen Service bieten und sich dadurch Loyalität sichern – immer mehr Unternehmen setzen darauf. An Effektivität wird dabei jede Werbeanzeige übertroffen.

Twitter als kollaborativer Filter

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Analysten bei Yahoo untersuchten Tweets hinsichtlich ihres Wahrheitsgehaltes und machten eine erstaunliche Entdeckung: Tweets, die falsche Gerüchte verbreiten, werden sehr viel häufiger von der Community bezweifelt, als solche, die sich später als wahr herausstellen. Damit wirkt Twitter wie ein kollaborativer Filter, der durchaus zu verlässlichen Vorhersagen dienen kann.

Die Analysten untersuchten beispielsweise, wie sich Tweets nach einem Erdbeben verbreiten. Da Twitter den Augenzeugen von Katastrophen eine einfache und schnelle Möglichkeit bietet, ihre Berichte der ganzen Welt zugänglich zu machen, finden sich hier häufig noch unbestätigte Aussagen, deren Glaubwürdigkeit bezweifelt wird.

Die Analysten konnten keine Verbindung zwischen glaubwürdiger Information und Häufigkeit der Tweets oder Re-Tweets finden. Was sie jedoch herausfanden war, dass wenn falsche Gerüchte auf Twitter auftauchen, etwa die Hälfte der Tweets, die sich auf diese Info beziehen, sie bezweifeln. Im Gegensatz dazu fanden die Forscher nur 1 Prozent zweifelnde Tweets bei Gerüchten, die sich später als wahr herausstellten. Die Community selbst filtert hier die immensen Datenmengen.

Diese Vorhersagekraft der Community sollte laut Analysten genutzt werden: So könnte ein Twitter Service eingerichtet werden, der Tweets analysiert und die Nutzer warnt, wenn zu diesem Thema bereits viele Zweifel bestehen. So weiß der Leser sofort, ob er diesem Gerücht trauen kann oder nicht.

“Barcode Hero”: Produkte scannen und gewinnen

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Social Games treffen den Nerv der Zeit. Virtuell mit seinen Freunden Farmville spielen, ist für die Facebook-Generation schon ein Muss. Doch immer mehr wird nun die Online-Welt mit der Offline-Welt verflochten und Social Gaming in die Realität übersetzt. Dienste wie Foursquare machen es vor: Wer oft genug in bestimmten Geschäften einkauft, erhält Punkte und Auszeichnungen. Die iPhone-App Barcode Hero überträgt das Konzept auf Produktkategorien: Wer zum Beispiel genug Barcodes von Kaffeepackungen mit seinem Handy gescannt hat, wird der „King of Coffee“. Schreibt der User anschließend noch eine Bewertung für das Produkt oder empfiehlt es seinen Freunden, erhält er noch mehr Punkte in der jeweiligen Kategorie.

Einen realen Mehrwert bietet das Programm dem Nutzer auch: So steigt nicht nur das Punktekonto, sondern es gibt auch einen Online-Preisvergleich für die Produkte. Zwar bieten Dienste wie Red Laser oder ShopSavvy ebenfalls diesen Service, doch Barcode Hero hat noch größere Pläne: Auf Basis der virtuellen Punktesammlerei will das Unternehmen ein soziales Empfehlungsnetz aufbauen: Wer ein bestimmtes Produkt scannt, kann sich zusätzlich anschauen, welcher seine Freunde das Produkt ebenfalls gekauft hat und wie er es bewertet hat.

Das Start-up Shopkick verbindet ebenfalls Social Media mit Shopping. Es hat sich mit Partnerunternehmen wie BestBuy zusammengetan, um den Nutzern Sonderangebote liefern zu können. Auch hier werden Punkte für das Scannen von Barcodes vergeben. Allerdings fehlt hier die Komponente der sozialen Empfehlungen, die Barcode Hero bietet. Gerade den Produktempfehlungen durch Freunde, dürften Nutzer großes Vertrauen entgegenbringen.

Die Verbindung der Online- und Offline-Welt bietet gerade Produkt-Herstellern ein enormes Potential. Als „Dach“ liegt ein virtuelles Netz aus teilnehmenden Nutzern, die in der realen Welt, oder aber bei passenden Online-Games, Punkte sammeln können und diese dann direkt beim Hersteller oder Partnern einlösen können. Wie wäre es z.B. mit einem Online-Auto-Rennspiel, bei dem man Punkte sammeln und diese Punkte dann bei echten Tankstellen in Form von Benzin-Gutscheinen einlösen kann? Autohersteller könnten das Spiel sponsern. Sie erhalten die Aufmerksamkeit der User und decken im Gegenzug die Kosten der Gutscheine.

Kunden sind unzufrieden mit Social Media Aktivitäten von Unternehmen

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Zu wenig Kundenservice und Dialogorientierung im sozialen Netz enttäuschen die Kunden, so eine Studie des Brand Science Institute, in der mehr als 1.000 Probanden zu ihren Erfahrungen befragt wurden. Drei Viertel der Nutzer sind enttäuscht über die mangelnde Dialogorientierung der Firmen, 83 Prozent empfinden die zwonulligen Unternehmensprofile sogar als Werbung.

An Gelegenheiten für die Firmen, sich ein gutes Image und Kunden-Loyalität aufzubauen, mangelt es jedoch nicht: Mehr als die Hälfte (58 Prozent) der befragten Kunden nutzen die neuen Kommunikationskanäle bereits für Fragen, Beschwerden oder Anregungen. Allerdings waren fast zwei Drittel von ihnen (61 Prozent) unzufrieden, da die Unternehmen nicht auf ihre Belange eingegangen seien. 47 Prozent erhielten unzureichende Antworten. In vielen Fällen wurde auf klassische Serviceabteilungen verwiesen. Ein klares Indiz dafür, dass die Firmen Social Media noch nicht gleichwertig in ihre Kommunikations-Strategie integriert haben.

“Bislang beruhen die Social-Media-Aktivitäten vieler Unternehmen auf reinem Aktionismus”, so Dr. Nils Andres, Geschäftsführer des Brand Science Institute. “Die Verantwortlichen haben bisher nicht verstanden, dass ihre Kommunikation bei Twitter und Facebook umfassend moderiert und begleitet werden muss.” Dafür seien qualifiziertes Personal mit den entsprechenden Entscheidungsspielräumen und speziell entwickelte Social-Media-Richtlinien eine Grundvoraussetzung.

Die Erwartungen der Nutzer an die Echtzeitkommunikation seien jedoch nicht so hoch, wie oft von Experten vermutet. Lediglich jeder Fünfte (18 Prozent) erwartet eine Real-Time-Betreuung zwischen 7 und 23 Uhr. 44 Prozent möchten innerhalb von drei Stunden eine Antwort auf ihre Frage, 13 Prozent reicht eine Rückmeldung nach mehr als fünf Stunden.

Immerhin ein Viertel (26 Prozent) der User machte positive Erfahrungen und wurde auch bei Facebook und Twitter kompetent und fachmännisch betreut. “Unternehmen, die in der realen Welt erfolgreiches Kundenmanagement betreiben, schneiden auch im sozialen Netzwerken gut ab”, so Andres. “Umgekehrt bestätigen Unternehmen mit geringen Kundenzufriedenheitswerten ihr negatives Image im sozialen Web”.

Smartphone-Markt wächst um 50 Prozent

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Der Smartphone-Markt wächst im zweiten Quartal 2010 um 50 Prozent: Inzwischen ist jedes fünfte Handy ein Smartphone, errechnen die Analysten von Gartner. Mit rund einem Drittel Marktanteil ist Nokia noch mit Abstand der größte Handy-Hersteller.

325,6 Millionen Handys und Smartphones haben die Hersteller laut den Marktforschern von Gartner im zweiten Quartal dieses Jahres weltweit verkauft – 13,8 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Besonderen Zuwachs hatten Smartphones, ihre Zahl wuchs um mehr als 50 Prozent. Ihr Anteil am Gesamtmarkt beträgt damit nun 19 Prozent oder rund 62 Millionen Einheiten. Die Marktforscher von IDC sehen hier ebenfalls ein Wachstum von 50 Prozent, schätzen die verkauften Einheiten aber auf 63 Millionen.

Interessanter als die Anzahl der insgesamt verkauften Einheiten ist jedoch die Verteilung auf die einzelnen Hersteller und die Aufteilung nach Betriebssystemen. Über alles hat Nokia mit 34,2 Prozent Marktanteil immer noch die Nase vorn, muss aber mehr als zwei Prozentpunkte einbüßen. Samsung, Research in Motion, Apple und HTC legten einen Prozentpunkt zu. LG, Sony Ericsson und Motorola verlieren etwas – Motorola muss trotz der erfolgreichen Einführung verschiedener Android-Smartphones sogar eine Halbierung des Marktanteils hinnehmen.

Was die Verteilung der Betriebssysteme betrifft, so ist der eindeutige Gewinner Android: Das Google-Mobilbetriebssystem konnte seinen Marktanteil fast verzehnfachen und iOS überholen, in den USA liegt Android sogar vor dem dortigen Marktführer RIM.

Bei der Zahl der genutzten Geräte liegt Android allerdings noch weit hinter Apple. Die Marktforscher von iSuppli rechnen bis Ende 2010 mit rund 40 Millionen iPhones, es werden jedoch nur 20 Millionen Android-Smartphones im Markt vertreten sein. Erst 2012 werde Android iOS mit 75 zu 62 Millionen genutzter Geräte überholt haben.