Social Media Marketing wächst. So schnell wie keine andere Form des Online Marketing. Das Wachstum betrug im Jahr 2009 knapp 34%. So wird beispielweise bei Fernsehspots nicht mehr die Adresse der Unternehmens-Webseite eingeblendet, sondern deren Facebook URL. „Social“ wird nun fest in den Marketing Mix integriert. Die auf Social Media spezialisierte Unternehmensberatung Vitrue untersuchte 2000 bekannte Marken und deren Social Media Präsenz. Es ging dabei nicht um das Engagement der Marke selbst, sondern allein um die Reaktionen und Konversationen der Konsumenten. Dieser Social Media Index setzt sich aus Status-Updates, Videos, Photos und Blog-Kommentaren zusammen, welche die User in Bezug auf die Marke ins Netz stellten. Den meisten Wirbel verursachte – wie schon letztes Jahr – Apples iPhone. Größter Aufsteiger ist der Sportartikel-Hersteller Adidas, der sich von Platz 85 auf Platz 14 verbesserte. Auch die Luxusmarken schnitten gut ab: Gucci landet auf Rang 27, Louis Vuitton auf 81, Prada belegt Rang 88 und Burberry Rang 94. Der Automobilsektor ist sehr häufig vertreten: Mercedes auf 17, BMW auf 20, Ford auf 24, Honda auf 25, Ferrari auf 25, Toyota auf 38, audi auf 45, VW auf 67. Interessant dabei: Keine Hotelketten schaffen es in die Top-100, und auch Coca-Cola landet nur auf Platz 31.
Über die Firma uSozial konnten all diejenigen Facebook-User, die befürchteten, mit ihrer bisherigen Anzahl an Freunden wie unvernetzte Außenseiter zu wirken, ihr Konto mit Freunden im 1.000er Pack aufwerten. Facebook stoppte jetzt den Handel und droht mit einer Unterlassungsklage, weil diverse Geschäftsbedingungen verletzt worden seien. Einen 1.000er Pack Freunde gab es bisher für rund 140 Euro. Für fast 1.200 Euro gab es sogar Freunde in der 10.000er XXL-Packung. uSozial sieht sich allerdings nicht in der Schuld, und will sich stets im Gesetzesrahmen bewegt haben.
Der Mensch ist nicht sein Lebenslauf allein. Denn um über Bewerber mehr zu erfahren als das, was ihr Curriculum preisgibt, lohnt sich schon mal ein Blick in deren Profile bei Xing, Facebook und Co. Allerdings sind deutsche Personaler noch weit entfernt von einer strategischen Nutzung der Social Media. Dies belegt die Studie „Social Media und Personalarbeit: Potenzial erkannt. Und genutzt?“ des Beratungsunternehmens IFOK, bei der rund 800 Personaler befragt wurden. Das Fazit der Studie lautet: Trotz Millionen von Nutzern Sozialer Netzwerke, haben sich deutsche Personalexperten auf die neuen Formen der Kommunikation bisher kaum eingestellt. Zwar messen 60% der Befragten Social Media eine große Bedeutung für ihren Bereich Human Resources bei, jedoch existieren bei zwei Drittel der Unternehmen keine geregelten Zuständigkeiten für dieses Thema. 70% der Unternehmen haben keine unternehmensweite Social Media-Strategie und nur 15% haben Richtlinien für den Umgang mit Social Media. Das Thema Weiterbildung wird ebenfalls nicht beachtet: Nicht einmal 10% der Befragten bieten Schulungen zum Umgang mit Social Media an.
Die Personaler haben derzeit ein sehr enges Sichtfeld was die Nutzung von Social Media betrifft: Sie nutzen zwar durchaus klassische etablierte Business-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn (80% haben sie bei ihrer Personalarbeit zumindest schon einmal benutzt und 60% informieren sich gelegentlich auf Business-Plattformen über potentielle neue Mitarbeiter), allerdings vergeben sie eine sehr große Chance, was den Blick auf ihr eigenes Unternehmen betrifft. Was über das eigene Unternehmen online geschrieben wird, unter anderem von den Mitarbeitern, darüber informieren sich systematisch nur 4% der Personaler. Mehr als drei viertel von ihnen hat noch nie Beurteilungen auf Arbeitgeber-Bewertungsplattformen zur Kenntnis genommen. Doch gerade dieser Spiegel für das Unternehmen bietet Möglichkeiten, eine offene Unternehmenskultur zu fördern, die Produktivität zu steigern, die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen zu verbessern sowie die „Talentpipeline“ zu füllen.
Die komplette Studie gibt es hier als PDF zum Download.