18 Grundregeln des Community Management

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Eine Community zu managen ist nicht immer einfach. Doch die Moderation ist ein wichtiger Bestandteil der Social Media Strategie eines Unternehmens. Letztendlich geht es darum, Mehrwert zu generieren, indem man sein Unternehmen mit den Kunden in Kontakt bringt und Informationen zur Verfügung stellt.

Entweder kommen die Informationen vom Unternehmen selbst, oder Mehrwert entsteht durch Gespräche zwischen den Kunden, Gespräche zwischen Unternehmen und Kunde oder mit externen Experten. Als Gegenleistung erhält man wertvolle Daten, baut die Marke und Reputation des Unternehmens auf und erhält wichtige Fürsprecher.

Ein Community Manager muss für ein dauerhaftes Engagement der Kunden sorgen. Man muss den Kunden einen Grund geben, immer wiederzukehren, ohne dass sie darüber nachdenken. Wie erreicht man das?

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Community Management Grundregeln:

 

1. Es muss ein klarer Zweck für die Community bestehen und ein gemeinsames Interesse. So hat zum Beispiel Sage Software seine ACT! Community: Ein soziales Netzwerk, das ACT! Nutzer (ACT! ist eine Software für Kundenservice) weltweit hilft und in kürzester Zeit sehr beliebt wurde. Innerhalb von nur 12 Monaten verzeichnete es 8,9 Millionen Page Views und 266.000 Suchanfragen. Dank der Community stieg die Net Promoter Score von ACT! (Index für die Weiterempfehlungs-Wahrscheinlichkeit) um 15 Prozent.

2. Der Community Manager und dessen Team müssen der Aufgabe gewachsen sein. Community Management ist ein Vollzeit-Job oder verlangt zumindest ein fest eingeplantes Zeitfenster. Keine Angst davor, freiwillige Moderatoren zu engagieren, die einen dabei unterstützen. Man kann auch einflussreiche Community-Mitglieder fragen. Gute Community Manager können den Erfolg des Netzwerks maßgeblich beeinflussen. So erkannte zum Beispiel Lawrence Liu, Blogger bei Telligent Systems, dass man 90 Prozent an Kosten einsparen kann, wenn ein Problem innerhalb der Community gelöst wird, anstatt am Telefon. Also hat er Community Mitglieder dazu motiviert, ihm bei den Problem-Antworten zu helfen (die Antworten konnte er tracken), sparte dadurch sehr viel Geld und konnte nebenbei die Wissensdatenbank erweitern.

3. Finde heraus, wer die Community-Führer sind und arbeite mit ihnen zusammen. Meist sind es nur 1 Prozent der Mitglieder, die aktiv teilnehmen und kommunizieren. Denn 90 Prozent der User lesen die Beiträge nur und bleiben passiv, und 9 Prozent machen ab und zu mit.

4. Schreibe die 90 Prozent passiven Nutzer aber nicht ab – sie können zu aktiven Mitgliedern werden. Also sollte man die Passiven nicht so behandeln, als gäbe es sie nicht. Gib ihnen etwas zu tun: eine kleine Umfrage oder ein Contest, bei dem es etwas Interessantes zu gewinnen gibt.

5. Community Manager müssen um die Bedürfnissee der Community wissen und auch, wo sie im Unternehmen die Lösung dazu finden. Das bedeutet, sie müssen einerseits auf die Fragen der Mitglieder achten, aber andererseits auch wissen, wo die Beschränkungen des Unternehmens liegen. Man ist Fürsprecher der Mitglieder und Manager der Unternehmens-Strategie.

6. Schreite nicht jedes mal ein. Zunächst sollten die Regeln für die Community festgelegt werden, dies kann man zusammen mit der Rechtsabteilung machen und einen Verhaltenskodex bestimmen. Dann sollten alle einen Schritt zurück treten und nur bei klaren Regelverstößen einschreiten. Nicht jede Aktivität der Community sollte bis aufs Kleinste gemanagt werden, auch wenn es mal negative Entwicklungen gibt.

7. Negativen Entwicklungen sollte man aber trotzdem schnell antworten. Die Faustregel besagt: Verwandle das Negative zumindest in etwas Neutrales (wenn möglich sogar in Positives), verwandle das Neutrale in Positives und verstärke das Positive.

8. Inhaltliche Regeln. Füttere die Seite solange mit Experten-Inhalten, bis es von selbst weiterläuft. Das ist leichter gesagt als getan. Mit provokativen Inhalten (im positiven Sinne) erreicht man das jedoch durchaus. Weckt man das Interesse der Community, bleibt sie dabei. Ist man beispielsweise eine Xbox 360-Community, kann man den Mitgliedern Tipps und Tricks zu den Spielen verraten, neue Produkte ankündigen noch bevor sie offiziell angekündigt werden, Wettbewerbe veranstalten, bei der die Community mitmachen kann um etwas zu gewinnen, Chats mit Experten organisieren (z.B. einen bekannten „Star Spieler“ einladen), Beta-Programme für die Mitglieder, etc.

9. Ermuntere die Mitglieder zu Peer-to-Peer Interaktionen. Das ist die Erweiterung von Schritt 8. Letztendlich will man eine Community, die sich selbst genügt und eigenen Content erstellt. Dafür muss man ihnen die Möglichkeit geben, selbst Content hochzuladen. Mitglieder könnten z.B. auch eigene Threads in Foren gründen.

10. Die Mitglieder sollten ermuntert werden, mit dem Unternehmen zusammen zu arbeiten. Zum Beispiel bei der Entwicklung eines neuen Produkts zu helfen oder anderen Kunden bei der Lösung eines Problems helfen können. Die Lösungsvorschläge könnten anschließend auch von der Community bewertet werden. Ein Prozent werden Vorschläge machen und durch die Bewertungsmöglichkeit, machen auch die 9 Prozent Gelegenheits-Nutzer mit.

11. Die Mitglieder müssen immer das Gefühl haben, ernst genommen zu werden. Nicht nur vom Community Manager, sondern auch von der Community. Das Gefühl ernst genommen zu werden, wird bestimmt durch Vertrauen, Reputation, Einfluss und Überzeugungsfähigkeit. Gibt man den Nutzern Tools um ihre Leistungen zu bewerten (wie z.B. Rankings zum Aktivitätslevel), können die Nutzer ihren Status selbst überprüfen und beeinflussen.

12. Belohne nicht nur verkaufsbezogene Aktivitäten. Belohnungen für die Teilnahme an der Community sind wichtig. Je aktiver das Mitglied, desto besser die Belohnung und desto stärker macht der Nutzer mit.

13. Die Mitglieder müssen ihre eigenen Erfahrungen formen können. Je weniger der Community Manager einschreiten muss, desto besser.

14. Man kann durchaus auch Erwartungen an seine Mitglieder stellen. Einen absolut privaten Raum kann niemand von einem sozialen Netzwerk verlangen. Vielleicht erwartet man, Daten der Nutzer sammeln und nutzen zu dürfen oder einfach nur höfliches Verhalten. Was man auch verlangt, man sollte es auf jeden Fall am Anfang der Registrierung deutlich mitteilen. Daran sollte man sich dann auch halten, um das Vertrauen der Nutzer nicht zu missbrauchen.

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Was man nicht machen sollte:

 

1. Die Community ist kein Ort um einfach nur Informationen abzugrasen. Die Prinzipien und das Business-Modell einer Community sind keine traditionellen Unternehmensprinzipien. Hier geht es um Zusammenarbeit und Co-Creation mit den Mitgliedern. Das Modell beruht auf der Generierung von gegenseitigem Mehrwert. Die Seite dient nicht nur der Datensammlung.

2. Zu wenig finanzielle Mittel bereit stellen. Viel wird berichtet über die kostengünstigen Social Media Tools. Dies mag teilweise stimmen, doch wenn man als Unternehmen eine richtige Community aufbauen will, sind die Tools nicht billig. Man zahlt für Technologien, die die Community und deren Informationen schützen, einfach zu nutzen sind, die Community aufrecht erhalten, administrieren und für die vielen Selbst-Manage-Tools, die man den Nutzern bereit stellt. Und das ist nur die Technologie. Die Kosten, den Content der Seite zu erstellen, sind noch höher, da hier Personal und Recherche notwendig sind. Moderatoren und Manager, die Kontakt zur Community halten, werden gebraucht.

3. Eine dauerhafte Verpflichtung muss eingegangen werden und keine kurzfristige Aktion ausgeführt werden. Leider passiert das extrem häufig. Auf der Seite Ning kann man sein eigenes Social Network erstellen, und nur 200.000 der 700.000 dort registrierten Netzwerke werden aktiv gepflegt!

4. Man darf nicht vergessen, dass jedes Mitglied seine ganz persönlichen Interessen wahrnimmt. Das bedeutet, etwas auf der Plattform bringt dem Nutzer Mehrwert. Er ist kein Altruist – außer die Seite hat sich diesem Zweck verschrieben. Er ist kein Mitglied, weil er die Firma liebt. Er ist ein Mitglied, weil etwas, das die Firma produziert, seine Bedürfnisse befriedigen kann und die Community ist der Weg dazu.

VRM – Wenn Kunden ihre Daten selbst managen

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Ein neues Konzept hat sich vorgenommen, das traditionelle CRM auf den Kopf zu stellen: Vendor Relationship Management (kurz: VRM). Der Name klingt vielleicht etwas langweilig, doch das Konzept dahinter ist alles andere als langweilig. Bei VRM managen die Kunden ihre Daten nämlich selbst.

Man stelle sich folgendes Szenario vor:

Ich ziehe um und meine Adresse ändert sich. Jedes Unternehmen, mit dem ich zu tun habe, hat eine Kopie meiner Adresse in seinem CRM-System – mal mehr und mal weniger korrekt. Jetzt müsste ich jedem Unternehmen einzeln mitteilen, dass sich meine Adresse geändert hat, was ziemlich zeitaufwändig und mühselig ist. Hätte ich jedoch meine persönliche Datenbank, in der ich alle wichtigen Informationen über mich sammle, könnte ich gezielt meine neue Adresse ausgewählten Unternehmen zugänglich machen. Zum Beispiel auf meiner eigenen Domain http://meinName.com. Ich habe dort eine Kategorie „Adresse“, wie etwa http://meinName.com/Adresse, wo ich meine aktuellen Adress-Informationen in einem offenen Formt speichere. Ziehe ich um, kann ich all meinen Verkäufern gleichzeitig die neue Anschrift mitteilen.

Vielleicht möchte ich aber auch ein Auto kaufen oder plane eine Reise nach Italien. Dann veröffentliche ich meine Wünsche in einer weiteren Kategorie „Kaufabsichten“ mit der Unterkategorie „Auto“ und gebe an:

Marke: Toyota

Modell: Prius

Baujahr: 2006 oder älter

Maximaler Preis, den ich ausgeben möchte: 4.000 Euro

Das gleiche mache ich mit „Reise“ und sende somit ein klares Signal an alle Verkäufer, die mir Angebote unterbreiten können. So muss ich mich nicht selbst durch zahlreiche Automarken-Homepages und Reiseangebot-Seiten kämpfen, sondern warte darauf, dass mich die Unternehmen finden und mir Lösungen vorschlagen.

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VRM ist das Gegenstück zu CRM – die Käuferperspektive

 

VRM stellt somit den Menschen Tools zur Verfügung, mit denen sie ihre Beziehung zu ihren Verkäufern selbst managen können. Bei traditionellen CRM-Systemen war das genau umgekehrt: Hier dienten die CRM-Tools den Verkäufern dazu, die Beziehung zu den Kunden zu managen. In vielen Unternehmen wurden Prozesse und Systeme für die effizientere und verbesserte Pflege der Kundenbeziehung, sogenannte CRM-Systeme eingeführt. Hier werden Kundendaten erfasst und gepflegt. Doch der Zeitaufwand für die saubere Erfassung und Aktualisierung von Informationen im CRM wird gerne unterschätzt. Jedes Jahr werden Millionen von Dollar umsonst ausgegeben, da versucht wird, die Kunden unter einer falschen oder veralteten Adresse zu erreichen. Wäre es für beide Seiten nicht praktischer, wenn der Kunde seine Daten selbst pflegt und aktualisiert?

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Ablauf und Einsatzbereiche von VRM

 

Statt Unternehmen, die eine riesige Datenbank besitzen, in der Stammdaten der Kunden gesammelt und genutzt werden, könnten die Kunden mit verschiedensten Tools ihre Stammdaten selbst kontrollieren und gezielt nur den Unternehmen Zugang gewähren, von denen sie etwas kaufen wollen oder sonst eine Art von Business-Beziehung eingehen wollen und denen sie vertrauen. Tools, wie die eigene Domain, der Twitter-Account, der eigene Blog, Foren oder das eigene Handy können als Datenspeicher und Ort der Veröffentlichung verwendet werden.

Der Ablauf: Die Verkäufer starten eine Anfrage an den Kunden, ob sie seinen Daten „folgen“ dürfen. Der Kunde „gibt die Anfrage frei“ und erlaubt dem Verkäufer Zugang zu Updates, z.B. bei einer neuen Adresse, Kreditkarte oder sogar, wenn er heiratet. Die Anbieter können dem Kunden Angebote zusenden, der sich für das passendste entscheiden kann.

Der Kunde könnte auch seinen aktuellen Lebenslauf online stellen und, sobald er sich bei einem Unternehmen bewirbt, diesem Zugang gewähren. So entfiele das lästige Ausfüllen von Online-Personalbögen, da die Unternehmen die Daten automatisch in ihren Bestand integrieren könnten.

Wenn ich einen Kirschholz-Tisch kaufen möchte, kann ich das z.B. über Twitter bekannt geben oder mit einem Service veröffentlichen, der meine Anfrage automatisch auf verschiedenen Netzwerken aktualisiert. Innerhalb von Sekunden können mir Anbieter antworten.

Wichtig bei allen VRM-Tools ist, dass sie einfach zu benutzen sind, sodass der Kunde einen klaren Mehrwert erkennen kann. Ein wichtiges Tool ist das Mobiltelefon:

Schon jetzt akzeptiert z.B. American Airlines mobile Bordkarten am Gate. Der Kunde zeigt kein Papier mehr vor, sondern einen Barcode auf seinem Mobiltelefon. Auch die vielen Kundenkarten in meinem Geldbeutel kann ich durch mein Handy ersetzen und z.B. bei Starbucks damit bequem bezahlen. Bei einem Arztbesuch zeige ich meine, auf dem Handy gespeicherte, Krankengeschichte vor.

VRM trägt der neuen Mündigkeit des Kunden Rechnung und kommt seinem Bedürfnis nach Autonomie entgegen. Und wer kann schon besser Daten managen, als die Person selbst? VRM bringt den Kunden mehr Unabhängigkeit, bietet aber gleichzeitig den Unternehmen, in Verbindung mit traditionellem CRM,  neue Chancen zur Kontaktaufnahme.

VRM befindet noch im Entwicklungsstadium. Das „Project VRM“ der Harvard University arbeitet an der Entwicklung neuer Tools, Services und individuellen Datenspeichern in diesem Bereich. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich hier informieren.

McKinsey: Social Media lohnt sich für Unternehmen

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Social Media lohnt sich für Unternehmen. Dies ergab eine McKinsey-Studie, die 3249 Unternehmen nach den wirtschaftlichen Effekten des Einsatzes sozialer Medien im Unternehmen gefragt hat. Firmen können ihren internen Informationsfluss zum Beispiel durch Wikis besser steuern, sich besser mit externen Partnern und Kunden vernetzen und ihre Marktanteile und Margen steigern.

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Auf dem Weg zum vernetzten Unternehmen – Kernergebnisse

Die große Mehrheit der Befragten hat einen wirtschaftlichen Nutzen aus dem Einsatz sozialer Medien wie Facebook, Twitter oder Blogs gezogen. Der Nutzen ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen und war umso größer, je mehr Medien eingesetzt wurden und je tiefer die Integration der sozialen Medien ins Unternehmen schon vorangetrieben worden ist.

Tiefe Integration bedeutet: Ein vernetztes Unternehmen engagiert sich nicht nur auf externen Plattformen wie Facebook und Co. sondern setzt auch intern auf Vernetzung. Die Strukturen und Technologien des Social Web fließen in die Unternehmenswelt mit ein.

Im Vergleich zum Vorjahr hat der Einsatz der Instrumente an Bedeutung gewonnen. 40 Prozent der Unternehmen setzen soziale Netzwerke ein, 38 Prozent einen Unternehmens-Blog. Zwei Drittel gaben an, ihre Investitionen in das soziale Web auszudehnen. Bei der Umfrage im Jahr zuvor war nur die Hälfte der Unternehmen auf Expansionskurs. Die wirtschaftlichen Vorteile reichten vom schnelleren Zugang zu Informationen und sinkenden Kommunikationskosten bis zu einem effektiveren Marketing und zufriedeneren Kunden und Lieferanten. Bei etwa einem Fünftel der Unternehmen haben sich die Wettbewerbsvorteile auch schon in steigenden Umsätzen niedergeschlagen. 

Unter den Unternehmen, die soziale Medien einsetzen, erzielten 79 Prozent lediglich geschäftliche Verbesserungen von höchstens 5 Prozent. Diese Gruppe zeichnete sich aber durch eine geringe interne Nutzung der neuen Instrumente und durch einen geringen Einsatz in den externen Beziehungen zu Kunden und Lieferanten aus.

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Was bedeutet interne oder externe Vernetzung?

Je höher der Grad des Einsatzes der sozialen Medien, desto größer die wirtschaftlichen Vorteile, so die McKinsey-Berater. Soziale Medien können dabei intern und extern eingesetzt werden.

Unternehmen, die sich vorwiegend intern vernetzen (13 Prozent), setzen zum Beispiel Wikis für die interne Wissensakkumulation ein oder finden mit einem „internen Xing“ schneller heraus, über welche Qualifikationen ihre Mitarbeiter verfügen. Diese Unternehmen berichten über schnellere Informationsflüsse über Hierarchiegrenzen hinweg. Die Zusammenarbeit funktioniere auch zwischen ansonsten abgegrenzten Unternehmensbereichen besser.

Unternehmen, die sich extern mit Partnern und Kunden vernetzt haben (5 Prozent) berichten von Vorteilen in den übergreifenden Prozessen.

Vollkommen vernetzt sind nur 3 Prozent der befragten Unternehmen. Sie setzen die neuen Instrumente also intern und extern bereits in erheblichem Umfang ein. Diese Gruppe erzielt nach eigener Einschätzung die höchsten Vorteile aus dem Einsatz der sozialen Medien.

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Marktanteil und Gewinn hängen von der Art der Vernetzung ab

Die Berater haben mit Hilfe statistischer Verfahren errechnet, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz sozialer Medien und harten betriebswirtschaftlichen Größen wie dem Marktanteil und dem Betriebsgewinn gibt.

Marktanteilsgewinne waren dabei klar mit dem Grad der externen Vernetzung mit Lieferanten und Partnern korreliert. Diese Unternehmen haben die Vorteile erreicht, weil sie engere Marketing-Beziehungen mit ihren Kunden hatten und diese besser in den Kundenservice und die Produktentwicklung einbinden konnten. Auch die Unternehmen, die vorwiegend auf eine interne Vernetzung gesetzt haben, berichteten von Marktanteilsgewinnen, allerdings in geringerem Ausmaß.

Höhere operative Margen erzielten die Unternehmen, die ihre internen Strukturen verbessert hatten, also zum Beispiel das Silodenken zwischen den Abteilungen überwunden und Entscheidungen in untere Hierarchieebenen verlagert hatten. Die Folge waren agilere Unternehmen mit schnelleren Entscheidungsprozessen, die zudem externen Sachverstand besser einfließen lassen konnten. Das Ergebnis waren auch höhere Gewinne.

Insgesamt berichteten 27 Prozent der Unternehmen von steigenden Marktanteilen und höheren Margen als Folge des Einsatzes sozialer Medien. Unternehmen, die hochgradig vernetzt arbeiteten, gehörten mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent zur Gruppe der Unternehmen mit den größten wirtschaftlichen Erfolgen. Diese Unternehmen zeichneten sich auch durch die steilste Lernkurve aus, was ihren Vorsprung vor der Konkurrenz zusätzlich erhöht.

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Weitere Schritte für Unternehmen

Verzichten Unternehmen auf interne oder externe Netzwerke, kann dies ein großer Fehler sein, so die Berater von McKinsey. Führungskräfte müssten ihre Unternehmen in Richtung eines voll vernetzten Unternehmens lenken. Die notwendigen Schritte dazu:

  • Soziale Medien müssen in das Tagesgeschäft der Angestellten integriert werden. Nur wenn die Mitarbeiter den Einsatz täglich üben, wird es auch in den Arbeitsablauf einfließen und seine Vorteile entfalten können.
  • Unternehmen müssen die Barrieren für den kulturellen Wandel einreißen und sich den Strukturen eines Social Business öffnen. Voll vernetzte Unternehmen haben bessere Informationsflüsse und geben Angestellten mehr Entscheidungsfreiheiten.
  • Web 2.0 Technologie sollten im externen Kontakt mit Kunden und Partnern aber auch bei internen Angestellten eingesetzt werden. Wer auf beide Vernetzungen setzt, erzielt die größten Gewinne.

 

Duell im Business-Netzwerk: Neue Seite lässt Nutzer ihre Kontakte bewerten

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Mit wem würden Sie lieber zusammen arbeiten? Diese heikle Frage wird einem von der neuen Seite namens Cubeduel.com gestellt. Man loggt sich einfach mit seinem LinkedIn-Konto ein und bekommt zwei Geschäftskontakte zur Auswahl, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden. Hier wählt man nun die Person aus, mit der man eher zusammenarbeiten würde.

Die Geschäftskontakte können ehemalige Kollegen sein oder auch derzeitige Mitarbeiter – es wird aus allen LinkedIn-Kontakten zufällig gewählt. Hat man 20 mal seine Stimme abgegeben, so wird auch angezeigt, wie andere Menschen einen bewertet haben.

Doch das ist nicht alles: Cubeduel zählt alle Stimmen zusammen und erstellt für jedes Unternehmen ein Ranking der beliebtesten Mitarbeiter. User können nach verschiedenen Unternehmen suchen, etwa Google oder SAP, und erhalten sofort eine Übersicht über die „besten“ Mitarbeiter.

Schon 2 Tage nach dem Start haben sich mehrere Tausend Nutzer angemeldet und über 50.000 Stimmen abgegeben.

Als Diss- und Lästerplattform wird die Seite wohl nicht ausarten, denn Kommentare sind nicht erlaubt und man sieht lediglich wie viel Prozent der „Duelle“ man gewonnen hat.

Eine interessante Idee, die man auch auf Xing übertragen könnte, um das schwächelnde Netzwerk wieder etwas in Gang zu bringen. Das muss derzeit nämlich einen Nutzerrückgang von 25 % (innerhalb eines Jahres) verkraften und zählt nur noch  2,4 Millionen registrierte Business-Netzwerker in Deutschland. LinkedIn kommt auf etwa 800.000 deutsche Nutzer.

Twitter bei der Stellensuche erfolgreich nutzen

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Fast 30 Prozent aller Neueinstellungen entstehen über soziale Netzwerke. Immer mehr Unternehmen suchen im Web2.0 gezielt nach Arbeitskräften und erhöhen ihre Präsenz: Auf Twitter beispielsweise sind 39 Prozent der größten deutschen Marken aktiv. Tendenz steigend. Die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme von Jobsuchenden mit den Unternehmen steigen somit, und immer mehr Jobsuchende und auch Personalchefs nutzen den Microblogging-Dienst um eine Stelle zu finden, bzw. zu besetzen. Der Schneeballeffekt des häufigen Retweetens trägt dazu bei, dass sich ein Stellenhinweis oder -gesuch schnell verbreitet.

Hier sind 6 Strategien, die man als Jobsuchender für eine erfolgreiche Stellensuche anwenden kann: 

1. Twittere wie ein Branchenexperte

Sage mir, wie du twitterst, und ich sage dir, wer du bist. Man sollte immer beachten, dass alles, was man twittert zur eigenen Online-Persönlichkeit beiträgt – positiv wie negativ. Der eigene Twitter-Stream sollte ein entsprechend professionelles Bild abgeben und den Status eines Branchenexperten unterstreichen.

Relevante Links sollten mit den Followern geteilt werden und die neuesten Branchen-News kommentiert werden. Das belegt einerseits Interesse an den neuesten Branchen-Trends, andererseits sehen potenzielle Arbeitgeber, was man liest und ob man mit diesem Wissen für die Stelle geeignet wäre.

2. Nutze Twitter-Hashtags

Ein großer Nachteil von Twitter ist, dass eine aktive gezielte Suche nach Stellen z.B. in einer bestimmten Region nicht möglich ist. Hashtags helfen, die Suche zu verfeinern. In der Liste der aktuellsten Twitter-Trends hat es der Begriff „Jobs“ im Dezember 2009 bereits an Position 17 geschafft und liegt damit vor Themen wie „StudiVZ“ oder „Weihnachten“.

Man findet viele allgemeine Informationen und Job-Listen durch Hashtags wie #jobs, #jobsuche oder #stellenangebot. Um die Trefferliste zu verfeinern, sollten jedoch zusätzliche eingrenzende Hashtags verwendet werden, wie etwa: #Vertrieb, #Berater und #Stadtname.

Ebenfalls interessant sind Branchenkonferenzen – meist haben sie einen eigenen Hashtag. Nähert sich solch eine Konferenz, sollte man deren Hashtag einbauen, um von den Teilnehmenden gefunden zu werden, egal ob man teilnimmt oder nicht. So hat man die Chance, sein Netzwerk zu vergrößern.

Zusätzlich kann man Twitter-Accounts folgen, die regelmäßig Jobangebote veröffentlichen. So veröffentlicht die Stellenbörse Monster regelmäßig die neuesten Stellenangebote aus dem Bereich PR auf PRJobsDE. Weitere Listen des offiziellen Twitterkanals MonsterDE sind: jobs-sales, jobs-im-marketing, jobs-im-projektmanagment, jobs-in-muenchen, jobs-in-frankfurt.

Natürlich kann man ebenfalls direkt einem Unternehmen folgen, für das man gerne arbeiten möchte. Oft gibt es dort auch Hinweise auf Jobmessen.

3. Vernetze dich mit Personalchefs und Angestellten

Auf der Jobsuche sollte man sich ebenfalls über das Unternehmen informieren um herauszufinden, wer dort arbeitet und wer für die Einstellungen zuständig ist. Hat man erst einmal die Verbindung zu den entsprechenden Personen hergestellt, ist es auch wahrscheinlich, dass das Unternehmen bei einer neuen Stellenausschreibung direkt auf einen zukommt. 

4. Baue ein starkes Netzwerk auf

Oft berichten Menschen, die über Twitter einen Job gefunden haben: „Ich habe eigentlich gar keine neue Stelle gesucht.“ Bei Twitter ist Netzwerken gefragt, um dessen volles Potenzial ausschöpfen zu können. So wird man oft eher von den Möglichkeiten gefunden, als dass man sie aktiv sucht. Das persönliche Netzwerk versorgt den Nutzer mit relevanten Nachrichten nach dem Serendipity-Prinzip, d.h. zufällig. 

5. Starte eine Bewerbungs-Kampagne

Ein kleiner Trick könnte ebenfalls helfen, von den Unternehmen gefunden zu werden: Da sich viele Firmen regelmäßig selbst monitoren, könnte man deren Schlagworte in sein Jobgesuch einbauen, um in den Suchergebnissen weit oben zu landen und damit Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Natürlich darf der Link auf den eigenen Online-CV nicht fehlen.

6. TwitJobSearch

TwitJobSearch ist eine Job-Suchmaschine, die in erster Linie auf Twitter gepostete Stellenangebote (aber auch jene anderer Social Networks wie beispielsweise Facebook) durchforstet und ständig aktualisiert. Die Anmeldung ist relativ einfach: Man erlaubt TwitJobSearch den Zugriff auf den eigenen Twitter-Account und die Daten werden automatisch rübergesogen. Danach muss nur noch das Profil mit allen nötigen Daten (auch von anderen Seiten wie etwa LinkedIn) ergänzt werden. Anschließend kann der User weltweit nach Jobs suchen oder selbst Jobangebote posten. TwitJobSearch macht sich bei der Anzeige der getwitterten Angebote Google Maps zunutze und zeigt die Standorte der Angebote auf einer Karte an.

Fazit:

Die Bedeutung von Twitter bei der Stellensuche wird noch zunehmen, gerade bei der jungen, internetaffinen Zielgruppe. Doch auch hier gilt: Das Instrument für die Stellensuche muss zu demjenigen passen, der damit spielen will.

Acumeo: Stellenbörse für Best Ager startet

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Wer Mitarbeiter mit langjähriger Berufserfahrung sucht, ist hier richtig: Unter Acumeo.de startet eine Stellenbörse für Best Ager. Sie richtet sich an Menschen, die mindestens 20 Jahre Berufserfahrung gesammelt und eine gute Ausbildung absolviert haben. Angesprochen werden etwa Akademiker und Fachkräfte, aber auch Selbständige, die eine neue Herausforderung in einer festen Anstellung, im Interimsmanagement oder in einer Projektarbeit suchen.

Acumeo bietet eine kostenlose Basismitgliedschaft und eine kostenpflichtige Premiummitgliedschaft. Für knappe 5 Euro im Monat erhalten die berufserfahrenen Best Ager unter anderem Zugang zu allen Jobangeboten der Plattform und können sich mit einem erweiterten Profil präsentieren.

Auch Unternehmen können Premiummitglied werden. Dabei erhalten sie etwa den Zugriff auf die Bewerberdatenbank und eine Firmenvorstellung per Unternehmensprofil. Weitere Einnahmen für Acumeo sollen über Standard- und Premium-Jobanzeigen sowie aus der Vermarktung des Portals an Werbetreibende fließen.

Im Zuge der sich verändernden Gesellschafterstruktur, ist dieses Portal keine schlechte Idee, denn heute sind 33 Millionen Deutsche oder 40 Prozent der Bevölkerung älter als 49. Ob jedoch eine genügend hohe Zahl an Best Agern per Online-Plattform neue Jobs sucht, bleibt abzuwarten. Auch muss sich noch zeigen, ob sich Acumeo neben Monster und Stepstone behaupten kann, wo man ebenfalls Jobs und Zielgruppe nach Dauer der Berufserfahrung filtern kann.

Schön ist bei Acumeo jedenfalls, die gleich auf der Startseite angebotene Option, den Schriftgrad zu vergrößern!