Welches Unternehmen twittert am besten?

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Gute Inhalte sorgen für eine große Reichweite. Das ist die Kernaussage einer aktuellen Twitter-Studie des Beratungsunternehmens Absolit und dem Verband der deutschen Internetwirtschaft eco. Hierbei wurden über einen Zeitraum von 3 Monaten die 20 twitter-aktivsten Unternehmen in Deutschland beobachtet. Hauptgrund für den Twitter-Einsatz sei, sich durch den direkten Kundendialog in ein gutes Licht zu setzen. Twitter ist der meist genutzte Social Media Kanal von deutschen Unternehmen. Was die Zahl der Follower betrifft, so liegt Lufthansa mit großem Abstand vorne: Mehr als 18.500 Follower hat das Unternehmen mittlerweile. Dieser Erfolg kann, laut Forscher, nur mit interessanten Inhalten erreicht werden, da die Follower diese Tweets auch an Bekannte weiterleiten.

Der Interessens-Index ergibt sich aus den weiterempfohlenen Nachrichten (Anzahl retweets) sowie dem Anteil an Weiterempfehlern im Abonnentenstamm (Anteil Follower).

Google, Messe Frankfurt oder Daimler publizieren einfach – teils automatisierte – Pressemitteilungen ohne auf die Follower einzugehen. Google und Messe Frankfurt publizieren etwa 2 Meldungen pro Woche, Daimler zwitschert 4 Mal. Damit verzichten diese Unternehmen jedoch auf das große Potenzial von Twitter: den Dialog. US-Firmen wie Comcast z.B. geben täglich ca. 20 differenzierte Antworten auf Kundenanfragen. Das haben sich Otto, Ebay, Kodak und Vodafone zum Vorbild genommen und sind im Kundendialog deutsche Vorreiter. Fast 90% der Twitter-Nachrichten von Otto sind Antworten auf Kundenanfragen. Dahinter stehen 3 Personen, die zeitversetzt die Kundenanfragen bearbeiten.

Auch die Qualität der Follower ist natürlich wichtig. Denn wirkliche Fans tragen viel zur Verbreitung bei. Die aktivsten Follower haben Daimler, Kodak, Allianz und Otto. In den USA ist Twitter schon fester Bestandteil im Kundendialog: US-Unternehmen erreichen hundertmal mehr Sichtkontakte als deutsche Firmen.

Bing will News kaufen

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Nach Facebook mobbt jetzt auch noch Medien-Mogul Rupert Murdoch den Suchmaschinen-Primus Google. Murdoch verhandelt mit dem Google-Rivalen Microsoft darüber, dass die Artikel seiner Zeitungen (u.a. Sun und Wall Street Journal) nur noch exklusiv bei Microsofts Suchmaschine Bing auftauchen sollen und nicht mehr bei Google. Microsoft ist sogar bereit für diese „De-Indexierung“ von Google große Summen zu bezahlen – nicht nur an Murdoch, sondern auch an andere News-Anbieter. Diese könnten somit von der Rivalität zwischen Google und Bing entspannt profitieren, was ihnen sehr gelegen käme: Durch den Rückgang des Printgeschäfts haben die Verlage starke Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Für Online-News möchte nämlich kein Leser zahlen – außer Microsoft.

Burda wird Hauptaktionär von Xing

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Der Münchner Verlag Hubert Burda Media übernimmt für 48,3 Mio. Euro 25,1% der Anteile an Xing und wird damit größter Aktionär des Online-Business-Netzwerks. Das Anteilspaket stammt von Xing-Gründer Lars Hinrichs, der nur noch mit 2,6% beteiligt bleibt. „Die Beteiligung ist ein wichtiger Schritt im Zuge des Ausbaus der digitalen Aktivitäten des Unternehmens“, sagte Burda und sicherte sich so einen Fuß in der Tür  im Geschäft mit Online-Stellenbörsen. Diesen Bereich baut Xing derzeit stark aus, beispielsweise mit Instrumenten für Headhunter. Der Umsatz der Hamburger Xing AG stieg zwischen Januar und September um rund 32% auf 33,2 Mio Euro. Dies lag insbesondere an den rund 660.000 zahlenden Premium-Mitgliedern (von insgesamt 8 Mio. Nutzern), durch die fast ein Drittel des Umsatzes erwirtschaftet wurde.

Xing muss sich jetzt gegen den amerikanischen Weltmarktführer LinkedIn zur Wehr setzen, denn als deutsches Soziales Netzwerk gegen einen großen amerikanischen Konkurrenten zu bestehen, ist schwer, wie das Beispiel StudiVZ versus Facebook zeigt. Deshalb plant das Web2.0 Unternehmen neue Applikationen: „Ganz oben wird die Twitter-Integration stehen“, sagte Stefan Groß-Selbeck, Vorstandsvoritzender der Xing AG. Die Funktion soll bald freigeschaltet werden. Ob dies ausreicht um den „Facebook-Effekt“ abzuwenden, bleibt abzuwarten, denn Xing verzeichnet gerade bei den Zugängen von neuen Mitgliedern starke Einbrüche, wobei Konkurrent LinkedIn genau hierauf den Fokus setzt.

Bing Suchanteil wächst auf 10 Prozent

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Microsoft gewinnt mit seiner Suchmaschine Bing in den USA weiter Marktanteile und liegt mittlerweile bei knapp 10%. Allerdings bemerkt Konkurrent Google keinen Anteilrückgang, da Bing lediglich Prozente von Yahoo (Bings zukünftigem Partner) übernimmt. Hier die aktuellen Zahlen von comScore:

Marktanteil der Suchmaschinen in den USA

  September seit Jahresbeginn
Google

65,4%

+ 2,4%

Yahoo

18,0%

- 3,0%

Microsoft

9,9%

+ 1,4%

Ask

3,9%

+ 0,2%

AOL

2,9%

- 1,0%

Die wertvollsten Marken Europas

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Das European Brand Institute in Wien präsentierte am Dienstag die Studie Eurobrand 2009, nachdem es über 3000 europäische Unternehmen in 24 Ländern bewertet hatte. Das Ergebnis: Der finnische Handyhersteller Nokia ist mit einem Wert von 35,220 Milliarden Euro die wertvollste europäische Marke. Auf Rang zwei folgt die LVMH Gruppe Moet Hennessy Louis Vuitton (32,365 Milliarden Euro) gefolgt von der belgischen Inbev-Gruppe. Letztere konnte nach ihrer Akquise der US- Marke Budweiser ihren Markenwert um 56 % auf 26,927 Milliarden Euro steigern.

Von der aktuellen Wirtschaftskrise am stärksten betroffen, sind die europäischen Finanzdienstleistungs- und Automobilmarken. Finanzdienstleistungsmarken verloren im Schnitt 24% an Markenwert, bei Autofirmen sank er um 9,6%. Am stärksten betroffen sind die britische Bankengruppe RBS (-40%) und die deutsche Allianzgruppe (-18,5 Prozent). Unter den Automarken mussten die Fiat Gruppe, Mercedes und Porsche besonders an Wert einbüßen.

Doch es gibt auch Gewinner während der Krise: Die Konsumgütermarken konnten ihren Markenwert um durchschnittlich 5,8% erhöhen. SAB Miller (+24,5%), Carlsberg (+21,5%), Nestlé (+15%) und Heineken (+14,4%) sind hier anzuführen.

Die Plätze 4 bis 10 der wertvollsten europäischen Marken sind folgendermaßen vergeben worden: 4. Vodafone (23,789 Milliarden Euro), 5. Unilever (22,829 Milliarden Euro), 6. Telefónica (22,128 Milliarden Euro), 7. Mercedes (19,392 Milliarden Euro), 8. Deutsche Telekom (19,093 Milliarden Euro), 9. BMW (18,765 Milliarden Euro) und 10. SAB Miller (18,349 Milliarden Euro).