Eine interessante Visualisierung, die zeigt, welches Netzwerk in Zukunft zur größten Geo-Sozialen Plattform werden könnte.
Folgende Infografik zeigt zunächst wie viele Menschen die einzelnen sozialen Netzwerke nutzen und vergleicht sie mit der enormen Anzahl an Mobiletelefon-Nutzern. 4,6 Milliarden Mobiltelefone gibt es mittlerweile weltweit. Die Überlappungen sind dabei interessant, den sie geben Auskunft darüber, wie stark die jeweilige Plattform vom Mobiltelefon aus genutzt wird. Zum Beispiel hat Facebook 500 Millionen Nutzer, von denen sich rund ein Drittel über ihr Handy einloggt. Bei Twitter sind es sogar mehr als die Hälfte. Besonders häufig werden Email-Dienste mobil abgerufen. Zwar werden Foursquare und Gowalla zu 100 Prozent vom Handy aus genutzt, doch ist die Gesamt-Nutzerzahl eher gering.
In Mobiltelefonen steckt zudem die Kraft, ortsbasierte Services zu integrieren, um die Plattformen und Dienste „GeoSocial“ werden zu lassen. Ein Feature, das – mit den neuen Fähigkeiten der Mobiltelefone – für Nutzer und Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnen wird.

Grafik gefunden bei Jess3.
Ob EC-Karte, Personalausweis oder Kundenkarte – mit Near Field Communication (NFC) erschließen sich bei künftigen Handy-Modellen völlig neue Möglichkeiten. Ob im Einzelhandel, öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf Konzerten, in vielen Bereichen unseres Lebens wird das Mobiltelefon zum Dienstleister der Zukunft.
Near Field Communication (NFC) ermöglicht eine schnelle, kontaktlose und sichere Datenübertragung zwischen einem NFC-Handy und einem Kontaktpunkt. Bargeldlose Zahlung, Ticketing oder Zugangskontrollen werden dadurch möglich. Die Übertragung funktioniert dabei über kurze Strecken bis zu 10 Zentimetern. Eine größere Reichweite ist auch nicht erwünscht, da die Kontaktaufnahme ja als Zustimmung zu einer Transaktion gewertet werden kann.
Die Deutsche Bahn nutzt diese Möglichkeiten bereits in ihrem „Touch and Travel“-Service: Hier wurden an Bushaltestellen und Bahnhöfen sogenannte Touchpoints eingerichtet, bei denen sich der Kunde vor und nach der Fahrt mit seinem Mobiltelefon an- bzw. abmeldet und anschließend per Handy zahlen kann. Die holländische Supermarktkette C1000 testete mit großem Erfolg den Einsatz der Technik am Kassenschalter: Die Kunden scannten ihre Einkäufe mit ihrem Handy selbst und zahlten damit. Ein Markt, auf dem kontaktlose Zahlungen mit dem Mobiltelefon seit Jahren funktionieren, ist Japan. Inzwischen wurden dort nicht nur über 53 Millionen Handys mit einem speziellen NFC-Chip verkauft, sondern es gibt auch bereits 70 Firmen, die entsprechende Applikationen wie Payment, Ticketing oder Loyalty anbieten.
Die für die Anwendung nötigen Chips fehlen jedoch in vielen Mobiltelefonen außerhalb Japans noch. Allerdings werden sie in immer mehr Handys der neueren Generation eingesetzt. Industrieanalysten von ABI Research sagen voraus, dass im Jahr 2011 rund 23 % der Mobiltelefone (ca. 350 Mio. Handys) mit NFC-Technik ausgestattet sein werden.
Visuelle Suche im E-Commerce könnte neue Formen annehmen. Google investiert momentan immense Summen in die Technologie der computergestützten visuellen Suche. Für rund 100 Millionen Dollar verleibte sich der Suchgigant nun das Unternehmen Like.com ein und hat damit Zugang zu dessen Technologie.
Like.com bietet seinen Kunden eine visuelle Suchmaschine, die ihnen hilft passende Kleidung und Accessoires online zu finden und zu kaufen. Dabei lernt die Suchmaschine selbst mit, und je nach vorherigem Kauf, vorausgegangenen Suchbegriffen oder aktuellen Modetrends werden dem Kunden passende Angebote unterbreitet. Suchbegriffe wie „Rote High Heels“ oder „Ärmelloses Kleid mit Blumenmuster“ erkennt ein Algorithmus und weiß, was zu dieser Kleidung passt.
Die Technologie von Like.com kam ursprünglich aus dem Bereich der Gesichtserkennung – was Google damit vorhat, wollte das Unternehmen nicht sagen. Sie könnte Anwendung finden bei Goolges Produktsuche: Eine Shopping-Seite, die sich noch in der Testphase befindet und eine vergleichende Produktsuche ermöglicht.
Schon jetzt bietet die Applikation Google Goggles Handybesitzern eine interessante Suchmöglichkeit: Die Nutzer machen ein Foto mit ihrer Handykamera und können zum fotografierten Gegenstand oder Ort verschiedene Informationen bekommen.
Google investierte auch in das Unternehmen Pixazza: Hier werden Bilder im Netz markiert, und die darauf abgebildeten Produkte mit Shopping-Seiten verlinkt. Klatsch-Seiten zeigen z.B. Fotos von Promis und der Betrachter kann anschließend die gleiche Tasche oder Jeans wie sein Lieblingsschauspieler online kaufen.
Zu Facebook hätte der Kauf von Like.com ebenfalls gepasst, doch Google war hier wohl einen Schritt schneller.
Der jüngste Werbecoup von Sixt spielt kreativ mit aktuellen Themen. Sixt greift in seiner Anzeige gleich zwei Unternehmen auf, die gerade in der Kritik stehen: Googles Geo-Dienst Street View und Autohersteller Opel.
In der Anzeige zeigt Sixt einen Opel, auf dem eine ähnliche Kamera angebracht ist, wie auf jenen Autos, mit denen der Internetdienst Google vor einiger Zeit Deutschlands Straßen aufgenommen hat. “Schauen Sie sich Deutschland doch lieber selbst an”, lautet der Slogan.
Googles Geo-Dienst ist umstritten, weil dank Street View zum Beispiel Häuser und Menschen detailgenau im Internet zu sehen sind. Am Dienstag hat Google eine Internetseite freigeschaltet, über die Bürger Widerspruch gegen die Online-Abbildung ihres Hauses einlegen können.
Auch Opel steht derzeit im negativen Rampenlicht: Am Dienstag wurde bekannt, dass die Wettbewerbszentrale den Autobauer wegen seiner Werbung zur angeblich lebenslangen Garantie abgemahnt hat.
In Manhattan können Freiberufler nun eine kostenlose Lounge nutzen, um kreativ zu arbeiten. Ausgestattet mit Arbeitsplätzen, W-Lan, gemütlichen Sesseln, Cappuccinos und vielen Möglichkeiten zum Netzwerken, bietet das Internet-Unternehmen Wix freiberuflichen Designern und anderen kreativen Köpfen den perfekten Arbeitsraum. Das Unternehmen sponsert die Lounge und erhofft sich dadurch neue und treue Kunden. Das Unternehmen selbst entwickelt Tools zur Herstellung von Flash Websites – also Produkte, die auch den Nutzern der Lounge gefallen könnten. Zusätzlich werden dort verschiedene Events stattfinden, wie etwa Design Workshops, Filmabende und andere Unternehmensseminare, durch die ein Teil der Kosten abgedeckt wird.
Potentiellen Kunden als „Brand Butler“ einen kostenlosen zusätzlichen Service bieten und sich dadurch Loyalität sichern – immer mehr Unternehmen setzen darauf. An Effektivität wird dabei jede Werbeanzeige übertroffen.
Analysten bei Yahoo untersuchten Tweets hinsichtlich ihres Wahrheitsgehaltes und machten eine erstaunliche Entdeckung: Tweets, die falsche Gerüchte verbreiten, werden sehr viel häufiger von der Community bezweifelt, als solche, die sich später als wahr herausstellen. Damit wirkt Twitter wie ein kollaborativer Filter, der durchaus zu verlässlichen Vorhersagen dienen kann.
Die Analysten untersuchten beispielsweise, wie sich Tweets nach einem Erdbeben verbreiten. Da Twitter den Augenzeugen von Katastrophen eine einfache und schnelle Möglichkeit bietet, ihre Berichte der ganzen Welt zugänglich zu machen, finden sich hier häufig noch unbestätigte Aussagen, deren Glaubwürdigkeit bezweifelt wird.
Die Analysten konnten keine Verbindung zwischen glaubwürdiger Information und Häufigkeit der Tweets oder Re-Tweets finden. Was sie jedoch herausfanden war, dass wenn falsche Gerüchte auf Twitter auftauchen, etwa die Hälfte der Tweets, die sich auf diese Info beziehen, sie bezweifeln. Im Gegensatz dazu fanden die Forscher nur 1 Prozent zweifelnde Tweets bei Gerüchten, die sich später als wahr herausstellten. Die Community selbst filtert hier die immensen Datenmengen.
Diese Vorhersagekraft der Community sollte laut Analysten genutzt werden: So könnte ein Twitter Service eingerichtet werden, der Tweets analysiert und die Nutzer warnt, wenn zu diesem Thema bereits viele Zweifel bestehen. So weiß der Leser sofort, ob er diesem Gerücht trauen kann oder nicht.