Dank eines Tweets von Promi Ashton Kutcher bekommt BMW nun kostenlose Werbung. Ashtons Twitter-Account @aplusk zählt stolze 4,5 Millionen Follower. In seinem Tweet, in dem er versichert, nicht von BMW bezahlt worden zu sein, verweist er begeistert auf ein YouTube Video. Den Autohersteller wird´s freuen: Innerhalb von 4 Tagen sahen sich mehr als 600.000 Nutzer den Spot an.
Toyota hatte in letzter Zeit mit negativer Publicity zu kämpfen. Auf Grund der Rückrufaktionen (derzeit 8,5 Millionen Autos!) sowie schlechter Verkaufszahlen, sah sich der japanische Autohersteller gezwungen, sein angeschlagenes Image zu verbessern. Welche Maßnahme ergreift das Unternehmen zur Image-Reparatur? Es setzt auf Twitter, natürlich! Ein Branded Channel „Toyota Conversations“ auf dem Twitter-Aggregator TweetMeme bringt hauptsächlich Toyota-freundliche Tweets, wie „5 Gründe einen Toyota zu kaufen“. TweetMeme sammelt die aktuellsten Links und beliebtesten Tweets aus verschiedenen Quellen. So werden unternehmensbezogene Topstories aus Nachrichten und Pressemitteilungen für Toyota zusammengestellt und veröffentlicht. Aber auch Toyota-Videos und -Bilder, die auf Twitter beliebt sind, werden herangezogen. Sieht man sich die Tweets an, die auf der Seite erscheinen, so erkennt man hauptsächlich positive Nachrichten. Dies spiegelt die öffentliche Meinung über Toyota keinesfalls wider, da diese auf Grund der serienbedingten Fahrzeugmängel und Unfälle deutlich negativ gefärbt ist. Der Trick: Bei TweetMeme kann man sich die Newsquellen selbst aussuchen. Es scheint, Toyota hat sich Quellen gesucht, die dem Unternehmen freundlich gesinnt sind.
Interessant, dass ein Unternehmen wie Toyota auf Twitter setzt um sein Image durch direkten Kundendialog wiederherzustellen. Twitter dient eben nicht nur der Beobachtung von Kundenmeinungen sondern auch dazu, direkt an Gesprächen teilzuhaben und diese zu steuern. Ob das Toyota aus der Imagekrise hilft, bleibt abzuwarten.
Kleinwagenhersteller Smart startete am 16. Februar eine neue internationale Markenkampagne. Im Fernsehen und Kino werden klassische 10-Sekunden-Spots ausgestrahlt, die flüchtende Hotdogs, einen Tankwart und weitere lustige Geschichten zeigen. Allerdings gibt es statt einer Auflösung nur die Frage am Ende: „Was ist passiert?“ Die Antwort gibt’s nur im Netz. Smart will die Zuschauer neugierig machen und auf seine Seite the smart class locken, die eine 3D animierte Stadt zeigt, in der man – neben der Auflösung der Geschichten – jede Menge extra Features zur Marke der Daimler AG findet.
Massenproduktion mit standardisiertem und vorgegebenem Design war gestern. Jetzt wird sogar bei der Autoherstellung auf die Macht der innovativen Crowd gesetzt, die bei der Produktion des persönlichen Traumautos ein erhebliches Mitspracherecht bekommt. Das amerikanische Unternehmen Local Motors schreibt Design-Competitions aus, bei der Vorschläge zur Karosserie oder auch zu anderen speziellen Teilen gemacht werden können. Diese werden dann von einer Online-Community diskutiert und gewählt. Mittlerweile zählt die Community 4.000 Mitglieder, bestehend aus Produkt-Designern, Ingenieuren und Autofans. Sie entscheiden, welches Design wo gebaut wird und wie es verbessert werden soll. Der erste crowd-designte Wagen ist auch schon fertig: In limitierter Auflage von 2.000 Stück für jeweils 50.000 Dollar ist der Rally Fighter zu haben. Der Käufer erwirbt dabei aber nicht einfach nur ein Auto. Das Gefühl ein exklusives Designerstück zu besitzen schmeichelt dem Status und generiert einen hohen Mehrwert. Local Motors fördert durch dieses Community-Involvement zusätzlich eine enge Beziehung zwischen Konsument und Marke.
Motorisierte Nachbarschaftshilfe bietet die neue Online-Plattform RelayRides. Sie vermittelt im amerikanischen Baltimore Autobesitzer und Suchende. Besitzer können ihr Auto stunden- oder tageweise vermieten und dabei den Preis selbst bestimmen. Dazu tragen sie online den gewünschten Preis, Zeitraum und Ort ein. RelayRides installiert anschließend ein Gerät im Wagen, das den Zugang per Code erlaubt, so dass keine Schlüssel übergeben werden müssen. Vermieter und Mieter wird ein Versicherungsschutz garantiert und der Fahrer auf sein bisheriges Fahrverhalten gecheckt. Online können sich beide Parteien bewerten. Der praktische Service soll bald auch in anderen amerikanischen Städten verfügbar sein.
Diese Erfindung könnte bald im Auto die Windschutzscheibe ersetzen: Samsung stellte auf der CES das erste Laptop mit transparentem Display vor. Das durchsichtige OLED Display wird von Samsung selbst AMOLED genannt. Eine faszinierende Technik, die bald vielleicht Einsatz im Auto findet: Als Windschutzscheibe in Verbindung mit Augmented Reality, könnten Routen direkt auf der Scheibe angezeigt werden. Pfeile auf Straßen oder leuchtende Wegweiser am Rand könnten uns bei Nacht zum Ziel führen. Damit müssten die Daten nicht mehr auf die Windschutzscheibe projiziert werden, wie es momentan z.B. bei BMW durch ein Head-Up display der Fall ist. Hier ein Video der neuen Technik: