Jan
16
Die neue Generation der Handys, mit Internetzugang und GPS ausgestattet, bietet uns eine Vielzahl an praktischen Anwendungen. In dem Markt der Smartphones steckt enormes Potential, und wir haben gerade erst begonnen, diese Technologie zu nutzen. Welche Anwendungen werden wir in Zukunft nutzen? Hier die vielversprechendsten Apps:
- Geldtransfer via SMS. Die Vorteile: schnell, kostengünstig und bequem.
- Ortsbezogene Dienste. Der Nutzer kann je nach aktuellem Aufenthaltsort verschiedenste Umgebungsinformationen abrufen. Schon heute nutzen weltweit 96 Mio. Menschen diesen Service. Die Zahl soll sich laut Experten in den nächsten 2 Jahren jedoch auf 526 Mio. Menschen mehr als verfünffachen.
- Mobile Suche: Hat großes Potential, sollte jedoch noch nutzerfreundlicher gestaltet werden.
- Mobile Gesundheitsüberwachung. Bei dem Mobile Health Monitoring werden Patientendaten mobil erfasst und übermittelt.
- Mobile Bezahldienste. Werden den heute vielgenutzten Online-Bezahlmethoden Konkurrenz machen.
- Near Field Communication: Eine neue Technologie, mit der sich über kurze Distanz Daten zwischen Geräten austauschen lassen. So könnte man sich damit kontaktlos am Fahrscheinautomaten identifizieren oder Einkäufe tätigen.
- Mobile Advertising: Das mobile Anzeigengeschäft belief sich 2008 schon auf 530 Mio. US-Dollar, soll sich bis 2012 jedoch auf 7,5 Milliarden US-Dollar erhöhen.


Das finde ich alles nicht überzeugend. Geldtransfer via SMS kann man auch mit normalen Handys machen, hat sich aber seit Jahren nicht durchgesetzt. Die Integration von GPS führt vermutlich in erster Linie zu Werbung (die XXX-Bank ist direkt rechts), mobile Suche ist auch nicht besonders witzig. Mobile Gesundheitsüberwachung benötigt Sensoren, die daraus entstehenden Daten können via Bluetooth auch mit üblichen Handys übertragen werden. Near Field Communication kling zwar interessant (ich beame meine Visitenkarte, Du beamst Deine Visitenkarte) hat’s aber schon beim PalmPilot gegeben. Wird wohl ein Hit für Kids zum Musik- Video- und Virentausch. Bleibt das “Mobile Advertising”: Endlich habe ich bunte Werbebildchen auch auf dem Handy.
Smartphones haben sicher Potential. Und ganz bestimmt gibt es auch Menschen, die 24/7 Zugriff auf Mail oder andere Applikationen haben wollen oder müssen. Vielleicht finden sie auch Anwendungen als mobiles Terminal für die Post, UPS oder vergleichbare Dienstleister. Ansonsten bleiben diese Geräte allerdings schon aufgrund ihrer Grösse ein Spielzeug, aufgeblasene MP3-Spieler, die ansonsten für eigentlich nichts ernsthaft zu gebrauchen sind.
Zugegeben: Es gibt eine Menge Menschen, die begeistert von ihren “Smartphones” schwärmen – ich bevorzuge ein Netbook, auf dem alle meine üblichen Applikationen laufen, der Websiten in einer vernünftigen Grösse darstellen und auf welchem ich auch mal einen ”richtigen’ Text schreiben kann. Und ganz besonders bevorzuge ich Geräte, auf denen nicht nur die von den jeweiligen Herstellern ‘erlaubte’ Programme ausgeführt werden dürfen.
Die Integration von GPS führt natürlich auch zu Werbung. Allerdings hätte ich nichts dagegen, wenn man mir einen Gutschein für das Geschäft gleich rechts auf mein Handy schickt. Schließlich entscheide ich selbst, ob ich das Angebot am Ende wahrnehme oder nicht. Die Möglichkeiten, die Augmented Reality Apps durch GPS mir auf meinem Handy bieten (Umbebungsinformationen z.B. über Jobs, freie Wohnungen, der kürzeste Fußweg, der Aufenthaltsort meiner Twitter-Follower oder Infos zu berühmten Bauwerken, etc.) finde ich durchaus überzeugend.
@MichaelMerz bei den Smartphones kann ich dir nur teilweise recht geben. Es ist recht lästig, dass man auf Smartphones nicht alle Anwendung laufen lassen kann, wie z.B. auf einem normalen PC.
Jedoch ist dies auch nicht unbedingt auf einem Smartphone gewollt – es soll möglichst einfach gehen und man soll auch mal “schnell” ein Programm installieren können, ohne sich um Installationspfade etc kümmern zu müssen. Es geht einfach schneller und einfacher – genau der Weg, den Software immer einfacher macht.
Hierbei darf man nicht vergessen, dass auf Netbooks ebenfalls nicht jede Software willkommen ist. Die Geräte sind meistens nur für Büroanwendungen und zum surfen im Internet zu gebrauchen – eindeutig im Funktionsumpfang der führenden Smartphones unterlegen, vom iPhone mal ganz zu schweigen.
Netbooks sind meines erachtens nur eine vorrübergehende Modeerscheinung. Nicht wirklich mobil, nicht wirklich zum langen arbeiten zu gebrauchen. Die Netbooks sind quasi der BMW C1 der PC-Branche – kurzer Hype, Mischling und bereits beim Erscheinen ein Auslaufmodell.