Studie: Wie Kunden in Social Networks shoppen

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Viele Unternehmen nutzen Social Media um ihre Markenbekanntheit zu steigern, doch die Nutzung von Facebook und Co. für den Direktvertrieb könnte sich als extrem lukrativ erweisen, denn die Bereitschaft der Kunden dafür ist größer als allgemein angenommen.

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Die Studie „2011 Social Commerce Study“ von comScore und der National Retail Federation untersuchte das Shoppingverhalten von über 1.700 US-Bürgern und kam zu folgenden Ergebnissen:

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  • 42 Prozent der Online-Konsumenten „folgen“ zeitweise einem Store in Social Media, also auf Facebook, Twitter oder dem Markenblog.
  • Im Durchschnitt folgt der Online-Shopper 6 Einzelhändlern
  • 56 Prozent der Facebook-Nutzer klickten sich aufgrund eines Facebook-Posts auf die Shopping-Website des Händlers durch
  • 67 Prozent der Twitter-Nutzer klickten sich aufgrund eines Tweets auf die Shopping-Website des Händlers durch

Die Hauptgründe für das Folgen eines Unternehmens sind:

  • Deals finden (58%)
  • Über Produktneuigkeiten informiert werden (49%)
  • Informationen zu Wettbewerben und Events erhalten (39%)

Das interessanteste Ergebnis jedoch war die hohe Bereitschaft der Shopper, die Unternehmenswebsite für einen Kauf auf Social Media Plattformen sogar komplett zu überspringen:

  • 35 Prozent gaben an, sie würden die Website des Händlers auslassen um einen Kauf direkt über Facebook zu tätigen
  • 32 Prozent gaben an, sie würden die Website des Händlers auslassen um einen Kauf direkt über Twitter zu tätigen

 

Die Beliebtheit von Smartphones verstärkt den Aufstieg von Social Commerce ebenfalls:

  • Laut Studie loggen sich 42 Prozent der Twitter-User mindestens einmal am Tag von ihrem Smartphone aus auf der Plattform ein. Bei Facebook sind es 34 Prozent der Nutzer.
  • Ebenfalls 34 Prozent der Smartphone-Besitzer sehen sich täglich auf ihrem Gerät YouTube-Videos an.
  • 47 Prozent der Konsumenten haben mit ihrem Smartphone schon einmal Produktbewertungen eingeholt während sie im Store waren. Männer (55%) häufiger als Frauen (39%)

Neben den klassischen Shopping-Funktionen der Händler-Websites, können sich gerade Group-Buying Aktionen auf den Websites oder Facebook-Präsenzen lohnen, denn die User-Awareness bei Group-Buying ist sehr hoch:

  • 82 Prozent der Online-Konsumenten kennen Group-Buying-Seiten wie Groupon, LivingSocial oder Gilt City.
  • 19 Prozent haben darüber schon einen Kauf getätigt
  • 57 Prozent der Group-Buyer haben bisher über 100 Dollar dort ausgegeben

Dass Facebook und Twitter bald alle Websites ersetzen werden, wie es manch ein Blog berichtet, ist eher unwahrscheinlich. Das Risiko, den kompletten Online-Verkauf auf einer Fremdplattform wie Facebook laufen zu lassen ist zu hoch – Facebook hat schon komplette Seiten mit tausenden Fans einfach geschlossen, oder Facebook selbst wird eines Tages geschlossen – und nicht jeder Kunde ist auf Facebook. Dennoch ist ein klarer Trend zu erkennen: Weg von der klassischen Unternehmensseite als Ausgangspunkt für alle Kunden-Aktionen im Web, hin zu einer Vielzahl von Web 2.0 Präsenzen die alle durch verschiedene Widgets, Buttons und Apps miteinander verknüpft sind.

Deutsche Bahn startet Kundenservice via Twitter

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Ab Mittwoch früh 6 Uhr ist es soweit:  Die Deutsche Bahn zeigt sich kundenfreundlicher und löst Kundenprobleme über Twitter. Künftig sind 7 Social-Media-Mitarbeiter von 6 bis 20 Uhr im Einsatz, die pro Tag 300 Kundenanfragen per Tweet beantworten sollen. Ein Service-Kanal bei Facebook soll im Juli folgen.

Keine Frage, die Deutsche Bahn hat sich mit ihrem neuen Serivce-Account @db_bahn einiges vorgenommen. Bei rund 5 Millionen Passagieren täglich und stets wiederkehrender Probleme, stellt sich die Frage, ob das Beantworten von 300 Kundenanfragen pro Tag wirklich ausreichend und hilfreich ist. Natürlich ist Twitter nicht der einzige Servicekanal der Bahn im Web und so sollen auch Anfragen zu Fahrzeiten und Pünktlichkeit via Twitter nicht geklärt werden. Eher geht es um service-relevante Themen, die auch andere Nutzer interessieren könnten.

Also weniger: “Wann fährt der nächste Zug von Frankfurt nach Köln?”, sondern eher “Wir sitzen seit einer halben Stunde ohne Info in Nürtingen fest. Keiner sagt uns Bescheid. Was ist los?” Pauschale Beschuldigungen wie “Die Bahn ist der letzte Dreck” werden nicht beantwortet. Auf Standardfragen wie Preise oder Verbindungen gibt es trotzdem eine Antwort mit Hinweis auf die Fahrplanauskunft der Bahn.

Daniel Backhaus, Leiter Social Media Management bei der Bahn, hat nicht weniger als neun Monate an dem Twitter-Kanal geplant. Dabei hat er mit dem Team von @telekom_hilft zusammengearbeitet. Auf @telekom_hilft beantwortet die Telekom schon seit einiger Zeit Kundenanfragen via Twitter und hat schon viel Lob für diese Arbeit erhalten.

Die Herausforderungen bei einem der größten Verkehrskonzerne der Welt sind groß: Neben der Genehmigung der Finanzierung des Projekts muss das Service-Team sich im Unternehmen Bahn perfekt auskennen und es muss darauf achten, den rechtlichen Rahmen einzuhalten. Das Team besteht aus langjährigen, internen Call-Center-Mitarbeitern, die jeden Fall dokumentieren und falls notwendig an eine Abteilung weiterleiten. Jeder Tweet wird vor dem Abschicken von einem anderen Team-Mitglied gegengelesen. Dies soll dafür sorgen, dass die Tweets der Mitarbeiter objektiv bleiben, die richtige Stimmung transportieren und nicht beleidigend, sarkastisch oder genervt beim Kunden ankommen.

 

Wir hoffen, dass der Mut der Bahn für dieses ambitionierte Projekt belohnt wird, die Bahn aus ihren vergangenen Social-Media Katastrophen (das Chefticket bei Facebook und der falsche Bahnaccount bei Twitter) gelernt hat und sind gespannt auf die weiteren Entwicklungen.

Buchbesprechung: “CRM at the Speed of Light” von Paul Greenberg

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In den letzten Jahren fand eine soziale Revolution statt, welche die Art, wie wir miteinander kommunizieren veränderte. Dank Smartphones, Social Web Tools und der sofortigen Verfügbarkeit von gesammelten und geordneten Informationen, verfügen nicht nur die Unternehmen über Echtzeit-Wissen, sondern auch die Kunden. Social CRM ist ein Muss für erfolgreiche Unternehmen in der heutigen vernetzten Welt. Die Erwartungen der Kunden sind so hoch und ihre Nachfrage ist so mächtig, dass Unternehmen eine Social CRM Strategie benötigen, die auf Zusammenarbeit und Interaktivität zwischen Kunden und Unternehmen fußt und nicht auf traditionellem operativem Kundenmanagement. Die Kunden haben die Kontrolle über die Gespräche und die Unternehmen müssen entsprechend antworten.

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Wir haben für euch das Buch „CRM at the Speed of Light” von CRM-Guru Paul Greenberg gelesen und die interessantesten Kapitel zusammengefasst. Die Buchbesprechung findet ihr hier auf unserer Homepage zum kostenlosen Download. Viel Spaß beim Lesen!

Customer Experience Management – Warum Emotionen beim Kauf so wichtig sind

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Das Marketing von Morgen findet im Unbewussten statt. Nur wenn es Marken gelingt, beim Kunden positive Emotionen auszulösen, bleiben sie ihm im Gedächtnis. Eine emotionale Bindung wird am besten durch Erfahrungen und Erlebnisse ausgelöst, die der Kunde mit der Marke hat. Diese positiven Kundenerlebnisse zu schaffen und zu verbessern, ist das Ziel des Customer Experience Management (kurz: CEM).

Wir waren für euch letzte Woche auf der Adobe CEM Roadshow und hörten einige spannende Vorträge zum Thema CEM. Die Highlights haben wir hier zusammengefasst.

1. Kundenbeziehungen an allen Touchpoints erfolgreich gestalten:

Customer Experience Management ist das Trendthema. Durch die digitale Revolution ist eine Vielzahl an neuen Touchpoints entstanden. Über 30 verschiedene Kommunikationskanäle gibt es mittlerweile, mit denen man die Kunden erreichen kann. Der Kunde durchläuft die Touchpoints ohne festgelegte Reihenfolge. Er wählt sie selbständig aus und im Gegensatz zu Früher haben die Unternehmen keine Kontrolle mehr über den vom Kunden gewählten Weg. Der Kunde kann dank Smartphones jederzeit und überall ein Markenerlebnis haben: Laut einer Gartner-Studie wird der Absatz von mobilen Endgeräten den Desktop-Absatz 2012 erstmals übersteigen. Mobile Endgeräte werden immer „smarter“ und zum neuen Laptop. Ein Drittel aller genutzten Mobiltelefone in den USA sind bereits Smartphones.

Die Kunden sind jedoch äußerst unzufrieden mit ihrem Customer Experience. Laut einer Forrester-Studie zur Kundenzufriedenheit (2010) sind in den USA nur 16% der Konsumenten mit ihrer Erfahrung im B2B-Bereich zufrieden (9% im B2C), in Europa sind es 25% im B2B und 10% im B2C.

Die Kunden machen ihrem Ärger im Netz Luft und stellen ihre Bewertungen der Unternehmen für alle Welt sichtbar online. Auf der Seite http://www.gethuman.com/ kann man zum Beispiel Kundenbewertungen zu Call Centern abfragen. Infos über die Servicequalität und durchschnittliche Wartezeiten sind hier zu finden.

Warum tun sich viele Unternehmen so schwer, an allen Touchpoints gute und konsistente Erfahrungen zu liefern? Weil die Organisationsstruktur in vielen Unternehmen noch wie in den 50er Jahren ist. Marketing, Sales und Service sind nicht miteinander abgestimmt und liefern unabhängige Interaktionen zwischen Unternehmen und Kunde:

 

Der Kunde interagiert heutzutage mit vielen verschiedenen Mitarbeitern, die meist über andere Bereiche nicht Bescheid wissen. So gibt es oft keine Betreuung im Geschäft vor Ort für Kunden, die das Produkt im Internet gekauft haben, oder die Online-Daten des Kunden sind im Geschäft oder im Call Center nicht bekannt. Die Herausforderung besteht nun für die Unternehmen in der Organisation der Kunden-Erfahrungen. Es müssen konsistente Kundenerfahrungen sein, die die jeweiligen Stärken des einzelnen Kanals nutzen. Auch die Frage muss geklärt werden: Wer ist überhaupt in meinem Unternehmen verantwortlich für CEM?

 

Unternehmen müssen wissen, was jeder Toupoint liefert und auch was die Kunden über die Marke im Netz sprechen. 78% der Konsumenten vertrauen auf Bewertungen von anderen Nutzern, nur 14% vertrauen der Werbung. Gutes Social Media Marketing bringt laut Vortrag 15 bis 20% mehr ROI.

Für zufriedene Kunden bedarf es auch zufriedener Mitarbeiter. Audi hat beispielsweise für seine Mitarbeiter ein personalisiertes Intranet. Das Tool zeigt jedem Mitarbeiter sein persönliches Dashboard im Audi-Design an, mit allem woran der Mitarbeiter derzeit arbeitet und häufig braucht. Macht er häufig Übersetzungen mit LEO, erscheint dies auf seiner Startseite zum sofortigen Zugriff.

Warum sind positive Emotionen bei der Kaufentscheidung so wichtig? Weil zufriedene Kunden als loyale Kunden und als positive Multiplikatoren mehr Umsatz generieren, und weil sie mehr verzeihen: Sie verzeihen den schlechten Service in einer Luxusboutique und den extremen Preis von 4 Euro für einen Starbucks-Kaffee.

2. Neuromarketing -  Was im Kopf der Kunden wirklich vorgeht:

70 bis 80 % unserer Entscheidungen sind unbewusst, so Dr. Hans-Georg Häusel, einer der führenden Neurowissenschaftler Deutschlands. Der rationale Kunde ist somit ein Mythos. Jeder Außenreiz wird zunächst unbewusst durch unser lymbisches System bewertet und erst danach folgt eine bewusste Erklärung.

Das lymbische System ist für unsere innerste Motivation verantwortlich und spricht auf drei verschiedene Reiz-Sorten an: Spricht der von außen kommende Reiz unser Dominanz-Zentrum an, das nach Macht, Autonomie und Prestige strebt? Spricht er unser Stimulanz-Zentrum an, das Neues, Spielerisches und Spannendes erleben will? Oder verspricht der Reiz uns Wohlbefinden, Sicherheit und Balance

Welches Zentrum stärker reagiert ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

 

Balance-Menschen werden erreicht, indem Leistungsmerkmale wie Transparenz und Einfachheit, Flatrates, Sicherheitund Qualität eines Produktes, lange Haltbarkeit, Garantie-Versprechen, zuverlässiger Service, möglichst immer dieselben Verkäufer oder Servicekräfte als Kaufmotiv angesprochen werden.

Die Stimulanz-Instruktionen äußern sich als Kaufmotiv im Konsum von Unterhaltungselektronik, Videos, Musik, Funk und Fernsehtechnik, Büchern zur Unterhaltung, Genuss-Mitteln aller Art, Produkte, die uns helfen, anders zu sein als alle anderen und die Aufmerksamkeit auf uns ziehen, innovative Produkte, Produkte mit besonderem Design sowie Reisen oder Erlebnis-Gastronomie.

Das Dominanz-System macht sich bemerkbar als Kaufmotiv beim Erwerb von Status-Produkten aller Art (teure Uhren, Parfüm, Mode usw.), Autos, Maschinen und Werkzeugen, die die Selbstwirksamkeit erhöhen, Produkten, die überlegene Kennerschaft signalisieren (Weine, besonders aktuelle Produkte usw.), Produkten und Dienstleistungen, von denen wir uns Stärke und Schnelligkeit versprechen, Produkten sowie Systemen und Dienstleistungen, die die Effizienz und Leistungsfähigkeit erhöhen.

Auch Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind klar erkennbar. Frauen sprechen stärker auf Balance- und Stimulanz-Reize an, also alles was Spiel und Wohlbefinden verspricht. Da Frauen 70 bis 80 Prozent aller Kaufentscheidungen treffen, sollte man sie stärker berücksichtigen – z.B. in der Website-Gestaltung. Eine menschliche Gestaltung mit Videos statt Text spricht stärker Frauen an. Happyness und Easyness muss die Seite versprechen. Eine männliche Zielgruppe legt hingegen mehr Wert auf technische Hintergrundinfos, Power und Features.

Insgesamt gilt jedoch: Alles was keine Emotionen auslöst, ist für das Gehirn sinn-, wert- und bedeutungslos! Das Marketing von Morgen findet im Unbewussten statt. Unbewusste Vorgänge sind für den Kunden angenehmer, da bewusste Entscheidungen viel Energie verbrauchen. Es gilt: Je bekannter ein Reiz, desto entlastender für unser Gehirn. Starke Marken entlasten unser Gehirn, da bei ihrer Betrachtung das für bewusste Entscheidungen zuständige Großhirn „herunterfährt“ und die Emotionen uns leiten können.

Für Marken ist es deshalb wichtig, im Gedächtnis der Kunden zu bleiben. Das kann man am besten mit positiven Erfahrungen, die man dem Kunden bietet. Wir erinnern uns nämlich nur zu 15% an Tatsächliches, zu 15% an Gehörtes und zu 70% an subjektiv Erlebtes.

Wie wichtig jeder einzelne Interaktionspunkt für das Markenerlebnis ist, wird mit dem Design-Prozess der weltberühmten Coca-Cola-Flasche verglichen. Das Design der Flasche sollte einen starken Wiedererkennungswert haben. Und zwar so sehr, dass – wenn die Flasche auf den Boden fällt und zerspringt- man an jedem einzelnen Splitter erkennen kann, dass es eine Coca-Cola-Flasche war. Auf CEM übertragen bedeutuet das: Jeder einzelne Touchpoint muss ein Markenerlebnis schaffen, das die Marke konsistent und positiv widerspiegelt.

Studie: Zahlungsbereitschaft für Mobiltelefone steigt

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Immer mehr Verbraucher erwarten von ihrem Mobiltelefon, dass es sich durch Computerfunktionalität und -konnektivität auszeichnet: Bei ihrem nächsten Mobiltelefon möchten 49 Prozent der Mobiltelefonierer einen Touchscreen haben, für 21 Prozent ist ein schneller Internetzugang unerlässlich. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Mobile Life des Marktforschungsunternehmens TNS.

 

Zahlungsbereitschaft
 
Die Deutschen haben für ihr derzeitiges Mobiltelefon im Durchschnitt 125 Euro bezahlt. Sie wären jedoch bereit, für ihr nächstes Handy deutlich mehr auszugeben: 161 Euro. Bei den 16- bis 21-Jährigen liegt die Zahlungsbereitschaft sogar 52 Euro höher. „Hier zeigt sich, dass viele Deutsche die vielfältigen neuen Möglichkeiten der mobilen Kommunikation nutzen möchten – dass ein dafür geeignetes Gerät etwas mehr kosten wird, scheint von vielen Verbrauchern bereits akzeptiert zu sein.“ so Robert A. Wieland, Geschäftsführer von TNS Infratest und Sector Head TNS Technology & Media.

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Beratung vor dem Kauf

Beraten lässt sich bei der Wahl eines neuen Handys die Hälfte der Mobilfunknutzer noch immer von Freunden und Bekannten. 47 Prozent der Käufer nutzen zudem Informationen anderer Nutzer aus Internet-Verbraucherforen. Ebenfalls mit 47 Prozent auf Platz zwei sind auch Erfahrungen mit dem vorherigen Mobiltelefon – hier können Hersteller wichtige Pluspunkte sammeln. Handyhersteller sollten zudem die Chance nutzen, sich über ihre eigene Website vorteilhaft darzustellen – schließlich geben 36 Prozent der Nutzer an, sich über diese Quelle zu informieren.

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Wo der Kauf des Mobiltelefons stattfindet

Im internationalen Vergleich haben vergleichsweise viele Deutsche ihr derzeit genutztes Handy im Internet gekauft (29 Prozent). Fast ebenso viele haben jedoch ihre letzte Kaufentscheidung für ein Handy im Laden ihres Netzanbieters getroffen (27 Prozent). Erst wenige kauften bisher ihr mobiles Endgerät im Elektrohandel (12 Prozent) oder in einem Handyshop (zehn Prozent). Spannend ist der Blick auf die heute 16- bis 21-jährigen Mobiltelefonierer. Im Vergleich zu anderen Altersgruppen haben sie ihr letztes Handy häufiger im Internet (34 Prozent) oder im Elektrohandel (19 Prozent) gekauft. Hingegen erwarben sie deutlich seltener ihr Mobiltelefon in Geschäften von Netzanbietern (14 Prozent).

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Mobiler Zugang zu sozialen Netzwerken

Die Verfügbarkeit breitbandigen mobilen Internets in Kombination mit einer immer höheren Verbreitung von Smartphones hat die Nutzung sozialer Netzwerke beflügelt. International besuchen 2011 bereits 45 Prozent der mobilen Internetnutzer soziale Netzwerke mit ihrem Handy. Auch wenn Deutschland noch deutlich hinterherhinkt – 13 Prozent der Deutschen surften im Jahr 2010 mobil in ihren sozialen Netzwerken, 2011 sind es 20 Prozent – ist auch hier ein deutlicher Zuwachs erkennbar.

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An welchen Themen sind die Nutzer interessiert?

Während die mobilen Internetnutzer in den letzten Jahren vornehmlich an Informationen interessiert waren, ist hier nun eine deutliche Verschiebung in Richtung Unterhaltung zu beobachten. 2010 haben 39 Prozent der mobilen Internetnutzer angegeben, Nachrichtenseiten zu besuchen, in diesem Jahr sind es nur noch 30 Prozent. Zugenommen hat hingegen der Anteil der Nutzer, die angeben, Shoppingseiten (Zuwachs von 20 Prozent auf 31 Prozent) oder Unterhaltungsseiten (Zuwachs von sieben auf 18 Prozent) mobil zu besuchen.
 
Für die Studie “Mobile Live” befragte TNS in diesem Jahr über 34.000 Mobilfunknutzer und -nichtnutzer in 43 Ländern nach ihrer Nutzung bzw. zukünftigen Nutzung von mobilen Angeboten und Services.

5 Social Media Strategien für Krisen-Situationen

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Eine Krise kann jedes Unternehmen treffen – sei sie selbstverschuldet oder ohne eigenes Zutun. Wichtig ist, dass das Unternehmen angemessen und schnell auf das Problem reagiert. Doch dafür braucht es einen Notfall-Plan. Unternehmen, die sich nicht auf eine Krise vorbereiten, geraten extrem unter Druck, falls es tatsächlich einmal soweit sein sollte. Der Krisenplan sollte auf jeden Fall Social Media miteinbeziehen, da hier in Echtzeit an den Gesprächen teilgenommen werden kann, das Unternehmen Hilfe und Informationen anbieten und Nachrichten gezielt versenden kann. Mit Social Media kann man somit ein Stück Kontrolle zurückerlangen.

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1. Website, Homepage oder News-Seite für den Notfall

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Der Website-Entwickler des Unternehmens sollte ein Template erstellen, das bei Bedarf sofort eingesetzt werden kann. Entweder man leitet die eigene URL dorthin weiter (je nachdem, wie ausgeprägt die Krise ist oder Bedarf nach Echt-Zeit-Informationen besteht) oder man setzt einen gut sichtbaren Link auf die Homepage.
Notfall-Websites sollten die wichtigsten Kontaktinformationen für die Öffentlichkeit, Betroffenen und Presse bereitstellen. Hat man auf seiner normalen Website einen Pressereiter, sollte ein Link dorthin gut sichtbar (Farbe, Größe, etc) platziert werden. Die Presse möchte Hintergrundinforationen, Beschreibungen, Bilder, kurze Fakten und vieles mehr. Bringt man auf der Presse-Seite entsprechend viele Informationen, müssen Journalisten nicht wegen jeder Basis-Info anrufen oder E-Mails schreiben. Das entlastet das Unternehmen. Ebenfalls sollte auf der Presse-Seite mitgeteilt werden, wann es neue Veröffentlichungen von Seiten des Unternehmens geben wird sowie wann Termine für Pressekonferenzen anstehen. Auch Icon-Links auf Social Media Plattformen, wo es Informationen zur Krise gibt, sollten gut sichtbar platziert werden. News zur Krise sollten in chronologischer Reihenfolge mit Datum und Uhrzeit in der Überschrift aufgelistet werden.
Kursieren Videos im Netz, die dem Unternehmen schaden, kann man als Antwort darauf ebenfalls Videos mit den gleichen Titel-Keywords erstellen. So nutzte beispielsweise Dominos Pizza für sein Antwort-Video auf YouTube die Worte ‘Disgusting Dominos People’ – wie im Original-Post. Nutzer, die danach auf YouTube suchen, sehen somit die Unternehmensdarstellung.

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2. Facebook-Seite

Hat man eine Haupt-Seite auf Facebook, die das Unternehmen repräsentiert, sollte sie einen Newsroom-Charakter annehmen. Neue Pressemitteilungen sollten hier veröffentlicht und ab und an ein Link auf die Homepage gesetzt werden. Die sozialen Kanäle sollten die Menschen auf die Homepage des Unternehmens ziehen. Intern sollte klar geregelt sein, wer die Posts veröffentlicht und wann, ebenso wer für das Monitoring zuständig ist, wann die Gespräche offline weitergeführt werden sollten. Hat die Facebook-Seite mehrere Admins, sollte einer von ihnen die Posts anfertigen, welche die anderen posten können. Admins können auf den Ernstfall durch Schulungen vorbereitet werden, in denen sie lernen, wie man auf Kritik reagiert. Jeder Mitarbeiter muss über den Verlauf der Krise gut informiert bleiben.

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3. Twitter Feed

Auch hier gelten die gleichen Prinzipien wie oben erwähnt. Der typische Twitter-Feed sollte für eine Zeit lang ausgesetzt werden, um auf Fragen und Beschwerden einzugehen und um Pressemitteilungen und Kontaktinformationen zu veröffentlichen. Dabei sollte man nicht zu oft twittern um durch die unübliche Häufung keine zusätzliche Panik auszulösen.

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4. Monitoring

Während der Krise sollte ein Team rund um die Uhr die Informationen online monitoren. Das kann auch am Wochenende sein. Hat man noch kein Monitoring-Dashboard, sollte man sich so schnell wie möglich darum kümmern. Kostenpflichtige Tools wie Radian6 stehen zur Verfügung, ebenso wie kostenlose Tools, oder man erstellt Suchen auf Twitter, Facebook, SocialMention, Google Alerts, Google News, Technorati und Traackr.
Auch eine manuelle Sentiment-Analyse kann einen guten Überblick über den Verlauf einer Krise geben. Posts auf Twitter, Facebook, Blogs, E-Mails oder Presseartikel werden gelesen und mit einem „-„ für negative Kommentare, einem „+“ für positive und einem „0“ für neutrale Meinungen markiert. Auch die Namen der Personen kann man sich notieren, um einflussreiche (positive und negative) Nutzer ausfindig zu machen.

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5. Social Media Richtlinien im Krisenfall

Das Wichtigste ist, dass man einen Handlungsplan hat. Dieser Plan sollte ein Dokument sein, in dem aufgeführt ist, wer, wann, wo, wie und welche Informationen zur Krise verbreitet. Das muss kein 50-Seiten-Dokument sein, es sollte jedoch die generellen Richtlinien eines jeden Social Media Kanals skizzieren, wie die Kanäle im Ernstfall genutzt werden und wer für das Management zuständig ist.
Der Plan sollte die Unternehmenskultur widerspiegeln. Ist man ein zentriertes Unternehmen, sollte der Plan das berücksichtigen. Bei einer eher losen Struktur, sollte auch hier der Plan dazu passen.
Wer möchte, kann einmal im Jahr den Krisenplan theoretisch durchspielen, um gut vorbereitet zu sein.