Unsichtbarer Erfolg

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Forscher vom Karlsruher Institut für Technologie machen Hollywood Konkurrenz: Zum ersten Mal gelang es, ein dreidimensionales Objekt unter einer Art Tarnkappe unsichtbar zu machen! Diese Sensation, die bis vor kurzem noch Zukunftsvision war, begann bereits vor 4 Jahren in den USA, wo amerikanische und englische Forscher ein Material entwickelten, dass elektromagnetische Wellen um ein Objekt herumleiten kann. Ein Sensor für diese Wellen kann das Objekt dann nicht mehr registrieren. Die Umsetzung gelang aber bisher nur mit zweidimensionalen Objekten und nur mit Mirkowellen. In Karlsruhe verschwand nun erstmals ein dreidimensionales Objekt unter dem Material und verwendet wurde dabei Infrarotstrahlung, die dem für die meisten Spezies sichtbaren Teil des Lichts sehr viel näher ist, als Mikrowellen.

Praxisreif ist die Tarnkappe allerdings noch nicht. Zum Aufbau einer Tarnkappe für ein mit bloßem Auge kaum sichtbares Objekt sind bereits komplexe Berechnungen nötig, die einige Stunden dauern. An eine Tarnkappe die Objekte in der Größe eines Menschen verschwinden lässt, ist bisher noch nicht zu denken. Trotzdem ist dieser erste Erfolg bereits eine Sensation in der Wissenschaft und schafft viel Raum für ganz neue Zukunftsvisionen.

Neue Social App von Apple

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iPhoneApple arbeitet laut dem U.S. Patentamt an einer App mit der User an sozialen Netzwerken teilhaben können. Bei dieser Meldung verfällt wohl jeder Social Media Fan in gelangweiltes Gähnen! Das völlig neuartige an der geplanten App ist allerdings, dass man damit an Gruppen und Netzwerken teilhaben kann, ohne persönlich Daten austauschen zu müssen. Um auf Plattformen wie Facebook eine neue Bekanntschaft in die Freundesliste aufzunehmen, braucht man zunächst einmal deren Namen oder ein anderes Merkmal um sie auf der Plattform zu finden und zu kontaktieren. Die neue App soll da ganz anders funktionieren: Man hinterlegt seine persönlichen Daten bei einem speziellen Anbieter. Sobald man in einer Gruppe von Personen ist, z.B. auf einer besonders guten Party, kann man die App starten und ihr damit erlauben, zunächst anonyme kleine Datenpäckchen, so genannte Token, mit anderen Nutzern auszutauschen, die die App ebenfalls aktiviert haben. Man muss dabei nur in räumlicher Nähe eines anderen Nutzers sein; die Telefone tauschen dann automatisch die Daten aus. Zudem ist auch ein Datenaustausch als Kettenreaktion möglich, z.B. auf einem Konzert: von der Bühne über die vorderen Reihen bis zu den hinteren. Es wird automatisch eine Gruppe gebildet und jeder Nutzer, der von einem anderen Telefon kontaktiert wird, wird auch zunächst nur zu der Gruppe eingeladen. Diese Einladung kann er dann auch ablehnen. Noch auf der Party oder auch später, kann man dann über den speziellen Anbieter weitere hinterlegte Daten an die Mitglieder der Gruppe übermitteln lassen und sich selbst weitere Informationen über die anderen Partypeople anzeigen lassen.

Das Prinzip aller bisherigen Netzwerke wird damit umgekehrt: Der Onlinekontakt entsteht hier VOR einem persönlichen Kontakt. Man kann in wenigen Sekunden E-Mails an alle Teilnehmer eines Seminars versenden, ohne vorher umständlich jeden einzelnen nach seiner Adresse fragen zu müssen.

Der Schutz persönlicher Daten wird dabei trotzdem gewährleistet:
• Jeder Nutzer entscheidet selbst, wann er die App aktiviert, d.h. wann er wirklich Kontakt mit anderen Personen in seiner Nähe herstellen will.
• Auch bei aktivierter App werden nicht automatisch Daten mit jedem anderen Nutzer ausgetauscht, man muss dem noch einmal explizit zustimmen.
• Wenn man sich einer Gruppe angeschlossen hat, kann man zwar sofort mit allen Mitgliedern kommunizieren, hat aber noch keine persönlichen Daten übermittelt, da die Kommunikation über den speziellen Anbieter anonymisiert wird und erst später bei Interesse auf explizite Aufforderung persönliche Daten übermittelt werden.

Kabelloser Strom für Handys

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W-Lan ist ja mittlerweile allseits bekannt. Und es ist ja auch praktisch das Internet überall genießen zu können, unterwegs, draußen, auf der Couch, theoretisch auch in der Badewanne. Aber so ganz frei, kann der Nutzer sich dann doch nie fühlen, denn irgendwann ist auch der beste Akku leer und ein lästiges Kabel muss her. Das könnte sich bald ändern. Der finnische Hersteller Powerkiss stellte auf dem Mobile World Congress eine Technologie vor, mit der sich Handys ganz ohne Kabel laden lassen. Dazu muss man einen speziellen Adapter in Form eines kleinen Sticks an das Handy stecken und dieses dann in die Nähe eines Transmitters bringen. In beiden Teilen sind Spulen integriert, die bei Interaktion Strom übertragen. Der ebenfalls finnische Hersteller Martella hat solch einen Transmitter bereits in Tischen verbaut. Man steckt also nur noch den Adapter an das Handy, legt es auf den Tisch und schon wird der Akku geladen. In Finnland ist diese Technologie bereits an wenigen öffentlichen Plätzen wie dem Helsinki-Vantaa Airport verfügbar.

Es wäre auch möglich, den Adapter direkt in Handys einzubauen. Powerkiss hofft diesbezüglich auf die Koorperation mit Handyherstellern. Auch der Transmitter kann in vielen Gegenständen des täglichen Gebrauchs verbaut werden, wie in Möbeln oder auch Autos.
Noch bewältigt diese Technologie nur kleine Geräte wie Handys. Aber Powerkiss arbeitet an entsprechenden Lösungen, die in Zukunft auch Laptops aufladen sollen.

Die Hersteller Powermate und Qualcomm haben ein ähnliches Produkt entwickelt: Auf einer speziellen Matte, die über ein normales Kabel an das Stromnetz angeschlossen ist, kann man mehrere (mit einem Adapter ausgestattete) Handys, MP3-Player oder andere tragbare Geräte ablegen. Diese werden dann geladen. Die Technik ist die gleiche wie beim Powerkiss, allerdings wirkt der in einem Tisch verbaute Powerkiss doch sehr viel „kabelloser“, da man das Kabel nicht sieht.Der Powermate im Einsatz

Facebook und Twitter beeinflussen unser Kaufverhalten

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Eine neue Studie zeigt, dass Menschen, die Fan einer Marke auf Facebook sind oder ihr auf Twitter folgen, deutlich bereiter sind ein Produkt zu kaufen oder es weiter zu empfehlen.

  • 67 %  der Twitter-Nutzer sowie 51% der Facebooker kaufen eine Marke aufgrund der Präsenz in einem Social Network.
  • 79 % bzw. 60% empfehlen die Produkte aus dem gleichen Grund an Freunde und Bekannte weiter.

Interessant ist dabei die Erwartungshaltung der Nutzer an die Marken: Viele potentielle Kunden vertrauen Marken nicht, die kein Engagement auf Facebook oder Twitter zeigen, und würden deren Produkte nicht kaufen. Damit schafft Social Media einen wichtigen Wettbewerbsvorteil für Marken, die daran teilnehmen und schwächt gleichzeitig Unternehmen, die sich dem noch verschließen.

Allerdings darf man bei dieser Studie keine Kausalschlüsse aus Korrelationen ziehen. Das bedeutet, dass Nutzer, die eine positive Einstellung einer Marke gegenüber haben, natürlich auch eher Fan bzw. Follower werden. Dann aber bietet Social Media den Unternehmen die Möglichkeit, durch das Schaffen von neuen Erlebnissen, die Kunden aktiv zu involvieren und so die Bindung an die Marke zu stärken.

Franziskaner setzt auf Social Media

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Nicht einfach Kundenservice sondern Kunden-Erlebnisse. Das ist die Zauberstrategie des CRM heutzutage. Die InBev Marke Franziskaner hat deshalb eine Reihe von Neuerungen umgesetzt und präsentiert sich im Netz mit neuem Layout. Auch Social Media wird nun eingebunden: Auf Facebook ist Franziskaner mit einem eigenen Profil vertreten, um näher am Kunden zu sein. Das Profil können allerdings nur User einsehen, die 18 Jahre oder älter sind. Ein Online-Game auf der Plattform unter dem Motto „Sicher dir eine Auszeit“ startet zudem in Kürze. Als weitere Strategie um die Kunden zu involvieren, ruft die Brauerei seine Weißbier-Fans zu einem Einschenk-Wettbewerb auf. Die Konsumenten sollen ihre besten Tipps zur Befüllung von Weißbier-Gläsern per Video aufzeichnen. Der Wettbewerb wird dann auf der eigenen Homepage und auf Facebook promotet.

Junge Deutsche verlieren Lust am Auto

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Am Auto lässt sich der soziale Status des Besitzers ablesen – das war einmal. Heutzutage ist das Auto für viele Jugendliche in Deutschland nur noch ein Fortbewegungsmittel. „Die emotionale Bindung der jungen Generation an das Statussymbol Auto lässt deutlich nach.“ Dies ist die Kernaussage der Studie „Jugend und Automobil 2010“, durchgeführt vom Center of Automotive in Bergisch Gladbach, bei der 1100 junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren befragt wurden. Der Autokauf wird demnach immer rationaler: Was Fachleute als „automobilen Mehrwert“ bezeichnen, wird zunehmend in den Hintergrund gedrängt. Die Menschen wollen kleine, sparsame, umweltfreundliche Fahrzeuge mit geringerer Motorisierung. Doch trotz aller Innovationen der unter Druck geratenen Autohersteller, interessieren sich junge Menschen einfach nicht mehr für Autos. Andere Anschaffungen werden wichtiger:

  • Vor die Wahl gestellt, auf welche Investitionen zugunsten eines Autos am ehesten verzichtet werden würde, votieren fast 30 Prozent der jungen Erwachsenen kategorisch gegen das Auto.
  • Jeder Dritte beziehungsweise Vierte ist nicht bereit, für ein neues Auto auf Urlaubsreisen oder eine eigene Wohnung zu verzichten.
  • Vor die Wahl gestellt, ob sie im Zweifel lieber ein Auto oder eine eigene Wohnung hätten, votieren nur vier Prozent für das Fahrzeug.
  • Nur 18 Prozent wollen ihre Ersparnisse für einen Wagen antasten.

Das Auto als Statussymbol bei jungen Menschen ist passé. Diesen Befund sollten besonders Premiumhersteller aufmerksam verfolgen. 2009 wurden nur 7 Prozent der Neuwagenkäufe von 18- bis 29-Jährigen getätigt. Doch wie sieht die Zukunft der Mobilität aus? Verschiedene Trends und Visionen zeichnen sich ab:

  • Menschen besitzen künftig keine eigenen Fahrzeuge mehr, sondern kaufen sich nur noch Kilometer. Dafür erhalten sie dann ein Auto, das sie in der jeweiligen Situation benötigen: Im Winter ein Allradfahrzeug, im Sommer ein Cabrio, für die Fahrt in die Ferien einen Kombi.
  • Das Auto dient nicht nur als Fortbewegungsmittel, sondern als Lebensraum. Die Fahrzeuge werden immer vernetzter, mit Internetzugang und iPod-Anschluss als Standard.
  • Carsharing-Projekte boomen. Die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen, ohne sie selbst zu besitzen, hat sich nach einer Studie der Unternehmensberatung Arthur D. Little im vergangenen Jahr verdreifacht.

Konzerne werden sich insgesamt ganz neuen Einflüssen unterwerfen müssen. So wird die Struktur der Stadt entscheiden, welche Arten von Mobilität entstehen. Um innerhalb der Stadt keine Maut bezahlen zu müssen, hat Porsche beispielsweise den Konzeptsportwagen Porsche 918 Spyder entwickelt. Dieser kann 25 Kilometer rein elektrisch fahren – ausreichend, um von der City bis zur Stadtgrenze zu fahren und dort den lauten Verbrennungsmotor zu starten. Bei Jugendlichen ist übrigens Audi die beliebteste Automarke. Im Januar und Februar hat Audi fast 29 Prozent mehr Autos verkauft als im Vorjahr. Die Herausforderung besteht eben darin, sich an die junge Gesellschaft anzupassen.