Coca Cola bringt „Gefällt mir“-Button in die Realität

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Für eine Marketing-Kampagne auf Facebook hat Coca Cola ein interessantes Konzept umgesetzt: Besucher des israelischen Vergnügungsparks “Coca Cola Village” erhielten am Eingang ein Funk-Armband, mit dem sie sich zunächst in ihren Facebook Account einloggen konnten. Wurde anschließend eine Attraktion, wie beispielsweise eine Wasserrutsche, besucht, konnte der Nutzer über sein Armband “Gefällt mir” klicken. Diese Nachricht wurde dann automatisch auf dem Facebook-Profil veröffentlicht.

Die Aktion war ein voller Erfolg und es wurden täglich über 35.000 Newsfeed-Stories veröffentlicht. Neben den “Gefällt mir” Klicks, konnten sich die Besucher auch automatisch mit ihrem RFID-Armband auf Fotos markieren.

Reale Gegenstände und Erlebnisse sofort in die virtuelle Welt bringen, wo sie sich verbreiten können, ist mit dieser Technik problemlos möglich. Man stelle sich vor, man macht einen Spaziergang durch die Stadt und kann bei jedem beliebigen Gegenstand durch einen Knopfdruck seine Sympathien bekunden. Für die Nutzer ist es nur ein geringer Aufwand, für die Hersteller jedoch eine große Werbemöglichkeit.

Geniale Viral-Kampagne von Comparethemarket

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Wie macht man aus einem eher wenig emotionalen Produkt wie Autoversicherungen eine gelungene Social Media Kampagne? Comarethemarket.com hat es dank eines Erdmännchens geschafft. Comparethemarket.com ist eigentlich eine Suchmaschine für Autoversicherungen in Großbritannien. Nun wurde eine Kampagne gestartet, in der ein russisches Erdmännchen namens „Aleksandr Orlov“ zum Hauptakteur wurde. Zunächst trat die Kunstfigur vor allem im TV in Erscheinung und beschwerte sich in mehreren Spots darüber, dass zunehmend mehr Leute auf der Suche nach comparethemarket.com (Vergleiche den Markt) fälschlicherweise auf „seiner“ Seite comparethemeerkat.com (Vergleiche das Erdmännchen) landen und dort nach billigen Kfz-Versicherungen zu suchen. Um diesem Treiben ein Ende zu setzen, hat es sich deshalb nun entschlossen, diesen Irrtum aufzuklären: Wer Erdmännchen sucht, gehe bitte zu comparethemeerkat.com, und wer eine günstige Versicherung braucht, der solle bitte zu comparethemarket.com gehen!

Ein genialer Schachzug: Das Tier mit dem lustigen russischen Akzent sicherte sich sofort alle Sympathien, bekam einen eigenen Wikipedia-Eintrag mit adligem Familienstammbaum und prägte sogar den Neologismus „Simples“, der Einzug in den britischen Alltag hielt. Die Schwesternseite Comparethemeerkat.com wurde eingerichtet, auch eine eigene Facebook-Seite und Twitter-Account ins Leben gerufen. Mittlerweile hat er 750.000 Fans und 36.000 Follower gesammelt. Viele Fans waren so begeistert, dass sie selbst anfingen, Bilder mit Aleksandr zu verbreiten und Fotomontagen aus aktuellen Nachrichtenbildern zu kreieren. Das ist wahres Viral-Marketing!

Sicher war die Kampagne nicht billig, doch der Erfolg spricht für sich: Nach 3 Tagen hatte die Versicherung das Monatsziel für Kundenanfragen erreicht. Darüber hinaus konnte man ein Gesamtwachstum eingegangener Anfragen von 45% verbuchen, 90% mehr als in der Vergleichsperiode im Vorjahr.

Hier ein TV-Spot:

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10 Tipps für erfolgreiche Community Manager

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Die gestiegene Internetpräsenz von Unternehmen und Kunden erfordert auch in der digitalen Welt eine optimale Kundenbetreuung. Die dort aufgebauten Kundenbeziehungen und Marken-Erfahrungen entscheiden zunehmend über die Kaufbereitschaft der Kunden. Die Betreuung der Kunden im Netz erfolgt durch sogenannte Community Manager – das digitale Gesicht des Unternehmens. Sie sind Strategen im Social Net, Produktmanager, Designer, Geschichtenerzähler, Markenbotschafter und Aufbauer von Communitys in einer Person.

Hier 10  Tipps für angehende und erfolgreiche Community Manager:

1. Sei ein Experte und Markenbotschafter deines Produkts oder Services

Erfolgreiche Community Manager kennen sich nicht nur perfekt mit dem Produkt oder Service ihrer Firma aus, sondern sind davon auch begeistert. Sie können die Leidenschaft der Community nachvollziehen, bestärken sie und nutzen die Produkte selbst.

2. Liebe das Produkt, aber sei der Anwalt der Nutzer

Die Kenntnis über das Produkt hilft zwar ebenfalls dabei, die Probleme der Nutzer zu erkennen, doch Community Manager müssen auch empathisch sein und sich in die User einfühlen können. 

3. Arbeite an deinen Kommunikations-Fähigkeiten

Community Manager müssen die User engagieren, einbinden und mitreißen können. Usern zu helfen, und die Community untereinander zu vernetzen, funktioniert nur, wenn man effektiv kommunizieren kann und weiß, wie man sich artikulieren muss. Community Manager können deshalb oft auf eine Marketing- oder Journalisten-Ausbildung zurückgreifen. 

4. Schreibe einen eigenen Blog oder pflege ein Profil in einem sozialen Netzwerk

Übung macht den Meister: Bloggen und das Wissen, wie man sich in Social Communitys bewegt, sollten Community Manager durch eigene Erfahrungen gelernt haben und sich damit eine gewisse „Soziale Reputation“ aufgebaut haben. So werden auch potentielle Arbeitgeber aufmerksam und lassen sich mit gutem Content überzeugen. 

5. Sei authentisch

Vertrauen kann nur durch authentische Kommunikation gewonnen werden. Nicht die gesichtslose Firma sondern die Menschen dahinter formen das Vertrauen der Kunden. Humorvoll aber auch bescheiden, sollte man die Qualität der Arbeit oder des Produkts für sich sprechen lassen und nicht permanent verkaufen wollen. 

6. Sei vielseitig und wähle die Plattformen strategisch aus

 Community Manager verfügen oft über verschiedene und vielseitige Kenntnisse: Erfahrungen im Webdesign, Schreiben oder Programmieren helfen beim Anpassen einer Seite. Da viele Unternehmen momentan ihre ersten Community Manager einstellen, ist das Bild der Kenntnisse sehr unterschiedlich und wird vom jeweiligen „Skill-Set“ der Bewerber definiert. Auch das Wissen, welche der unzähligen Plattformen für das einzelne Unternehmen relevant sind ist wichtig – es gibt nicht nur Facebook und Twitter!

7. Höre zu, generiere Mehrwert und baue Beziehungen auf

Es ist von großer Bedeutung zu wissen, was über das Unternehmen, die Branche oder das Produkt gesprochen wird. So können Community Manager Feedback einholen, das zur Verbesserung der Leistung beiträgt. Zusätzlich sollte man mit seiner Stimme im Netz nicht nur „Lärm“ verbreiten sondern nützliche Inhalte bereitstellen. Für angehende Community Manager sind auch gute Beziehungen in der Netzwelt von Vorteil, sei es um einen Job zu finden oder um Trend-Strömungen zu erkennen.

8. Engagiere dich online und offline

Die Online Community ist zwar wichtig, doch sollte man ebenfalls offline Kontakte pflegen. Es gibt zahlreiche Events in der realen Welt, die eine gute Gelegenheit bieten, Gleichgesinnte zu treffen, Ideen auszutauschen und sein persönliches Netzwerk zu stärken. Workshops, Vorträge und andere thematisch passende Treffen der Branche können besucht werden oder sogar selbst organisiert werden.

9. Denke wie ein Unternehmer und passe dich schnell an

Unternehmerisches Denken ist auch bei Community Managern gefragt. Bei jedem Projekt muss eine klare Strategie vorhanden sein, die verfolgt wird. Dabei müssen sie sich immer den neuesten Social Media Technologien anpassen und ein messbares Engagement innerhalb der Community aufbauen. Oft treiben sie das Projekt voran. 

10. Aktiviere deine Mitarbeiter um Communitys aufzubauen

Auch innerhalb des Unternehmens können sich zahlreiche Kollegen ebenfalls in die Community einbringen. So entsteht ein größeres Verständnis innerhalb des Unternehmens für die neuen Aufgaben eines Community Managers.

Ein paar Tipps zum Ende: Da viele Unternehmen oft nicht erkennen, dass ein Community Manager benötigt wird und somit keine Stellen ausschreiben, lohnt sich durchaus eine Initiativbewerbung. Auf Xing oder LinkedIn können sich Bewerber die Profile der Personen, die das Bewerbungsgespräch führen, ansehen. Bei Twitter wird man Follower von Personalchefs, zukünftigen Chefs oder Social Media Experten und erhält ebenfalls wichtige Informationen.

Als Community Manager sollte man der Community gegenüber nicht als Verkäufer auftreten, sondern auf den Aufbau von Beziehungen Wert legen. Auch muss Mut zum Experimentieren vorhanden sein. Positive und gewünschte Reaktionen der Community sollten erkannt und belohnt werden.

Infografik: Das Geo-Soziale Universum

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Eine interessante Visualisierung, die zeigt, welches Netzwerk in Zukunft zur größten Geo-Sozialen Plattform werden könnte.

Folgende Infografik zeigt zunächst wie viele Menschen die einzelnen sozialen Netzwerke nutzen und vergleicht sie mit der enormen Anzahl an Mobiletelefon-Nutzern. 4,6 Milliarden Mobiltelefone gibt es mittlerweile weltweit. Die Überlappungen sind dabei interessant, den sie geben Auskunft darüber, wie stark die jeweilige Plattform vom Mobiltelefon aus genutzt wird. Zum Beispiel hat Facebook 500 Millionen Nutzer, von denen sich rund ein Drittel über ihr Handy einloggt. Bei Twitter sind es sogar mehr als die Hälfte. Besonders häufig werden Email-Dienste mobil abgerufen. Zwar werden Foursquare und Gowalla zu 100 Prozent vom Handy aus genutzt, doch ist die Gesamt-Nutzerzahl eher gering.

In Mobiltelefonen steckt zudem die Kraft, ortsbasierte Services zu integrieren, um die Plattformen und Dienste „GeoSocial“ werden zu lassen. Ein Feature, das – mit den neuen Fähigkeiten der Mobiltelefone – für Nutzer und Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnen wird.

Grafik gefunden bei Jess3.

Near Field Communication macht das Handy zum Allround Talent

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Ob EC-Karte, Personalausweis oder Kundenkarte – mit Near Field Communication (NFC) erschließen sich bei künftigen Handy-Modellen völlig neue Möglichkeiten. Ob im Einzelhandel, öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf Konzerten, in vielen Bereichen unseres Lebens wird das Mobiltelefon zum Dienstleister der Zukunft.

Near Field Communication (NFC) ermöglicht eine schnelle, kontaktlose und sichere Datenübertragung zwischen einem NFC-Handy und einem Kontaktpunkt. Bargeldlose Zahlung, Ticketing oder Zugangskontrollen werden dadurch möglich. Die Übertragung funktioniert dabei über kurze Strecken bis zu 10 Zentimetern. Eine größere Reichweite ist auch nicht erwünscht, da die Kontaktaufnahme ja als Zustimmung zu einer Transaktion gewertet werden kann.

Die Deutsche Bahn nutzt diese Möglichkeiten bereits in ihrem „Touch and Travel“-Service:  Hier wurden an Bushaltestellen und Bahnhöfen sogenannte Touchpoints eingerichtet, bei denen sich der Kunde vor und nach der Fahrt mit seinem Mobiltelefon an- bzw. abmeldet und anschließend per Handy zahlen kann. Die holländische Supermarktkette C1000 testete mit großem Erfolg den Einsatz der Technik am Kassenschalter: Die Kunden scannten ihre Einkäufe mit ihrem Handy selbst und zahlten damit. Ein Markt, auf dem kontaktlose Zahlungen mit dem Mobiltelefon seit Jahren funktionieren, ist Japan. Inzwischen wurden dort nicht nur über 53 Millionen Handys mit einem speziellen NFC-Chip verkauft, sondern es gibt auch bereits 70 Firmen, die entsprechende Applikationen wie Payment, Ticketing oder Loyalty anbieten.

Die für die Anwendung nötigen Chips fehlen jedoch in vielen Mobiltelefonen außerhalb Japans noch. Allerdings werden sie in immer mehr Handys der neueren Generation eingesetzt. Industrieanalysten von ABI Research sagen voraus, dass im Jahr 2011 rund 23 % der Mobiltelefone (ca. 350 Mio. Handys) mit NFC-Technik ausgestattet sein werden.

Google kauft visuelle Shopping-Suchmaschine

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Visuelle Suche im E-Commerce könnte neue Formen annehmen. Google investiert momentan immense Summen in die Technologie der computergestützten visuellen Suche. Für rund 100 Millionen Dollar verleibte sich der Suchgigant nun das Unternehmen Like.com ein und hat damit Zugang zu dessen Technologie.

Like.com bietet seinen Kunden eine visuelle Suchmaschine, die ihnen hilft passende Kleidung und Accessoires online zu finden und zu kaufen. Dabei lernt die Suchmaschine selbst mit, und je nach vorherigem Kauf, vorausgegangenen Suchbegriffen oder aktuellen Modetrends werden dem Kunden passende Angebote unterbreitet. Suchbegriffe wie „Rote High Heels“ oder „Ärmelloses Kleid mit Blumenmuster“ erkennt ein Algorithmus und weiß, was zu dieser Kleidung passt.

Die Technologie von Like.com kam ursprünglich aus dem Bereich der Gesichtserkennung – was Google damit vorhat, wollte das Unternehmen nicht sagen. Sie könnte Anwendung finden bei Goolges Produktsuche: Eine Shopping-Seite, die sich noch in der Testphase befindet und eine vergleichende Produktsuche ermöglicht.

Schon jetzt bietet die Applikation Google Goggles Handybesitzern eine interessante Suchmöglichkeit: Die Nutzer machen ein Foto mit ihrer Handykamera und können zum fotografierten Gegenstand oder Ort verschiedene Informationen bekommen.

Google investierte auch in das Unternehmen Pixazza: Hier werden Bilder im Netz markiert, und die darauf abgebildeten Produkte mit Shopping-Seiten verlinkt. Klatsch-Seiten zeigen z.B. Fotos von Promis und der Betrachter kann anschließend die gleiche Tasche oder Jeans wie sein Lieblingsschauspieler online kaufen.

Zu Facebook hätte der Kauf von Like.com ebenfalls gepasst, doch Google war hier wohl einen Schritt schneller.