Ja, wo ist er denn? Bald weiß ich das von jedem meiner Freunde – dank Facebook. Das Netzwerk wird schon im kommenden Monat die Status-Updates der User mit ortsbasierten Geo-Tags verknüpfen. Ein Jahr lang brauchte Facebook für die Entwicklung des GPS-Dienstes und soll ihn, laut New York Times, Ende April einfügen. Facebook hat damit wohl vor allem den Werbemarkt im Blick und will die Standortdaten für lokale Anzeigen nutzen. Kleine Unternehmen, wie Restaurants oder Läden, könnten von Updates wie „Wo ist hier die nächste Pizzeria?“ oder „Wo stecken denn meine Kunden?“ stark profitieren. Immerhin ein Viertel der Nutzer geht heute mobil auf die Plattform. Der Wettbewerb muss sich somit neuen Herausforderungen stellen. Und der Nutzer ist wieder etwas durchsichtiger geworden…
Laut Oxford American Dictionary, ist der Begriff „unfriend“ das Wort des Jahres 2009. Doch gab es auf Facebook keine Möglichkeit herauszufinden, wer einem denn die Online-Freundschaft gekündigt hat. Um sich anzeigen zu lassen, bei wem man in Ungnade gefallen ist, hat das tschechische Unternehmen Candytech nun eine Applikation entwickelt: den „Unfriend Detector“. Nach der Installation des Service hat man die Wahl, sich seine „unfriended friends“ direkt in der Applikation anzeigen zu lassen oder eine entsprechende Infornation per Email zu erhalten. Automatische Empörungs-Mails werden dabei allerdings nicht versendet…
Im Sommer 2009 stellte der IT Experte Nicholas Carr die provokante Frage: „Macht uns Google dumm?“ Sein Argument dafür war die Beobachtung, dass ihn sein Online-Suchverhalten mit seiner Bequemlichkeit und Zerstreutheit daran hinderten, seine Konzentrationsfähigkeit zu üben. Zu viele Störfaktoren verhinderten eigene und tiefere Gedankengänge, wie wir sie beispielsweise beim Lesen eines Buchs hätten. Das Pew Internet & American Life Project startete deshalb eine Umfrage in den USA zu dieser Behauptung. Ergebnis der Befragung: 81 Prozent der Experten und 76 Prozent der Internetnutzer glauben nicht daran und sind sogar der Meinung, das Internet mache uns schlauer. Ihr Hauptargument ist, dass die Menschen sich zwar weniger merken müssen, dafür aber mehr Zeit zum Nachdenken haben. So hätten wir mehr Zeit kreative Lösungen für Probleme zu finden.

Die Argumente der Experten findet ihr hier.
Sportartikel-Hersteller Adidas wirbt mit einer Augmented Reality App auf seiner Facebook-Seite, die mittlerweile über 2 Mio. Fans hat. Das Spiel „The Adidas Neighborhood“ wird gestartet, indem man einen Adidas Schuh mit speziellem Logo vor seine Webcam hält. Anschließend sieht der User, wie eine komplette 3D-Stadt auf seinem Schuh wächst, in welcher er verschiedene Spiele zur Auswahl hat. Wird der Schuh gedreht, dreht sich die Stadt ebenfalls mit, oder er dient als Waffe gegen feindliche Aliens in der Hood. Wir sagen: Das bringt Spaß und Street Credibility!
Outdoor-Bekleider The North Face wird ab diesem Monat die geo-targeting Fähigkeiten der neuen Handys nutzen. Potentiellen Kunden werden Kurznachrichten geschickt, sobald diese sich in der Nähe von Geschäften befinden, in denen die Marke geführt wird. Dafür wurden über 1000 virtuelle Zäune in den Städten New York, San Francisco, Seattle und Boston gezogen. Betritt der Kunde diese Gegend, erhält er eine SMS. Hauptsächlich Städte in denen eine kalte Witterung herrscht, sind abgesteckt, was der Bekleidung von North Face entspricht und die Nachrichten an das Wetter anpassbar macht. Es werden jedoch nur Kunden angeschrieben, die ausdrücklich dieser Kampagne zugestimmt haben.
In Handy-Kampagnen wurden 2009 insgesamt 391 Millionen Dollar investiert, davon bisher nur ein Bruchteil in ortsbasierte Werbung. Dieses Jahr sollen laut Experten die Ausgaben für mobile Werbung eine Höhe von 561 Millionen Dollar erreichen, 2014 sogar 1,3 Milliarden, wobei der Anteil an location based advertising immer weiter zunehmen wird.
Auf www.codeorgan.com kann man sich nun anhören, wie Webseiten als Musikstücke klingen. Das Tool analysiert mit einem speziellen Algorithmus den Inhalt der angegebenen URL und verwandelt diese in Musik. Schlagzeug, Synthesizer und Keyboard gehören zum Repertoire der Anwendung. Einfach den Namen der Webpage eingeben und lauschen. Das Ergebnis kann man dann auch seinen Freunden auf Facebook und Twitter weiterleiten. Eine lustige Idee, nicht nur für Synästhetiker!
Wer sich seine Homepage gerne vorlesen lassen möchte, der sollte mal das Programm ReadSpeaker von voice-corp ausprobieren. Damit kann man sich seine Artikel in verschiedensten Sprachen wahlweise von einer männlichen oder weiblichen Stimme vorlesen lassen. Zur Auswahl stehen Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch und Holländisch. Für Privatblogger kostet der Service 4 Euro im Monat, Firmen starten bei 36 Euro. Praktisch, um den bildschirm-gestressten Augen mal eine Pause zu gönnen oder für passionierte Multitasker!